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Kategorie: Formel1 05.04.2009
F1: GP Malaysia 2009 - Rennen
BMW Pilot Heidfeld wird Zweiter
Wetter: trocken beim Start, starker Regen, 24-30°C Luft, 24-40°C Asphalt,
75-97% Luftfeuchtigkeit
Sepang (MAL). In einem dramatischen PETRONAS Großen Preis von Malaysia
eroberte BMW Sauber F1 Team Fahrer Nick Heidfeld Platz zwei. Nachdem das Rennen
bei trockenen Bedingungen gestartet worden war, zwang plötzlich einsetzender,
schwerer Regen den Renndirektor, dieses vorzeitig abzubrechen. Teamkollege
Robert Kubica hatte Pech und musste sein Auto wegen Motorproblemen in der
zweiten Runde ausrollen lassen. Weil die vom Reglement geforderten 75 Prozent
der Renndistanz nicht erreicht wurden, erhalten die Piloten nur die halbe
Punktzahl.
Nick Heidfeld beim Regen-Rennen in Sepang, Malaysia
Nick Heidfeld: 2.
BMW Sauber F1.09-04 / BMW P86/9 (KERS)
Schnellste Runde: 1.39,084 min in Rd. 17 (zehntschnellste insgesamt)
„Ich bin natürlich sehr zufrieden mit Platz zwei, nachdem ich als Zehnter
gestartet bin. Das war wirklich ein extremes und schwieriges Rennen. Ich hatte
einen guten Start, aber eben auch ein schweres Auto, das war nicht ganz einfach.
Als sich abzeichnete, dass es regnen würde, haben wir meinen Boxenstopp um
sieben Runden vorgezogen und uns gleich für richtige Regenreifen entschieden.
Aber die waren schnell hinüber, weil der erwartete starke Regen nicht kam. Das
Team sagte mir immer wieder: ‚bleib draußen, der starke Regen kommt!’, aber die
Reifen fühlten sich bald an wie Slicks. In dieser Phase wären Intermediates viel
schneller gewesen, aber das konnte ja keiner wissen. Als es schließlich goss,
war es die einzig richtige Entscheidung, das Rennen abzubrechen. Ich habe mich
hinter dem Safety Car gedreht – Aquaplaning war nicht nur ein Problem mit den
Reifen, mein Auto schwamm mit dem Boden auf. Ich freue mich für unser Team, dass
wir von den ersten beiden Saisonrennen jetzt wenigstens ein anständiges Ergebnis
mit nach Hause bringen.“
Robert Kubica: Ausfall
BMW Sauber F1.09-05 / BMW P86/9
„Als ich in die Formationsrunge ging, klang der Motor sehr seltsam und hatte
kaum Leistung. Ich bin ins Rennen gestartet, so gut es unter diesen Umständen
ging und fragte über Funk nach, was ich tun sollte. Das erübrigte sich dann,
weil das Auto in der zweiten Runde Feuer fing und ich aufgeben musste.“
Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
„Das Rennen hat den chaotischen Verlauf genommen, den wir aufgrund der
Wettervorhersage erwarten mussten. Für Robert war das Rennen schon am Start
gelaufen, da sein Motor keine Leistung annahm. Einer ersten Diagnose zufolge war
die Ursache ein Pneumatik-Leck. Nick hatten wir aufgrund seiner Startposition
und in Erwartung der Witterungsverhältnisse mit viel Benzin ins Rennen geschickt
Er konnte dadurch auf dem ersten Reifensatz bis zum Einsetzen des Regens auf der
Strecke bleiben. Dann fasste er genau zum richtigen Zeitpunkt Regenreifen und
konnte damit bis zum Ende durchfahren. Bei diesen extrem schwierigen
Verhältnissen hat er das optimale Ergebnis erzielt. Kompliment an ihn, aber auch
an die ganze Mannschaft, die fehlerfrei gearbeitet hat.“
Willy Rampf (Head of Engineering):
„Das war kein Rennen für schwache Nerven. Für Robert war der GP bereits am
Start gelaufen, als sein Motor keine Leistung annahm. Das ist sehr schade, denn
seine Ausgangsposition war gut. Nick war schwer unterwegs. Und die Strategie,
ihn lange draußen zu lassen bis zum Reifenwechsel, hat sich ausgezahlt. Dies war
mutig, aber es hat sich gelohnt. Bei schwierigsten Bedingungen ist es ihm
gelungen, das Auto auf der Strecke zu halten und einen Podestplatz zu erreichen.
Kompliment an die ganze Mannschaft, die bei diesen teils chaotischen
Verhältnissen fehlerfrei gearbeitet hat.“
Quelle: BMW Pressemitteilung vom 05.04.2009
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