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Der BMW „Vierzylinder“ - die Konzernzentrale der BMW Group

München. Am 18. Mai 1973, wurde der "BMW Vierzylinder" (auch BMW-Turm genannt), die Konzernzentrale der BMW Group, mit einem offiziellen Festakt eingeweiht. Damit war München um ein Wahrzeichen reicher, das von Beginn an international für Anerkennung sorgte. Die letzte größere Sanierung wurde von Mitte 2004 bis Mitte 2006 durchgeführt wird.

Mitte 1968 wird unter acht international renommierten Architekturbüros ein Wettbewerb ausgeschrieben. Der Wiener Architektur-Professor Karl Schwanzer stellt dem BMW Vorstand einen Turm aus vier an einem mächtigen Rückgrat aus Beton hängenden Zylindern vor, der sich fast hundert Meter über die Flachbauten des BMW Stammwerkes erhebt. Nur knapp zwei Jahre bleiben vom maßstabgetreuen Nachbau eines Segmentes auf dem Filmgelände im Münchner Süden bis zur Realisierung, denn das Weltereignis der Olympischen Spiele darf keinesfalls durch eine Großbaustelle gestört werden.

Unter diesem Zeitdruck erweist sich die Konzeption des Bauwerks als Hängegebäude von unschätzbarem Vorteil: Jedes der 18 Bürogeschosse kann in einer stationär am Boden bleibenden Baustelle im Rohbau entstehen und - nachdem Fassade und Verglasung installiert sind - Stockwerk um Stockwerk am Kernschaft vorbei hydraulisch nach oben gezogen werden. Dem Beobachter bietet sich ein faszinierendes Schauspiel, ohne ein mächtiges Gerüst über der Baustelle schieben sich die Zylindersegmente geradezu elegant aus dem Boden wachsend langsam nach oben.

 

BMW Hochhaus in Zahlen:
 
Baubeginn: 1968
Fertigstellung: 1972
Anzahl Geschosse: 22
Keller-Geschosse: 2
Geschoss-Höhe: 3,82 m
Geschoss-Fläche: 72.000 m2
Höhe: 101 m

Als zum Richtfest 1971 schließlich alle vier Zylinder in voller Höhe aufragen, läuft das millionste BMW Automobil vom Band. Bereits am 26. August 1972 ist der Bau zeitgleich mit der Eröffnung der Olympischen Spiele in Rekordzeit äußerlich fertig gestellt, am 18. Mai 1973 eröffnet der damalige Vorsitzende des Vorstandes, Eberhard von Kuenheim, offiziell das BMW Hochhaus. Eingeweiht und bezogen wird sowohl Hochhaus als auch das angeschlossenes BMW Museum neun Monate später.

18. Mai 1973: Offizielle Eröffnung des BMW Hochhauses; Rundgang mit Eberhard v. Kuenheim, Max Streibl, Herbert Quandt und Prof. Karl Schwanzer (v.r.)
18. Mai 1973: Offizielle Eröffnung des BMW Hochhauses; Rundgang mit Eberhard v. Kuenheim, Max Streibl, Herbert Quandt und Prof. Karl Schwanzer (v.r.)

Das BMW Hochhaus beinhaltet auf 22 Stockwerken in 99,5 Meter Höhe und 52,30 Meter Durchmesser die Konzernzentrale der BMW Group mit ihren wesentlichen Funktionen. Momentan arbeiten hier etwa 1500 Menschen.

Die Bezeichnung "Vierzylinder" rührt zum einen von der baulichen Struktur her: Der Architekt Professor Karl Schwanzer entwarf ein Konzept mit vier miteinander verbundenen senkrechten Röhren.

BMW Hochhaus von innen
BMW Hochhaus von innen

Zum anderen ist das BMW Hochhaus ein Symbol für die erfolgreichen Vierzylinder-Motoren: Anfang der 60er Jahre wurden die Vierzylinder-Modelle sehr erfolgreich eingeführt. Damit wurde das Produktangebot ergänzt, das in der späten Nachkriegszeit aus Motorrädern und Isetta einerseits und großen Achtzylinder-Modellen andererseits bestand. Mit der "Neuen Klasse", dem BMW 1500, war das Konzept eines sportlichen, kompakten Viertürers mit einem modernen Vierzylinder-Motor realisiert.

So ungewöhnlich der Bau selbst ist, so ungewöhnlich war auch die Art, wie er entstand - nämlich von oben nach unten. Zuerst wurde der Kern als schlanke Säule himmelwärts gegossen. In diesem Bereich befinden sich heute Treppenhäuser und Aufzüge. Rundherum entstanden anschließend die einzelnen Stockwerke, die schließlich - quasi in umgekehrter Reihenfolge, beginnend mit dem obersten Stockwerk - in Stockwerk-Blöcken mittels eines hydraulischen Hubverfahrens nach oben gehievt wurden. Von unten her wurden weitere Stockwerke ergänzt und nach oben gezogen. Die Zylinder stehen nicht auf dem Boden, sondern hängen an einem im Inneren des Gebäudes nach oben führenden Mittelpylon.

Das BMW Museum neben dem Vierzylinder wurde ebenfalls 1973 eröffnet. Durch die innovative Architektur und Konzeption sowie vielfältige Exponate gelang es, das Museum zu einem Besuchermagneten zu entwickeln. Auch aktuelle Sonderausstellungen tragen dazu bei, immer wieder neue und spannende Aspekte von Zeit- und Unternehmensgeschichte zu beleuchten. Jährlich rund 200.000 Besucher erleben damit sowohl die Geschichte als auch die Zukunft der Mobilität und deren Einbettung in gesellschaftliche Zusammenhänge.

einzigartige Konstruktion

Der Wiener Professor Dr. Karl Schwanzer und der Ingenieur Helmut Bomhard planten 1970 das BMW Hochhaus. Es wurde so revolutionär konstruiert, dass es bis heute einzigartig ist. Bomhard entwickelte für dieses markante Gebäude eine neuartige, hängende Spannbetonkon-struktion und ein darauf abgestimmtes Bauverfahren. Das besondere an der Bauweise des Hochhauses war, dass alle 22 Stockwerke am Boden im Rohbau entstanden und „von oben nach unten“ installiert wurden. Hierzu wurden die Stockwerke am Zentralturm, dem Rückgrat aus Beton, hydraulisch nach oben gezogen. Die nächst unteren Stockwerke wurden jeweils angehängt und ebenfalls gehoben. Der BMW-Turm ist also ein Hängehaus.

 

Die letzten größeren Sanierungsarbeiten wurden in den Jahren 2004 bis Mitte 2006 durchgeführt. Dazu mussten Mitarbeiter in Gebäuden neben dem Forschungs- und Innovationszentrum untergebracht werden. Äußerlich wurde der seit 1999 unter Denkmalschutz stehende BMW Vierzylinder sowie das Museum nicht verändert, lediglich die Aluminium-Fassadenelemente wurde gereinigt und versiegelt.

Im Innenbereich wurden Kommunikations-, Ver- und Entsorgungsleitungen, Lüftungs- und Klimaanlage, Teppichböden, Aufzüge und sämtliches Inventar entfernt und durch moderne und leistungsfähige Infrastruktur ersetzt. Zusätzliche Flächen für Besprechungs- und Konferenzräume konnten durch die Einbeziehung der Flachbauten neben dem Hochhaus um rund ein Drittel geschaffen werden.

Bauphase des BMW Hochhauses - mit erstem Stockwerkssegment
Bauphase des BMW Hochhauses - mit erstem Stockwerkssegment

Die umfangreichen Sanierungsarbeiten zeigten, dass die Substanz von Tragwerk und Seilbündeln in Ordnung sind, so dass lediglich ein äußerer Schutz gegen Witterungseinflüsse angebracht wurde.

Neben dem BMW Vierzylinder wurde auch das Museum ab Sommer 2004 renoviert.

Quelle: BMW Presse-Information; plettac assco; skyscraperpage.com<

 

Fotos von der BMW Konzernzentrale

Folgend sehen Sie im Oktober 2010 aufgenommene Fotos von der BMW Konzernzentrale:

Fotos von der BMW Konzernzentrale

BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' und das BMW-Museum ('Schale' vorne), Luftbild vom Olympiaturm
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder" und das BMW-Museum ("Schale" vorne), Luftbild vom Olympiaturm
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder'
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder"
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' mit dem BMW Museum vorne
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder" mit dem BMW Museum vorne
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder', mit der Museumskuppel vorne
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder", mit der Museumskuppel vorne
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder', mit der Museumskuppel vorne
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder", mit der Museumskuppel vorne
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder', von unten betrachtet
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder', von unten betrachtet
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' und Museum links
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' und Museum links
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' mit BMW Museum
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder" mit BMW Museum
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' vom herbstlichen Olympiapark aus gesehen
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder" vom herbstlichen Olympiapark aus gesehen
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' vom herbstlichen Olympiapark aus gesehen
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder" vom herbstlichen Olympiapark aus gesehen
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' mit BMW Museum
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder" mit BMW Museum
BMW Konzernzentrale 'Vierzylinder' vom Olypmiapark aus gesehen
BMW Konzernzentrale "Vierzylinder" vom Olypmiapark aus gesehen
Blick auf den Münchner Olympiapark mit Fernsehturm und der BMW Konzernzentrale rechts
Blick auf den Münchner Olympiapark mit Fernsehturm und der BMW Konzernzentrale rechts
   

 


Videoaufnahmen: BMW Hochhaus / Konzernzentrale mit BMW Welt, BMW Museum

Anmerkung zur Entstehungsgeschichte des BMW-Hochhauses.

Linus Fecker, damaliger Leiter der Abteilung Ausstellungen und auch zuständig für Außenwerbung bei BMW schreibt in einem Leserbrief:

"Sicher hat ein Autor wie Herr Mönnich von vornherein genügend Spielraum für die Berichterstattung über die Entstehungsgeschichte und sicher wird ihm auch nicht auferlegt dass alles minutiös recherchiert wird wie es sich im Detail vollzogen hat. Trotzdem bin ich der Meinung, dass die Geschichte der Auswertung des Architektur-Wettbewerbes zum Hochhaus nicht bereits nach 10 Jahren unter den Tisch fallen sollte, was meines Erachtens darauf zurückzuführen ist, dass zwei wichtige Persönlichkeiten nicht zu Wort gekommen sind. 1. Herr Bischof, inzwischen im Ruhestand, er war Hauptabteilungsleiter im Bauwesen und 2. Herr Lutschitsch, Abteilungsleiter im Bauwesen, war maßgeblich für die Auslobung des Architektur-Wettbewerbes verantwortlich.

Ich erwähne das alles weil ich der Meinung bin, dass in einem so frühen Stadium all diese Fakten nicht einfach unter den Tisch gekehrt werden dürfen.

So hat Herr Mönnich in seinem Buch „Der Turm“ den Wettbewerb und die daran beteiligten Architekten außer Prof. Henn überhaupt nicht erwähnt. Dass das Schwanzerkonzept realisiert wurde ist ausschließlich auf die Initiative von Vertriebsvorstand Paul G. Hahnemann zurückzuführen. Hier ist aber auch wichtig zu erwähnen, dass Herr Hahnemann von mir, Linus Fecker, gebeten wurde die Vorstands-Entscheidung den ursprünglich bevorzugten Entwurf des Prof. Henn-AG-Plan zu realisieren nochmals zu überdenken. (…) Herr Hahnemann sagte darauf: "Spiel dich nicht so als Kosmopolit auf, wir können dieses Haus nicht errichten weil es zu teuer wird." Bei dieser Gelegenheit habe ich Herrn Hahnemann in Kenntnis gesetzt, dass dieses Gebäude als Hängekonstruktion realisiert werden könnte und informierte ihn über eine Patentschrift, auf die mich Herr Bischof aufmerksam gemacht hat. Durch diese Hängebauweise sollte das Hochhaus ohne Gerüst realisiert werden können und dadurch wesentlich billiger werden. Bei diesem Gespräch im Gebäude 71 griff Herr Hahnemann zum Telefon, rief Prof. Schwanzer an und sagte: "Komm her, da ist einer, der weiß wie man dein Haus billiger bauen kann!" Somit waren die Weichen gestellt.

Von dem 1:1 Modell im Bavaria Filmgelände, 1970 in Halle 5, von dem gelegentlich berichtet wird „es hätte als Entscheidungshilfe gedient“ – ist festzuhalten, dass dieses Projekt lediglich als Musterraum für die künftige Möblierung des BMW Verwaltungsgebäudes installiert wurde. Das Büro von Betriebsvorstand Wilhelm Gieschen und Sekretariat war dafür mit umgeleitetem Telefon komplett eingerichtet. Zu diesem Zeitpunkt war der Kern des Hauses bereits fertig."

Linus Fecker
Pullach i. Isartal
1982/2007/05/08

 

Lage der BMW Konzernzentrale, gesehen auf einem BMW-Navigationssystem (Oktober 2010)
Lage der BMW Konzernzentrale (als 3D-Modell mittig unten zu erkennen) neben der BMW Museums-Schüssel. Außerdem ist der Olympiapark mit seinem Fernsehturm und das Olympia-Stadion (oben rechts als 3D-Modell) zu sehen. Foto stammt von einem BMW-Navigationssystem (ActiveHybrid 7, Baujahr 2010)

 


www.7er.com
 

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