César Manrique: BMW 730i Art Car aus dem Jahr 1990
„Deshalb bestand meine Idee darin, das BMW Auto so zu gestalten, dass es
den Eindruck vermittelt, ohne jeden Widerstand durch den Raum zu gleiten."
Während Matazo Kayama in Japan seinen
BMW 535i bemalt, gestaltet auf dem europäischen Kontinent César Manrique einen
BMW 730i. Manrique vertritt einen klaren Standpunkt zum Automobil: Es prägt als
unverzichtbarer Bestandteil des täglichen Lebens das Bild unserer Städte und
trägt damit wesentlich zum Erscheinungsbild unseres Lebensraumes bei.
Dieses Erscheinungsbild, das bisweilen von Dissonanzen geprägt ist, im Sinne
einer Harmonie zwischen Mensch und Natur zu gestalten, ist das große Anliegen
des Malers und Designers, Bildhauers und Architekten César Manrique. Er ist ein
leidenschaftlicher Naturschützer und Landschaftsgestalter, der seine Kreativität
immer wieder in den Dienst dieses Engagements stellt. 1919 in Arrecife auf der
kanarischen Insel Lanzarote geboren, hat er sie landschaftlich und
architektonisch geprägt wie kein anderer. Zunächst jedoch verläßt Manrique 1945
vorübergehend seine Heimat, um auf der "Escuela de Bellas Artes de San Fernando"
in Madrid Malerei und Kunsterziehung zu studieren. Mit seinen abstrakten Bildern
gehört Manrique in den frühen fünfziger Jahren zur spanischen Avantgarde. Seinem
internationalen Durchbruch 1960 auf der Biennale Venedig folgen Ausstellungen in
aller Welt. Nach einer mehrjährigen Schaffensperiode in New York kehrt Manrique
1968 auf die Insel Lanzarote zurück. Dort zeugen heute u.a. mit Lavagestein und
üppigen Pflanzen ausgestattete Bäder- und Gartenanlagen von der Suche Manriques
nach einem Baustil, der mit der bizarren Vulkanlandschaft harmoniert und der
eintönigen Bauweise des Massentourismus zuvorkommt. Wie in seiner Architektur
läßt sich Manrique auch in den meisten seiner abstrakten Bilder von der
vulkanischen Landschaft inspirieren: Mit leuchtenden Farben macht er das
Wechselspiel zwischen Licht und geborstenem Lavagestein sichtbar. In Skulpturen
und Plastiken wiederum verarbeitet er gerne Überbleibsel verschrotteter Schiffe.
1978 erhält César Manrique vom spanischen König für sein künstlerisches Werk das
Große Verdienstkreuz. 1986 sind seine Werke neben Werken Goyas und Velazquez' in
der Spanien-Ausstellung im Tokioter Seibu-Museum zu sehen. 1990 stellt er im
Prager Hybernu-Palast aus.
Bei der Gestaltung des Art Cars thematisiert Manrique, der zahlreiche Mobiles
entwarf, diverse Vorstellungen von Bewegung: "Deshalb bestand meine Idee darin,
das Auto so zu gestalten, daß es den Eindruck vermittelt, ohne jeden Widerstand
durch den Raum zu gleiten." Dies ist ihm zweifellos gelungen: Großzügig
geschwungene Linien - wie sie auch für seine Architektur typisch sind - und
leuchtende Farben assoziieren eine geschmeidige Bewegung.
Manrique stirbt 1992 auf Lanzarote. Sein farbenfrohes Art Car wird man, wie
alle Art Cars, nicht auf der Straße antreffen, sondern in Ausstellungen im In-
und Ausland.
Technische Daten
- Sechzylinder-Reihenmotor mit oben liegender
Nockenwelle
- 2986 cm3 Hubraum
- 188 PS
- Spitze: 222 km/h
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BMW 730i Art Car von César Manrique aus dem Jahr 1990 |

César Manrique, Art Car, 1990 - BMW 730i
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César Manrique, Art Car, 1990 - BMW 730i
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César Manrique, Art Car, 1990 - BMW 730i
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César Manrique, Art Car, 1990 - BMW 730i
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César Manrique, Art Car, 1990 - BMW 730i |
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Infos zum Artcar BMW 730i von César Manrique in Video-Form
Video im wmv-Format, Länge 1:37 Min, Quelle: UnitedPicturesTV
große Auflösung 640x480 (12,5 MB)
mittlere Auflösung 320x240 (3,71
MB)
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