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ZF-Werksbesichtigung

Im April 2007 haben Leser dieser Seite bzw. Forumsmitglieder das ZF-Werk in Saarbrücken besichtigt. Lesen Sie einen Foto-Bericht:
 
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Faszination Technik. High-Tech im BMW 7er.
Weltneuheit 6-Gang-Automatik von ZF in BMW 7er-Serie

Eine Weltneuheit ging Mitte Juli 2001 in Serie: Das von ZF in nur knapp vier Jahren bis zur Serienreife entwickelte 6-Gang-Stufenautomatgetriebe für Pkw wird Standards in der Pkw-Antriebstechnik setzen. Denn das neue Produkt ist nicht nur wesentlich leistungsfähiger als herkömmliche 5-Gang-Automatgetriebe, es ist auch leichter, kompakter und im Fahrbetrieb deutlich sparsamer. Diese scheinbare „Quadratur des Kreises“ machten die ZF-Ingenieure möglich, weil sie ein neues Getriebekonzept auf der Basis des Lepelletier-Radsatzes entwickelten und in der Fertigung wie auch bei der Mechatronik, der Steuerungselektronik des Getriebes, Verbesserungen erzielten. Zum Einsatz kommt das neue Produkt erstmals in der neuen BMW 7er-Serie (Modell E65/E66).

ZF 6HP26 Automatikgetriebe im Querschnitt

„Das 6-Gang-Stufenautomatgetriebe hat wesentlich mehr zu bieten als einen zusätzlichen Gang“, so Dr. Michael Paul, Vorsitzender der Geschäftsführung der ZF Getriebe GmbH, Saarbrücken, zu seinem aktuellen Vorzeigeprodukt. „Es ist eine völlig neue Getriebegeneration, die auch die Fahreigenschaften des Autos spürbar positiv verändern wird. Dies reicht von der Kraftstoff- und Gewichtseinsparung bei verbesserter Leistung bis hin zu einer sehr innovativen Mechatronik, E-Schaltung und Stand-by-Control.“

Starke Leistung – weniger Kraftstoffverbrauch

Das „6HP26“, so die ZF-interne Bezeichnung des neuen Serienprodukts, sparte bei Tests, die den Alltagsbetrieb simulierten, zwischen fünf und sieben Prozent Kraftstoff ein – und dies bei gestiegener Fahrleistung: Bei der Beschleunigung von null auf 100 Stundenkilometer lassen sich mit dem 6-Gang-Stufenautomatgetriebe Verbesserungen zwischen zwei und fünf Prozent erzielen. Zur Kraftstoffeinsparung tragen außer dem sechsten Gang ein eigens entwickeltes niederviskoses Öl, die Standabkopplung und weitere Detailmaßnahmen bei.

ZF 6HP26 Automatikgetriebe

Das neue Getriebe ist für Eingangsdrehmomente bis 600 Newtonmeter ausgelegt, also für den Antrieb von Automobilen mit leistungsstarken Motoren mit acht bis zwölf Zylindern. Die Übersetzungsspreizung wurde so gewählt, dass in der „langen“ Übersetzung des sechsten Ganges auch bei hoher Geschwindigkeit vergleichsweise niedrige Drehzahlen auftreten. Die Geräuschentwicklung und der Verbrauch des Fahrzeugs fallen im Vergleich mit einem 5-Gang-Automatgetriebe günstiger aus.

Neuer Radsatz

Herzstück des ZF-6-Gang-Automatgetriebes ist ein neues Radsatz-Konzept auf der Basis des Lepelletier-Radsatzes. Mit ihm können die sechs Gänge mit deutlich weniger Bauteilen realisiert werden: Waren für die bisherigen 5-Gang-Automatgetriebe drei Radsätze und sechs Kupplungselemente notwendig, genügen für die sechs Gänge ein einfacher und ein Ravigneaux-Radsatz im Zusammenspiel mit fünf Kupplungselementen. Das Ergebnis: deutliche Gewichtseinsparungen, die insgesamt bei circa elf Kilogramm liegen.

ZF AutomatikgetriebeDas 6-Gang-Automatgetriebe von ZF sorgt in der neuen 7er Reihe von BMW für Antrieb. Es zeichnet sich durch mehr Leistung und Fahrkomfort aus als ein vergleichbares 5-Gang-Automatgetriebe und benötigt dennoch weniger Platz, verbraucht weniger Kraftstoff und ist deutlich leichter.

 

Doch auch der Einsatz von Kunststoff spart Gewicht: So sind die Ölwanne und der Grundkörper der Mechatronik nicht mehr aus Metall gefertigt, zudem verzichtet das 6-Gang-Automatgetriebe vollständig auf Schaltfreiläufe. Deren Funktionen werden von einer wesentlich verbesserten elektronischen Steuerung übernommen.

Elektronische Steuerung

High-Tech steckt im Mechatronik-Modul, einer Kombination aus hydraulischem Schaltgerät und Elektronikbaustein, die das neue 6-Gang-Automatgetriebe steuert. Mit der Mechatronik lässt sich die Abstimmung aller Schaltvorgänge im Getriebe noch exakter vornehmen. Für den Fahrer eines Fahrzeugs mit 6-Gang-Automatgetriebe bedeutet das optimierte Schaltqualität und erhöhten Fahrkomfort. Die Schaltelektronik gibt nicht nur Signale ab, sie erhält auch Daten über die jeweilige Fahrsituation: So kann die elektronische Steuerung Getriebezustand, Fahrwiderstand (zum Beispiel Gewicht und Steigung) und Fahrerverhalten erkennen und darauf reagieren – etwa mit optimierten Schaltzeitpunkten. Sie deckt dabei sehr viele Variationen ab, von sehr sportlicher bis zu sehr wirtschaftlicher Fahrweise.

Produktion des ZF 6HP26 Automatikgetriebes
Produktion des 6HP26 Getriebes am ZF-Fließband

Eine weitere Neuerung bei Automatgetrieben wird durch die elektronische Steuerung des 6HP26 möglich: die Standabkopplung oder „Stand-by-Control“ (SBC). Die Elektronik steuert die Eingangskupplung im Getriebe so, dass bei stehendem Fahrzeug trotz eingelegter Fahrposition der Motor vom Antriebsstrang abgekoppelt wird.

Ausblick

Der Beginn der Serienfertigung des 6HP26 für die automobile Oberklasse ist erst der Startschuss. Mittelfristig wird ZF eine komplette 6-Gang-Baureihe anbieten, die sowohl für die Motoren der Pkw-Mittelklasse als auch für allradgetriebene Fahrzeuge einsatzfähig ist.

Bericht: Juli 2001. Weitere Informationen:
 
ZF Getriebe GmbH
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Karin Markenstein
Tel.: (0681) 9 20-25 63
Fax: (0681) 9 20-26 44
E-Mail: Karin.Markenstein@zf.com
ZF Friedrichshafen AG
Presse Technik
Klaus Hader
Tel: (07541) 77-23 32
Fax: (07541) 77-27 64
E-Mail: Klaus.Hader@zf.com



 

ZF Firmenlogo   Kurzportrait ZF Friedrichshafen AG

Die ZF Friedrichshafen AG ist ein weltweit führender Automobilzulieferkonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik an 119 Standorten in 25 Ländern. ZF beschäftigt rund 53.300 Mitarbeiter, davon etwa 20.000 im Ausland. Gegründet wurde das Unternehmen im Jahre 1915 zur Entwicklung und Produktion von Getrieben für Luftschiffe und Fahrzeuge. Heute gehören Getriebe und Lenkungen sowie Fahrwerkkomponenten und komplette Achssysteme und -module zum Produktprogramm. In allen Kernprodukten hält der Konzern eine erste, zweite oder dritte Position im Weltmarkt. Anteilseigner des Unternehmens ist die Zeppelin-Stiftung, die von der Stadt Friedrichshafen verwaltet wird. Im Jahr 2002 erzielte die Gruppe einen Umsatz von 9,2 Milliarden Euro. ZF liegt damit in der Rangliste der größten Automobilzulieferer Deutschlands an dritter Stelle. Auf der Weltrangliste der Automobilzulieferer belegt ZF Platz 15.

Der Konzern ist in fünf produktorientierte Bereiche gegliedert: Pkw-Antriebstechnik in Saarbrücken, Pkw-Fahrwerktechnik in Lemförde, Nutzfahrzeug- und Sonder-Antriebstechnik in Friedrichshafen, Arbeitsmaschinen-Antriebstechnik und Achssysteme in Passau sowie Antriebs- und Fahrwerkkomponenten in Schweinfurt. Hinzu kommen die eigenständigen Geschäftsfelder Luftfahrt-Antriebstechnik, Marine-Antriebstechnik und Gummi-Metalltechnik. Seit 1999 bildet die ZF Friedrichshafen AG gemeinsam mit der Robert Bosch GmbH das Gemeinschaftsunternehmen ZF Lenksysteme GmbH.

CAD-Konstruktion bei ZF FriedrichshafenZF erwirtschaftet ein Drittel des Umsatzes mit Produkten, die erst in den vergangenen fünf Jahren in Serie gingen. Dazu gehören beispielsweise das automatische Getriebesystem für schwere Nutzfahrzeuge, ZF-AS Tronic, sowie das weltweit erste Sechs-Gang-Automatgetriebe für Pkw, das seit dem Sommer 2001 in Serie produziert wird. Es ist heute in der neuen 7er-Reihe von BMW, im Audi A8 sowie in die neuen Jaguar-Modelle eingebaut. Auch im neuen Rolls Royce Phantom soll das Getriebe zukünftig laufen. Um auch in Zukunft mit einem innovativen Produktspektrum auf allen Märkten präsent zu sein, investiert ZF jährlich rund fünf Prozent des Umsatzes in die Forschung und Entwicklung. Weltweit sind rund 4500 Mitarbeiter in diesem Bereich tätig. Insgesamt lagen die Sachanlagen-Investitionen der ZF Friedrichshafen AG im Jahr 2002 bei 751 Millionen Euro und entsprachen somit rund acht Prozent des Konzernumsatzes.

Mit einem Umsatzanteil von über 65 Prozent ist Westeuropa nach wie vor der wichtigste und größte Markt für ZF. Vor allem die Produktion von Automatgetrieben des Unternehmensbereichs Pkw-Antriebstechnik, aber auch die von Komponenten und Systemen in der Pkw-Fahrwerktechnik trugen zuletzt zur guten Entwicklung auf dem westeuropäischen Markt bei. Um auch der zunehmenden Globalisierung der Märkte gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial außerhalb des Kernmarktes Europa zu nutzen, stärkte ZF in den vergangenen Jahren neben dem Europageschäft vor allem ihre Position in Nordamerika und Asien. Mit einem Umsatzanteil von 25 Prozent ist die Region NAFTA mittlerweile der zweitwichtigste Markt. 2005 sollen 30 Prozent des ZF-Umsatzes in Nordamerika erwirtschaftet werden. Die langfristige Zielsetzung für ZF liegt bei einem durchschnittlichen Umsatzwachstum von zehn Prozent pro Jahr. In Asien wird eine Steigerung von 20 Prozent angepeilt.

Die Sicherung der globalen Wettbewerbsfähigkeit im Kerngeschäft ist das oberste Ziel der ZF Friedrichshafen AG. Neben der Technologieführerschaft und neuen Formen der Zusammenarbeit mit Automobilherstellern spielt die effiziente Markterschließung eine wichtige Rolle. Gleichzeitig soll sich das Ausland jedoch zur Drehscheibe für „gängige Technologie“ entwickeln. Produkte und Systeme, die „just in time“ geliefert werden, will ZF vorwiegend vor Ort produzieren. Dadurch kann das Unternehmen die speziellen Stärken des jeweiligen Standortes wie beispielsweise niedrigere Produktionskosten nutzen und trotz des verschärften Preisdrucks in der Automobil- und Zulieferindustrie wettbewerbsfähig bleiben. Der Anteil des Modul- und Systemgeschäfts soll in den nächsten fünf bis zehn Jahren von derzeit 30 auf 50 Prozent steigen. So wird die ZF Friedrichshafen AG ihre Position als führendes Unternehmen für Antriebs- und Fahrwerktechnik auch in Zukunft behaupten können.
 

Bericht vom 9. April 2003, Pressekontakt:

ZF Friedrichshafen AG
Zentrale Öffentlichkeitsarbeit
Martin Georg Demel (Wirtschaftspresse): Tel: 07541/77-2528
Klaus Hader (Technikpresse):
Tel 07541/77-2332
D-88038 Friedrichshafen
Fax: (0) 75 41 77-27 64
E-Mail: presse@zf.com
Internet: www.zf.com

 

Chronik: ZF-Getriebe in der BMW 7er-Reihe

1982: ZF baut das Viergang-Automatik-Getriebe 4HP22, das später im BMW 7er (E32) zum Einsatz kommt

1983: Die "intelligente" Getriebeautomatik 4 HP 22 E wird für den BMW 745i (E23) entwickelt. Ausgestattet mit einer elektronischen Getriebesteuerung, lässt sich bei dem Viergang-Automaten zwischen einem Sparprogramm, einem Leistungsprogramm oder einem Handschaltprogramm wählen. Erstmals wird die Motorelektronik mit der Getriebeelektronik gekoppelt.

1987: Das elektronisch gesteuerte Pkw-Automatgetriebe 4 HP 24 ür den 12-Zylinder-BMW 750i/iL geht in Serie.

1999: ZF präsentiert auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Hannover erstmals ein Sechsgang-Automatikgetriebe für Pkw, das 6 HP 26. Das neue Getriebe ist um 13 Prozent leichter, besitzt 30 Prozent weniger Bauteile und ist durch eine Drehzahl-
senkung leiser und sparsamer. Mit dem 6 HP 26 und dem Sechsgang-Handschaltgetriebe S 6-53, das im Werk Brandenburg produziert wird, stellt ZF seine Technologie-führerschaft unter Beweis. Das Getriebe wird später im BMW 7er, Modell E65/E66 verbaut.

   
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