Ist nun was her mit dem Thread hier, aber für's Archiv und für die Leute, die nach einer Lösung oder wie ich nach "11531436852" suchen...:
Wenn der Bordcomputer 108C bei einem M73N (also Facelift) anzeigt ist das völlig OK und die ungefähre Zieltemperatur. Der Facelifter wird wegen Abgasgedöns heißer gefahren als der Vorfacelift, dort waren es einfach 95C, nun meist 108C.
Das damals neu hinzugekommene Kennfeldthermostat macht ganz vereinfacht folgendes: Das ist auf 108C eingestellt (oder offiziell 105, bei meinen Faceliftern war es aber immer 108), bei höherer Belastung, z.B. Bergauffahrten o.ä. scheint es aber angesagt zu sein, wieder runter auf 95C zu fahren. Also wird über den kleinen Stecker am Thermostat einfach eine im Thermostatgehäuse verbaute Heizung angemacht, die das Thermostat manipuliert, so dass es früher, also bei rund 95C, aufmacht.
Zumindest waren das die beiden einzigen Temperaturwerte, die ich jemals bei meinem Facelifter gesehen habe, irgendwer hat mal was von 70-irgendwas Grad geschrieben, das kann dann aber nur stundenlanges Vollgas im Hochsommer sein, erlebt habe ich das noch nie. Und dank des zuverlässigen (prust

) BMW-Kühlsystems habe ich in den letzten 20 Jahren die Temperatur viel zu oft und lange im Bordcomputer beobachten müssen...
"Kennfeldthermostat", was für ein hochtrabendes Wort für ein pissiges Heizelement, was das Thermostat verarscht...
Warum ich nun hier bin und nach "11531436852" suche: Offenbar ist meine Heizung ganz frisch abgeraucht. Buchstäblich. Ich war bei einer Werkstatt, die mal probieren wollten, ob sie "diese alten BMWs" mit ihren Geräten noch auslesen können, was tatsächlich erschreckend schlecht funktioniert hat. Als ich bei Zündung-an die Haube aufgemacht habe, um an den Diagnosestecker zu kommen, fiel uns ein strammer Rauch-Strahl aus dem Stecker zum Thermostat auf mit kernigem PVC-Dioxin-Aroma. Das war neu. Die Gummi-Tülle am Stecker hatte ein kleines Loch, aus dem der Rauch von dem kokelndem Kabel (oder Stecker?) wie aus einer Düse herausgeblasen kam. Also schnell Zündung aus, mit einiger Mühe gelang es dann, den Stecker rauszuprokeln, danach war dann weder Rauch noch Hitze erkennbar, es war also kein Kurzschluss im Kabel, auch nicht nach der Brutzelei, sondern vermutlich ein Kurzschluss im Thermostat, der dann das Kabel überlastet hat. Das muss ich jetzt erst noch testen, würde mich aber wundern, wenn nicht.
Pikanterweise bin ich seit Wochen auf der Suche nach der Ursache für einen schwer definierbaren verbrannter-Gummi-Geruch kurz nach Fahrtbeginn, den ich einfach nicht lokalisieren konnte. Dachte an einen schleifenden Riemen oder Öl auf Krümmer, konnte aber nie was finden. Vielleicht erledigt sich das Problem ja von selbst und das Thermostat hat schon eine Weile Stecker oder Kabel leicht zum köcheln gebracht und hat es erst jetzt mal richtig demonstrativ übertrieben? Wäre nicht das erste Mal, dass ich ein Problem erst nach Monaten lokalisieren kann, nachdem es graduell so schlimm geworden war, dass man es endlich erkennen konnte...
Ist also mal wieder soweit:
"Inspektion III - Alle 12 Monate: Irgendwas am Kühlsystem reparieren"