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Kategorie: Klassik 18.09.2008
Zurück in die goldene Zeit des Motorsports. BMW beim Goodwood Revival 2008.
München. Alljährlich lädt der Earl of March im Süden Englands zum
Goodwood Revival - dem beliebtesten historischen Motorsport-Rennen der Welt.
Schon seit vielen Jahren zählte die BMW Mobile Tradition zu den Stammgästen im
Schlossgarten des Earls. BMW Classic nimmt diese Tradition gerne auf, wenn vom
19. bis 21. September 2008 die goldene Zeit des Motorsports der 40er bis 60er
Jahre neu zum Leben erweckt wird. Rennfahrzeuge und Motorräder im Rennzirkus
jener Tage, Fahrer und Zuschauer in der zeitgenössischen Kleidung und eine
originale, von der modernen Welt unangetastete Rundstrecke machen dieses
Motorsportereignis einzigartig. BMW Classic schickt dieses Jahr drei Rennikonen
zum Gipfeltreffen klassischer Rennfahrzeuge im Süden Englands.
Lotus 23
Der von Colin Chapman entwickelte Lotus 23 schrieb Motorgeschichte bei
seinem fulminanten Auftritt mit Jim Clark beim 1.000 km-Rennen auf dem
Nürburgring 1962. Seitdem war dieser letzte zweisitzige Lotus-Rennwagen in
unzähligen Rennen erfolgreich. Das ultraleichte Chassis eignete sich auch als
idealer versuchsträger für unterschiedliche Rennmotoren. Toni Fischhaber rüstete
mit Unterstützung des BMW-Werkes mehrere Lotus 23 mit 1,6 und 2-Liter Motoren
aus und bestritt damit zahlreiche Berg-, sowie einige Rundstreckenrennen. Beim
Goodwood Revival 2008 wird Marc Surer im Cockpit eines Lotus- BMW 23 mit dem
Baujahr 1965 sitzen. Der Schweizer begann 1977 im Junior Team bei BMW seine
erfolgreiche Motorsportkarriere, die ihn bis in die Formel 1 führte.
BMW R 5 SS (SuperSport)
Im Frühjahr 1936 präsentierte BMW auf der Automobil- und Motorradausstellung
mit der R 5 nach sechsjähriger Pause wieder ein 500-ccm-Sportmodell. Der völlig
neuentwickelte Motor mit zwei Nockenwellen leistete 24 PS bei 5800 U/min und
einer Höchstgeschwindigkeit von 135 km/h. Das Fahrwerk, ein neu-konstruierter
elektrisch verschweißter Rohrrahmen, war wegweisend für die Fahrwerksentwicklung
der folgenden drei Jahrzehnte. Auf Basis der R 5 wurde 1937 für einige
ausgewählte Fahrer eine Kleinserie von Wettbewerbsmotorrädern aufgelegt. Die R 5
SS (SuperSport) leistete rund 4 PS mehr als die Serienversion und erreichte eine
Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
BMW R 51 RS (RennSport)
Bei der Sechstagefahrt 1937 wurden von BMW erstmals Motorräder mit
Hinterradfederung eingesetzt. Alexander von Falkenhausen war mit der Entwicklung
betraut worden. Er sollte sich ursprünglich an den englischen Norton
orientieren, entschied sich dann aber für eine eigenständige geradweggefederte
Lösung. Da die etablierten Fahrer sich zunächst weigerten, die neuen Maschinen
zu benutzen, nahm Falkenhausen kurzerhand selbst an der Sechstagefahrt teil und
gewann auch prompt eine Goldmedaille. Doch es war nicht allein dieser Erfolg,
der die Zuverlässigkeit seiner Konstruktion belegte, es war die Art und Weise,
wie Falkenhausen diesen errungen hatte: Während die Mannschaftskameraden abends
völlig kaputt in ihre Betten fielen, machte Falkenhausen einen erstaunlich
frischen Eindruck. Die neue Hinterradfederung hatte die Bewährungsprobe
bestanden und nicht nur die Werksfahrer wechselten im Folgejahr ihr Fahrzeug.
Ein Typus der neuen Modellreihe war die gefederte R 51. Sie war die Krönung im
Vorkriegsprogramm und löste damit die R 5 ab. Basierend auf der BMW R 51
leistete die Wettbewerbsversion R 51 RS (RennSport) mit einem völlig
überarbeiteten Aggregat 36 PS und eine Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Diese
Maschine fuhr bei zahlreichen Großen Preisen und nationalen Meisterschaften
Siege ein. In Goodwood wird Karl-Heinz Kalbfell mit der BMW R 51 RS aus dem
Besitz von Jürgen Schwarzmann auf die Strecke gehen.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 18.09.2008
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