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 Hersteller-News  

Kategorie: Vorstand Wirtschaft

03.08.2023
BMW Group hebt Prognose nach starkem ersten Halbjahr an
 

  • Anhebung des Absatzziels und der EBIT-Marge des Automobilsegments für 2023
  • EBT-Marge Konzern von 12,6% im HJ1
  • EBIT-Marge im Automobilsegment von 10,6% im HJ1
  • Free Cashflow im Automobilsegment bei 3,1 Mrd. € per 30. Juni
  • Auslieferungen vollelektrischer Fahrzeuge der Marke BMW um 133% gesteigert
  • Zipse: „Wirtschaftlicher Erfolg in der Transformation“

München. Die BMW Group hat im ersten Halbjahr 2023 ihre finanzielle und operative Leistungskraft in einem schwierigen Umfeld bewiesen. Der Premiumautomobilhersteller erzielte in sechs Monaten eine EBT-Marge im Konzern von 12,6% und eine EBIT-Marge im Automobilsegment von 10,6%. Im zweiten Quartal belief sich die EBT-Marge im Konzern auf 11,3% (Q2/2022: 11,3%). Die EBIT-Marge des Segments Automobile erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal auf 9,2% (Q2/2022: 8,2%).

Wie das Unternehmen zuvor per Ad-hoc Mitteilung bekannt gab, plant es im Gesamtjahr 2023 nunmehr mit einem soliden Wachstum der Auslieferungen (zuvor leichtes Wachstum). Wachstumstreiber sollten höherpreisige Modelle und vollelektrische Fahrzeuge sein. Für die BEV-Modelle ist mit einem Anteil von 15% am gesamten Fahrzeugabsatz zu rechnen.

Die EBIT-Marge im Automobilsegment wird nunmehr im Korridor von 9-10,5% (zuvor 8-10%) erwartet.

„Starke Produkte sorgen für starke Nachfrage – und das bei allen Antriebstechnologien. Das zweite Quartal unterstreicht, wie unser breites Angebot die Kunden technologisch überzeugt: Der Absatz von Fahrzeugen mit hocheffizientem Verbrennungsmotor bildet das solide Fundament – und das starke Wachstum entsteht aus der deutlich steigenden Nachfrage nach unseren vollelektrischen Fahrzeugen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der BMW AG, Oliver Zipse, am Donnerstag. „Damit vereinen wir beides: konsequente Transformation und wirtschaftlichen Erfolg. Wir richten das Unternehmen zielgerichtet und entschlossen auf die Zukunft aus und erhalten gleichzeitig unsere hohe Profitabilität.“

BMW Group Halbjahresbericht 2023
zum Download (PDF, 1 MB)

 

Mit ihren gefragten Premiumautomobilen profitierte die BMW Group im ersten Halbjahr von der positiven Entwicklung in vielen Automobilmärkten. Insgesamt lieferte das Unternehmen 1.214.864 Einheiten aus (2022: 1.160.094 Eh.; +4,7%). Das Absatzvolumen der elektrifizierten Modelle stieg im selben Zeitraumdeutlich auf 245.468 Einheiten (2022: 184.468 Eh; +33,1%). Die Auslieferungen der vollelektrischen Fahrzeuge verdoppelten sich auf 152.936 Einheiten (2022: 75.890 Eh.; +101,5%). Damit erzielten BEVs im Halbjahr einen Anteil von 12,6% am Absatz (2022: 6,5%; +93,8%), im zweiten Quartal einen Anteil von 14,1%.

2023 wird die BMW Group mit dem Launch des neuen i5 ab Oktober in allen wesentlichen Modellreihen mindestens ein vollelektrisches Modell auf der Straße haben, ebenso von allen drei Premiummarken. Bereits 2024 sollte mindestens jedes fünfte Neufahrzeug des Unternehmens ein BEV sein und 2025 jedes vierte.

 

Marke BMW belegt erneut Platz 1 im weltweiten Premiumsegment

Die Marke BMW hat im ersten Halbjahr mit 1.071.326 ausgelieferten Fahrzeugen ein solides Absatzplus von +5,4% gegenüber dem Vorjahreszeitraum erzielt und konnte die Auslieferungen im zweiten Quartal signifikant steigern. (HJ1/ 2022: 1.016.228 Eh; Q2/2023: 553.369 Eh.; Q2/ 2022: 496.432 Eh; +11,5%). Dank ihrer Markenstärke und ihres jungen und attraktiven Produktportfolios führte sie im ersten Halbjahr erneut das Premiumsegment weltweit an.

Die Marke BMW erzielte das Absatzplus insbesondere mit den vollelektrischen Fahrzeugen. Mit 133.927 Auslieferungen konnte sie erneut ihre BEV-Auslieferungen gegenüber dem Vorjahreszeitraum mehr als verdoppeln (+133,1%). Die meistgefragten BEV-Modelle waren der BMW i4*, der BMW iX3* sowie der BMW iX* und die vollelektrische 3er Limousine BMW i3*. Dem neu eingeführten BMW iX1* gelang nach wenigen Monaten im Markt eine steile Nachfragekurve.  

Auch die höherklassigen Modelle der 7er Baureihe, der erneuerte BMW X7 sowie BMW X5 und X6 SUVs trieben das Absatzwachstum.

Mit der Markteinführung der neuen BMW 5er Baureihe und insbesondere dem vollelektrischen BMW i5 im Oktober 2023 erwartet das Unternehmen weitere Impulse in der zweiten Jahreshälfte. Erstmals und als erster Automobilhersteller in Deutschland bietet die BMW Group in der neuen 5er Limousine ein System für teilautomatisiertes Fahren mit Geschwindigkeiten von bis zu 130 km/h an, das für deutsche Autobahnen zugelassen ist. Dieser Autobahnassistent ermöglicht dem Fahrer, während der Fahrt die Hände vom Lenkrad zu nehmen.

 

MINI mit deutlichem Absatzzuwachs im zweiten Quartal

Die Marke MINI lieferte im zweiten Quartal des Jahres 71.816 Fahrzeuge an Kunden aus und damit +10,2% mehr als im Vorjahreszeitraum (HJ1/ 2023: 140.357 Eh; HJ1/ 2022: 140.675 Eh; -0,2%). Bei den vollelektrischen Fahrzeugen erzielte die Marke im gleichen Zeitraum ein Wachstum von +8,8%. Seit dem letzten Jahr ist der vollelektrische MINI Cooper SE das beliebteste Modell der Marke. Das MINI Produktportfolio umfasst nun auch das erste vollelktrische MINI Cooper SE Cabrio.

Rolls-Royce Motor Cars hat im ersten Halbjahr 2023, in dem die Produktion der beiden Modelle Wraith und Dawn ausgelaufen ist, 3.181 Fahrzeuge ausgeliefert  (-0,3%) und blieb damit auf Vorjahresniveau. Die ersten Auslieferungen des stark nachgefragten vollelektrischen Coupé Rolls-Royce Spectre werden im vierten Quartal 2023 erfolgen.

 

BMW Group Absatz in den drei Weltregionen im Plus

In den drei großen Regionen Europa, Amerikas und Asien hat die BMW Group nach sechs Monaten ein leichtes Absatzwachstum erzielt. Auf der Basis eines schwächeren Vorjahresquartals legten die Premiummarken im zweiten Quartal teilweise deutlich zu. In der Region Amerikas und in den USA fiel das Wachstum zweistellig aus (HJ1/2023: Amerikas: 225.645 Eh/ +10,2%; USA: 186.122 Eh./ +12,5%; Q2/2023: Amerikas: 117.790 Eh./ +11,5%; USA: 95.948 Eh./ +13,6%).

Der Absatz in Europa stieg in den ersten sechs Monaten leicht auf 449.264 Fahrzeuge (HJ1/2022: 434.235 Eh./ +3,5%) und legte im zweiten Quartal solide zu auf 232.994 Fahrzeuge (Q2/ 2022: 213.842 Eh./ +9,0%).

In Asien verzeichnete die BMW Group im Halbjahreszeitraum ein leichtes Absatzwachstum und lieferte 513.169 Premiumfahrzeuge aus (HJ1/ 2022: 495.559 Eh./ +3,6%). In China stiegen die Absätze leicht auf 393.261 Einheiten (HJ1/ 2022: 379.524 Eh./ +3,6%), da im ersten Quartal noch Nachwirkungen der Corona-Pandemie zu spüren waren. Im zweiten Quartal wuchsen die Auslieferungen in China deutlich auf 198.161 Fahrzeuge (Q2/ 2022: 170.571 Eh./ +16,2%). Auch in der Region Asien war ein deutliches Absatzwachstum auf 261.242 Einheiten (Q2/ 2022: 230.494 Eh./ +13,3%) zu verzeichnen.

 

BBA-Vollkonsolidierung im Vorjahr beeinflusst Vergleichsbasis

Im ersten Halbjahr 2023 war das operative Ergebnis von BBA vollständig und durchgängig enthalten, im Vorjahreszeitraum erst ab dem 11. Februar 2022. Dies ist beim Vorjahresvergleich zu berücksichtigen.

Konzernerlöse steigen nach BBA-Vollkonsolidierung im Vorjahr deutlich

Die Umsatzerlöse des Konzerns erhöhten sich im ersten Halbjahr deutlich auf 74.072 Mio. € (HJ1/ 2022: 65.912 Mio. €/ + 12,4% und im Dreimonatszeitraum solide auf 37.219 Mio. € (Q2/ 2022: 34.770 Mio. €/ +7,0%). Neben der vollständigen Einbeziehung des operativen Geschäfts von BMW Brilliance Automotive Ltd. (BBA) im Automobilsegment wirkten das höhere Absatzvolumen und ein vorteilhafter Produkt-Mix positiv. Die BMW Group profitierte weiterhin von einer guten Preissituation auf den Neu- und Gebrauchtwagenmärkten. Belastungen in Form von Währungseffekten, aber auch gestiegene Herstellungskosten führten zu höheren Umsatzkosten.

Die Forschungs- und Entwicklungsleistungen des Konzerns lagen im ersten Halbjahr mit 3.396 Mio. € (HJ1/ 2022: 2.942  Mio. €/ +15,4%; Q2/2023: 1.842 Mio. €;Q2/2022: 1.551 Mio.€/ +18,8%) deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Diese fokussierten vor allem auf die weitere Elektrifizierung sowie Digitalisierung der Fahrzeugflotte und auf automatisiertes Fahren.

Die Forschungs- und Entwicklungsquote (HGB) betrug 4,6% (HJ1/ 2022: 4,5%) bzw. 4,9% im zweiten Quartal (Q2/2022: 4,5%).

Die Investitionen der BMW Group stiegen nach sechs Monaten deutlich auf 3 .231 Mio. € (HJ1/ 2022: 2.929 Mio. €/ +10,3%). Im zweiten Quartal betrugen die Investitionen 1.903 Mio.  und fokussierten auf den schnelleren Hochlauf der Elektrifizierung sowie auf Digitalisierungsthemen (2022: 1.831 Mio. +3,9%).

Die Investitionsquote betrug im Halbjahr 4,4% (HJ1/ 2022: 4,4%) und im zweiten Quartal 5,1% (Q2/ 2022: 5,3%). Auf Jahressicht erwartet das Unternehmen eine Quote von rund 6%.

Rückläufiges Finanzergebnis und Konzernergebnis nach Einmaleffekten im Vorjahr

Durch Einmaleffekte aus der Vollkonsolidierung von BBA – im Wesentlichen durch den Einmalertrag aus der Neubewertung der gehaltenen Anteile in Höhe von 7,7 Mrd. € – hatten sich im ersten Halbjahr 2022 das Finanzergebnis, das Konzernergebnis und der Konzernüberschuss der BMW Group stark erhöht. Aufgrund dieses Basiseffekts waren diese Kennzahlen nach den ersten sechs Monaten 2023 deutlich rückläufig. Das Finanzergebnis lag im Berichtszeitraum bei -367 Mio. € (2022: 9.339 Mio. €).

Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) betrug im ersten Halbjahr 9.351 Mio. € (HJ1/ 2022: 16.156 Mio. €/ -42,1%). Im zweiten Quartal stieg es solide auf 4.222 Mio. € (Q2/22: 3.929 Mio. €/ +7,5%). Die EBT-Marge im Konzern betrug im ersten Halbjahr 2023 12,6% (HJ1/2022: 24,5%), im zweiten Quartal lag sie bei 11,3% (Q2/2022: 11,3%). Der Konzernüberschuss belief sich auf 6.620 Mio. € (2022: 13.232 Mio. €; -50,0%; Q2/2023: 2.958 Mio. €; Q2/2022: 3.047 Mio. €/-2,9%). Wesentlicher Einflussfaktor ist die höhere Steuerquote im Vergleich zum Vorjahr. Im Vorjahr wirkte sich der steuerlich neutrale Ertrag aus der

Neubewertung der bisher gehaltenen Eigenkapitalanteile des Joint-Ventures BMW Brilliance mindernd auf die Steuerquote aus.

Gestiegene Finanzkennzahlen im Automobilsegment

Im Segment Automobile erhöhten sich die Umsatzerlöse nach sechs Monaten deutlich auf 62.898 Mio. € (HJ1/ 2022: 56.741 Mio. €/ +10,9%; Q2/ 2023: 31.630 Mio. €; Q2/ 2022: 30.015 Mio. €/ +5,4%). Neben der BBA-Vollkonsolidierung wirkten vor allem die gestiegenen Auslieferungen, aber auch positive Produkt-Mix-Effekte umsatzsteigernd. Gegenüber dem Vorjahresquartal ergaben sich Belastungen aus negativen Währungseffekten, gestiegenen Materialkosten und höheren Gewährleistungsaufwendungen.

Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) belief sich im ersten Halbjahr auf 6.675 Mio. € (HJ1/ 2022: 4.830 Mio. €/ +38,2%Q2/2023: 2.898 Mio. €; Q2/ 2022: 2.463 Mio. €/ +17,7%). Die starke Performance des Automobilsegments belegt die im Vergleich zum Vorjahr gestiegene EBIT-Marge von 10,6% (HJ1/ "2022: 8,5%). Im zweiten Quartal betrug sie 9,2% (Q2/ 2022: 8,2%).

„Die anhaltende Nachfrage nach unseren Produkten und die hohe Leistungskraft unseres Kernsegments bestätigen: Wir haben eine tragfähige Strategie, wir sind finanziell solide aufgestellt und fahren gezielt die Elektrifizierung des Unternehmens hoch. Wir investieren stärker als geplant in den weltweiten Hochlauf der E-Mobilität. Unsere nachhaltige Profitabilität und operative Exzellenz bilden die Basis für konsequente Investitionen in unsere Zukunftsthemen. Damit stärken wir die BMW Group langfristig“, so Finanzvorstand Walter Mertl.

Das Segmentergebnis vor Steuern belief sich nach sechs Monaten auf 6.568 Mio. € (HJ1/ 2022: 12.946 Mio. €/ -49,3%) und im zweiten Quartal auf 2.740 Mio. € (Q2/2022: 2.526 Mio. €/ +8,5%).

Die solide Ergebnissituation bildete die Basis für einen Free Cashflow im Segment Automobile von 3.141 Mio. € (HJ1/ 2022: 7.770Mio. €; -59,6%). Im Vorjahr war der positive Einmaleffekt von rund 5 Mrd. € aus der Vollkonsolidierung von BMW Brilliance enthalten.

Das zweite Quartal trug 1.160 Mio. € (Q2/ 2022: 2.954 Mio. €/ -60,7%)bei.Die weltweit hohe Nachfrage führte zu einer höheren Bevorratung zur Sicherstellung der Versorgungsketten in den Märkten. Zudem wirkten sich höhere Investitionen in die Transformation zur Elektromobilitätauf den Free Cashflow aus. Die beiden genannten Effekte werden auch im Gesamtjahr 2023 den Free Cashflow beeinflussen, der bei mindestens 6 Mrd. € erwartet wird.

Aktienrückkauf: BMW AG zieht Aktien in Höhe von 3,63% des Grundkapitals ein

Nach dem Abschluss des ersten Aktienrückkaufprogramms in Höhe von bis zu 2,0 Mrd. € hat die BMW Group 24.001.001 eigene Anteile – 22.199.529 Stammaktien und 1.923.871 Vorzugsaktien – erworben und eingezogen.

Die eingezogenen Aktien bilden 3,63% des Grundkapitals bezogen auf den Zeitpunkt der Beschlussfassung. Ein weiteres Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 2,0 Mrd. € wurde am 3. Juli 2023 gestartet und soll bis spätestens 31. Dezember 2025 abgeschlossen sein.

 

Segment Finanzdienstleistungen zeigt gute operative Leistung

Das Finanzierungs- und Leasinggeschäft von BMW Group Financial Services blieb im ersten Halbjahr 2023 von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Es war insbesondere von makroökonomischen Faktoren wie anhaltend hohen Zinsniveaus und inflationsbedingten Preissteigerungen in vielen Märkten belastet.

Dagegen ließen höhere Preise im Automobilgeschäft und ein verbesserter Produktmix das durchschnittliche Finanzierungsvolumen je Fahrzeug im Berichtszeitraum ansteigen. Das Neugeschäftsvolumen mit Endkunden belief sich nach sechs Monaten auf 26.797 Mio. € (HJ1/ 2022: 28.442 Mio. €/ -5,8%).

Der Anteil an BMW Group Neuwagen, die durch das Segment Finanzdienstleistungen verleast oder finanziert wurden, belief sich zum Ende des ersten Halbjahrs auf 37,5% (HJ1/ 2022: 44,4%/ -6,9%-Punkte).

Im Segment Finanzdienstleistungen betrug das Ergebnis vor Steuern nach sechs Monaten 1.704 Mio. € (HJ1/2022: 1.981 Mio. €/ -14,0%; Q2/ 2023: 759 Mio. ; Q2/ 2022: 974 Mio. €/-22,1%).

Segment Motorräder erzielt im Jubiläumsjahr Topwerte bei Auslieferungen und Margen

Das Segment Motorräder lieferte im ersten Halbjahr seines 100. Jubiläumsjahrs den Bestwert von insgesamt 112.871 BMW Motorrädern und Scootern aus (HJ1/ 2022: 107.555Eh./ +4,9%; Q2/2023: 64.936 Eh.; Q2/2022: 60.152 Eh./ +8,0%). Ein attraktives Produktportfolio und neue Modelle wie der Power Roadster M 1000 R belegen die erfolgreiche Wachstumsstrategie des Segments.

 

Die operative Leistungskraft des Segments zeigte sich an signifikant gestiegenen Finanzkennzahlen. So legten die Umsatzerlöse auf 1.921 Mio. € (HJ1/2022: 1.663 Mio. €/ +15,5%; Q2/2023: 988 Mio. €;Q2/ 2022: 864 Mio. €/+14,4%) zu. Das EBIT des Segments erhöhte sich um 32,8% auf 312 Mio. € (HJ1/2022: 235 Mio. €; Q2/2023: 158 Mio. €; Q2/2022: 127 Mio.€ /+24,4%). Die EBIT-Marge stieg auf 16,2% (HJ1/2022: 14,1%/ +2,1%-Punkte; Q2/2023: 16,0%;Q2/2022: 14,7%; +1,3%-Punkte).

 

BMW Group erhöht Jahresprognose

Nach einer teilweise deutlichen Erholung der für die BMW Group relevanten Automobilmärkte im ersten Halbjahr wird auch für das Gesamtjahr 2023 eine positive Entwicklung prognostiziert.

In Europa ist gegenwärtig von einem wachsenden Gesamtmarkt auszugehen.

In den USA sollte die robuste Absatzsituation fortbestehen. In China ist mit einem leichten Wachstum des Automobilmarkts im Jahresverlauf zu rechnen.

Wie in der jüngsten Ad-hoc-Mitteilung bekannt gegeben erhöht die BMW Group ihre Jahresprognose. Aufgrund der besseren Verfügbarkeit von Fahrzeugen, einer guten Auftragslage und der positiven Volumenentwicklung plant sie 2023 nunmehr mit einem soliden Wachstum ihrer weltweiten Auslieferungen an Kunden.

Unter Berücksichtigung der angepassten Volumen-Prognose und der guten Preissituation erwartet die BMW Group im Gesamtjahr nunmehr eine EBIT-Marge im Segment Automobile in einem Korridor von 9 bis 10,5% (zuvor: 8-10%).

Die BMW Group geht ferner davon aus, dass Belastungen aus Aufwendungen für Lieferanten wegen inflations- und lieferkettenbedingter Mehrkosten weiterhin einen negativen Effekt auf die finanzielle Entwicklung im zweiten Halbjahr haben werden.

Für die Auslieferungen im Segment Motorräder wird wie bisher ein leichter Anstieg prognostiziert. Die EBIT-Marge wird sich im Zielkorridor von 8 bis 10% bewegen. Die Eigenkapitalrendite (RoE) im Segment Finanzdienstleistungen wird im Korridor von 16-19% (zuvor: 14 bis 17%) erwartet.

Das Konzernergebnis vor Steuern wird deutlich zurückgehen. Ohne Berücksichtigung des Einmaleffekts im Konzernergebnis vor Steuern im Jahr 2022 würde das Konzernergebnis vor Steuern im Jahr 2023 deutlich über Vorjahr liegen.

Die genannten Ziele werden mit einer leicht steigenden Mitarbeiterzahl erreicht.

Dies setzt voraus, dass sich weder die geopolitischen noch die makroökonomischen Rahmenbedingungen grundlegend verschlechtern. Nicht in dieser Prognose enthalten sind eine tiefgreifende Rezession in wesentlichen Absatzmärkten der BMW Group sowie eine weitere Verschärfung der Konfliktsituation zwischen Russland und der Ukraine, verbunden mit einer Ausweitung des Krieges.

Die BMW Group hält an ihrem strategischen Kurs fest. Mit Innovationskraft und operativer Exzellenz festigt sie ihre führende Position im weltweiten Premiumsegment und treibt ihr nachhaltiges, profitables Wachstum voran.

 

Die BMW Group im Überblick: HJ1/ 23

1. HJ
2023

1. HJ
2022

Veränderung
in %

Fahrzeug-Auslieferungen

       

Automobile 1

Einheiten

1.214.864

1.160.094

4,7

Davon: BMW

Einheiten

1.071.326

1.016.228

5,4

 MINI

Einheiten

140.357

140.675

-0,2

 Rolls-Royce

Einheiten

3.181

3.191

-0,3

Motorräder

Einheiten

112.871

107.555

4,9

 

 

 

 

Mitarbeiter      (Stand 31.12.2022)

149.475

 

 

 

EBIT-Marge Segment Automobile

Prozent

10,6

8,5

24,7

EBIT-Marge Segment Motorräder

Prozent

16,2

14,1

14,9

EBT-Marge BMW Group 2

Prozent

12,6

24,5

-48,6

 

 

 

 

Umsatz

Mio. €

74.072

65.912

12,4

Davon:  Automobile

Mio. €

62.898

56.741

10,9

Motorräder

Mio. €

1.921

1.663

15,5

Finanzdienstleistungen

Mio. €

17.621

17.251

2,1

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

6

3

-

Konsolidierungen

Mio. €

-8.374

-9.746

-14,1

 

 

 

 

Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT)

Mio. €

9.718

6.817

42,6

Davon:  Automobile

Mio. €

6.675

4.830

38,2

Motorräder

Mio. €

312

235

32,8

Finanzdienstleistungen

Mio. €

1.709

1.948

-12,3

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

-5

-174

-97,1

Konsolidierungen

Mio. €

1.027

-22

-

 

 

 

 

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio. €

9.351

16.156

-42,1

Davon:  Automobile

Mio. €

6.568

12.946

-49,3

Motorräder

Mio. €

313

237

32,1

Finanzdienstleistungen

Mio. €

1.704

1.981

-14,0

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

117

962

-87,8

Konsolidierungen

Mio. €

649

30

-

 

 

 

 

Steuern auf das Konzernergebnis

Mio. €

-2.731

-2.924

-6,6

Überschuss

Mio. €

6.620

13.232

-50,0

Ergebnis je Aktie (Stamm-/Vorzugsaktie) 3

 €

9,70/ 9,71

19,63/19,64

-50,6

           

1 Auslieferungen einschließlich Joint Venture BMW Brilliance Automotive Ltd., Shenyang.

2Verhältnis des Konzernergebnisses vor Steuern zu den Konzernumsatzerlösen

3 Stamm-/Vorzugsaktien. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Vorzugsaktie wird der Vorabgewinn (Mehrdividende) von 0,02 € je Vorzugsaktie anteilig auf die Quartale des entsprechenden Geschäftsjahres verteilt.

 


Die BMW Group im Überblick: Q2/ 23

2. Quartal
2023

2. Quartal
2022

Veränderung
in %

Fahrzeug-Auslieferungen

       

Automobile 1

Einheiten

626.726

563.187

11,3

Davon: BMW1

Einheiten

553.369

496.432

11,5

 MINI1

Einheiten

71.816

65.188

10,2

 Rolls-Royce1

Einheiten

1.541

1.567

-1,7

Motorräder

Einheiten

64.936

60.152

8,0

 

 

Mitarbeiter (Stand: 31.12.2022)

149.475

 

EBIT-Marge Segment Automobile

Prozent

9,2

8,2

12,2

EBIT-Marge Segment Motorräder

Prozent

16,0

14,7

8,8

Umsatzrendite vor Steuern 2

Prozent

11,3

11,3

0,0

 

 

Umsatz

Mio. €

37.219

34.770

7,0

Davon:  Automobile

Mio. €

31.630

30.015

5,4

Motorräder

Mio. €

988

864

14,4

Finanzdienstleistungen

Mio. €

8.795

8.765

0,3

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

3

2

50,0

Konsolidierungen

Mio. €

-4.197

-4.876

-13,9

 

 

Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT)

Mio. €

4.343

3.426

26,8

Davon:  Automobile

Mio. €

2.898

2.463

17,7

Motorräder

Mio. €

158

127

24,4

Finanzdienstleistungen

Mio. €

751

982

-23,5

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

-1

-142

-99,3

Konsolidierungen

Mio. €

577

-4

-

 

 

Ergebnis vor Steuern (EBT)

Mio. €

4.222

3.929

7,5

Davon:  Automobile

Mio. €

2.740

2.526

8,5

Motorräder

Mio. €

159

128

24,2

Finanzdienstleistungen

Mio. €

759

974

-22,1

Sonstige Gesellschaften

Mio. €

245

277

-11,6

Konsolidierungen

Mio. €

319

24

-

 

 

Steuern auf das Konzernergebnis

Mio. €

-1.264

-882

43,3

Konzernüberschuss

Mio. €

2.958

3.047

-2,9

Ergebnis je Aktie (Stamm-/Vorzugsaktie) 3

 €

4,39/ 4,40

4,30/4,31

2,1

           

1 Auslieferungen einschließlich Joint Venture BMW Brilliance Automotive Ltd., Shenyang.

2 Verhältnis des Konzernergebnisses vor Steuern zu den Konzernumsatzerlösen.

3 Stamm-/Vorzugsaktien. Bei der Berechnung des Ergebnisses je Vorzugsaktie wird der Vorabgewinn (Mehrdividende) von 0,02 € je Vorzugsaktie anteilig auf die Quartale des entsprechenden Geschäftsjahres verteilt.

Quelle: BMW Presse Mitteilung vom 03.08.02023


 

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