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Kategorie: Kultur 02.06.2006
Bayerischer Energiepreis für die BMW Group und die Stadtwerke München
München. Der bayerische Wirtschaftsminister Erwin Huber hat die BMW
Group und die Stadtwerke München (SWM) für ihr innovatives und umweltschonendes
Projekt Fernkälte mit dem Bayerischen Energiepreis ausgezeichnet. Die Fernkälte
nutzt oberflächennahes Grundwasser aus so genannten U-Bahn-Dükern und
klimatisiert Gebäudeteile des Forschungs- und Innovationszentrums (FIZ) der BMW
Group in München.

Projekt Fernkälte:
Grundwasser aus U-Bahn-Dükern kühlt Gebäudeteile des Forschungs- und
Innovationszentrums der BMW Group
"Mit diesem Projekt haben wir einen Maßstab für nachhaltiges
Energiemanagement gesetzt. Jährlich vermeiden wir durch die Fernkälte
CO2-Emissionen von 5.000 Tonnen, was dem Verbrauch von 3.000 Münchner Haushalten
entspricht. Dass wir dafür heute den Bayerischen Energiepreis erhalten, freut
uns natürlich sehr und motiviert uns, weiter an nachhaltigen Energielösungen zu
arbeiten", sagt Herbert Höltschl, Konzernbeauftragter Umweltschutz der BMW
Group. Das bekräftigt auch Gerhard Schoellhammer Leiter Energiestruktur und
Technische Ausrüstung der BMW Group und erklärt, dass Entscheidungen für
Energieanlagen in der BMW Group nicht nur nach wirtschaftlichen, sondern auch
ökologischen Kriterien getroffen werden. Neben der Fernkälte setzt das
Unternehmen beispielsweise schon seit Jahren auf Wärmerückgewinnungsanlagen und
energieeffiziente Kraft-Wärme-Kopplung.
Stephan Schwarz, SWM Geschäftsführer Versorgung und Technik: "Auch wir als
Energieversorgungsunternehmen haben mit diesem Projekt Neuland betreten. Jedoch
folgen wir mit der Fernkälte konsequent unserer langjährigen Tradition, immer
wieder aufs Neue innovative Lösungen zu finden, um aus allen zur Verfügung
stehenden Quellen die Nutzenergie möglichst umweltfreundlich zu gewinnen. Und
mit der BMW Group haben wir glücklicherweise einen Partner gefunden, der mit uns
auch offen über den Bedarf von Niedertemperatur-Energie (Kühle) diskutiert hat.
Gemeinsam konnten wir so ein Projekt realisieren, das die hohen Anforderungen
aller Beteiligten erfüllt und von dem alle gleichermaßen profitieren: die BMW
Group, die SWM und die Umwelt."
Die Stadtwerke München und die BMW Group unterstreichen mit diesem Projekt
eine Vorreiterrolle für nachhaltiges Energiemanagement, denn der Bezug von Kälte
für Gebäude ist in dieser Form und Größenordnung einzigartig.
Seit April 2004 wird das Grundwasser über eine rund viereinhalb Kilometer
lange Leitung zum BMW Group Forschungs- und Innovationszentrum im Münchner
Norden transportiert. Dieses Wasser wird aus U-Bahn-Dükern der Linie U2
Feldmoching entnommen. Als Düker wird ein unterirdisch angelegtes Rohrsystem
bezeichnet, das als künstlicher Wasserleiter den Wasserfluss quer zur
U-Bahn-Trasse sicherstellt. Durch die Nutzung der "Tiefenkälte" kann überwiegend
auf den Einsatz von Kältemaschinen und damit auf einen äquivalenten
Stromverbrauch von rund 8.000.000 KWh pro Jahr verzichtet werden. Der jährliche
Ausstoß von CO2 Emissionen reduziert sich um etwa 5.000 Tonnen.
BMW Group Forschungs- und Innovationszentrum (FIZ)
BMW Group führend beim Umweltschutz
Mit der Gebäudekühlung auf regenerativer Basis setzt die BMW Group auch in
diesem Sektor auf den nachhaltigen Umgang mit Ressourcen und zeigt, dass
Umweltschutz sich nicht nur auf die Produktion von Automobilen und Motorrädern
sowie deren Entwicklung fokussiert.
Umweltschutz hat in der BMW Group eine lange Tradition: 1973 schuf BMW als
weltweit erster Automobilhersteller die Konzernfunktion Umweltschutz mit einer
weit reichenden Querschnittsverantwortung. Seit dem Jahr 2000 ist Nachhaltigkeit
laut Vorstandsbeschluss ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Die
Führungsrolle der BMW Group für nachhaltiges Wirtschaften wird auch von
unabhängiger Seite bestätigt: Im Dow Jones Sustainability Index Review 2005
erreichte die BMW Group den ersten Platz für nachhaltiges Wirtschaften. Die
Öffentlichkeit informiert die BMW Group regelmäßig über alle ökologischen und
sozialen Aktivitäten mit ihrem Sustainable Value Report 2005/2006. Der Bericht
ist im Internet auf Deutsch und auf Englisch verfügbar unter
www.bmwgroup.com/sustainability.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 02.06.2006
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