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Kategorie: Classic Concorso Design Klassik 31.03.2009
Die Zukunft der Schönheit: die Designstudien beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este
- Drei Weltpremieren am Comer See
- BMW schickt GINA Light als Ehrengast zum 80. Geburtstag des Concorsos.
München/Mailand. Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este lädt auch in
diesem Jahr neben den historischen Fahrzeugen auch aktuelle Concept Cars und
Prototypen zum Wettbewerb ein. Voraussetzung für die Teilnahme ist Fahrfähigkeit
und die Studie darf nicht älter als drei Jahre alt sein. Wie bei der zweiten
Pressekonferenz des Concorso d’Eleganza Villa d’Este in Mailand bekannt gegeben
wurde, werden acht Fahrzeuge Ende April um den Preis für das schönste, aktuelle
Concept Car antreten. Der Sieger wird nicht von der Jury sondern vom Publikum
erkoren. Damit setzt der Concorso seine eigene, mittlerweile 80jährige Tradition
fort, denn schon 1929 entschied das Publikum über Wohl und Wehe der
vorgestellten Modelle. Seit 10 Jahren steht der weltweit beachtete
Schönheitswettbewerb jetzt unter dem Patronat der BMW Group: Drei Weltpremieren
und fünf weitere aufsehen erregende Studien bilden den würdigen Rahmen für den
Jubiläums-Concorso.
GINA Light als Ehrengast
Außerhalb der Wertung – hors concours – wird BMW die aufsehenerregende
Studie GINA Light als Geburtstagsgast an den Comer See schicken. Ist es sonst
den Besuchern des BMW Museums vorbehalten, GINA Light am Ende der
Sonderausstellung ‚BMW Concept Cars’ zu bewundern, zeigt sich die Studie beim
Concorso erstmals unter freiem Himmel. Bei GINA Light werden beispielhaft
Ausprägungen verschiedenster Ansätze der GINA Philosophie erlebbar. Dabei
projiziert die Studie die Grenzen heutiger Materialien und Fertigungsprozesse
weit in die Zukunft. Bei allen in diesem Fahrzeug dargestellten Innovationen
steht eine variable Ausprägung von Formen und Funktionen im Vordergrund, die
sich an den jeweils situationsbedingten und individuellen Bedürfnissen des
Fahrers beziehungsweise den Erfordernissen der Fahrsituation orientiert.

GINA Light Visionsmodell -
Charakterlinien oben, Scheinwerfer geöffnet, Türen geöffnet, Motorhaube geöffnet
Sowohl im Exterieur als auch im Interieur weist es daher eine Vielzahl von
Komponenten auf, die sich nicht nur in ihrer optischen Ausprägung, sondern auch
in ihren konzeptionellen Grundeigenschaften deutlich von herkömmlichen Lösungen
unterscheiden. So verfügt das GINA Light Visionsmodell unter anderem über eine
nahezu fugenlose Außenhaut, welche sich als flexibles textiles Material über
eine bewegliche Unterkonstruktion spannt. Funktionen werden erst dann
freigegeben, wenn sie benötigt werden. Durch diese vollkommen neue
Interpretation einer bekannten Funktionalität und Struktur gewinnt der Fahrer
ein verändertes Erlebnis im Umgang mit dem Fahrzeug. Die Reduzierung auf das
Wesentliche und die Anpassung an die Wünsche des Fahrers erhöhen die emotionale
Wirkung des Fahrzeugs und erfüllen damit ein wichtiges Ziel der GINA
Philosophie.
Die Weltpremieren: Stile Bertone, Morgan und Zagato
Weltpremieren haben in den vergangenen Jahren immer zum Concorso dazugehört.
Zum 80. Jubiläum ist man jedoch auf Rekordkurs: drei Studien werden erstmals am
Comer See der Weltöffentlichkeit präsentiert.
Automobile aus von Stile Bertone sind seit jeher etwas Besonderes. Umso mehr
freut sich der Concorso d’Eleganza auf die Weltpremiere der italienischen
Designschmiede. Mit einem V8 angetrieben, folgt die Außenhaut des Fahrzeugs den
Gesetzen der Aerodynamik und setzt mit Carbonfaser Maßstäbe beim Leichtbau.
Ebenfalls einen Zweisitzer wird Morgan beim Concorso zeigen. Mit dieser auf der
Plattform des Morgan Aeromax basierenden Studie feiert die traditionsreiche
englische Marke ihren 100.Geburtstag. Das 90jährige Jubiläum der
Familientradition begeht in diesem Jahr Andrea Zagato. Das wird auch ihm eine
Weltpremiere aus seiner Nobelschmiede beim Concorso d’Eleganza Villa d’Este wert
sein. Nicht weniger spektakulär als die Weltpremieren kommen fünf
außergewöhnliche Studien an den Comer See, die bereits der Öffentlichkeit
vorgestellt wurden:
Infiniti Essence
Mit dem auf dem 79. Genfer Autosalon als Studie vorgestellten Essence feiert
Infiniti seine ersten 20 Jahre als Hersteller von Premium-Automobilen, und
bietet zugleich einen spannenden Ausblick auf das, was die Kunden in Zukunft von
der Edelmarke erwarten können.
Als 600 PS starkes Coupé mit Benzin/Elektro-Hybridmotor und Hinterradantrieb
verkörpert der Essence die Fusion von Design, Technik und Leistung, und spannt
damit als Verkörperung der Kernattribute der Marke Infiniti den Bogen von der
Vergangenheit in eine automobile Zukunft.
Technologieträger und Designstudie in einem, gibt der Essence Einblicke in die
technologische und stilistische Zukunft der Marke Infiniti. Darüber hinaus setzt
Infiniti mit dieser Studie seine Leitlinie “Inspired Performance” erstmals für
das exklusive Segment der leistungsstarken und luxuriösen Coupés in Szene.
mindset
Kein Citycar, kein SUV und kein Sportwagen. mindset ist genauso einzigartig
wie selbsterklärend: Ein leichter, leistungsfähiger und effizienter Commuter für
alle Alltagsfahrten. Seine High heels - gemeint sind die grossen, schlanken
Räder - setzen die aerodynamische Coupé-Karosserie auf Augenhöhe mit dem
Hauptverkehr. Ob allein, zu zweit oder mehr, mit Tieren und Taschen, Kind und
Kegel – man steigt bequem ein und aus, genießt die Übersicht aufs Geschehen und
ist zügig und genussvoll unterwegs. Ein Erscheinungsbild ganz im Stil der
Stille, mit Kraft, aber ohne Aggressivität. So sieht für mindset ein
zeitgemässes Hybrid-Fahrzeug aus.
Der Mindset kann laut den Angaben als zweiplätziges
Hochleistungs-Elektromobil in 7 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und mit
seiner Lithium-Ionen-Batterie 180 Kilometern weit kommen. Die
Maximalgeschwindigkeit wird bei 140 km/h abgeriegelt. Ergänzend soll ein
Benzinmotor als sogenannter «Range Extender» angeboten werden, der elektrische
Energie erzeugt und die Reichweite auf 800 Kilometer verlängert. Nicht zuletzt
kann ein Zweit-Akku verwendet oder zusätzliche Energie über Solarpanels erzeugt
werden. Bei reinem Elektrobetrieb bleibt der «Mindset» also emissionsfrei, bei
Verwendung des «Range-Extenders» steigt der CO2-Ausstoss auf lediglich 79g/km.
Rinspeed iChange
Die Schweizer Quer- und Vordenker von Rinspeed präsentieren mit dem „iChange“
das erste Auto der Welt, dessen Karosserie sich dem Platzbedarf für Passagiere
anpasst. Aus einem windschlüpfrigen Sportwagen, der ausschließlich dem Fahrer
Platz bietet, wird innerhalb von Sekunden ein komfortabler Dreisitzer. Der
Trick: Auf Knopfdruck stellt sich wie von Zauberhand das Heck des
tropfenförmigen Autos auf.
Die Grundidee des „iChange“: Der Energiebedarf eines Fahrzeugs hängt zum
grössten Teil von den Faktoren Gewicht, Antrieb und Aerodynamik ab. So entstand
ein mit 1'050 Kilogramm sehr leichtes Auto. Und beim Antrieb setzen die
Schweizer auf einen E-Motor, der die Energie von Lithium-Ionen-Akkus geliefert
bekommt, die in zwei unterschiedlichen Batterie-Packs für die Kurz- und die
Langstrecke zur Verfügung stehen.
Weil aber eben auch die Aerodynamik einen nicht zu unterschätzenden Einfluss
auf den Energieverbrauch hat, entstand die Idee mit dem „Heck-Trick“ Während
andere Autos stets ihr aufgeplustertes Blechkleid mit sich herumtragen, um
notfalls bis zu sieben Personen Platz zu bieten, auch wenn die meiste Zeit nur
der Fahrer das Vehikel herumkutschiert, verfügt der „iChange“ über eine adaptive
Karosserie. In eine Tropfenform verpackt bewegt sich der Einzelfahrer von A nach
B - und braucht entsprechend windschlüpfrig weniger Energie. Sollen Fahrgäste
Platz finden, wird dank aufklappbarem Heck Raum für zwei Begleiter geschaffen.
Die Folge: Der Energiebedarf steigt durch höheres Gewicht und nicht mehr
optimale Aerodynamik an. Aber eben nur so lange wie Passagiere mit an Bord sind.
Aston Martin One-77
Der Aston Martin One-77 wurde beim Genfer Salon 2009 noch als nicht fahrbare
Studie als der Öffentlichkeit vorgestellt, während am Concorso zum erstmals der
fahrbare Prototype dieses Super-Sportwagens zu sehen sein wird. Er vereint
zukunftsträchtige Technologie mit traditioneller Handwerkskunst - verbindet
Schönheit mit Leistung. Der One-77 gilt Aston Martin als die Quintessenz der
Ingenieurs- und Designerfahrung der Marke und wird als ultimativer Sportwagen
aus dem Hause Aston Martin gesehen.
Das Herzstück der Karosserie ist das extrem leichte und steife Monocoque aus
Karbonfaser. Der Motor baut auf dem Aggregat mit zwölf Zylindern und sechs Liter
Hubraum auf. Erklärtes Ziel ist es über 700 PS aus 7,3 Liter Hubraum zu
gewinnen. Das Fahrwerk erlaubt die volle Leistungsentfaltung: An jedem Rad
kommen doppelte Querlenker zum Einsatz, horizontal liegende Stoßdämpfer erlauben
eine flachere Karosserie. Erstmals in einem Straßenfahrzeug werden die Dämpfer
über Steuerschieber verstellt. Bei der Auslieferung könnte die Aufhängung des
One-77 individuell nach den Wünschen des Fahrers angepasst. Er hat die Wahl
zwischen einem komfortablen GT oder einem Rennwagen für die
Nürburgring-Nordschleife. Das Fahrzeug wird etwa 1.500 Kilogramm wiegen und von
0 auf 100 in ca. 3,5 Sekunden beschleunigen. Bei etwa 320 km/h wird die
Höchstgeschwindigkeit erreicht sein.
Fisker Karma S
Fisker Automotive, Inc., stellte auf der North American International Auto
Show 2009 in Detroit sein erstes Serienfahrzeug, den Fisker Karma, vor. Der
viertürige Viersitzer Karma S verbindet das traditionelle und zeitlose Styling
des Autodesigners und CEOs von Fisker Automotive, Henrik Fisker, mit dem Plug-in
(an die Steckdose anschliessbaren) Hybrid-Antriebskonzept Q-DRIVE(R) von Quantum
Technologies zum weltweit ersten Plug-in Hybridluxusfahrzeug.
Der Fisker Karma S kann nach dem "Volltanken" an einer normalen 110-, 220-
oder 240-Volt-Steckdose bis zu 50 Meilen emissionsfrei fahren. Die Reichweite
erhöht sich im "Sport-Modus" auf geschätzte 300 Meilen, indem der
wirtschaftliche Ecotec(R) Benzinmotor einen Generator antreibt, der seinerseits
die beiden Elektromotoren am Heckdifferential versorgt. Mit dem Karma kann ein
Jahresdurchschnittsverbrauch von mehr als 100 Meilen pro Gallone bei einer
Höchstgeschwindigkeit von 125 Meilen pro Stunde (mph) sowie eine
Beschleunigungszeit von 0 auf 60 mph in 5,8 Sekunden erreicht werden.
Der Concorso d’Eleganza Villa d’Este 2009
Am Wochenende vom 24. - 26. April 2009 verwandeln sich die herrlichen
Anlagen des Grand Hotels Villa d’Este und der Villa Erba in Cernobbio am Comer
See erneut in eine einmalige Kulisse für die schönsten Automobile aus
vergangenen Epochen und die extravagantesten Konzeptfahrzeuge der Gegenwart.
Erstmals 1929 am gleichen Ort ausgetragen, gilt der Concorso d’Eleganza Villa
d’Este heute als die weltweit traditionsreichste Veranstaltung dieser Art.
Nach Veranstaltungsbeginn für geladene Gäste am Samstag, bietet der Concorso
am Sonntag in den angrenzenden Parkanlagen der Villa Erba allen Autoliebhabern
erneut die Gelegenheit, diese automobilen Träume zu erleben. Neben den bereits
am Vortag präsentierten Automobilen werden dann noch zahlreiche andere
hochrangige Klassiker in Sondershows gezeigt. Der Eintritt für die Villa Erba,
die in Cernobbio am Comer See liegt, beträgt 12,50 Euro sowie ermäßigt 8 Euro.
Hauptsponsor beim Concorso d’Eleganza ist in diesem Jahr Girard-Perregaux.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 31.03.2009
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