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Kategorie: Produktion Werk

20.12.2019
BMW Group Werk Landshut für nachhaltigen Umgang mit Aluminium ausgezeichnet
 

Die Leichtmetallgießerei des BMW Group Werks Landshut ist für ihren nachhaltigen Einsatz von Aluminium zertifiziert worden. Sie erfüllt die Standards der Aluminium Stewardship Initiative (ASI), einer internationalen Organisation, die von Umwelt- und Industrieverbänden, Aluminiumproduzenten sowie verarbeitenden Unternehmen getragen wird. Die ASI hat Nachhaltigkeitskriterien für eine ökologisch und sozial verantwortungsvolle Aluminium-Wertschöpfungskette definiert. Durch diese Initiative erhielt die BMW Group nach Prüfung durch eine unabhängige dritte Partei die Bestätigung, dass die Leichtmetallgießerei einen bewussten und verantwortungsvollen Umgang mit dem Werkstoff Aluminium verfolgt.

BMW Group Werk Landshut für nachhaltigen Umgang mit Aluminium ausgezeichnet

„Die BMW Group hat die Aluminium Stewardship Initiative von Anfang an unterstützt. Wir sind fest davon überzeugt, dass das Zertifizierungssystem der Initiative die Transparenz, Rückverfolgbarkeit und die Nachhaltigkeit in unserer Aluminiumlieferkette gesamthaft verbessert“, sagt Dr. Andreas Wendt, Vorstand der BMW AG für Einkauf und Lieferantennetzwerk.

Als erstes Werk der BMW Group ist die Leichtmetallgießerei nach dem Nachhaltigkeitsstandard (Performance Standard) der ASI nach dem Kriterium der Materialverantwortung (‚Material Stewardship‘) zertifiziert worden. Dieses Kriterium beinhaltet sowohl die Umsetzung einer ganzheitlichen Lebenszyklus-Analyse für die eigenen Produkte als auch eine umfassende Recyclingstrategie. Letztere fängt bei den eigenen Produktionsreststoffen an und reicht bis hin zu den Fahrzeugen am Ende ihrer Nutzungszeit.

Der verantwortungsvolle Umgang mit Aluminium hat im Werk Landshut bereits Tradition: Seit zehn Jahren setzt die Leichtmetallgießerei zusammen mit lokalen Aufbereitern einen Recycling-Kreislauf für Produktionsschrotte aus dem Gießereiprozess um.

Entscheidend dafür ist die sortenreine Trennung von Aluminiumreststoffen: An jeder Gießanlage wie auch an verschiedenen mechanischen Bearbeitungsstationen werden die Reststoffe der verschiedenen Bauteile so gesammelt, dass sich die Materialien mit ihren individuellen Zusammensetzungen nicht vermischen. Der Aluschrott kann dann nach Aufarbeitung für die Herstellung der gleichen Bauteile wiederverwendet werden. Rund die Hälfte des in Landshut verwendeten Aluminiums stammt aus einem Recycling-Kreislauf. So reduziert die BMW Group bewusst den Einsatz von CO2-intensivem Primäraluminium zugunsten eines CO2-optimierten Recyclingkreislaufs.

Die Verantwortung der BMW Group erstreckt sich über das Recycling hinaus auch auf das eingesetzte Primäraluminium. Dem Unternehmen ist es wichtig, unter welchen Bedingungen der Rohstoff Bauxit in Ländern wie Australien, Brasilien und in Afrika im Tagebau gewonnen und weiterverarbeitet wird.

„Wir sind uns unserer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft bewusst“, sagt Dr. Stefan Kasperowski, Standortleiter des BMW Group Werks Landshut. „Wir legen großen Wert darauf, dass die Rohstoffe für unsere Produktion umweltbewusst, sozial verträglich und ethisch verantwortungsvoll abgebaut werden. Die Einhaltung von Menschenrechten und ökologischen Standards hat für uns Priorität. Dafür setzen wir uns aktiv ein.“

Die BMW Group ist darüber hinaus mit Aluminiumlieferanten und Recyclingpartnern im direkten Austausch, um die ASI-Zertifizierung sukzessive auf den gesamten Wertstoffkreislauf auszudehnen – beginnend bei der Fördermine.

Stahl und Aluminium nehmen unter den in BMW Group Fahrzeugen eingesetzten Werkstoffen den größten Gewichtsanteil ein. Der Einsatz von Aluminium-Bauteilen ist bei der Elektromobilität entscheidend: Leichtbau-Materialien kompensieren letztlich das höhere Gewicht der Batterien in E-Automobilen.

Quelle: BMW Presse Mitteilung von 20.12.2019


 

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