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Die Geschichte:
Vom Pionier zum Vorbild für Dynamik in der Mittelklasse.

  • 1975: Premiere für eine neue Fahrzeugkategorie.
  • Permanenter Fortschritt: BMW 3er Reihe als Innovationsträger.
  • Maßstab im Segment über fünf Modellgenerationen hinweg.

Genau genommen beginnt die Geschichte der BMW 3er Reihe im März 1966 – mit der Präsentation des BMW 1600-2 auf dem Genfer Salon. Denn damit war der Startschuss für die damals kleinste BMW Baureihe gefallen: eine sportlich ausgelegte und motorisierte zweitürige Limousine mit leicht coupéhaftem Charakter sowie den klassischen Konstruktionsmerkmalen Front-motor/Hinterradantrieb. Dieser Automobil-Dimension ist die BMW 3er Reihe immer treu geblieben, die mit dieser Bezeichnung 1975 als neue Fahrzeug-kategorie in der BMW Typen-Architektur Premiere feierte.

Im Zuge von fünf Modellgenerationen ist die BMW 3er Reihe ihrem Charakter als handliches, sportliches, schickes und bestens motorisiertes Automobil immer treu geblieben – und wurde so zum Original dieses Fahrzeugtyps. Andererseits war und ist sie immer wieder Pionier für technischen Fortschritt und Maßstab für ihr Segment.

Fünf Generationen Freude am Fahren - die BMW 3er-Reihe
Fünf Generationen Freude am Fahren - BMW 323i (1982), BMW 320i (1983), BMW 323i (1996), BMW 320i (1999), BMW 330i (2005)

Erste Generation: der 3er BMW wird auf Anhieb zum Original.

Wartete die erste Generation der BMW 3er Reihe (1975 bis 1983) noch mit einer Karosserieform und anfangs mit vier, später fünf Motorisierungen mit bis zu 143 PS im BMW 323i auf, so sollte sich die Anzahl der Varianten, Motorisierungen und des Antriebskonzepts im Laufe der nächsten 30 Jahre um ein Vielfaches erhöhen.

Zweite Generation: Variantenvielfalt.

Die zweite Generation (1982 bis 1994) brachte mit dem ersten Viertürer auch eine zweite, mit dem Cabrio eine dritte und mit dem Touring (damals noch bewusst klein geschrieben) die vierte Karosserie-Variante und die erste Allrad-Version. Neben den leistungsstarken Vier- und Sechszylinder-Benzinmotoren mit bis zu 171 PS kam erstmals eine 86 PS starke Diesel-Motorisierung zum Einsatz. Als Hochleistungs-Variante steuerte die BMW Motorsport GmbH den M3 mit anfänglich 200, später 238 PS bei.

Dritte Generation: der Designsprung.

Mit einem völlig neuen Styling startete die dritte Generation (1990 bis 2000), die Karosserie war zudem zum Nutzen einer komfortableren und sichereren Fahrgastzelle merklich gewachsen. Auf dem Motorensektor brachte der Einsatz u. a. der 4-Ventil-Technik einen deutlichen Leistungsschub mit sich: Die Bandbreite reichte jetzt von 100 PS im BMW 316i bis 193 PS im BMW 328i Coupé. Als fünfte Karosserie-Variante neben Limousine, Coupé, Touring und Cabrio wurde zusätzlich der BMW 3er Compact eingeführt, der neben den Benziner- und Diesel-Versionen erstmals auch mit einem 87-PS-Motor für CNG-Gasbetrieb angeboten wurde.

Vierte Generation: ein Feuerwerk an Innovationen.

Im Mai 1998 ging die vierte BMW 3er Reihe, zunächst wieder erst als viertürige Limousine, an den Start – noch komfortabler, noch sicherer und noch leistungsfähiger. Und sie tat es mit einem Paukenschlag: Der BMW 320d debütierte als erster BMW mit direkteinspritzendem Dieselmotor, der mit 100 kW/136 PS Leistung, 207 km/h Spitze und 5,7 Liter Verbrauch, vor allem aber mit seiner Laufruhe in dieser Klasse alles in den Schatten stellte.

BMW 3er Limousine (Modell E90), FaceliftAber auch die anderen Motorisierungen waren wegweisend: Basismodell war der BMW 318i mit 118 PS, gefolgt vom BMW 320i mit 150-PS-Sechszylinder, BMW 323i mit 170 PS und schließlich dem 193 PS starken BMW 328. Dabei hatten auch diese Motoren einiges an Neuem zu bieten: Im Inneren des 1,8-Liter-Vierzylinders rotierten zwei Ausgleichswellen, die das Geräusch im Auto um bis zu 10 dBA gegenüber dem Vorgängermodell verbesserten.

Die technisch prominenteste Maßnahme bei den Sechszylindern war die Einführung des Doppel-Vanos zugunsten eines fülligeren Drehmomentverlaufs und weiter reduzierter Schadstoffe im Abgas.

Im Zusammenspiel von Heckantrieb und idealer Gewichtsverteilung von 50:50 mit den elektronischen Regelsystemen ABS, ASC+T und der dynamischen Stabilitätskontrolle DSC III legte das Fahrwerk des BMW 3er die Messlatte auf eine neue Bestmarke. Ein Highlight in diesem Paket war der ITS-Kopfairbag, eine schlauchförmige Struktur, die im Türrahmen neben Fahrer und Beifahrer verborgen war und im Notfall für einen deutlich besseren Kopfschutz als bisherige Systeme sorgte.

Doch nicht nur mit diesen spektakulären Neuheiten drang der 3er wieder einmal in Regionen vor, die anderswo der Oberklasse vorbehalten blieben. So führte BMW die neue Car Memory und Key Memory als Serienausstattung ein und bot Multifunktionslenkrad, Regensensor und Steptronic als Optionen an. Ab Herbst 1998 folgten integrierte Kindersitze, RDC, Xenon-Licht, Bordmonitor mit Navigationssystem, TV und erweiterter Bordcomputer.

Die Schlaglichter im Modellprogramm der vierten Generation waren neben der Limousine die Neuauflagen auch der Varianten Coupé, Touring, Cabrio und compact, besonderes Highlight der BMW 330d. Mit einem Nenndrehmoment von 390 Nm ab 1.750 Touren war der Sechszylinder-Diesel ein schieres Kraftpaket, das ungewöhnlich kultiviert zu Werke ging. Die enorme Zugkraft war an der eindrucksvollen Elastizität ablesbar. Durch den Normverbrauch
von nur 7,0 Liter Diesel auf 100 Kilometer bei 135 kW/184 PS Nennleistung und 225 km/h Höchstgeschwindigkeit erhielt der Begriff Wirkungsgrad eine völlig neue Dimension. Das technische Konzept des DI-Sechszylinders entsprach mit 4-Ventil-Technik, VNT-Lader und Ladeluftkühlung weitgehend dem des Vierzylinders, mit einem entscheidenden Unterschied: Statt einer Verteiler-Einspritzpumpe übernahm eine Common-Rail-Anlage die Kraftstoffversorgung der Zylinder.

Eines der letzten neuen Modelle dieser vierten Generation der BMW 3er Reihe war kein Nachzügler, sondern ein Wegweiser. Erstmals bot BMW mit dem BMW 330Cd einen Diesel in einem Coupé an. Das 204-PS-Kraftpaket – der DI-Sechszylinder hatte mittlerweile eine Leistungskur hinter sich gebracht – fuhr sich, wie ein BMW Coupé sich fahren muss, und war eben doch ein Diesel mit allen seinen Vorteilen: 410 Nm Drehmoment bereits bei 1.500 min–1 und 6,6 Liter Durchschnittsverbrauch.

Die fünfte Generation: BMW EfficientDynamics und noch viel mehr.

Auf dem internationalen Automobil-Salon in Genf 2005 feierte die fünfte Generation der BMW 3er Reihe ihre Weltpremiere. Wie gewohnt, ging zunächst die Limousine an den Start. Ihr markantes Erscheinungsbild mit kurzen Karosserieüberhängen, dynamischen Linien und einer progressiven Formensprache verhalf ihr auf Anhieb zu einem unverwechselbaren Charakter.

BMW 3er Limousine (Modell E90), FaceliftFür Aufsehen sorgte der neue Reihensechszylinder, der als weltweit erster Motor mit einem Magnesium-Aluminium-Verbundkurbelgehäuse ausgestattet war. Darüber hinaus hielt die variable Ventilsteuerung Valvetronic Einzug in den Sechszylinder. Im Zusammenspiel mit der variablen Nockenwellenverstellung Doppel-Vanos konnten damit eine noch spontanere Kraftentfaltung und eine effizientere Kraftstoffversorgung erzielt werden. Der neue BMW 330i mobilisierte 190 kW/258 PS aus einem Hubraum von 3,0 Litern und erzeugte ein maximales Drehmoment von 300 Nm. 6,3 Sekunden genügten ihm für den Spurt auf Tempo 100, sein Durchschnittsverbrauch lag bei 8,7 Litern je 100 Kilometer. Mit jeweils 2,0 Liter Hubraum traten die beiden Vierzylinder an: Der Dieselmotor im BMW 320d leistete 120 kW/163 PS, der Benziner im BMW 320i kam auf 110 kW/150 PS.

Vollkommen neu entwickelt hatten die Ingenieure auch das Fahrwerk des BMW 3er. Seine Doppelgelenk-Vorderachse wurde komplett aus Aluminium gefertigt, die Fünflenker-Hinterachse war eine Stahlbau-Leichtkonstruktion. Die serienmäßige Fahrstabilitätsregelung DSC wurde um zusätzliche Funktionen wie Bremsbereitschaft und Anfahrassistent ergänzt. Als erstes Fahrzeug seines Segments konnte der BMW 3er außerdem mit einer Aktivlenkung ausgestattet werden. Ebenfalls neu: die Aktive Geschwindigkeitsregelung mit Radar-Abstandssensor, die selbsttätig und bei Bedarf mit Bremseingriffen dafür sorgte, den Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug einzuhalten.

Außerdem hielt das wegweisende Bedienkonzept BMW iDrive Einzug in die BMW 3er Reihe.Im September 2006 überraschte das neue BMW 3er Coupé mit einer weiteren Sensation: Unter der Haube wirkte erstmalig seit den 1970er-Jahren wieder ein Benzinmotor mit Turbotechnologie. Der 225 kW/306 PS starke Dreiliter-Motor feierte als weltweit erster Reihensechszylinder mit Twin Turbo Aufladung, Benzin-Direkteinspritzung (High Precision Injection) und Vollaluminium-Kurbelgehäuse im BMW 335i Coupé seine Premiere. Angetrieben von dem Hoch-leistungstriebwerk mit der weltweit ersten großserientauglichen, strahlgeführten Benzin-Direkteinspritzung begeisterte das Top-Modell beim Spurt in nur 5,5 Sekunden von null auf 100 km/h. Auch mit dem Durchschnittsverbrauch von 9,5 Litern je 100 Kilometer gemäß EU-Norm setzte das Fahrzeug Maßstäbe im Wettbewerbsumfeld.

Erstmalig wurde für das BMW 3er Coupe zudem der intelligente Allradantrieb xDrive angeboten. Als Alternative zum Standardantrieb bot das Allradsystem auch auf rutschigem Untergrund eine nochmals verbesserte Traktion und Fahrstabilität. Und auch die positiven Auswirkungen des xDrive auf die Fahrdynamik kamen im BMW 3er Coupé auf Anhieb zur Geltung.

Seit März 2007 sorgt der erste offene BMW mit versenkbarem Hardtop für eine neue Cabrio-Euphorie. Dabei erfreuen sich auch die Fahrzeuge mit Dieselantrieb wachsender Beliebtheit. Insgesamt überzeugt das Cabrio durch das in seinem Segment einzigartige Maß an Komfort, Solidität und Wertigkeit. Das dreiteilige Dach in Stahlblech-Leichtbauweise spannt sich vollautomatisch und innerhalb von nur 23 Sekunden über den Fahrgastraum, noch etwas schneller – nach genau 22 Sekunden – ist es im Heck des offenen Zweitürers abgelegt.

BMW 3er Touring (Modell E91), FaceliftParallel zur Einführung des neuen BMW 3er Cabrio wurden eine völlig neue Generation von Sechszylinder-Motoren sowie der erste BMW Vierzylinder-Antrieb mit Benzin-Direkteinspritzung präsentiert. Die neuen Motoren mit High Precision Injection im Magerbetrieb werden mittlerweile in allen Varianten der BMW 3er Reihe eingesetzt. Im Vergleich zu den Vorgängermotoren ermöglichen sie – getreu der Entwicklungsstrategie BMW EfficientDynamics – deutlich bessere Fahrleistungen bei merklich reduzierten Verbrauchs- und Emissionswerten.

Wieder einmal, wie so oft in der über 30-jährigen Geschichte des 3er BMW, ist diese Baureihe ihrem Ruf als das Original seiner Klasse und als Technik-Pionier gerecht geworden.

Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 11.07.2008

 
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