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32. America's Cup
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Wort für Wort: Chris Dickson
Der BMW ORACLE Racing CEO und Skipper

Was sind die Erwartungen von BMW ORACLE Racing für die Saison 2006?

Dickson: Die Ziele für die Saison 2006 sind klar definiert: So viel über unser Boot und die anderen Mannschaften erfahren, wie wir können und an der Spitze der Rangliste der Herausforderer bleiben. Der Wettbewerb wird hart, und wir rechnen nicht damit, bei jedem Rennen als Erster ins Ziel zu gehen," sagt der BMW ORACLE Racing CEO und Skipper Chris Dickson.

Chris Dickson während des Wintertrainings, Foto: Gilles Martin-Raget

Chris Dickson während des Wintertrainings
Foto: Gilles Martin-Raget

 

"Wir freuen uns über das, was wir erreicht haben, und was noch vor uns liegt. Aber wir dürfen uns nicht auf Erreichtem ausruhen und Stillstand zulassen. Wir werden uns weiterentwickeln und versuchen jeden Tag unsere Leistung zu verbessern um unser langfristiges Ziel zu erreichen – den America's Cup 2007 zu gewinnen. Wir haben das wahrscheinlich innovativste ACC-Boot, das bisher konstruiert und gebaut wurde. Durch dist der Rumpf leichter und steifer geworden. Wir testen eine Vielzahl von Konfigurationen mit neuem Zubehör und neuer Takelage-Technologie. Wir feilen immer noch an der USA 87 und lernen, wie wir am besten das gesamte Potential aus unserer neuen Yacht herausholen, und dennoch sind wir jetzt schon bereit, ins Rennen zu gehen.

Welchen Stellenwert hat der technologische Input, den der Automobilkonzern BMW im vergangenen Jahr geleistet hat?

Dickson: Da sind sich alle Beteiligten, ob an Bord, im Design-Team und Bootsbau einig – die Ingenieure von BMW leisten einen erstklassigen Job. Die Optimierung dieser Hightech-Yachten, wie sie beim America’s Cup zum Einsatz kommen, ist ein permanenter Prozess. Die Kompetenz von BMW bringt uns hier große Vorteile. Und ich finde es sehr spannend zu sehen, dass Teile der für den Segelsport gewonnenen Erkenntnisse auch wieder in die automobile Entwicklung von BMW als auch in die Formel 1 zurückfließen. Eine klassische Win-Win-Situation.

Team-Eigner Larry Ellison hat einmal gesagt: Beim America’s Cup gibt es keinen Zweiten. Der Zweite ist lediglich der erste Verlierer. Druck oder Verpflichtung für Ihre Crew?

Dickson: Der einzige Druck, der auf dem Team lastet, ist der, den wir uns selbst auferlegt haben. Unser Team besteht aus erfahrenen Profis und das Ziel ist nach wie vor, den America’s Cup im nächsten Jahr zu gewinnen.

 

Wort für Wort: Ian Burns
Der Design-Koordinator von BMW Oracle Racing im Gespräch

Ian Burns, Desing Team Coordinator

Ian Burns, Desing Team Coordinator,
Foto: Guilain Grenier

 

Der Schlüssel zum Erfolg 2007 in Valencia…

… liegt darin, unsere Crew mit der besten Grundlage für den Renneinsatz auszustatten: Die Yacht soll schneller und manövrierfähiger werden und eine bessere Beschleunigung als die unserer Konkurrenz haben. Wir haben das Glück, in den meisten Bereichen die besten Leute zu haben, die nicht nur das Know-how und die Fachkenntnisse einbringen, sondern auch das Teamwork und die Leidenschaft, die man braucht, um das gemeinsame Ziel zu erreichen: den Gewinn des America's Cup.

Thomas Hahn, Ingo Raasch, Christoph Erbelding and Claus Polap – vier spezialisierte Ingenieure von BMW, die in das Design-Team integriert sind – haben großartige Arbeit geleistet, weil…

… sie unserem Design-Team mit der Unterstützung aus der Welt des Automobilbaus eine völlig neue Sicht auf technische Analysen und Forschungen ermöglicht haben. Sie haben nicht nur die Struktur der Yacht beeinflusst, sondern auch viele andere Bereiche, in denen die hervorragende technische Qualität von BMW in die Designs eingeflossen ist. Dabei war es natürlich am wichtigsten, dass sie hervorragend in unser Team passten.

Die wichtigsten Unterschiede der neuen Yachten für den America's Cup im Hinblick auf das Wetter in Neuseeland und jetzt Spanien liegen…

… in der Wechselhaftigkeit. Das Wetter in Neuseeland ist ziemlich einzigartig. Oft hat man 30 Knoten und 3 Knoten – und das am selben Tag. Der Durchschnitt liegt zwar bei 14 Knoten, wird aber nur selten erreicht. Wenn es windig wird, stürmt es aus Nordosten. Valencia ist da viel typischer für die Verhältnisse im Mittelmeer – mit einer ziemlich kon-stanten Brise von 12 bis 15 Knoten. Die Boote müssen diese beständigen Windverhält-nisse ausnutzen – und das ist der gravierende Unterschied im Vergleich zu Neuseeland.

Bei Version 5 der geltenden Regeln für den America's Cup…

… läuft es für die Yachten immer auf denselben Teil der Regel hinaus – ähnliche Länge, Segelfläche und Gewicht. Eigentlich hat sich nichts geändert. Die Boote gewinnen im America's Cup mit den "ungemessenen" Vorteilen wie Leistungsvermögen und geringem Wasserwiderstand.



Wort für Wort: Prof. Dr. Raymond Freymann
Der Geschäftsführer BMW Group Forschung & Technik im Gespräch


Prof. Dr. Raymonf Freymann beim technischen runden TischProf. Dr. Raymonf Freymann beim
technischen runden Tisch,
Foto: Gilles Martin-Raget

 

Der heutige Tag in Valencia markiert einen Meilenstein in der Kampagne von BMW ORACLE Racing, denn...

… mit dieser Yacht hat eine neue Ära des Leichtbaus im Bereich des Hochleistungs-segelns begonnen.

Die größte Herausforderung in der Konstruktion des neuen Yacht-Rumpfes der USA-87…

… war für BMW die Definition von eindeutigen und belastbaren Spezifikationen. Diese dient als Grundlage für die strukturelle Leichtbauauslegung der Yacht unter Berücksichtigung höchster Steifigkeits- und Gewichtsanforderungen.

Herausragend an der Zusammenarbeit zwischen Seattle, Valencia, München und Eisenach war…

… die Schnelligkeit bei Entscheidungsprozessen, die Flexibilität der Entscheidungsträger und nicht zuletzt der hervorragende Teamgeist aller Beteiligten.

Der Automobilkonzern BMW hat im Segelrennsport eine führende Rolle eingenommen, weil…

… wir unser im Automobilbau erworbenes Leichtbau Know-how fast 1:1 auf die Anwendung im Yachtbau transferieren können.

Der America’s Cup ist die unumstrittene Formel 1 des Segelns, weil…

… die technischen Anforderungen an die Yachtkonstruktion extrem hoch sind. Geht man nicht ans Limit, dann hat man den Cup schon verloren.

Quelle: BMW Presse-Information vom 27.03.06 und 10.05.06

 
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Weiter: interner Link Sportlich modisch: Die BMW ORACLE Racing Kollektion 2006



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