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Kategorie: Formel1 01.01.1970
GP Frankreich - Vorschau
Zum zehnten von 19 WM-Läufen, dem Großen Preis von Frankreich am 3. Juli in
Magny-Cours, kehrt die Formel 1 nach Europa zurück. Nach den Ereignissen von
Indianapolis wünscht sich das BMW WilliamsF1 Team einen guten Grand Prix und
eine spannende Vorstellung für die Fans. Mit je fünf Siegen in den bisher 14 in
Magny-Cours ausgetragen Grands Prix sind WilliamsF1 und Ferrari die beiden
erfolgreichsten Teams auf dem Circuit de Nevers.
Das intensive Weiterentwicklungsprogramm für den FW27 geht voran. In
Frankreich bringt das Team ein erkennbar neues Aerodynamikpaket an den Start.
Nick Heidfeld:
"Ich habe gute Erinnerungen an Magny-Cours, ich habe dort in der Formel 3
und in der Formel 3000 Rennen gewonnen. Ich weiß, dass einige Leute diesen Grand
Prix nicht besonders mögen, weil die Rennstrecke in der Provinz liegt. Aber uns
Fahrer tangiert das nicht wirklich, wir konzentrieren uns auf das Fahren, und
das macht dort viel Spaß. Ich mag den Kurs. Ich finde ihn anspruchsvoll,
speziell die beiden schnellen Schikanen. Sie sind nicht einsehbar und sind am
Scheitelpunkt sehr eng.
Mit dem neuen Chassis-Paket, das wir in Frankreich an den Start bringen,
sollten wir einen guten Schritt nach vorn kommen. Wir müssen wieder richtig
wettbewerbsfähig werden."
Mark Webber:
"Ich genieße es immer, nach Magny-Cours zu kommen. Es ist ländlich, und es
liegt in einem Teil Frankreichs, der mir sehr gefällt. Das Wetter ist meistens
schön und die ganze Stimmung am Wochenende recht entspannt. Für uns Fahrer gibt
es dort weniger Verpflichtungen abseits der Rennstrecke als bei anderen Grands
Prix. Und weil es so weit ab vom Schuss liegt, ist der Begleittross insgesamt
schlanker. Ich fühle mich wohl unter echten Rennfans und freue mich drauf, mich
ohne große Ablenkung auf meine Arbeit konzentrieren zu können.
Auch die Strecke selbst gefällt mir. Sie bietet eine gute Mischung aus
schnellen und langsamen Kurven, außerdem eine kurze Boxengasse, die einige
Stopps erlaubt und zu einem spannenden Rennverlauf beiträgt. Wir freuen uns sehr
auf eine Reihe neuer Aerodynamik-Teile, die wir in Magny-Cours erstmals
einsetzen werde. Ich hoffe, wir machen das Beste daraus und haben einen guten
Start in den nächsten Teil der Europa-Saison."
Sam Michael (Technischer Direktor WilliamsF1):
"In Magny-Cours beginnt die zweite Saisonhälfte. Im Vorfeld waren wir zu
Testfahrten in Spanien. Antonio Pizzonia und Nick Heidfeld waren in Jerez im
Einsatz, um die Weiterentwicklung des FW27 zu unterstützen und Reifentests für
Michelin zu fahren. Im Zuge unseres Entwicklungsprogramms bringen wir diverse
neue Aerodynamikkomponenten mit nach Frankreich. Einige sind sehr augenfällig,
andere weniger.
Der Kurs hat drei Hochgeschwindigkeitspassagen: den ersten Rundenabschnitt
und die beiden Schikanen. Außerdem bietet er einige langsame und mittelschnelle
Kurven. Die Strecke ist bekannt für ihren sehr ebenen Belag, und die
Streckenführung am Ende der Runde ist interessant, weil sie eine gute Linie zur
Boxengasseneinfahrt bildet. Dadurch ist der Zeitverlust beim Boxenstopp relativ
gering. Der Griffigkeit des Asphalts ist in Magny-Cours besonders
temperaturabhängig, deshalb gibt es im Tagesverlauf signifikante Schwankungen
bei den Rundenzeiten. Der Reifenverschleiß ist in Magny-Cours traditionell hoch.
Auch wegen des geringen Zeitverlustes beim Boxenstopp ist die Rennstrategie dort
immer ein spannendes Thema."
Mario Theissen (BMW Motorsport Direktor):
"Die Tage seit unserer Rückkehr aus Indianapolis waren geprägt von
Weichenstellungen über 2005 hinaus und Diskussionen um die zurückliegenden
Ereignisse in den USA. Jetzt wollen wir uns aber wieder intensiv auf die
weiteren Rennen der Saison 2005 konzentrieren. Wir werden alles daran setzen,
die Erfolgsstatistik des BMW WilliamsF1 Teams noch auszubauen.
Die Strecke in Magny-Cours hat einen mittleren Volllastanteil. Allerdings
haben wir dort schon häufig Hitzerennen erlebt. Hohe thermische Belastungen
bedeuten naturgemäß große Anforderungen an die Standfestigkeit. Die beiden
Motoren, mit denen Mark und Nick in Frankreich antreten werden, sind dieselben,
die in Indianapolis in den Fahrzeugen waren und haben bisher entsprechend
geringe Laufleistung absolviert."
Zahlen und Fakten:
-
Strecke/Datum: Circuit de Nevers, 3. Juli 2005
- Startzeit (lokal/GMT): 14:00 Uhr/12:00 Uhr
- Runde/Renndistanz: 4,411 km/308,586 km (70 Runden)
- Sieger 2004: Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro)
- Pole 2004: Fernando Alonso (Mild Seven Renault F1 Team), 1.13,698 min
- Rundenrekord: Michael Schumacher (Scuderia Ferrari Marlboro), 1.15,377 min
(2004)
F1-Statistik:
- BMW WilliamsF1 Team: 94, 10 Siege, 17 Polepositions
- WilliamsF1 vor 2000: 356 Starts, 103 Siege, 108 Polepositions
- BMW vor 2000: 97 Starts, 9 Siege, 15 Polepositions
Historie und Hintergrund:
2004 wird der Große Preis von Frankreich zum 15. Mal in Magny-Cours
ausgetragen. Es ist der insgesamt 55. GP Frankreich. Der erste fand 1950 in
Reims statt. 14 Mal startete die Formel 1 in Paul Ricard, elf Mal in Reims, je
fünf Mal in Dijon und Rouen, vier Mal in Clermont-Ferrand und ein Mal in Le
Mans.
Der ländlich gelegene Circuit de Nevers ist eine moderne Rennstrecke mit
einem vergleichsweise ebenen Belag. Er bietet eine anspruchsvolle Kombination
aus schnellen und langsamen Kurven sowie Überholmöglichkeiten.
WilliamsF1 hat in Magny-Cours bisher fünf Mal gewonnen und dort acht
Polepositions erzielt.
Den jüngsten dieser fünf Siege auf dem Circuit de Nevers erzielte Ralf
Schumacher 2003 für das BMW WilliamsF1 Team.
2001 holte Ralf Schumacher in Magny-Cours die erste von inzwischen insgesamt
17 Polepositions des BMW WilliamsF1 Teams.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 24.06.05
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