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Kategorie: Formel1 01.01.1970
Juan Pablo Montoya gewinnt am Hockenheimring
Ralf Schumacher verursacht Unfall und scheidet aus
Wetter: trocken, sonnig, 34-35° Luft, 46-49°C Asphalt
Hockenheim (DEU). Mit Saisonsieg Nummer vier hat das BMW WilliamsF1 Team seine Position im Kampf um die Weltmeisterschaft gestärkt. Weil Juan Pablo Montoya in Hockenheim beim Großen Preis von Deutschland seinen zweiten Sieg in diesem Jahr erzielte, verbesserte er sich auf Rang zwei der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der Fahrer. Er hat nun 65 WM-Punkte, sechs Zähler weniger als Michael Schumacher. Das BMW WilliamsF1 Team ist weiterhin Zweiter der Konstrukteurs-WM, der Rückstand auf Ferrari schrumpfte auf zwei Punkte. Seit der Gründung im Jahr 2000 stehen für das BMW WilliamsF1 Team nun neun Siege zu Buche. Ralf Schumacher fiel in Hockenheim aus, nachdem sein FW25 gleich nach dem Start in einen Unfall zwischen Kimi Räikkönen (McLaren Mercedes) und Rubens Barrichello (Ferrari) verwickelt wurde.
Juan Pablo Montoya bei der Siegerehrung in Hockenheim
Juan Pablo Montoya: 1. (Chassis: FW25 06, Schnellste Runde: 1.14,917 min in Rd. 14
- schnellste insg.): Das ist das perfekte Ergebnis eines perfekten Wochenendes. Mein Auto war hervorragend. Ich startete auf der sauberen Fahrbahnseite und musste danach im Wesentlichen konstant fahren und aufpassen, keine Fehler zu machen. Es war irre, wie ich davonfahren konnte. So fand ich das Rennen nicht einmal physisch extrem hart. Ich bin froh, jetzt nur noch sechs Punkte Rückstand auf Michael zu haben. Es stehen nur noch vier Rennen aus. Punkte zu sammeln, ist daher für mich wichtiger als je zuvor. Es kann so schnell etwas schief gehen, wie wir heute im Fall beider Schumacher-Brüder gesehen haben.
Juan Pablo Montoya ist Sieger des F1-Grand Prix am Hockenheimring
Ralf Schumacher: Ausfall (Chassis: FW25 07): Das ist natürlich eine große Enttäuschung für mich. Aber: That?s Racing. Man kann nicht voraussehen, was die Fahrer um einen herum tun. Manchmal passieren eben Zwischenfälle. Ich habe nur versucht, meine Position zu verteidigen. Ich habe weder einen plötzlichen Richtungswechsel vorgenommen noch etwas anderes in der Art. Von daher gab es Gelegenheit, mir fern zu bleiben. Als Räikkönen direkt nach dem Start in mein Auto krachte, wurde links der gesamte Seitenkasten mit dem Kühler zerstört. Mit diesem Schaden konnte ich nur noch aufgeben.
Ralf Schumacher mit Giovanna Elber
Sam Michael (Chief Operations Engineer, WilliamsF1): Das war eine weitere starke Vorstellung unseres Teams. Juan ist vom Start bis ins Ziel ein fehlerfreies Rennen gefahren. Die Ingenieure haben die Autos sehr gut vorbereitet, und auch unsere Strategie hat gut funktioniert. Wir konnten dem Feld ab dem ersten Boxenstopp davonfahren. Ehrlich gesagt finde ich es überraschend, dass sich doch einige Teams für eine Zwei-Stopp-Strategie entschieden haben. Für uns waren die Vorteile von drei Stopps sehr klar. Außerdem hatten wir uns für die richtigen Reifen entschieden, sie haben bei der Hitze sehr gut funktioniert. Leider haben wir Ralfs Auto schon wenige Sekunden nach dem Start verloren. Andernfalls, da bin ich mir sicher, hätten wir heute den nächsten Doppelsieg für das BMW WilliamsF1 Team erzielt.

Juan Pablo Montoya beim Boxenstopp
Gerhard Berger (BMW Motorsport Direktor): Es war wichtig für uns, unsere Überlegenheit hier auch in Punkte umzusetzen. Vor allem in der Konstrukteurs-WM sind wir nun in Schlagdistanz zu Ferrari. Auch in der Fahrer-WM kann noch Einiges passieren. Juan Pablo ist ein optimales Rennen gefahren, Ralf hingegen hat Pech gehabt. Selbst bei diesen extremen Temperaturen waren das Chassis und unser BMW P83 Motor kerngesund.
Quelle: BMW Presse Information vom 03.08.2003
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