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Mille Miglia 2004
 
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Mille Miglia. Modellhistorie und Technische Daten.

Modellhistorie und Technische Daten der an der Mille Miglia 2004 teilnehmenden BMWs.

 

BMW 328 - Modellhistorie

Der BMW 328 wurde zu einem der historisch wichtigsten Modelle in der Geschichte des Hauses und brachte den Bayerischen Motoren Werken legendäre Sporterfolge auf den wichtigsten Rennstrecken. Als quasi nebenbei entwickelter Nachfolger des BMW Roadsters 319/1 Sport rollte der neue Typ 328 mit dem verstärkten Chassis des Vorgängers auf die Straße. Die Karosserie hatte durch geschickte Modifikationen deutlich an Modernität und Rasse gewonnen. Dieser Roadster war hauptsächlich für den sportlichen Einsatz gedacht und gleich der Prototyp sorgte im Juni 1936 mit dem Motorrad-Weltrekordfahrer Ernst Henne am Steuer für Schlagzeilen, nachdem er das Eifelrennen auf dem Nürburgring als Gesamtsieger in der Sportwagenklasse beendet hatte.

Mit einer Verdichtung von damals hohen 7,5:1, einem neuen Aluminium-Zylinderkopf mit V-förmig angeordneten Ventilen in halbkugelförmigen Brennräumen und 1971 ccm Hubraum leistete der Sechszylindermotor 59 kW (80 PS), was dem nur 780 kg schweren Roadster zu auch heute noch beeindruckender Kraftentfaltung verhalf. Eine sehr ungewöhnliche Lösung wählte man bei der Ventilsteuerung. Die untenliegende Nockenwelle betätigt auch die Auslassventile über zusätzliche Kipphebel auf der Einlasskipphebelwelle und quer durch den Zylinderkopf laufende Zwischenstoßstangen. So vermied man die kostspielige Entwicklung eines neuen Motorblocks.

Der BMW 328 geriet zum Traum für Sportwagenpuristen, die eine Fahrmaschine mit all ihren charakteristischen Geräuschen und dem direkten Kontakt zur Straße suchen. Die in der Serie elegant verkleideten Hinterräder, die lange, von zwei breiten Lederriemen gesicherte Motorhaube und das Armaturenbrett mit den klar gezeichneten, hellen Rundinstrumenten lassen die Herzen der Sportwagenfreunde bis heute höher schlagen.

BMW 328 - Technische Daten:

Motor 6-Zylinder-Reihenmotor
Steuerung ohv
Hubraum 1.971 cm3
Bohrung x Hub 66x96 mm
Leistung 80 PS bei 5.000 U/Min.
Getriebe 4-Gang + R
Radaufhängungen vorne: Schwingachse mit Querblattfeder
hinten: Starrachse mit Blattfedern
Bremsen hydraulisch, Trommeln
Maße L: 3.900 mm; B: 1.550 mm; H: 1.400 mm
Gewicht 780 kg
Höchstgeschwindigkeit 150 km/h
Baujahr 1936-1940
Gesamtstückzahl 464

 

BMW 328 Mille Miglia Roadster - Modellhistorie.

Von der Saison 1936 an beherrschte der BMW 328 das Geschehen in der Zweiliter-Sportwagenklasse. Werks- und Privatfahrer starteten mit hervorragenden Erfolgsaussichten bei zahlreichen Veranstaltungen auf der ganzen Welt. Für den Einsatz bei der „Mille Miglia“ im April 1938, jenem legendären Langstreckenrennen über 1600 km italienischer Landstraßen zwischen Brescia und Rom, nahm die Rennabteilung in München unter ihrem Cheftechniker Rudolf Schleicher jedoch erstmals größere Modifikationen vor. Die äußerlich kaum veränderten drei Werkswagen wiesen verbesserte Chassis mit verstärkten Hinterachsen und Leichtmetall-Bremstrommeln, geänderte Getriebe, größere Hecktanks und zwei Reserveräder auf. Die Leistung der Dreivergaser-Sechszylindermotoren hatte man durch umfangreiche Feinarbeit von 59 kW (80 PS) auf 74 kW (100 PS) steigern können. Ein überlegener Klassensieg und gute Gesamtplatzierungen angesichts der harten Konkurrenz gaben den Ansporn zu weiteren Entwicklungsarbeiten.

Da 1939 keine Mille Miglia stattfand, konzentrierte man sich statt dessen auf das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und beauftragte die Karosseriefirma Touring in Mailand mit der Anfertigung eines strömungsgünstigen Coupé-Aufbaus. Das Experiment glückte, Klassensieg und Platz Fünf im Gesamtklassement waren das Ergebnis.

Für die Saison 1940 entstanden daraufhin gleich mehrere neue Rennwagen für den Renneinsatz. Die abermals gesteigerte Motorleistung belief sich nun auf 95 kW (130 PS) bei 1971 cm3, ein für diese Zeit sensationeller Wert.

Und entsprechend fortschrittlich fielen auch die Karosserien aus, die diesmal in München entworfen wurden. In der von Touring kreierten „Superleggera“-Bauweise fertigte man leichte Aluminiumkarosserien auf grazilen Gitterkonstruktionen. Die Linienführung der drei offenen Rennsportwagen wurde vom Coupé-Prototyp übernommen, der parallel zum Touring-Coupé bereits im Vorjahr aufgebaut worden war. Die drei Roadster und die beiden Coupé-Versionen gingen schließlich am 28. April 1940 in Brescia an den Start.

BMW 328 Mille Miglia Roadster - Technische Daten:

Motor 6-Zylinder
Steuerung ohv
Hubraum 1.971 cm3
Bohrung x Hub 66x96 mm
Leistung 95 kW (130 PS) bei 5.500 U/Min.
Getriebe 4-Gang + R
Radaufhängungen vorne: Schwingachse mit Querblattfeder
hinten: Starrachse mit Blattfedern
Bremsen hydraulisch, Trommeln
Maße L: 3.900 mm; B: 1.490 mm; H: 1.080 mm
Gewicht 700 kg
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Baujahr 1940

 

BMW 328 Touring Roadster - Modellhistorie.

1940 sandte die deutsche Kraftfahrerorganisation NSKK drei BMW 328 Roadster zur Mailänder Karosseriefirma Touring mit dem Auftrag, die Fahrwerke mit Aluminium-Sportkarosserien auszurüsten. Die aerodynamische Außenhaut wurde aus Duraluminium geformt und über einen Leichtmetall-Gitterrohrrahmen gelegt. Man versuchte alles, um die Wagen aerodynamisch und extrem leicht zu gestalten. Das Gesamtgewicht eines Fahrzeugs betrug 700 kg. Die Hinterradverkleidung, das Weglassen von Türgriffen, die Aluminiumfelgen und das Fahrersitzgestell aus einer Elektronlegierung sind Teil dieser Bemühungen. Der Luftwiderstandskoeffizient betrug lediglich 0,25.

Bei dem 6-Zylinder-Motor mit 1971 ccm Hubraum handelte es sich um ein modifiziertes 328-Roadster-Aggregat mit einer Leistung von 120 PS im Vergleich zu den 80 PS des serienmäßigen Motors. Mit diesem Motor und dem stromlinienförmigen, ultraleichten Aufbau erreichte dieser Wagen eine Höchstgeschwindigkeit von ca. 200 km/h. Die drei NSKK-Fahrzeuge wurden für das Rennen Berlin-Rom 1941 gebaut, das dann aber wegen des Krieges abgesagt wurde. Danach galten all drei Wagen als verschollen. Einer gelangte angeblich in den 50er Jahren in die Vereinigten Staaten. Auch der zweite blieb verschwunden. Der dritte ist, komplett restauriert, im Besitz der BMW AG.

Auch wenn diese Wagen keine Rennen bestritten haben, steht jedoch außer Frage, dass es sich bei diesem Sondermodell um ein Stück BMW Tradition handelt.

BMW 328 Touring Roadster - Technische Daten:

Motor 6-Zylinder-Reihenmotor
Steuerung ohv
Hubraum 1.971 cm3
Bohrung x Hub 66x96 mm
Leistung 88 kW (120 PS) bei 5.500 U/Min.
Getriebe 4-Gang + R
Radaufhängungen vorne: Schwingachse mit Querblattfeder
hinten: Starrachse mit Blattfedern
Bremsen hydraulisch, Trommeln
Maße L: 3.900 mm; B: 1.490 mm; H: 1.080 mm
Gewicht 700 kg
Höchstgeschwindigkeit 200 km/h
Baujahr 1937 Chassis, 1941 Karosserie

 

BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé - Modellhistorie.

Da 1939 keine Mille Miglia stattfand, konzentrierte man sich statt dessen auf das 24-Stunden-Rennen von Le Mans und beauftragte die Karosseriefirma Touring in Mailand mit der Anfertigung eines strömungsgünstigen Coupé-Aufbaus für einen der Werkswagen. Das Experiment glückte, Klassensieg und Platz Fünf im Gesamtklassement waren das Ergebnis.

Für die Saison 1940 wurde die Motorleistung nochmals gesteigert und belief sich nun auf 100 kW (136 PS) bei 1971 cm3, ein für diese Zeit sensationeller Wert. Die drei Roadster und die beiden Coupé-Versionen gingen schließlich am 28. April 1940 in Brescia an den Start.

Der 103 Meilen lange Kurs war neunmal zu umrunden. Von Anfang an setzten sich Fritz Huschke von Hanstein und Copilot Walter Bäumer im BMW 328 Touring Coupé, dem Siegerwagen von Le Mans, an die Spitze, dicht gefolgt vom zweiten 328 Coupé und den 2,5 Liter Alfa Romeos. Bis zur Zieldurchfahrt ließen sich die beiden Deutschen im Touring Coupé nicht mehr von der Spitze verdrängen.

Erst mit rund einer Viertelstunde Verspätung raste der zweitplazierte und überlegen motorisierte Alfa Romeo 6C 2500 SS ins Ziel. Mit 166,724 km/h mittlerer Geschwindigkeit stellte das Duo Von Hanstein/Bäumer einen legendären Mille-Miglia-Rekord auf, der auch nach dem Krieg unerreicht bleiben sollte. Allerdings ist anzumerken, dass diese Mille Miglia in jeder Hinsicht eine Ausnahme darstellte und nicht mit der Streckenführung früherer oder späterer Rennen gleichen Namens verglichen werden kann.

BMW 328 Mille Miglia Touring Coupé - Technische Daten:

Motor 6-Zylinder-Reihenmotor
Steuerung ohv
Hubraum 1.971 cm3
Bohrung x Hub 66x96 mm
Leistung 100 kW (136 PS) bei 6.000 U/Min.
Getriebe 4-Gang + R
Radaufhängungen vorne: Schwingachse mit Querblattfeder
hinten: Starrachse mit Blattfedern
Bremsen hydraulisch, Alfin-Trommeln, 280 mm
Maße L: 3.900 mm; B: 1.520 mm; H: 1.320 mm
Gewicht 780 kg
Höchstgeschwindigkeit 220 km/h
Baujahr 1939

Quelle: BMW Pressemitteilung vom 4.05.04


www.7er.com

interner Link Historie: BMW und die Mille Miglia

interner Link zurück zur Meldung: Mille Miglia 2004



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