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Bilanz 2. Quartal '21
Erstes Halbjahr 2021: BMW Group steigert trotz Halbleitermangels Profitabilität und Gewinn im zweiten Quartal.
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Kategorie: Vorstand Wirtschaft

03.08.2021
Rede Dr. Nicolas Peter, BMW Finanzvorstand, Telefonkonferenz Halbjahresbericht zum 30. Juni 2021
 

Guten Morgen, meine Damen und Herren.

Im zweiten Quartal 2021 hat die BMW Group – wie erwartet – an die gute Performance der ersten drei Monate angeknüpft. Individuelle Mobilität ist weiterhin weltweit stark nachgefragt. Die EBIT-Marge im Automobilsegment liegt per Juni bei 13,0% und damit auf einem sehr guten Niveau.

Dr. Nicolas Peter, ab 01.01.2017 Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen Dr. Nicolas Peter, ab 01.01.2017 Mitglied des Vorstands der BMW AG, Finanzen

In einem Jahrzehnt der Transformation nimmt die BMW Group eine aktive und gestaltende Rolle ein. Unsere nachhaltige Profitabilität bildet die Basis, um weiter in Zukunftstechnologien investieren zu können. In einem starken ersten Halbjahr haben wir daher weiter konsequent an unserer Performance gearbeitet. Zudem greifen die Effizienzmaßnahmen, die wir in den vergangenen Jahren angestoßen haben.

Die Herausforderungen bei der Halbleiter-Versorgung konnten wir dank des hohen Einsatzes unserer Mitarbeiter in Einkauf, Produktion und Vertrieb bisher gut bewältigen. Mit zunehmender Dauer der Lieferengpässe wird die Situation allerdings angespannter. Wir rechnen im zweiten Halbjahr daher mit weiteren Produktionseinschränkungen und damit verbundenen Auswirkungen auf den Fahrzeugabsatz.

Beginnen wir mit den Finanzkennzahlen im Konzern.

Die Erholung von den wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise hat sich im ersten Halbjahr 2021 fortgesetzt. Per Juni konnten wir den Konzernumsatz um 28,1% auf 55,36 Mrd. Euro steigern.

Das Konzernergebnis vor Steuern liegt per Juni mit 9,74 Mrd. Euro wie erwartet deutlich über dem stark vom Lockdown beeinflussten Vorjahreswert. Im zweiten Quartal ist es auf nahezu 6 Mrd. Euro gestiegen. Entsprechend der insgesamt guten Geschäftsentwicklung liegt die EBT Marge im Konzern per Juni bei 17,6% und im 2. Quartal bei 20,9%. In Umsatz und Ergebnis spiegeln sich insbesondere die verbesserte Preisdurchsetzung, positive Modellmix-Effekte sowie das gestiegene Absatzvolumen infolge höherer Nachfrage wider. Sowohl unsere Neufahrzeuge als auch unsere Gebrauchtwagen erfreuen sich bei den Kunden großer Beliebtheit. Darüber hinaus wirkte sich ein deutlich verbessertes Finanzergebnis positiv auf das Konzernergebnis aus.

Niedrigere Aufwendungen für Risikovorsorgen und bessere Wiedervermarktungserlöse für unsere Leasingrückläufer haben ebenfalls zum Anstieg beigetragen. Im Vorjahr hatten wir pandemiebedingt aufgrund der volatilen Situation höhere Rückstellungen gebildet, die nun teilweise aufgelöst werden konnten. Dazu kamen positive Effekte aus der im Mai kommunizierten Teil-Auflösung der Rückstellung für das EU-Kartellverfahren in Höhe von 1 Mrd. Euro, sowie aus Bewertungseffekten bei den Pensionsverpflichtungen. Gegen die genannten positiven Effekte laufen Belastungen aus gestiegenen Rohstoffpreisen.

In den letzten Jahren haben wir nachhaltige Veränderungen in allen Bereichen des Unternehmens umgesetzt, die sich nun auszahlen. Wir sind weitere wichtige Schritte bei der Komplexitätsreduktion gegangen. Neue Paketlösungen bei unseren Produkten haben insbesondere das digitale Kundenerlebnis deutlich einfacher und angenehmer gemacht. Gleichzeitig führen sie zu Entlastungen auf der Kostenseite.

BMW Group Halbjahresbericht 1.2021

BMW Group Halbjahresbericht 1.2021
zum Download (3,2 MB)

 

Um das Vertriebspotenzial voll ausschöpfen und das Working Capital verbessern zu können, optimieren wir laufend unsere Vertriebsstrukturen und steuern unseren Absatz sowie die Bestände mithilfe von Analysetools noch granularer, also nach Markt, Modell und Vertriebskanal. So haben wir immer das passende Angebot. Im Produktionsbereich werden wir wie angekündigt die Kosten je Einheit bis 2025 im Vergleich zu 2019 um ein Viertel senken. Hier nutzen wir unter anderem Optimierungspotenziale in der Logistik und bei der Auslastung der Werke sowie virtuelle Planungsprozesse.

Die weitere Elektrifizierung unserer Fahrzeugflotte steht im Mittelpunkt unserer kurz- und mittelfristigen Planungen. Bereits seit Juli läuft der vollelektrische BMW iX in Dingolfing vom Band. Im Herbst folgt der ebenfalls vollelektrische BMW i4 im Stammwerk in München.

Mit mehr als 2,57 Mrd. Euro liegen die F&E-Leistungen in den ersten sechs Monaten weiter auf einem hohen Niveau. Erste Vorleistungen für die Neue Klasse sind hier ebenso enthalten wie Aufwendungen für die Weiterentwicklung unserer Elektroantriebe und die Digitalisierung unserer Flotte. Dabei steht der Kunde im Mittelpunkt. Die Forschungs- und Entwicklungsquote nach HGB liegt im ersten Halbjahr bei 4,6%.

Bei all unseren Entscheidungen fokussieren wir klar auf die wesentlichen Themen: Elektrifizierung, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Die vorhandenen Mittel setzen wir mit Augenmaß ein, um maximale Wirksamkeit zu erzielen. Die Investitionen fallen mit knapp 1,71 Mrd. Euro höher aus als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Wesentliche Treiber waren Aufwendungen für den Start des neuen iX sowie für die Weiterentwicklung unserer Elektroantriebe.

Mit 3,1% liegt die Investitionsquote vor dem Hintergrund des Umsatzanstiegs leicht unterhalb des Vorjahreswerts. Im zweiten Halbjahr erwarten wir anlaufbedingt und wie saisonal üblich höhere Investitionen. Im Gesamtjahr wird die Quote unseren Erwartungen zufolge deutlich unterhalb unseres Zielwerts von 5% liegen.

Das Finanzergebnis ist im ersten Halbjahr 2021 deutlich angestiegen. Im At Equity Ergebnis zeigt sich die erneut starke Geschäftsentwicklung unseres chinesischen Joint Ventures BBA, dessen Ergebnisbeitrag vor dem Hintergrund der hohen Kundennachfrage auf 1 Mrd. Euro zulegte. Der Vorjahreswert war vor allem im ersten Quartal durch die pandemiebedingten Einschränkungen belastet. Im übrigen Finanzergebnis wirkten Bewertungseffekte bei Zinsderivaten im Zusammenhang mit dem gestiegenen Zinsniveau in den USA positiv. Dazu kamen weitere positive Bewertungseffekte aus dem iVentures Fond und aus der SGL Carbon Beteiligung im Beteiligungsergebnis.

Die digitalen Dienstleistungen von YourNow haben in den vergangenen Monaten von der europaweiten Lockerung der Pandemiebeschränkungen profitiert. Die Nachfrage ist deutlich gestiegen. FREE NOW Ridehailing beispielsweise erzielte ein Wachstum von 140% bei Taxi- und Chauffeurfahrten. SHARE NOW verzeichnete ebenfalls einen starken Aufschwung beim Carsharing. Die Langzeitmieten stiegen im ersten Halbjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 41 %.

Kommen wir zu den einzelnen Segmenten, beginnend mit dem Automobilsegment. Die gute Nachfrage auf den internationalen Automobilmärkten spiegelt sich positiv in den deutlich gestiegenen Umsatzerlösen wider. Per Juni betragen sie 47,75 Mrd. Euro. Im Quartal liegt der Umsatz bei 24,98 Mrd. Euro. Alle Weltregionen verzeichnen eine positive Entwicklung, insbesondere China und die USA.

Das operative Ergebnis, das EBIT, ist im ersten Halbjahr auf einen neuen Bestwert von 6,19 Mrd. Euro gestiegen. Im zweiten Quartal legte es auf 3,95 Mrd. Euro zu. Neben der oben genannten anteiligen Auflösung der Rückstellung für das EU-Kartellverfahren wirkten sich ein geringerer Personalstand sowie die verbesserte Preisdurchsetzung und die angesprochene gute Situation bei der Restwertentwicklung positiv aus. Höhere Rohstoffpreise, unter anderem der starke Anstieg bei Rhodium und Palladium, haben die Ergebnisentwicklung gedämpft. Die EBIT-Marge beläuft sich vor diesem Hintergrund per Juni auf 13,0%, im Quartal waren es 15,8%.

Die bestehenden Unsicherheiten hinsichtlich der Versorgungsketten und weiteren Belastungen aus Rohstoffen bleiben hoch. Daher wird sich die Ergebnisdynamik im zweiten Halbjahr voraussichtlich abschwächen.

Im Finanzergebnis des Segments wirkten im zweiten Quartal der gute Ergebnisbeitrag aus unserem chinesischen Joint Venture BBA mit knapp 500 Mio. Euro sowie positive Bewertungseffekte bei Beteiligungen.

Kommen wir zum Free Cashflow im Segment Automobile.

Wir nutzen die gegenwärtige Situation, um das Working Capital weiter konsequent zu optimieren. Hier sind wir auf einem sehr guten Weg. Der Free Cashflow im Segment liegt zum 30. Juni bei 4,9 Mrd. Euro. Treiber ist neben einer konsequenten Steuerung des Working Capital in Verbindung mit niedrigeren Vorräten aufgrund der Halbleiter-Engpässe vor allem das höhere Ergebnis. Wie üblich werden Investitionen verstärkt gegen Ende des Jahres bezahlt. Zudem wird die Ergebnisdynamik von den genannten Versorgungsengpässen gedämpft. Ferner erwarten wir im zweiten Halbjahr Mittelabflüsse für Personalstrukturmaßnahmen. Dazu kommen auch deutlich höhere Steuervorauszahlungen. Zum Jahresende streben wir einen Free Cashflow an, der über dem bisherigen Jahres-Bestwert von 5,8 Mrd. Euro liegt.

Kommen wir nun zum Segment Finanzdienstleistungen, das im zweiten Quartal ebenfalls vom weltweiten Absatzwachstum und von einem positiven Risikoumfeld profitieren konnte und eine starke finanzielle Performance aufwies.

Im Finanzierungs- und Leasinggeschäft mit Endkunden wurden im ersten Halbjahr 1,03 Mio. Neuverträge abgeschlossen, 28% mehr als im Vorjahr. Der Vertragsbestand mit Endkunden lag mit 5,6 Mio. Verträgen auf dem Niveau des Jahresanfangs. Darüber hinaus setzte sich die bereits erwähnte sehr gute Entwicklung auf den Gebrauchtwagenmärkten vor allem in den USA und Großbritannien im zweiten Quartal fort. Dies war mit hohen Erlösen aus dem Verkauf von Leasingrückläufern verbunden. Die Kreditverluste bewegten sich weiterhin auf einem niedrigen Niveau.

Im ersten Halbjahr ist das Segmentergebnis vor Steuern auf 1,94 Mrd. Euro angestiegen. Im zweiten Quartal beträgt es 1,15 Mrd. Euro. Das Vorjahresquartal war aufgrund der Corona Pandemie von starker Unsicherheit geprägt. Dies führte zum Aufbau zusätzlicher Risikovorsorgen für erwartete Kredit- und Restwertrisiken.

Für das Segment Motorräder ist das zweite Quartal ebenfalls positiv verlaufen. Bis Ende Juni wurden acht neue Modelle eingeführt. Mit diesem starken Produktangebot konnten wir den Absatz im ersten Halbjahr auf 107,000 Einheiten steigern – ein neuer Bestwert in diesem Zeitraum. Das operative Segmentergebnis ist entsprechend der guten Geschäftsentwicklung per Juni auf 284 Mio. Euro gestiegen. Im zweiten Quartal betrug es 149 Mio. Euro. Die EBIT-Marge beträgt im ersten Halbjahr 17,5%.

Kommen wir nun zur Prognose für das laufende Jahr. Die BMW Group setzt weiterhin auf profitables und nachhaltiges Wachstum.

Nach einem starken ersten Halbjahr erwarten wir für das Gesamtjahr grundsätzlich eine Fortsetzung der positiven Geschäftsentwicklung. Bei unseren Prognosen setzen wir voraus, dass sich die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen nicht wesentlich verschlechtern. Mögliche weitere Auswirkungen der Corona-Pandemie sind in unseren Einschätzungen nicht enthalten.

Im Gesamtjahr rechnen wir auf Basis unserer aktuellen Einschätzungen mit folgender Entwicklung bei den wichtigsten finanziellen und nicht-finanziellen Leistungsindikatoren:

Beim Vorsteuerergebnis im Konzern erwarten wir im Gesamtjahr eine deutliche Steigerung. Durch den weitergeführten Personalumbau wollen wir unsere Ziele mit einer leicht unter dem Vorjahr liegenden Mitarbeiterzahl erreichen.

Im Segment Automobile soll die Zahl der Fahrzeugauslieferungen der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce solide über dem Niveau des Vorjahres liegen.

Der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge am Gesamtvolumen wird deutlich steigen.

Wir verfügen über eine starke Marktposition in China. Auch in den USA und in Europa ist die Nachfrage nach Automobilen unserer drei Konzernmarken weiter hoch. Aufgrund der bestehenden Unsicherheiten bei der Halbleiterversorgung rechnen wir allerdings mit Auswirkungen auf die Absatzzahlen infolge weiterer Produktionsausfälle. Weiterhin werden uns hohe Rohstoffpreise in der zweiten Jahreshälfte deutlich belasten. Zudem erwarten wir einen saisonal üblichen Hochlauf bei den Fixkosten zum Jahresende. Die EBIT-Marge erwarten wir daher weiterhin am oberen Ende des Korridors von 7 bis 9%. Die CO₂-Emissionen werden wir in der Neuwagenflotte erneut deutlich reduzieren.

Im Segment Finanzdienstleistungen wird die Ergebnisentwicklung stärker als ursprünglich erwartet von der verbesserten Situation sowohl bei Kredit- als auch Restwertrisiken beeinflusst. Dies schlägt sich in einem im Vergleich zur ursprünglichen Guidance erhöhten Return on Equity nieder. Hier gehen wir nunmehr von einem Wert zwischen 17 und 20% aus.

Im Segment Motorräder hatten wir bisher bei den Auslieferungen einen soliden Anstieg erwartet. Aufgrund der guten Marktentwicklung werden wir voraussichtlich etwas mehr Motorräder ausliefern können als im März erwartet. Daher gehen wir nun von einem deutlichen Anstieg der Auslieferungen aus, der leicht oberhalb der Schwelle von 10% liegen dürfte. Die EBIT-Marge wird sich im Zielkorridor von 8 bis 10% bewegen.

Die BMW Group liegt zum Ende des ersten Halbjahres auf Kurs für die Jahresziele. Die Unsicherheiten im Zusammenhang mit der Halbleiter-Versorgung erschweren die Planungen für das Gesamtjahr. Unsere Fahrzeugwerke verfügen über die Kapazität und Flexibilität, die hohe Kundennachfrage jederzeit zu bedienen. Dabei sind wir jedoch auf funktionierende Lieferketten angewiesen.

In jeder herausfordernden Situation können auch Chancen liegen. Wir nutzen diese aktiv und haben auch in den letzten Monaten schnell und konsequent reagiert. Die Bandbreite reicht von Bestandsoptimierung bis hin zu nachhaltigen Effizienzmaßnahmen in allen Unternehmensbereichen. Wir behalten das Momentum der letzten Monate bei und gestalten so aktiv die Transformation des Unternehmens. Vielen Dank.

Quelle: BMW Presse Mitteiliung vom 03.08.2021


 

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