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Kategorie: Formel1 01.01.1970
Gerhard Berger verlängert Vertrag mit BMW nicht
Letzter F1-Einsatz als BMW Motorsport Direktor für Berger in Monza
Servus, Gerhard!
- Berger "eine schwere Entscheidung"
- Curriculum Vitae - Gerhard Berger
- Interview mit Gerhard Berger
- Stimmen von Wegbegleitern
München, 8. September 2003. Gerhard Berger sagt leise Servus. Am kommenden
Wochenende, 12. bis 14. September, hat er beim Großen Preis von Italien in Monza
seinen letzten Formel-1-Einsatz als BMW Motorsport Direktor. Bereits seit
Saisonbeginn steht fest, dass der 44-jährige Österreicher seinen am Monatsende
auslaufenden Vertrag für dieses Amt nicht verlängern wird.
Gerhard Berger mit Frau Ana in Monaco 2000 "Es war eine schwere Entscheidung", sagt Berger, "die Aufgabe und die
Zusammenarbeit mit BMW waren toll. Aber nun will ich nach fast 25 Jahren
Vagabundenleben einfach kürzer treten." Nach 14 Jahren und 210 Grands Prix als Formel-1-Pilot war der Tiroler im Oktober
1998 als BMW Motorsport Direktor angetreten. Auch die neue Aufgabe in der
Doppelspitze mit Mario Theissen wurde zur Erfolgsstory. 1999 gewann BMW mit dem
BMW V12 LMR sowohl die 24 Stunden von Le Mans als auch die 12 Stunden von
Sebring gegen härteste Konkurrenz.
Beim Debütrennen des Formel-1-Comebacks fuhr BMW im März 2000 in Melbourne auf
Anhieb auf den dritten Platz. Am Saisonende belegte das BMW WiliamsF1 Team
ebenso wie 2001 Rang drei in der FIA Formel-1-Weltmeisterschaft der
Konstrukteure. 2002 schob sich BMW mit Partner WilliamsF1 auf den zweiten Platz
in der Hersteller-WM. 2003 greift das Team bereits in den Titelkampf ein.
Gerhard Berger im Büro an der Rennstrecke, BMW Motorhome (2001)
Parallel zum Formel-1-Engagement triumphierte BMW 2001 mit dem M3 GTR in der
American Le Mans Series (ALMS) und gewann dort die Marken-, Team- und
Fahrermeisterschaft. Von 1999 bis 2002 sammelte BMW insgesamt 38
Tourenwagentitel.
In der Talentförderung debütierte 2002 der Formel BMW - ein hochmoderner
Monoposto als Einheitsfahrzeug für die Deutsche Formel BMW ADAC Meisterschaft.
Seit 2003 ist eine asiatische Schwesterserie am Start.
"Diese Erfolgsbilanz ist darauf zurückzuführen, dass es uns gelungen ist, ein
wirklich erstklassiges Team zu formen, das enorme Begeisterung und
Einsatzbereitschaft gezeigt hat. Ich werde zur Marke BMW und zur gesamten
Mannschaft bei BMW Motorsport auch nach 2003 den Kontakt halten", sagt Berger.

Curriculum Vitae - Gerhard Berger
Geburtstag/-ort: 27. August 1959 / Wörgl (Österreich)
Nationalität: Österreicher
Wohnort: Monaco
Familienstand: verheiratet mit Ana, Töchter Christina (23), Sara (7), Heidi (5)
Gerhard Berger mit Ayrton Senna in Imola 1992
Berufliche Laufbahn:
1979-1984: Formel Ford, Tourenwagen der Gruppe 5, Alfa Sud Cup, Deutsche und
Europäische Formel-3-Meisterschaft
1984-1986: Tourenwagen-Europameisterschaft mit dem BMW Team Schnitzer auf BMW
635 CSi Coupé, u.a. Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Spa (BEL) 1985
1984-1997: FIA Formel-1-Weltmeisterschaft:
1984: ATS BMW
1985: Arrows BMW
1986: Benetton BMW (erster GP-Sieg in Mexiko)
1987-1989: Ferrari (vier Siege)
1990-1992: McLaren Honda (drei Siege)
1993-1995: Ferrari (ein Sieg)
1996-1997: Benetton Renault (ein Sieg)
1998-2003: BMW Motorsport Direktor Schon in Bergers Tourenwagenzeit entstand eine enge Verbundenheit zu BMW, und
sein F1-Einstieg wurde vom BMW 1,5-Liter-Vierzylinder Turbomotor begleitet: 1984
fuhr er seinen ersten Grand Prix im ATS BMW, 1986 feierte er seinen ersten
Formel-1-Sieg mit einem Benetton BMW.
Gerhard Bergers letzter Formel 1-Sieg in Hockenheim 1987. (links: Michael
Schumacher, Mitte: Gerhard Berger, rechts: Mika Häkkinen)
Der Österreicher beendete seine Fahrerkarriere nach dem WM-Finale 1997. Er
erzielte bei 210 Grand-Prix-Einsätzen zehn Siege, 17 zweite und 21 dritte
Plätze, außerdem zwölf Polepositions und 21 schnellste Rennrunden. 14 Jahre in der höchsten Klasse des Automobilsports machten Berger zu einem der
dienstältesten Formel-1-Fahrer überhaupt. In dieser Zeit war er stets auch als
Geschäftsmann tätig, da er sich selbst um die geschäftlichen Belange seines
Berufs sowie auch um die elterliche Spedition in Wörgl kümmerte.

Interview mit Gerhard Berger
Frage: Angesichts der derzeitigen Leistungen des BMW WilliamsF1 Teams kann man nicht
sagen, sie verließen ein sinkendes Schiff. Weshalb gehen Sie als Lotse von Bord?
Gerhard Berger: Man soll doch gehen, wenn es am schönsten ist, oder nicht? Im
Ernst: Ich habe wirklich sehr lange mit dieser Entscheidung gerungen. Aber
letztlich hat sich das Gefühl durchgesetzt, dass jetzt für mich persönlich der
richtige Zeitpunkt zum Aufhören ist. Ich mag einfach nicht mehr so hektisch
leben, ich will mich zurücklehnen können und herausfinden, was mir außer einem
wie auch immer gearteten Job im Motorsport noch etwas bedeutet. Ich hatte eine
wunderschöne Zeit als Fahrer, und ich hatte fünf tolle Jahre bei BMW. Ich bin
dankbar, dass man mir dort das Vertrauen entgegengebracht hat, mich auch
unternehmerisch zu profilieren. Die Zusammenarbeit mit den Leuten, allen voran
mit Mario Theissen, hat hervorragend harmoniert. Einen Partner wie den Mario,
mit dem die Ergänzung so optimal klappt und zu dem ich so großes Vertrauen habe,
werde ich kaum wieder finden, was auch immer ich vielleicht noch beruflich
anfange. Wir haben viel auf die Beine gestellt und viele Erfolge erzielt.
Frage: Wenn BMW eines Tages wieder die WM gewinnen sollte, dann sind Sie nicht mehr
im Boot. Würde das schmerzen?
Berger: Nein, überhaupt nicht. Ich wäre stolz, immerhin habe ich die Mannschaft,
die jetzt um die WM kämpft, ja mit aufgestellt. Ich bin überzeugt, dass die
Truppe reif für den Titel ist und drücke ihr die Daumen.
Frage: Wie schwer war die Umstellung vom Piloten zum Direktor?
Berger: Team- und Konzerndenken waren die wichtigsten Aufgaben. Als Pilot muss
man Egozentriker sein, als Mannschaftskapitän ist das kontraproduktiv. Beim
Einfinden in das nüchterne Konzerndenken und die Strukturen eines großen
Automobilherstellers wie BMW hat mir Mario natürlich sehr geholfen. Er kennt das
Unternehmen mit all seinen Systemen in- und auswendig. Ich habe gelernt, mich
mit vielen Details und Parametern auseinanderzusetzen, die einem als Fahrer
herzlich egal sind.
Frage: Was hatten Sie sich als BMW Motorsport Direktor vorgenommen, und was haben
Sie erreicht?
Berger: Es waren fünf erfolgreiche Motorsport-Jahre für BMW. Der Le Mans-Sieg
1999, der gute Formel-1-Einstieg, die ersten Siege, der zweite WM-Platz im
vergangenen Jahr, dazu Siege in der Tourenwagen-Europameisterschaft, und auch
die Formel BMW entwickelt sich sehr gut. Diese Erfolge kann ich mir nicht allein
ans Revers heften. Aber ich denke schon, dass der Auftrag, den ich 1998 vom
damaligen BMW Vorstandsvorsitzenden Bernd Pischetsrieder bekommen habe, optimal
erledigt worden ist. Wir haben für die verschiedenen Bereiche schlagkräftige
Mannschaften aufgestellt und gut organisiert. Dabei war es uns immer wichtig,
BMW sowohl in sportlicher Hinsicht als auch im Auftritt so zu platzieren, dass
es zum Unternehmen passt und ihm nützt. Der Fünfjahres-Vertrag mit WilliamsF1,
an dem wir hart verhandelt haben, war genau der richtige Abschluss für meine
Amtszeit.
Gerhard Berger beim Joggen in Monaco (2000)
Frage: Welcher Erfolg hat Ihnen in den fünf Jahren am meisten bedeutet?
Berger: Normalerweise ist für mich die Formel 1 das Maß der Dinge. Aber einer
der schönsten Momente war doch der Le Mans-Sieg 1999. Wir sind gegen ein
außergewöhnlich starkes Feld angetreten. Und wir waren sicher nicht in der
Favoritenrolle. Ich weiß noch, wie Journalisten mir erklärt haben, was die
Konkurrenz alles drauf hat und dass wir praktisch keine Chancen haben. Aber ich
hab an unser Konzept geglaubt. Wir hatten ein richtig gutes Chassis mit dem
unverwüstlichen BMW V12-Zylinder und hatten damit schon das 12-Stunden-Rennen in
Sebring gewonnen. Die BMW Techniker zusammen mit der Schnitzer-Truppe waren eine
Top-Mannschaft, Charly Lamm ist für mich eh der beste Stratege, und wir hatten
auch richtig schnelle Piloten verpflichtet. Diese 24 Stunden waren ein
unvergessliches Erlebnis und mit Sicherheit auch für mein Standing im Hause BMW
wichtig. Ich hatte mich mit ein paar Entscheidungen nicht gerade beliebt
gemacht.
Frage: Waren Sie anfangs skeptisch, weil BMW den Formel-1-Motor mit allem, was
dazugehört, in Eigenregie bauen wollte?
Berger: Nachdem ich mir einmal hab zeigen lassen, was in München, speziell im FIZ [BMW Forschungs- und Innovationszentrum], alles möglich ist, habe ich keine
Sekunde gezweifelt. Ich bin sicher, dass BMW mit all seinen Ressourcen auch ein
gutes Formel-1-Chassis bauen könnte. Aber es stimmt schon: Am Anfang haben einen
die Leute für größenwahnsinnig gehalten. Und es war schon ein gewisses Risiko,
beispielsweise das Motormanagement von Anfang an selbst zu entwickeln und
herzustellen. Schlussendlich war es goldrichtig, eine eigene Fabrik und andere
Anlagen wie die F1-Gießerei zu bauen und die eigenen Leute herzunehmen. Dass die
BMW Techniker und Ingenieure gut sind, sieht man auch daran, dass die Konkurrenz
hinter ihnen her ist.
Frage: Können Sie bei einer GP-Übertragung ruhig auf dem Sofa sitzen?
Berger: Das kommt drauf an. Bei einem relativ faden Rennen schon. Aber heuer
sind die Rennen so spannend, dass mir auch zu Hause bei der Übertragung nie
langweilig geworden ist. Und da ich unsere Stärken und Schwächen genau kenne,
gibt es schon Momente, in denen eine gewisse Nervosität aufkommt.
Frage: Welche Grands Prix werden Sie vermissen, und bei welchen Destinationen sind
Sie froh, jetzt daheim bleiben zu können?
Berger: Meine absoluten Lieblingsziele waren früher Rio und Adelaide. Tolle
Städte. Auch nach Montreal und Budapest bin ich immer gern gefahren. Aber ich
hatte es noch nie besonders eilig, nach Magny-Cours zu kommen.
Frage: Was haben Sie vermisst in den vergangenen fünf Jahren?
Berger: Dasselbe, was ich schon in meiner Fahrerkarriere angefangen habe zu
vermissen: Zeit. Mein Leben war immer komplett verplant. Jede Woche, jeder Tag.
Und wenn dann tatsächlich einmal Urlaub anstand, dann habe ich mir vorher schon
tausend Sachen überlegt, die ich dann unbedingt tun möchte. Es gelingt mir
einfach nicht, in den Tag hinein zu leben.
Gerhard Berger im Arrows BMW 1985
Frage: Welche Rolle hat Ihre Familie bei Ihrem Entschluss, den BMW Vertrag nicht zu
verlängern, gespielt?
Berger: Keine aktive in der Hinsicht, dass Ana oder die Kinder gesagt hätten,
ich soll mit dem Job aufhören. Die wissen schon, dass man mich nicht anbinden
kann. Aber ich will einfach mehr von ihnen mitbekommen. Ich habe viel verpasst.
In den letzten Monaten hatten wir mehr Zeit füreinander, und ich spür, was sich
daraus entwickelt. Trotzdem ist es noch nicht genug Zeit.
Frage: Wie stark beschäftigen Sie sich mit der Spedition Ihrer Eltern in Tirol?
Berger: Ich habe miterlebt, wie meine Eltern die Firma groß gemacht haben, und
momentan steckt dieses ganze Gewerbe in einer schwierigen Phase. Es geht um
Arbeitplätze, auch von Leuten, mit denen ich aufgewachsen bin. Insofern setze
ich mich schon intensiv für die Spedition ein, ich halte das für eine ganz
normale Pflicht. Aber ich gehe davon aus, dass ich da nicht ewig gebraucht
werde. Ich werde sicher nie Fulltime- oder Vollblut-Spediteur.
Frage: Nachdem Sie auch nicht faulenzen können - was machen Sie denn dann?
Berger: Das weiß ich noch nicht. Zuerst will ich mal schauen, ob oder wie arg
mir die Arbeit im Motorsport fehlt. Falls ich ohne die Formel 1 nicht klarkomme,
werde ich mich dort nach einer geeigneten Aufgabe umschauen. Es gibt aber
einiges, was mich unternehmerisch außerhalb des Sports interessiert. Immobilien
beispielsweise. Ich muss da jetzt nichts übers Knie brechen. Noch bin ich weit
davon entfernt, so etwas wie die ersehnte Langeweile zu verspüren.

Stimmen von Wegbegleitern:
Dr. Burkhard Göschel, BMW Vorstandsmitglied für Entwicklung und Einkauf:
"Gerhard Berger ist 1998 in der Vorbereitungsphase unseres F1-Projektes an Bord
gekommen. Mitgebracht hat er eine langjährige Verbindung zu BMW als Rennfahrer,
seinen Erfahrungsschatz aus der Formel 1 und seine sympathische Persönlichkeit.
Er hat maßgeblichen Anteil daran, dass unser junges Team sich so schnell und
nahtlos in der Formel 1 etabliert hat und bereits in diesem Jahr um den WM-Titel
kämpft. Inzwischen steht das Team, der Auftrag ist sozusagen erfüllt. Gerhard
Berger zieht sich als Motorsport Direktor zurück, die Verbindung zu BMW wird
nicht abreißen. Einen Nachfolger wird es nicht geben, seine Aufgaben übernimmt
Mario Theissen."
Gerhard Berger in seinem Büro in Monaco (2000)
Dr. Mario Theissen, BMW Motorsport Direktor:
"Die viel zitierte Doppelspitze mit Gerhard war für mich eine ganz spezielle
Erfahrung. Anfangs waren wir beide skeptisch, rückblickend kann man sagen:
Experiment mehr als geglückt. Fachlich und von der Chemie her lagen wir fast
immer auf einer Linie, mit geschickt eingeteiltem Zweischichtbetrieb konnten wir
den vielfältigen Anforderungen des Motorsports gerecht werden. Vom Le Mans-Sieg
über den Einstieg in die Formel 1 bis zur heutigen Leistungsstärke fallen viele
Erfolge in die gemeinsame Zeit. Genauso einprägsam sind der Spaß bzw. die Späße,
die unterwegs angefallen sind. Darüber sollte allerdings noch etwas Gras
wachsen. Servus Gerhard!" Frank Williams, WilliamsF1-Teamchef:
"Als Gerhard noch Fahrer war, haben wir mehrfach miteinander verhandelt. Im
Wesentlichen ist es immer daran gescheitert, dass er zu viel Geld haben wollte.
Ich muss zugeben, ich habe es genossen, ihn nun doch noch für ein paar Jahre
bekommen zu haben - kostenlos!" Patrick Head, Technischer Direktor WilliamsF1:
"Gerhard war immer ein harter Verhandlungspartner, in allen Gesprächen, die wir
hatten. Er ist sehr offen und gerade heraus, er sagt, was er denkt. Bekanntlich
gab es von ihm harte Worte über die Leistungen des Teams. Aber es blieb ehrlich.
Persönlich hatte ich damit keine Probleme, ich denke, wir haben ein sehr gutes
und offenes Verhältnis miteinander." Ralf Schumacher:
"Das ist ja fast tragisch: Erst hat man Jahre lang keine Ausreden, weil der Herr
Direktor Ex-Fahrer ist und so etwas durchschaut, und dann hat man endlich
Titelchancen, da steigt er aus! Spaß beiseite: Ich habe Gerhard als Fahrer, als
Konkurrent und als 'Chef' geschätzt. Er wird mir fehlen." Juan Pablo Montoya:
"Mit Gerhard zu arbeiten, war wirklich großartig. Er hat mir vor allem in meinem
ersten Formel-1-Jahr viele Tipps gegeben und mir seine Erfahrung zur Verfügung
gestellt, wann immer ich sie brauchte. Es ist extrem schade, dass er das Team
verlässt." Bernie Ecclestone:
"Ich kenne Gerhard seit 20 Jahren. In den frühen Jahren hatten wir dank ihm und
seines verrückten Humors eine Menge Spaß. Inzwischen sind wir etwas vernünftiger
geworden, aber es ist schön, sich an die herrlichen Streiche zu erinnern, die er
uns allen gespielt hat. Außerdem war er ein verdammt guter Fahrer und pfiffig
genug, um ohne Manager auszukommen." Sid Watkins, FIA Medical Delegate:
"Ich habe Gerhard nach seinen Unfällen immer gern eingesammelt. Er liebte es,
sich auf die Rücksitzbank zu legen, wenn wir zum Medical Centre fuhren. Ich
erinnere mich an einen Unfall, den er mit Michael Andretti hatte. Gerhard war
als Erster bei uns im Auto und legte sich hin wie üblich. Dann kam Michael - und
setzte sich auf seinen Kopf. Ich hoffe, Gerhard wird in der Zukunft so viel Spaß
haben wie in der Vergangenheit."
Gerhard Berger im BMW 635 CSi Coupé, Spa 1986
Charly Lamm, Teammanager Schnitzer-Motorsport:
"Gerhard fuhr von 1984 bis 1986 für uns Läufe zur Tourenwagen-EM. Er war ein
junger Wilder aus der Formel 3 - mutig, engagiert, jede Chance nutzend. Mit
Roberto Ravaglia und Marc Surer hat er 1985 in Spa für den ersten BMW
Schnitzer-Sieg bei einem 24-Stunden-Rennen gesorgt. Der Kontakt ist danach nie
abgebrochen. Als er BMW Motorsport Direktor wurde, war er für uns nie Chef aus
Autorität, sondern aus Kompetenz. Er hat uns die 24 Stunden von Le Mans 1999
zugetraut, und dort haben wir einen weiteren Meilenstein gemeinsam geschafft."
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