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 Hersteller-News  

Kategorie: Vorstand Wirtschaft

08.11.2018
BMW Group sagt nein zu Hardware-Nachrüstungen - und verfolgt andere Strategie zur Verbesserung der Luftqualität in Städten.
 

Umweltprämie und Software-Updates geeignete Maßnahmen +++ Hardware-Nachrüstungen keine zielführende Option +++

Die BMW Group steht seit vielen Jahren für nachhaltige Mobilität und investiert massiv in innovative und effiziente Antriebe. Das Unternehmen war und ist Vorreiter sowohl bei der kontinuierlichen Absenkung der Emissionen von Verbrennungsmotoren als auch beim konsequenten Ausbau der Elektromobilität. Die weitere Verbesserung der Luftqualität ist deshalb für die BMW Group Anspruch und Verpflichtung zugleich.

BMW lehnt daher Hardware-Nachrüstungen ab wie AdBlue ab.
Die technische einzig sinnolle Lösung, um Stikoxide beim Diesel zu reduzieren ist die AdBlue Lösung. Diese lässt sich nur sehr auwändig nachrüsten - aus Sicht von BMW zu auwändig. BMW lehnt daher Hardware-Nachrüstungen ab.

Aus Anlass des heutigen Treffens von Vertretern der deutschen Automobilindustrie und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer bekräftigt die BMW Group ihre Strategie zur nachhaltigen Verbesserung der Luftqualität in Städten. In diesem Zusammenhang sind Hardware-Nachrüstungen für Fahrzeuge der BMW Group unverändert keine sinnvolle Option.

„Eine Hardware-Nachrüstung trägt – wenn überhaupt – viel zu spät zur Verbesserung der Luftqualität bei. Wirklich serienreife Nachrüstsysteme sind selbst bei einem beschleunigten Zulassungsverfahren frühestens Ende 2021 verfügbar“, sagte Klaus Fröhlich, Entwicklungsvorstand der BMW AG, nach dem Treffen in Berlin. „Gerade im nächsten Jahr müssen wir die Flottenverjüngung schnell umsetzen. Denn dies ist - neben der bereits laufenden Software-Aktualisierung - die aktuell einzig verfügbare Maßnahme mit Breitenwirkung.“

Vorstand und Arbeitnehmerseite der BMW Group tragen gemeinsam dieses Maßnahmenpaket. Einigkeit besteht auch beim Thema Hardware-Nachrüstung für BMW Group Fahrzeuge. Manfred Schoch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der BMW Group: „Man kann nicht alle über den gleichen Kamm scheren, nur weil es politisch opportun ist! Anstatt die Arbeitsplätze gerade derjenigen Arbeitnehmer zu gefährden, die schon immer saubere Diesel produziert haben, sollte die Bundesregierung wieder eine aktive Industriepolitik betreiben. Diese muss die Umwelt schützen, aber auch den Wohlstand der Menschen sichern. Statt Investitionen in die Vergangenheit brauchen wir eine flächendeckende öffentliche Ladeinfrastruktur für Elektromobilität.“

Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG.

Harald Krüger, Vorsitzender des Vorstands der BMW AG, sagte: „Eine Hardware-Nachrüstung führt zu mehr Gewicht und höherem Verbrauch. Auch kann der Fortschritt in der Dieseltechnologie nicht sinnvoll mit einer nachträglich entwickelten technischen Lösung auf Fahrzeuge übertragen werden, die vor Jahren entwickelt worden sind und vollumfänglich die Zulassungsanforderungen der EU erfüllen.“

Tatsache ist: Trotz steigenden Verkehrsaufkommens wird die Luft in den Städten immer sauberer. Auch zeigen Statistiken, dass sich die Stickoxid-Emissionen in Deutschland innerhalb der letzten 15 Jahre halbiert haben. Aufgrund des wachsenden Anteils von Euro 6-Fahrzeugen bei Lkw und Pkw ist in den nächsten fünf Jahren mit einer weiteren signifikanten Reduktion der NOx-Emissionen zu rechnen.

Die BMW Group setzt deshalb konsequent die folgenden Maßnahmen um:

  • Flottenverjüngung:
    Die BMW Umweltprämie+ bietet 6.000 Euro für ein BMW oder MINI Neufahrzeug. Das gilt für die im Städtekonzept berechtigten Kunden, die ihren BMW oder MINI Diesel in Zahlung geben, zusätzlich zu den üblichen Rabatten. Diese Maßnahme wirkt schnell und gezielt in den besonders betroffenen Städten.
  • Freiwillige Software-Updates: 
    Seit September 2018 setzt die BMW Group auf Basis der Felderfahrung von Euro 5-BMW und MINI Diesel-Pkw eine Software-Aktualisierung um.
     
  • Städte-Fonds „Nachhaltige Mobilität“: 
    Die BMW Group hat sich an dem mit insgesamt 1 Mrd. € gemeinsam aus Bund und Industrie finanzierten Fonds „Nachhaltige Mobilität“ beteiligt. Allerdings wird das Geld noch nicht von allen Städten abgerufen und in die Möglichkeiten zur Verbesserung der Luftqualität – vom Kraftwerk bis Stadtbus – investiert.
     
  • Ausbau Elektromobilität: 
    Der Ausbau der Elektromobilität ist ein zentraler Baustein der BMW Group Unternehmensstrategie für nachhaltige Mobilität der Zukunft. So erhalten Kunden in den aktuell für Sondermaßnahmen ausgewählten Städten inkl. des staatlichen Anteils am Umweltbonus bis zu 10.000 Euro, wenn sie ihr älteres BMW oder MINI Dieselmodell zum Beispiel durch einen BMW i3 oder durch ein förderfähiges Plug-In Hybrid Automobil der BMW Group ersetzen.
     
  • Maßnahmen nach 2020: 
    Kunden, die auch nach 2020 mit ihrem Euro 5-Diesel von Fahrverboten betroffen sind, wird die BMW Group mit Maßnahmen zur Sicherung ihrer Mobilität im Umfang von bis zu 3.000 Euro unterstützen.

Quelle: BMW Presse Mitteilung vom 08.11.2018


 

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