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Alt 03.12.2021, 20:12   #1
Quiqueg
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Registriert seit: 04.06.2007
Ort: kleines Sauerlandnest
Fahrzeug: BMW E38 750i (1996), BMW E38 750iL (1995), Jaguar S-Type 4.2 (2003), Audi A6 3.0 Tdi (2007), Volvo 850 T5 2.3 (1995)
Daumen nach oben Mit wieviel Jahren (und wie) seid Ihr zu Eurem ersten 7er gekommen?

Ich war gerade 28 Jahre alt geworden... Und hatte einen Projektvertrag über 18 Monate, als Sales-Coach bei Philips in Hamburg ergattert. Engagiert war ich über (m)eine regionale Stammagentur, die mir auch einen Leihwagen zur Verfügung stellte.

Konkret ein Astra B Caravan..., auch nicht doll. Denn privat fuhr ich damals eine Omega 2.6i 24V Limousine, mit guter Ausstattung. Der nun gebuchte Astra war jedoch mit 1.8 Litern und 115 PS immerhin weit besser als der Escort Turnier, der war (imho nicht nur) eine Klasse schlechter. Seit Wochen hatte ich so eine lahme Gurke mit 75 PS aus Köln unter meinem Hintern, die nun getauscht werden sollte.

Der Astra war aber bei Sixt in Essen am Abholtermin nicht verfügbar. Daher gab es ein gratis Upgrade auf die nächst bessere Fahrzeugklasse. Klasse! Das war ein Vectra B Caravan! Sogar einer mit dem 2,5 Liter V6-Motor, das war der einzige verfügbare in 50 Kilometer Umkreis. Und der, stand in Düsseldorf am Flughafen. Egal, in den Flughafen-Stationen, gab es nun mal immer die deutlich besseren Autos. Den Sprit, den zahlt die Firma. Also ging es voller Vorfreude von Essen rüber zum Airport.

Dort angekommen hieß es am Schalter, ein Premium-Flottenkunde hätte das Fahrzeug gerade eben per Kurier nach Frankfurt Main abgerufen... und ein E-Klasse Kombi käme erst einen Tag später wieder rein. Ob es denn zwingend ein Kombi sein müsse... Von mir aus nicht. Als Sales Coach würde ich wohl kaum viel Zeug mit herum schleppen müssen.
Mit dem Schlüssel in dem Lederetui den ich bekam, konnte ich gar nicht viel anfangen... Das Logo habe ich gar nicht erkannt. Ich sah nur: eine Funk-ZV. Damit war der Tag schon ein noch besserer.

Auf dem benannten Stellplatz in der Parkgarage stand er dann... Ein für mich riesig wirkender, unbekannter BMW.... Dass es einen 7er gibt, das wusste ich nicht. Bösartig attraktiv, edel, sportlich... Keine Frage. Aber nein... Wo bitte war denn nun mein Auto?!
Meinen Führerschein, den habe ich erst mit 24 Jahren gemacht. Nach jeweils sehr kurzen Beziehungen mit einem ollen VW Jetta, einem Ford Fiesta, Opel Sierra 2.0 V6 und dann zuletzt der laufenden, mit dem Omega, war ich am (gedachten) Ende der automobilen Fahnenstange angekommen. Jaguar, Mercedes, BMW, Audi... schon mal gehört, ich weiß, das es so etwas gibt, das war's dann aber auch. Die Mutter meiner letzten Freundin, Ärztin, führ einen 320i..., der war ganz nett. Klein..., langsam und im Vergleich zu meinem Omega sparsam ausgestattet.

Ich konnte es kaum glauben, nicht irgendeiner, sondern genau dieser große, schöne Wagen reagierte tatsächlich auf den, meinen..., Autoschlüssel. Nur dreimal im Leben habe ich, quasi in Schockstarre da gestanden und war sprachlos... Über Minuten, bevor ich es realisiert habe.

Ein fast flammneuer 740d, das stand da am Heck, in Aspen-Silber (weiß ich heute)... Mit nur 6.4tkm auf dem Tacho und wirklich allem Furz & Feurio, Leder, Navi, Soundsystem, Memory, sogar ein Telefon in der Konsole der Mittelarmlehne. Und er wurde für schöne anderthalb Jahre mein täglicher Begleiter! 42.000 Kilometer sind wir gemeinsam gefahren. Immer Bochum-Hamburg und retour, mehrmals die Woche. Aus Freude am Fahren, jetzt habe ich verstanden und es gefühlt.

Und der Wunsch war geweckt, irgendwann, wenn ich groß bin, gehört so ein 7er, die Limousine überhaupt, mir..., nicht nur geliehen. Bis es aber ein E38 wurde, hat es gedauert, 13 Jahre lang. Angefangen, hat es mit einem 735 (nebenbei gab es einige E39), und "geendet", ist es letztes Jahr mit einem 750i und einem 750iL, beides VFL.

Die beiden, fahre ich ins H und weiter, so lange es irgendwie geht. Alte Liebe rostet, in diesem Fall doch, aber nur marginal. Und dagegen kann man was tun So etwas Schönes gehört gehegt und gepflegt. Der Motor hält, beide sind nun jeweils knapp 260tkm gelaufen.

Der rechts gelenkte Jaguar macht Spaß, der Audi Quattro auch und der Volvo 850 T5, die rasende Schrankwand mit 5 Zylindern, hat Charakter. Aber dieses eine, ganz besondere Gefühl, das von damals , habe ich nur im 7er... Ich nenne es Verbundenheit.
__________________
Es gibt zwei Arten von Fußgängern... : die schnellen und die toten... (Robert Lembke)

Geändert von Quiqueg (03.12.2021 um 20:19 Uhr).
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Alt 06.12.2021, 14:17   #2
josefini1
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Registriert seit: 28.03.2010
Ort: Vohenstrauß
Fahrzeug: E32-730I ca.03.92, Mercedes E230 04/2009, Mercedes 230E 1983, Mercedes 230.4 1974, Alfa Spider 1996 Golf IV 2003 BMW R100/7 1977
Standard

Hi, schön geschrieben - es zeigt, daß man oftmals nicht einfach nur irgendein Auto kauft, sondern "seinen" Wagen finden muß.

Bei mir spielten BMWs schon eine gewisse Rolle im Leben - Tante holte mich als Kind gerne mal mit einem 2000er ab, dann mit einem grasgrünen 3,0 E3.
Ein Freund meines Vaters fuhr E23, und 1980 kaufte mein Vater eher gezwungenermaßen einen E12, 525er. Ich erinnere mich noch heute, wie ehrfürchtig erstaunt ich war, als im Hof zuhause das erste Mal die Motorhaube aufging:
Da lag ein Sechszylinder mit zwei Doppelvergasern - der ganze Motorraum war ausgefüllt, ein Bild vor dem Herrn. Vorher besaßen wir einen Audi 100 von 69, Mitteldruckmotor und Vergaserchen, das an ein Moped erinnerte, schön und gut, aber jetzt war man im Autohimmel angekommen.

Ich überspringe jetzt 16 Jahre - 1986 fuhr ich beim örtlichen BMW-Händler zusammen mit einem Freund den Vorführ-735er. Ich besaß da grad einen Audi 100 Typ 44 mit 136PS - beileibe kein schlechter Wagen, aber der 735er hinterließ einen äußerst nachhaltigen Eindruck, um es mal so zu sagen. Aber mindestens 80.000 Deh-Mark waren damals für mich so unvorstellbar wie ein Flug zum Mars.

94 erwarb ich eher halbherzig einen E34 525er, leider mager ausgestattet, aber das Gefühl, das ich seit dem 735er besaß, konnte der auch im Ansatz übermitteln.

96 war grad die Zeit, wo die Händler die E32 äußerst günstig abverkauften - und da kam ich in Regensburg beim damaligen BMW-Händler grad zur richtigen Zeit an den richtigen Ort - 4 Jahre alt, 80000 km, sehr gut ausgestattet, blau, innen silber, ein Traum. Preis grad mal 29.500,-- DehMark, dazu noch ein brauchsbares Angebot für den 5er - der Handel war innerhalb von 10 Minuten perfekt.

Bis 2001 fuhr ich den Wagen, aber nur sehr wenig Winter, ergo ist der Zustand sehr brauchbar. Bis 2020 stand der Wagen trocken und kühl, um im Frühling 2020 wieder zum Leben erweckt zu werden. Genug davon findet sich auch im Forum hier!

Heute parkt dieser 7er immer noch vor dem Haus bzw. in Garage oder Werkstatt und erfreut sich zunehmend des Lebens, da er mäßig, aber regelmäßig wieder gefahren wird.

Ob ich den Wagen jemals hergebe, oder was letztlich mit ihm wird, kann ich beim besten Willen nicht (mehr) voraussagen. Alles abhängig von Spritpreis, Altwagenakzeptanz, Stellmöglichkeit und nicht zuletzt von meiner Gesundheit und Entwicklung im Alter - bin halt auch fast 60, und hab keine Kinder oder Nachfolger, die sich für sowas interessieren.

In der Halle befinder sich u.A. noch ein älterer Strichacht und ein W123, schön und angenehm zu fahrende Zeitmaschinen, aber kein Vergleich zu dem BMW.


In den späten 90ern und auch frühen 00ern bin ich öfters mal mit E38 und E39 probegefahren - tolle Wagen, aber das Gefühl, das ich seit 1986 in mir trug, kam nicht mehr auf - weiß derTeufel warum.

vg Matthias K.

Geändert von josefini1 (06.12.2021 um 14:22 Uhr). Grund: Korrektur
josefini1 ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2021, 15:48   #3
nesi
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Registriert seit: 24.01.2003
Ort: Pulheim
Fahrzeug: E65/750i Bj. 6/05 LPG/Prins (AFE-TEC), E46 316i Tour. LPG/Prins (AFE-TEC).
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Ich habe ja schon immer BMWs gemocht und fast ausschließlich gefahren.
Ein sehr guter Bekannter hatte ein E23 732i und danach ein E32 735i, beide Fahrzeuge durfte ich mehrmals Fahren und daher war immer mein Traum ein 7er zu fahren.
Den 732i bin ich zum ersten mal 1986 gefahren.

Mein Hochzeitswagen war auch ein 7er

Ich selber habe mit einem Polo 40PS angefangen (Schulzeit), danach habe ich mir ein 318i gekauft (Studentenzeit).

Mit meinem ersten richtigen Job habe ich mir ein 535i gekauft und 2003 meinen ersten 7er 740i Bj 1994 und 2009 einen 750i den ich immer noch sehr sehr gerne Fahre und auch behalten möchte.

Mein Traum ist es irgendwann ein Prosche Panamera Turismo GTS oder Turbo zu kaufen.
nesi ist gerade online   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2021, 17:02   #4
altbert
alszus was annersders…
 
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Registriert seit: 10.03.2006
Ort: Baunatal, Hessisch-Sibirien
Fahrzeug: 728iA E38 Bj. 11/96 mit LPG-Anlage Vialle LPI
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Zum 7er bin ich eigentlich eher durch Zufall gekommen.

In unserer Familie gab bis dato eigentlich nur zwei BMW.
Einmal einen 1802, den mein Vater 1972 als Neuwagen gekauft hatte und 1976 einem Audi 100 weichen mußte, weil Familientauglichkeit nie die Stärke des 02ers war (ich war 12, mein Bruder 8).
Danach gab’s jahrelang verschiedene Audi 100, abgelöst von diversen Mercedes W124, allesamt Geschäftsfahrzeuge.
Den 535iA E39, den mein Vater anno ’97 bekam, war etwas aufgezwungen; die Firma, wo er ab da arbeitete, fuhr BMW, da kam ein Mercedes nicht auf den Hof.
Bin ihn auch sporadisch mal gefahren, hat schon Spaß gemacht, das Ding.

Am schönsten waren eigentlich immer so Situationen, wenn irgendwelche tiefergelegten Prollkisten auf der AB von hinten drängelten, denen dann aber diese unauffällige blaue Familienkutsche vor ihnen durch einen Druck aufs Gaspedal mit Schmackes davonzog…

Ich selber habe ab Mitte 1999 einen 318i E30, Bj. ’85, gefahren, auch eher durch Zufall.
Er war billig, und ich brauchte spontan ein Auto.
Mein erster BMW; 3 Jahre hielt die Freundschaft, aber dann mußte was anderes her.

Es wäre fast ein E32 geworden, ein 735i, nur leider war der kurzfristig verkauft worden.
Daher kam Mitte 2002 ein ’90er 525i ins Haus.
Schönes Auto, guter Kompromiß aus Fahrspaß und Familientauglichkeit (Sohnemann kam ein Jahr später).
2005 habe ich bei einem Flüssiggasanbieter gearbeitet, und das Thema „Autogas” war damals in aller Munde.
Außerdem hat die Firma Mitarbeiter, die ihr Auto umrüsten wollten, mit 1.000€ gefördert.
Aber da kam mein E34, ein ziemlicher Nullausstatter, nicht mehr für infrage.
Daher habe ich mich auf die Suche nach einem Ersatz gemacht, sollte ein 528i E39 werden.

Bis ich dann durch Zufall feststellte, daß 728i E38 aus gleichem Baujahr und mit zum Großteil erheblich besserer Ausstattung bis zu 2.000€ billiger gehandelt wurden…

So bin ich Anfang 2006 zu meinem 728iA gekommen, damals 9,5 Jahre und erste Hand, mit grad mal 75.000 km auf dem Zähler.
Im April 2006 hat er seine VIALLE-Gasanlage bekommen, und so fahre ich ihn bis heute.

Und er darf gerne noch etwas bleiben…
__________________
Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert...
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Alt 06.12.2021, 20:19   #5
Marks
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Ein 7er kam eigentlich nie in Betracht.

Von Haus aus mit Mercedes S-Klasse (Vater fuhr W116) groß geworden, war die S-Klasse immer mein Jugendtraum. Mutter fuhr Käfer, später Passat.

Als Student war es ein Golf II GTI 16 V bei mir. Ein schönes Auto. Hätte ich den mal behalten können. Die sind heute richtig was wert. Meiner war mit dem Digitaltacho (Mäusekino). Heute sehr gesucht.

Leider hat mir den ein Kleinlaster von hinten zerlegt. Nun war guter Rat teuer. Studium gerade erledigt. Freundin wollte nach dem Unfall mit dem Golf ein "sicheres" Auto - also mehr Blech drumherum.

Da kamen mir die S-Klassen in den Sinn. Ich habe mir die W126 angesehen, die mir immer sehr gut gefielen. Die kosteten aber ziemlich viel. Ein 1991 300 SE war teurer, als ein 1993er 7er E32 - und zwar deutlich.

Den 7er haben wir uns angesehen. Es standen zwei zur Auswahl - ein 735 mit dicken Reifen, der sah etwas Asi aus und ein sehr eleganter 730i (ohne Klima!) völlig unverändert als Buchhalter. War von einer älteren Dame gefahren worden und hatte gerade mal 100.000 km auf der Uhr.

Der war geringfügig billiger und so wurde ich mit 29 Jahren als Referendar Eigentümer eines E32 730i in Silbermetallic mit Stoffbezügen und als Buchhalter. Er hat mich 8 Jahre lang begleitet. Er war eines der zuverlässigsten Autos, die ich je gefahren habe. Recht langsam aber die ruhende Kraft und der angenehme Gleiter.

Weggegeben habe ich den eigentlich nur, weil Familiennachwuchs da war und der keine Klima hatte. Das war bei Sommerfahrten wirklich nicht standesgemäß für das Auto.

Dann 2006 Umstieg auf einen E38 740i aus 1994 mit Klima und sehr wenig Kilometern, aber auch sehr wenig Ausstattung. Velourssitze! Ich vermisse sie heute noch. Außen und innen blau. Ich habe ihn dieses Jahr zufällig in Darmstadt auf der Straße gesehen. Wann komme ich schon nach Darmstadt. Und da begegnet er mir Jahre nach dem Verkauf.

Ein zuverlässiger Begleiter. Nicht so zuverlässig wie der E32 aber es ging. Im Unterhalt deutlich teurer, als der 730i.

Aber da kam dann neben dem souveränen Fahrgefühl erstmals auch Sportlichkeit durch. 286 PS und 400 NM waren 2006 durchaus noch ein Wort.

Da er da und dort seine Macken hatte, ging er 2012 gegen einen E38 740i VFL mit dem 4,4 Liter V8 ohne Vanos aber mit 440 NM. Baujahr 1998. Eine seltene Kombination und wohl der seltenste 40er Motor. Ein schönes Auto. Sieht aus wie der aus dem James Bond. Ausstattung leider auch etwas mager.

Aber dieser wurde dann doch schnell das Zweitauto. Nach einem Audi, der ein Zufall war, fahre ich jetzt den zweiten 5er BMW, einen G30 540d.

Der E38 wird ab und zu bewegt. Aktuell hat er 140.000 km runter.

Ich überlege, ob ich ihn irgendwann abgebe. Wenn ich mir allerdings die Preise ansehe, muss ich schmunzeln. Mittlerweile würde ich wohl das Doppelte bekommen, wie das, was ich damals vor knapp 10 Jahren bezahlt habe.

Geändert von Marks (07.12.2021 um 11:45 Uhr).
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Alt 07.12.2021, 11:36   #6
josefini1
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Zitat:
Zitat von Marks Beitrag anzeigen
Ein 7er kam eigentlich nie in Betracht.

Von Haus aus mit Mercedes S-Klasse groß geworden, war die S-Klasse immer mein Jugendtraum. Mutter fuhr Käfer, später Passat.
Hi, find ich herrlich, wie unterschiedlich die Werdegänge sein können.

Bei mir (uns) war Mercedes bis 2006 nie ein Thema. Familie und Umfeld immer DKW/Audi/BMW und ein paar Exoten wie Fiat oder Alfa.

Mercedes waren damals in den 70ern Strichacht, Flossen und neue 123er. Wir fanden sie eher etwas lustig - so 55 PS als Diesel, naja, und mein Vater machte sich einen Heidenspaß, mit dem Audi 100S (90 PS), allerdings mit Registervergaser getunt, 230.4 zu verblasen. Erst beim 520er BMW kam er an seine Grenzen, 525er ging naturgemäß besser.

Die großen Mercedesse waren entweder so staatstragende Direktorenfahrzeuge damals (108er) oder Arzt-/Steuerberater-/Rechtsanwalts-/Geschäftsmann-Transporter (116er). Irgendwie jenseits unseres finanziellen Backgrounds jedenfalls.

Daß sich bei mir drei Mercedesse angesammelt haben, kam durch einen Zufallskauf 2006, wo ich eigentlich einen Alfa holen wollte, der mich aber nicht überzeugte. Dann wurde es halt ein Mercedes. Gibt manchmal skurrile Geschichten. Einen Tag vorher hätte ich nie geglaubt, jemals einen Mercedes zu besitzen.

Aber wir sind hier im BMW-Forum - ich behaupte mal ganz frech, daß BMW zumindest seit Einführung vom E12 und insbesondere dann ab dem E32 die objektiv besseren Fahrzeuge baute. E23 war evtl. noch ein kleines bißchen unterhalb des damaligen W116.

Und auch heutzutage würde ich z.B. einen 1er BMW einer A-Klasse vorziehen, schon alleine wegen der DSG-Getriebe, die MB in den kleinen Klassen einsetzt (größte Fehlkonstruktion ever).

vg Matthias K.
josefini1 ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 07.12.2021, 12:42   #7
Marks
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Zitat:
Zitat von josefini1 Beitrag anzeigen
E23 war evtl. noch ein kleines bißchen unterhalb des damaligen W116.
Vor dem W116 hatte mein Vater einen 220S - die inoffizielle erste S-Klasse. Der rostete schneller, als man gucken konnte.

Dann kam der W116, damals das Beste, was man kriegen konnte.

Der W116 war damals in meinen Augen auch recht konkurrenzlos. Die Verkaufszahlen von damals belegen es. An ihn kam keiner ran.

Der Nachfolger bekam dann tatsächlich arge Probleme mit dem E32. Der war echte Konkurrenz und wohl auch das bessere Auto (allerdings auch später entwickelt, als der W126). Auch wenn der W126 einer der schönsten Mercedes war. und zwischen ihm und dem W116 durchaus auch ein großer Fortschritt zu merken war.

Mein Vater kaufte 1973 den 280SE neu bei Mercedes. Über den Preis wurde nicht verhandelt. Der Wagen kostete damals irgendwas um die 28.000 DM. Ein wahnsinniger Preis. In grün, innen beige. Gehobene Ausstattungsvariante.

Der hatte 185 PS und damals fuhren noch wahnsinnig viele Käfer. Wer ein Auto mit 100 PS hatte, war sehr gut motorisiert. Insofern waren die Fahrleistungen überragend für damals.

200 km/h schaffte er. Auf dem Tacho standen dann 220 an Na, so genau waren die Tachos damals nicht. Es kamen damals wenige mit.

Der Wagen bleib bis zur Verschrottung bei uns. Er lief 17 Jahre mit lediglich zwei außerplanmäßigen Ausfällen. Der erste außerplanmäßige Ausfall kam als er 12 Jahre alt war! Das schaffen heutige Fahrzeuge gar nicht mehr.

Getrennt hat uns der Rost! Er war einfach komplett durchgerostet. Technisch war der nach wie vor in Ordnung.

Fahrdynamisch war er allerdings nicht so gut. Komplette Sänfte, Lenkung sehr unpräzise und schnell um Kurven ging der auch nicht. Eine Tour durch die Berge konnte zu Übelkeit führen

Eine andere Art Auto.

Ich trauere ihm heute noch nach.

Als der verrostet war (1990), war der W126 ein Auslaufmodell und der W140 stand in den Startlöchern. Der gefiel meinem Vater gar nicht.

Er hat sich dann seinen letzten Mercedes geholt. Es war ein 260E W124. Ja, solides Auto. In den Fahrleistungen leicht besser als der W116 und vom Fahrwerk um Welten besser. Ich persönlich fand den langweilig.

Aber auch er lief wieder 17 Jahre ohne Probleme aber auch ohne emotionale Bindung der Familie an das Auto - anders als beim W116. Getrennt hat nicht der Rost, sondern ein technisches Versagen, bei dem alleine die Erforschung der Ursache bei Mercedes mehrere tausend Euro kosten sollte.

Als mein Vater im Jahre 2007 hörte, was Mercedes für Preise aufrief, hat er denen den Rücken gekehrt. Mit über 80 Jahren wollte er keine 100.000 Euro für ein Auto ausgeben. Er fuhr ein oder zweimal im Monat zum Arzt und wenige Kilometer zum Einkaufen.

Er hat sich einen Toyota Yaris gekauft. Als mein alter Herr 2011 von uns ging, hatte der keine 4.000 km auf der Uhr.

Insgesamt hat mein Vater in seinen fast 70 Jahren Autofahrerleben einen Käfer, 3 Mercedes und einen Toyota besessen. 5 Autos.

Ich habe in etwas mehr als 30 Jahren Autofahrerleben 5 Gebrauchtwagen (Passat, Golf, E 32 und 2xE38) und 3 Neuwagen besessen (Audi und 2 x BMW).

Aber am meisten in Erinnerung ist mir der W116 280SE geblieben.
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Alt 07.12.2021, 14:09   #8
josefini1
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Hi,

220S war dann die Flosse, vermutlich.

Das Problem damals war ganz einfach das immer mehr aufkommende Streusalz im Winter, verbunden mit Sonderausstattung "ohne Hohlraumversiegelung" und schlecht gemachten Nähten und Falzen. Noch in den 50ern hat man die Karossen mit Öl und ähnlichem Zeugs behandelt, das lief auch in die Kanten und Ecken und schütze vor Nässe. Gegen Salz war es machtlos.

Alles andere sind Schauermärchen. Auch die vielgescholtenen Russen- oder auch DDR-Bleche gabs nur kurz und zwar eher mal Mitte der 70er: Stichwort VW Golf 1.....

Mercedes war dann beim 116er ziemlich weit vorne dabei, als es um Wachs in den Hohlräumen ging. Im Vergleich zu den Brot- und Butterwagen der 70er hielten sie auch doppelt so lange, das stimmt absolut. Späte Strichachter dagegen oder 123 so bis ca. 81 waren wieder böse Rostkisten, trotz Versiegelungen.

Mit der Fahrdynamik gebe ich Dir recht - 116er ist eine Schaukel ohne wenn und aber.

Und der 124er ist in der Tat immer irgendwie langweilig gewesen, wenn auch erzsolide und sehr haltbar. Er war halt der Beamte unter den Autos.
Einzig das Coupe finde ich hat Ausstrahlung.
Wie man einen 124er statt eines E34 oder später E39 nehmen konnte, blieb mir immer ein Rätsel.

Dein Vater scheint ja auch noch der Generation "Vorkrieg" oder "Weimar" angehört zu haben wie meiner, 1928 geboren. Diese Leute waren ganz anders gestrickt als heute. Man sparte auf etwas, was man wollte oder brauchte, kaufte es dann bar und erhielt und pflegte es, solange es sinnvoll war.
Mein Vater hatte insgesamt auch nur 7 eigene Wagen von 1953 bis 2020, als er dann starb. Man muß beachten, daß er Handelsvertreter war und im Jahr tlw. bis zu 30000 km fuhr. (Dazwischen war 1967 noch ein Ersatzwagen für wenige Monate (DKW F12), denn da baute er ein Haus und baute nebenher seinen DKW 3=6 nochmal auf - ein neuerer Wagen war wegen Hausbau nicht drin - es wurde mit jedem Pfennig gerechnet. Der F12 wurde dann wieder zum gleichen Preis verkauft.)

Ich selbst habe zu insgesamt 3 Wagen über die 2 Generationen eine besondere Erinnerung: Der Audi 100 C1, da ich hier in den 70ern die Leidenschaft fürs Schrauben entdeckte, dann den 525er E12, den ich mit neuerworbenem Führerschein etwas fahren durfte.

Von meinen ca. 35 Wagen habe ich einen in besonderer Erinnerung, den Audi 200 turbo von 1984, den ich 87 erwarb. Aus damaliger Sicht fast schon sowas wie ein Düsenjäger, einfach grandios. Und so fuhr ich ihn auch, deshalb war er 90 ziemlich hinüber......

Klasse war auch mein 10 Jahre gefahrener Alfa 166 mit 3,0 Arese v6. Sollte man ebenfalls mal besessen haben, finde ich.

vg Matthias K.
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Alt 07.12.2021, 20:00   #9
Marks
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Ja, der 220S war eine Flosse, W111, zweifarbig lackiert. Als Limousine etwas langweilig. Die Coupes aus der Zeit waren sehr schön - und sehr teuer.

Mein Vater hatte Familie - da ging das Coupe nicht.

Der W124 war auch einfach solide und leider auch langweilig. Zu seiner Zeit hatte Mercedes aber noch das Prestige und den Ruf (vielleicht auch zu Recht?), den heutige Benze nicht mehr haben.

Der W116 stach heraus.

Den Audi 200 turbo fand ich genial und für seine Zeit wahnsinnig schnell. Es kam kein Benz mit. Kam deswegen damals nicht der 560er auf den Markt? Ich meine, der wäre 1985 auf den Markt gekommen.

Jedenfalls lieferte Mercedes dann mit der folgenden Motorengeneration ab - M119.

Das war auch bitter nötig, da Audi und BMW Maßstäbe setzten.

Den Alfa 166 fand ich auch genial und wunderschön.

Bei mir kippte der Geschmack zu BMW eigentlich mit dem W140 von Mercedes. Der gefiel mir nicht. War die S-Klasse W126 noch sehr elegant übernahm diese Rolle der E32 schon etwas und dann der E38 absolut.

Zu Audi:
Meine Frau hat sich einen neuen A3 gekauft. Innerhalb des ersten Monats 3 Komplettausfälle. Audi hat es nicht auf die Reihe bekommen. Der Wagen ging zurück. Jetzt kommt ein 1er BMW. Mal schauen, wie der funktioniert.
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Alt 08.12.2021, 11:24   #10
josefini1
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Servus, ja, der 200er turbo wurde ca. 83 oder 84 als "schnellste Serienlimousine der Welt" betitelt oder beworben, genau weiß ich es nicht mehr.

Ich hab den Wagen kurz vor der offiziellen Auslieferung bereits kennenlernen dürfen. Wie und was, sprengt hier den Rahmen, aber allein das Pfeifen des Laders vergißt man nie im Leben.....

Top war auch das leise Fahren so bis 180 wegen der windschlüpfrigen Karosserie. Man bedenke, MB hatte in der gehobenen Mittelklasse noch den 123er, und BMW grad mal den E28.

Evtl. hat Mercedes wirklich mit dem 560er dann nachgezogen wegen des Audi, wer weiß?

Zu den heutigen Audis - naja, ein Bekannter von mir blieb innerhalb eines Jahres mit dem A8 als Neuwagen wohlgemerkt schon zwei- oder dreimal ohne Vorwarnung auf der Autobahn einfach stehen, und bis heute schafft Audi es nicht, die Ursache zu finden. Scheint bei den aktuellen 7ern aber auch zu passieren.

Vielleicht ist es ganz gut so, daß die aktuellen Verbrenner aussterben, denn Freude hat man damit nicht mehr (ich zumindest nicht).

VG Matthias K.
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