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BMW 7er, Modell E38
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Alt 07.11.2008, 11:00  
Keine Heizleistung durch verstopften Wärmetauscher? Hier die Lösung!
 
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Netjoker
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Registriert seit: 22.07.2003

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Netjoker Netjoker ist offline 07.11.2008, 11:00
Bewertung: (3 votes - 4,33 average)

Hallo 7er Gemeinde.

Ich habe eine Lösung für ein gar nicht so selten auftretendes Problem beim E38! Es geht um schleichend abnehmende Heizleistung durch zunehmendes zusetzen und verstopfen der feinen Wasserröhrchen im Wärmetauscher der Heizungs-/Klimaanlage. Dies kann bei hohem Kilometerstand ohne das Zutun des Nutzers passieren, oder auch, wie in meinem Fall, durch das einfüllen von Kühlerdichtmittel. unter Einsatz von Kühlerdicht kann innerhalb von Tagesfrist zum völligen Infarkt und damit dem totalen Ausfall der Heizung kommen.
  1. Was passiert im Wärmetauscher, warum ist der 7er so anfällig?
    Die Heizung wird über einen eigenen Wasserkreislauf versorgt, der von der Motorkühlung gespeist wird. Durch eine elektrische Zusatzwasserpumpe wird der Kreislauf am Leben erhalten - diese Pumpe läuft praktisch immer, auch wenn kein Wasser für die Heizung entnommen wird. das Pumpenschaufelrad wird ohne mechanische Verbindung durch eine permanente Magnetkupplung mitgenommen und ist somit resistent gegen Stillstände des Schaufelrades. In so fern ist es der Pumpe auch "egal", ob Wasser fließt, oder nicht und auch Luft in der Leitung kann ihr nichts anhaben. Die Pumpe ist wartungsfrei und von extrem langer Lebensdauer. Die Verteilung des warmen Wassers zur Fahrer und Beifahrerseite funktioniert recht simpel: Die Pumpe wird durch eine Zulaufleitung mit heißem Wasser gespeist und gibt dieses direkt an die angebauten Heizungsventile. Die Heizungsventile sind so angelegt, dass sie stromlos offen sind, wofür eine vorgespannte Feder sorgt. Das Schließen der Ventile übernimmt ein starker Elektromagnet, der mit 12V angeregt wird. Das überaus komplexe Regelsystem der Klimaanlage sorgt nun dafür, dass durch Luftklappen die richtige Mischung aus warmer und kalter Luft hergestellt wird und im Wageninnern entsprechend der BMW-Philosophie "Kühler Kopf, warme Beine" verteilt wird. Um die korrekte Menge an heißem Wasser zur Verfügung zu stellen wird über den Temperaturfühler im Innenraum und einen Außentemperaturfühler der Wasserkreislauf so geregelt, dass immer ausreichend Wärme am Wärmetauscher ansteht. So kann die Klimaanlage auch auf schnelle Außentemperaturänderungen oder Änderung der Einstellung am Bedienteil innerhalb von wenigen Sekunden reagieren. Der Wasserfluss wird hierzu "gepulst", d.h. Je nach Bedarf sind die Wasserventile in Impulsen öfter, oder weniger oft geöffnet. Z.B. 1 Sek. offen - eine Sek. geschlossen. Morgens wenn es draußen richtig kalt ist und das Auto nicht vorgeheizt ist, sind dann z.B. selbst bei Vorwahl von 21°C die Heizventile dauerhaft geöffnet, bis der Innenraum temperiert ist, dann beginnt die gepulste Phase. Da der Wasserfluss immer wieder zum Stillstand kommt, mitunter auch mal für mehrere Minuten komplett, können sich im Wärmetauscher wunderbar Ablagerungen ansammeln. In den "Wasserkästen" ober- und unterhalb der feinen Wasserröhrchen sammelt sich so langsam der Dreck und die ersten Röhrchen gehen schon mal zu, wovon der Fahrer noch nichts bemerkt, denn die Heizung des 7er verfügt über enorme Reserven! Ihr glaubt nicht, was sich in einem Kühlsystem über die Jahre ansammelt und speziell beim Kühlsystem des 7er fungiert der Wärmetauscher der Heizung definitiv als Sammler für Schleim, ab gebröselte Dichtungen und Schlauchmaterial poröser Kühlerschläuche, Kalk und natürlich auch das gute alte Kühlerdichtmittel!
  2. Wie stelle ich die richtige Diagnose?
    Eine gute Frage! Systematisch vorgehen! Zuerst sicher stellen, dass Zusatzwasserpumpe und Heizungsventile arbeiten. Hierzu am besten zu zweit arbeiten, dann läuft nicht so viel Kühlmittel weg. Wenn also die Heizung morgens extrem lange braucht bis sie funktioniert, oder z.B. immer erst nach längerer Fahrt, oder sogar erst nach langer Fahrt und anschließendem Stillstand funktioniert, insgesamt sehr schwach ist und selbst auf 32°C Vorwahl der Innenraum nicht mehr richtig warm wird, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass etwas mit dem Durchfluss nicht stimmt. Es könnte auch sein, dass die Heizung nur bei längerem Anstehen hoher Drehzahl etwas heizt... auch das kann auf eine Verstopfung hindeuten. Zunächst mal prüfen ob euer Kühlwasser heiß wird, hierzu das Display unterm Tacho (MID) zu erweiterten Anzeige freischalten und die Kühlmitteltemperatur anzeigen lassen. (Ich gehe hier nicht weiter darauf ein, da ich davon ausgehe, dass jeder weiß wie das geht. Wenn nicht >> PN an mich.) Die KMT sollte bei normaler Fahrt ca. 105 - 108°C zeigen, bei scharfer Fahrweise sollte die Temperatur deutlich darunter liegen, je nach Fahrweise bis zu 90°C (erhöhte Motorkühlung). Wenn diese Temperaturen anstehen sollte die Heizung ihre volle Leistung bringen. ist dies gegeben, müssen die Pumpe und die Ventile, wie oben schon erwähnt getestet werden. Hierzu machen wir einen Schnelltest! Bitte bei kaltem Motor, ansonsten Verletzungsgefahr! Zündung an, Temperaturregler beide auf 16°C und Zündung wieder aus. Wir lösen die beiden Schlauchschellen am Ventilblock der Zusatzwasserpumpe und ziehen die beiden oberen Schläuche, die dort rechts und links abgehen ab. Diese beiden Schläuche führen direkt zum Wärmetauscher der Heizungs-/Klimaanlage. Der Helfer schaltet nun die Zündung an, die Zusatzwasserpumpe sollte nun deutlich hörbar surren, wenn man sie berührt fühlt man auch die Vibration der Pumpe. Wenn nun schon ein bisschen Wasser aus den Anschlüssen rinnt, bedeutet das nur, dass die Ventile verschmutzt sind und nicht mehr ganz schließen, ist nicht so schlimm, schmälert im Sommer aber die Kühlleistung der Klimaanlage und sollte behoben werden. Nun stellt der Helfer links die Temperatur etwas höher, es sollte ein Wasserstrahl herausschießen, sofort wieder zurück auf 16°C! Den gleichen Test für die andere Seite wiederholen. Wenn es beidseitig funktioniert, sollte die Heizung funktionieren, wenn sie dies nicht tut, kommt der nächste Test! Nun alles wieder anschließen und fixieren, dann für Besitzer einer serienmäßigen Standheizung diese starten und laufen lassen. Wenn man am linken Kotflügel steht und auf den Ventilblock schaut, befinden sich auf der rechten Seite drei Wasserleitungen übereinander. Die unterste ist die Zuleitung, die von der Standheizung, bzw. vom Motorkühlkreislauf gespeist wird. Wenn die Standheizung startet kann es sein, (je nach Baujahr) dass die Zusatzwasserpumpe abgeschaltet wird, das ist normal, da die Standheizung über eine eigene, recht kräftige Pumpe verfügt. Ist nun der Wärmetauscher wasserdurchlässig fließt heißes Wasser von unten in den Ventilblock und von dort durch die beiden Leitungen hinter den Motorblock zur Spritzwand, wo die Anschlüsse des Wärmetauschers zu finden sind. Man kann mit der Hand gut die beiden Schläuche an der Spritzwand ertasten und feststellen ob sie warm, bzw. heiß werden. Bei laufender Standheizung müssen diese Schläuche sich sehr rasch erwärmen! Dauert die Erwärmung sehr lange, oder wird sogar nur die Zuleitung zur Zusatzwasserpumpe warm und die beiden Leitungen zum Wärmetauscher bleiben kalt, liegt definitiv ein Durchflussproblem vor! Für Fahrer ohne Standheizung lässt sich dieser Test auch durchführen, dann bitte Motor starten, Heizung beidseitig auf 32°C stellen und fühlen. Es kann hier etwas länger dauern bis heißes Wasser kommt.
  3. Der Heizkreislauf ist getestet, was passiert nun?
    Ganz einfach, je nachdem was eure Tests ergeben haben, wird nun weiter vorgegangen. Zwei Möglichkeiten gibt es: Eure Heizung heizt nicht, aber draußen scheint alles in Ordnung zu sein. Die Schläuche werden schnell heiß bis zur Spritzwand, das Wasser wird gepumpt und die Ventile funktionieren. Der Wärmetauscher sollte funktionieren, evtl. ist aber das Klimabedienteil defekt, oder die Lüfter der Temperatursensoren sind defekt, oder von Außen mit Staub zugesetzt. Wie man das behebt, ist hier im Forum mehrfach ausführlich beschrieben. Sollte der andere Fall zutreffen und der Durchfluss gestört sein, obwohl Ventile und Pumpe funktionieren, dann müsst ihr versuchen den Wärmetauscher wieder frei zu kriegen. Wie das geht - später.
    Sollten Pumpe oder Ventile Ihren Dienst versagen, erst mal dort ansetzen. Die Pumpe kann man nicht reparieren, wenn sie kaputt ist, am besten gleich den ganzen Block mit Ventilen ersetzen,da der Aufpreis zum reinen Pumpenpreis nur minimal ist und die Ventile nicht einzeln zu kaufen sind!! Ein nachträglicher Ventiltausch nach dem tausch der Pumpe ist also nicht möglich! Wenn die Ventile nicht mehr richtig funktionieren und man über etwas handwerkliches Geschick und technisches Verständnis verfügt, kann man sie zerlegen und mit geeigneten Werkzeugen und Reinigungsmitteln überholen und gangbar machen. Wohl eher was für Bastler. Besser neu kaufen, dann seid ihr sicher, dass diese Einheit keine Probleme mehr macht.
  4. Mein Wärmetauscher ist allem Anschein nach verstopft, wie kriege ich ihn wieder frei, ohne einen aufwändigen Austausch?
    Die Antwort auf diese Frage ist sehr simpel: Spülmaschinen-Reiniger (In Pulverform!) Öffnet wie beim Testen der Ventile die beiden Schellen der beiden oberen Schläuche rechts und links der Ventile. Zieht die Schläuche ab und lasst das Wasser das drin steht ablaufen indem ihr die Schläuche etwas nach unten biegt. Es kommt nun ein Arbeitsschritt, den ihr möglicherweise erst mal auslassen könnt! Ich habe es aber trotzdem probiert, da bei mir überhaupt kein Wasser mehr geflossen ist und für mich fraglich war ob der Geschirr-Reiniger auch dort hinkommt, wo er hin soll. Also, die Spitze eines normalen Garten-Wasserschlauches in den Heizungsschlauch schieben und mit einer Schelle gegen Abrutschen sichern. Kühler-Ausgleichsbehälter öffnen. (ACHTUNG nur bei abgekühltem oder kaltem Motor, ansonsten schießt dort Wasser raus. Verletzungsgefahr!!) Während dieses Vorgangs sollte der andere Schlauch fest am Ventil angeschlossen sein und der Auslass des anderen Schlauches sollte mit dem Daumen zugehalten werden, sonst rinnt dort Wasser raus. Dann vorsichtig aufdrehen! (Der Daumen muss nicht ständig auf dem Auslass sein, aber das herunterlaufende Wasser irritiert, da es in die untere Motorraumabdeckung tropft! Ich war erschrocken weil ich zunächst nicht wusste wo da jetzt Wasser raus kam.) Ihr hört beim Aufdrehen
    deutlich das Einströmen des Wassers, wenn das Strömen trotz aufgedrehtem Schlauchventil irgendwann aufhört und der Schlauch knallhart wird, dann ist der Wärmetauscher so zu wie bei mir, also völlig dicht. ich habe den Druck dann eine Weile anstehen lassen und immer wieder den Schlauch aufgedreht, irgendwann dann floss das wasser plötzlich langsam und dann immer stärker. Das einströmende Wasser tritt dann, wenn man den Daumen auf dem Auslass des Heizungsventils hat, vorne am Ausgleichsbehälter aus. das gleiche für die andere Seite des Wärmetauschers wiederholen. Wir erreichen damit, das das Pulver später besser in den Wärmetauscher gelangt und seine Wirkung entfalten kann. Wie gesagt, dieser Arbeitsschritt, kann möglicherweise übersprungen werden, der Prozess der Auflösung kann dann aber erheblich länger dauern. ich würde es empfehlen. Aber bitte Vorsicht, damit ihr nicht den Wärmetauscher zum Platzen bringt. Bitte örtlichen Wasserdruck beachten! In Kaiserslautern haben wir ca. 10 bar, mein Wärmetauscher hat das ohne Probleme ausgehalten. Wenn das Wasser mal fließt ist die Gefahr einer Beschädigung sowieso gebannt, Gefahr besteht nur, wenn kein Durchfluss da ist und das Wasser sich staut - dann halt sehr gefühlvoll aufdrehen und immer wieder abdrehen. Bei mir war eine Seite durchgängig (dafür reicht ja ein einziges Heizröhrchen des WT!), die andere total dicht, konnte aber mit Wasserdruck durchgängig gemacht werden.
    Nun habe ich die Schläuche innen mit einem Kochlöffel-Griff und einem Baumwolltuch getrocknet, damit das Pulver rein rieseln kann und nicht direkt alles verstopft. Trichter drauf und in jeden Schlauch gut 2-3 Esslöffel des guten Geschirr-Reinigers. (Nochmal meine Empfehlung: Gut und günstig zu kriegen, bei DM-Markt, die Hausmarke, für ca. 3,50 Euro.) Schläuche montieren, alles befestigen und noch 4-6 Esslöffel Pulver in den Ausgleichsbehälter, damit sich das Zeug im ganzen Kühlsystem anreichert und auch Wasserpumpe, Thermostat und andere kapillarartige Kühlkanälchen im Motorblock frei gespült werden können! Gegebenenfalls Ausgleichsbehälter bis zum Anschlag füllen. Motor kurz im Stand laufen lassen, Heizung volle Pulle, absackenden Wasserspiegel im Ausgleichsbehälter ruhig bis zum Rand auffüllen, überschüssiges Kühlmittel läuft eh ab! Deckel drauf und ggfs. vorne (bei Standheizung auch der Schlauchbogen hinter dem Motorblock!) entlüften. Entlüften nicht übertreiben, das Kühlsystem entlüftet sich äußerst gut selbst! Nun rein ins Auto und fahren, ein Ausflug von 2 Stunden wäre nicht übel! dabei immer wieder kleine Gänge einlegen und ruhig mit Tempomat gemütlich cruisen. Die Drehzahl darf gerne zwischen 4.000 und 5.000 U/min sein! Der Druck der Hauptwasserpumpe unterstützt das Durchspülen des Wärmetauschers und dieser Druck und auch die Fördermenge sind drehzahlabhängig. (Ihr müsst aber nicht 2 Stunden mit 5.000 Touren fahren, mal hohe mal normale Drehzahl.) Ihr werdet sehr schnell feststellen, dass die zuvor völlig fehlende Heizleistung irgendwann gaanz langsam einsetzt. Bei mir hat es links eine Stunde gedauert, bis relativ plötzlich Wärme kam, rechts ist erst am nächsten Tag Wärme gekommen. das tolle, das Reinigungspulver wirkt auch wenn ihr das Auto abstellt und löst weiter Verkrustungen, Glibber und Schleim auf! Jedes Mal wenn ich nun ein mein Auto einsteige ist die Heizleistung schneller da und vor allem viel stärker. Bitte lasst in der Anfangszeit die Heizung auf 32°C und die Luft auf die mittleren Gitter gerichtet (Temperaturwählrad auf ROT - man kann so am besten mit der Hand die Wirkung prüfen!), bei Bedarf oben zuschalten um Beschlagen der Scheiben zu verhindern! Wenn's warm wird, bloß nicht runter regeln, Lüftung auf kleinste Stufe und Fenster auf! Ihr müsst das ein paar Tage durchhalten, denn nur wenn die Heizung auf 32°C steht, strömt eine maximale Menge an Reinigungsmittel durch den Wärmetauscher. Kühlmittel regelmäßig kontrollieren und ggfs. ausgleichen (bedingt durch Luft im Kühlsystem). Ein Tipp von mir: wenn eine Seite einfach nicht kommen will, die andere schon funktioniert, die funktionierende Seite auf 16°C stellen, das Wasserventil ist dann dicht und der gesamte Druck der Umwälzpumpen steht an der noch verstopften Seite des Wärmetauschers an. Dies erhöht die Erfolgsaussichten erheblich. Wenn nach einigen Tagen eine Seite immer noch schwächer heizt als die andere, die gute Seite auf 16°C, die schlechte auf 32°C um mit maximalem Druck weiter zu spülen. Reinigungsmittel so lange drin lassen wie nötig. Wenn die Heizleistung wieder wie gewohnt vorhanden ist, Kühlmittel komplett tauschen. Dazu nicht nur ablaufen lassen, sondern auch gut spülen. Ich empfehle auch den Wärmetauscher mit der oben beschriebenen Methode, wenn möglich mit gut heißem Wasser und sehr großem Durchfluss, zu spülen. Neues Kühlmittel mit Frostschutz einfüllen und freuen!
  5. Was passiert im Wärmetauscher, ist das Reinigungsmittel gefährlich?
    Im Wärmetauscher herrscht zu Beginn der Prozedur ein verschwindend geringer Durchfluss. Das Reinigungsmittel greift die Ablagerungen und Verstopfungen jedoch sofort an. Wenn zunächst nur einige, wenige Röhrchen durchströmt werden, so werden es mit der Zeit immer mehr, da die benachbarten Verstopfungen permanent angegriffen und aufgelöst werden. Dieser Prozess schreitet so schnell voran, dass in meinem Fall am Abend des ersten Tages schon locker 25% Heizleistung zur Verfügung standen! Das Mittel reinigt alle Komponenten des Kühlsystems, ohne Gummi und Dichtungen anzugreifen. Ich habe eine Hand voll verschiedener Dichtungen, aus unterschiedlichsten Materialien in eine Lösung aus Reinigungsmittel gelegt, die sehr viel stärker ist, als das was ich in meinem Kühlsystem zurzeit fahre – nicht mal die Papierdichtung hat sich aufgelöst! Das anschließende Spülen und Wechseln des Kühlmittels beseitigt dann alle gelösten Überreste, die sich im Laufe der Jahre im gesamten Kühlsystem und vor allem in der Heizung angesammelt haben. Bei mir wurde sogar ein heftiger Verschluss durch Kühlerdichtmittel völlig beseitigt! Ich gehe davon aus, dass nicht 100% aller Röhrchen die sich im WT befinden frei werden, aber bei 80 – 90 % habt ihr wieder eine einwandfrei und schnell funktionierende Heizung!
  6. Wenn das alles nichts bringt, oder die Heizleistung nur in minimalem Maß zurück kehrt… was dann?
    Zunächst würde ich die Konzentration des Reinigungsmittels erhöhen und weiter fahren. Mehr als 14 Tage macht wohl keinen Sinn, bis dahin solltet ihr längst 100% Heizleistung zurück haben. Wenn das alles nicht hilft und der Wärmetauscher weiterhin verstopft bleibt, dann hilft wohl doch nur ein Tausch. In diesem Fall herzliches Beileid… oder eine Werkstatt, die euch günstig das Armaturenbrett aus- und wieder einbaut.
Ich hoffe, mit dieser Anleitung etwas geholfen zu haben. Fragen bitte per PN, oder E-Mail! Über ein positives Feedback, oder Anregungen bin ich immer dankbar! Vielen Dank an dieser Stelle an den unbekannten Audi-Fahrer, der mir die Anregung zu dieser Vorgehensweise gegeben hat.

ACHTUNG! Ich übernehme keinerlei Gewährleistung für die hier gemachten Angaben! Diese Angaben beziehen sich auf mein Auto und es ist aufgrund mangelnder Erfahrung noch nicht klar, ob die hier genannten Schritte auch bei anderen Fahrzeugen so funktionieren, erfolgversprechend sind und keinen Schaden anrichten. Ausführung dieser Maßnahme auf eigene Gefahr! Danke für euer Verständnis!

Erfolgsberichte und auch Schadensberichte bitte an mich melden. ich werde dies dann als Referenz hier hinzufügen.


Viel Erfolg beim Basteln und Spülen!

Geändert von Netjoker (07.11.2008 um 17:29 Uhr).
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Alt 07.01.2009, 10:46   #11
rubin-alt
Gesperrt
 
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Fahrzeug: suche e39 M54
Standard Noch ´ne Frage:

Kennt jemand zufällig eine Pflegerin, oder Pfleger welcher auf einer Hämo-Dialysestation arbeitet
Denn dieses Desinfektionsmittel ist eigentlich optimal zum Reinigen. (Nicht der techn. Alkohol für den Orangesnsaft, sondern das für die Schlauchsysteme des Dialysegerätes.)
Dauert etwas öänger mit dem Entkaltken, da ist nicht darauf optimiert ist. Aber das Organische zieht es so gut raus... - Max 10ml bei einem Volumen von 5l...
rubin-alt ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2009, 10:53   #12
Jippie
† 01.03.2020
 
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Ort: Dortmund
Fahrzeug: Mercedes E-Klasse Kombi, W211 (LPG)
Standard

Zitat:
Zitat von rubin Beitrag anzeigen
Sprecht ihr nun vom Spülmittel (auch in Tabsform) zum Geschirreinigen, oder wird der Geschirrspülerreiniger gemeint, welcher nur in einer LEEREN Maschiene eingesetzt wird um die Maschiene zu reinigen
Ich habe beides nacheinander verwendet. Erst das für Geschirr. Später dann noch mal das für die Maschine in einem eigenen Durchgang. Zwischendurch und danach gut ausgespült.

Gruß Jippie
__________________
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Verdammt! Ich bin sowas von positiv, dass ich die ganze negative Scheiße anziehe...!
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Jippie ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 07.01.2009, 11:03   #13
Netjoker
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Registriert seit: 22.07.2003
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Fahrzeug: BMW 750i E38
Standard

Die Rede ist von normalem Geschirrspül-Pulver, das man benutzt um Geschirr in der Maschine zu reinigen - nicht den Reiniger für die Maschine, mit dem man die Maschine an sich reinigt.

Mal ab vom Thema: keine Ahnung wozu man den Reinige für die Maschine nochmal separat braucht, denn beim Reinigen des Geschirrs wird die Maschine immer 100% sauber. Sieb und Filter reinigt man von zeit zu Zeit ja von Hand.
__________________
Gruß - Netjoker
---------------
Solange es noch was zu Schrauben gibt... lebt er!
Netjoker ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2009, 13:55   #14
thilo.scholz
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Ort: Düsseldorf
Fahrzeug: BMW 735i (E38);BMW 2002A
Standard Kaffeemaschinenentkalker und Spezialkreislauf brachten Erfolg!

Der Totalinfarkt des HeizungsWT an meinem E38 war mit Geschirrreiniger nicht zu beheben. Zunächst habe ich es mit Geschirrreinigerpulver nach iobiger Anleitung versucht. Der WT blieb leider zu, der Tausch des Kühlwassers war eine Riesenschweinerei. Aber irre, was da an Schmodder mit rauskam.

Danach habe ich eine kleine Lösung angegangen: Ich habe alle drei Schläuche zum WT abgezogen und einen gebrauchten Waschmaschinenschlauch (vom Recyclinghof gekl...) an den dicken Rücklaufstutzen angeklemmt. Dann zwei Gartenschläuche an den Hinleitungen befestigt. Den Waschmaschinenschlauch habe ich mit meiner Bootslenzpumpe fürs Marathonrudern verbunden und einen Eimer heißes Wasser zunächst mit Geschirrreiniger versetzt. Dann die Pumpe angeschaltet. Das brachte schon einen ganz guten Erfolg, aber nur auf der Fahrerseite. Beifahrerseite noch total zu. Also nochmal die Schlauchinstallation, meine Lenzpumpe in den Eimer, Wasserkocher aus der Küche geholt und schön Heißwasser mit Kaffeemaschinenentkalker durchlaufen lassen. Fahrerseite ist jetzt richtig schön frei, die Beifahrerseite auch etwas besser. Leider ist meine alte Lenzpumpe bei dem Spiel draufgegangen. Die Gummihülle des Motors war undicht. Schade, sie hat mich oft über Wassergehalten. Aber wenigstens habe ichs jetzt warm im Auto!
Ich habe noch etwas (für 0,5 Liter, also 1 Beutelchen) von dem Entkalker-Pulver in den Beifahrerseitigen Schlauch gegeben. Vielleicht verbessert sich die Sache auf der BS dann auch noch. Zur Sicherheit hfahre ich jetzt im Winter mit abgezogenem Heizungsventilstecker um Dauerdurchfluß zu haben.

Ich freue mich auf das Frühjahr und mein richtiges AUTO (2002A von 1974). Die Heizung meines 02 ist immer herrlich warm...

Ich würde immer die meine Lösung zuerst versuchen, es spart den Tausch des Kühlmittels im Gesamtsystem!
thilo.scholz ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 23.05.2009, 18:16   #15
Supertruck1
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Zitat:
Zitat von memyselfundich Beitrag anzeigen
Hat jemand erfahrungen mit

Externer Link (&Ooml;ffnet in neuem Fenster, der Forumsbetreiber distanziert sich vom Inhalt extern verlinkter Seiten.) Produkte - Kühler Reiniger

gemacht? Spricht was dagegen? Kostet evtl mehr, aber tut vielleicht auch?

Vorbeugen ist besser als Schrauben,und so lasse ich alle 2 Jahre das Kühlmittel wechseln und drehe die Heizung auch im Sommer 1mal im Monat voll auf , bis heute hab ich volle Heizleistung. Will aber nicht behaupten,das damit ein Verstopfen verhindert wird,hoffe es aber.
Supertruck1 ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2009, 11:56   #16
memyselfundich
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Zitat:
Zitat von thilo.scholz Beitrag anzeigen
Der Totalinfarkt des HeizungsWT an meinem E38 war mit Geschirrreiniger nicht zu beheben. Zunächst habe ich es mit Geschirrreinigerpulver nach iobiger Anleitung versucht. Der WT blieb leider zu, der Tausch des Kühlwassers war eine Riesenschweinerei. Aber irre, was da an Schmodder mit rauskam.

Danach habe ich eine kleine Lösung angegangen: Ich habe alle drei Schläuche zum WT abgezogen und einen gebrauchten Waschmaschinenschlauch (vom Recyclinghof gekl...) an den dicken Rücklaufstutzen angeklemmt. Dann zwei Gartenschläuche an den Hinleitungen befestigt. Den Waschmaschinenschlauch habe ich mit meiner Bootslenzpumpe fürs Marathonrudern verbunden und einen Eimer heißes Wasser zunächst mit Geschirrreiniger versetzt. Dann die Pumpe angeschaltet. Das brachte schon einen ganz guten Erfolg, aber nur auf der Fahrerseite. Beifahrerseite noch total zu. Also nochmal die Schlauchinstallation, meine Lenzpumpe in den Eimer, Wasserkocher aus der Küche geholt und schön Heißwasser mit Kaffeemaschinenentkalker durchlaufen lassen. Fahrerseite ist jetzt richtig schön frei, die Beifahrerseite auch etwas besser. Leider ist meine alte Lenzpumpe bei dem Spiel draufgegangen. Die Gummihülle des Motors war undicht. Schade, sie hat mich oft über Wassergehalten. Aber wenigstens habe ichs jetzt warm im Auto!
Ich habe noch etwas (für 0,5 Liter, also 1 Beutelchen) von dem Entkalker-Pulver in den Beifahrerseitigen Schlauch gegeben. Vielleicht verbessert sich die Sache auf der BS dann auch noch. Zur Sicherheit hfahre ich jetzt im Winter mit abgezogenem Heizungsventilstecker um Dauerdurchfluß zu haben.

Ich freue mich auf das Frühjahr und mein richtiges AUTO (2002A von 1974). Die Heizung meines 02 ist immer herrlich warm...

Ich würde immer die meine Lösung zuerst versuchen, es spart den Tausch des Kühlmittels im Gesamtsystem!

Also ich hab das gestern und heute ähnlich gemacht. Ich hab mir gestern gedacht. boah du hast ja zeit. Also Zum baumarkt. 8 M. Schlauch besorgt, ne Springbrunnen pumpe, 2 eimer und nen schwung schlauchschellen. Aufm rückweg bei lidl ran und nochmal 10x essigessenz geholt.

Dann das ganze mal eben eben fix angeschlossen. am Rück lauf und an den 2 zuläufen von den Heizungsventilen ausgehend. Die Pumpe hab ich am rücklauf angeschlossen und ich hab erstmal den wärme tausche vom rest kühlwasser befreit. Bäh da kam ne brühe raus. Iggiitttiiigiittt. Die Brühe in einen kanister umgefüllt, eimer wieder ausgespült und dann mit heißem wasser rückwärts gespült.. Bääh da kam ne brühe raus.. iggitt.. so dann nochmal die abläufe links und rechts abwechselend fest gehalten, und da hab ich schon gemerkt das die fahrer seite wirklich dicht war, da kam nur nen rinnsaal raus. Beidseitig vor und zurück gespült mit der pumpe, und nach und nach ging links dann nen bischen mehr durch. Ich hab dann ne schön heiße Essiglösung angerührt und hab die dann mehrfach vor und zurück durch beide kammern geschickt. Bäh da kam ne brühe raus.. iggitt.. usw. usf. So Dann hab ich die schläuche mit der essig lösung gefüllt, überkopf aufgehangen (das wenigstens nen bischen wasser druck in den Wärmetauscher vorhanden ist. Und dann 8 stunden stehen lassen.

Heute morgen hab ich dann einen Gardena Adapter angeschlossen, und hab da ordentlich mit hohem druck durch gespült. Bäh da kam ne brühe raus.. und ganz viele kleine krümmel und ewig viel klein scheiß. in dem 10 liter auffang dings waren bestimmt 2 cm krümmel und schlonz drinnen! :O Weiß garnicht wie das da alles hineingepasst hat. Egal, auch hier mehrfach vor und zurück gespült bis nur noch klares wasser raus kam, dann wieder die schläuche angeschlossen, bischen wasser nachgefüllt. und dann angelassen , und warm laufen lassen. Gott ich hätte ja weinen können. Warme luft. boah!

ICH HABE WIEDER HEIZUNG! O.k. bei den jetzigen temperaturen werdet ihr bestimmt denken "schön für dich" - aber jetzt bläst mir die klima auch nimmer 8 grad frische eisklötzchen ums gesicht, sondern schon kühle, aber angenehme luft. Hach!

so hier reiche ich noch die Bilder nach:





Mann kann die 3 Anschlüsse gerade so erkennen anhand der schlauchschellen - geht bischen enger zu - gerade mit einer Gas anlage!!!
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg IMGP4514.jpg (33,6 KB, 1640x aufgerufen)
Dateityp: jpg IMGP4515.jpg (58,6 KB, 1538x aufgerufen)
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if its got tits or transistors, you’re gonna have problems with it!

Geändert von memyselfundich (29.07.2009 um 13:04 Uhr).
memyselfundich ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2009, 04:08   #17
Coastcruiser
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Ort: CH Aarburg, AG
Fahrzeug: Diverse, u.a.:E38 - 735iL, 12/98; Suzuki GSX1100G;
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Das muß ich demnächst auch mal angehen. Heizung brauch ich eigentlich nicht wirklich hier, bei mir, aber es muß einfach alles optimal funktionieren, am Auto. Das war ja zu vor auch schon 10 Jahre in Deutschland unterwegs und da hat bestimmt niemand was dran gemacht...
__________________
Grüße aus dem Aargau, Torsten.




Externer Link (&Ooml;ffnet in neuem Fenster, der Forumsbetreiber distanziert sich vom Inhalt extern verlinkter Seiten.)  BMW E38, 740i-V8-Sound-Video

735iL; 12/98; Aut.; 40er AP; 19" V-Speiche 126 mit 245/275ern; Leder sand-beige; E60-Wischer
Coastcruiser ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2009, 18:51   #18
Dr.Braun
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hallo.
aber greift essig nicht aluminium an??
wie stark war denn die mischung??

gruß matthias
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Dr.Braun ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2009, 18:55   #19
memyselfundich
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nciht stark. 10 liter wasser 2 liter essigessenz. Du solltest es ja auch nicht unverdünnt rein schütten, und ordentlich spülen gehört natürlich auch dazu.

Evtl reste sollten von einem Kühlerschutz mittel neutralisiert werden.
memyselfundich ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
Alt 16.09.2009, 19:07   #20
Dr.Braun
Gefahr auf der Straße
 
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Fahrzeug: E34 540i Bj.96
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cool.
dankeschön.
Dr.Braun ist offline   Antwort Mit Zitat antworten
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heizung, wärmetauscher


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