Bei Reihenmotoren gibt es zwei Möglichkeiten, zwei Turbolader unterzubringen:
1.: Registeraufladung
Hier sitzen ein kleiner und ein großer Lader hintereinander im Abgsstrom, so das beide angetrieben werden. Bei niedrigen Drehzahlen kann der kleine Turbolader schon sehr früh einsetzen und so das berüchtigte Turboloch vermeiden. Sobald dann ein Drehzahlniveau erreicht ist, daß dem großen Lader ein effektives Arbeiten ermöglicht (der braucht ja einen etwas stärkeren Abgasstrom) gibt der seinen Ladedruck noch dazu und sorgt jetzt dafür, daß auch genug Ladeluft für höhere Drehzahlbereiche zur Verfügung steht (wofür der kleinere Lader zu klein wäre) - das Ergebnis: Power ohne Ende.
2.: Parallelaufladung
Bei der Parallelaufladung wird mit zwei Abgaskrümmern gearbeitet. Beim Reihensechszylinder z.B. jeweils ein Krümmer für 3 Zylinder. An jedem der beiden Krümmer sitzt ein Turbolader, beide identisch. Jeder der Lader beatmet dabei auch nur die drei Zylinder, von denen er angetrieben wird. Auf die Art können beide Lader etwas kleiner dimensioniert werden, als wenn nur ein Lader den ganzen Motor beatmen müßte, was ein schnelleres Ansprechverhalten und ein wesentlich kleineres Turboloch zur Folge hat. Ist nicht ganz so effektiv wie die Registeraufladung, dafür aber auch nicht ganz so aufwendig, nicht ganz so teuer und nicht ganz so anfällig.
Es gibt auch Kombinationen aus beidem, vor allem bei V-Motoren, da werden dann 4 Lader eingesetzt und man hat _mächtig_ Schub.
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Wer langsam fährt wird länger gesehen ;o)
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