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Kategorie: Connected 01.06.2006
Stau reduzieren - auch zu Pfingsten
Verkehrsmanagement-Konzepte und Mobilitätsforschung bieten Lösungsansätze für besseren Verkehrsfluss
München. Viele Verkehrsteilnehmer werden auch dieses Jahr ihren Urlaub
mit Stau beginnen müssen. Auf Hauptverkehrsrouten sind besonders zu Ferienbeginn
verstopfte Straßen keine Seltenheit. Doch damit nicht genug: auch in
Ballungsräumen stockt es in den Straßen täglich. Untersuchungen zeigen, dass
jeder Autofahrer pro Jahr durchschnittlich 70 Stunden, also zwei Arbeitswochen
seiner Zeit ungewollt im Straßenverkehr steht - Tendenz steigend.
Das kostet: weit über 100 Milliarden EUR beträgt der jährliche
volkswirtschaftliche Schaden durch Verkehrsbehinderungen. Auf den einzelnen
Haushalt bezogen sind das 5.000 EUR, die jedes Jahr durch geringere Einkommen
wegen nicht geleisteter Arbeit, entgangenen Gewinne, höhere Ausgaben oder
nutzlos vergeudeter Kraftstoff die Gesellschaft belasten.
Um diesen Zustand gezielt zu begegnen, beschäftigen sich Spezialisten der BMW
Group deshalb seit 20 Jahren mit Lösungen für eine verbesserte
Infrastrukturnutzung. "Die zu geringe Kapazität des Straßennetzes wird mit zum
limitierenden Faktor für Wirtschaftswachstum und in der Konsequenz dann auch für
neue Arbeitsplätze", betont Christoph Huß, Leiter Wissenschaft- und
Verkehrspolitik der BMW Group.
Moderne Verkehrsleitung mit dynamischen Wegweisern oder
Fahrerassistenz-systeme, die dynamische Navigationshilfen haben, können
Spitzenstaus nicht vollständig auflösen. Aber sie tragen zu einer deutlichen
Steigerung des Verkehrsflusses bei, reduziert sich die Staulänge durch den
Einsatz von Schilderbrücken (sog. Linienbeeinflussungsanlagen) um rund 30%.
Zusätzlich werden durch eine bessere Aufteilung der Verkehrslast auf
Ausweichrouten die Staus und damit auch die Reisezeiten kürzer.
Doch was tun bei Urlaubsbeginn, wenn alle zur gleichen Zeit aufbrechen?
Tipps zu Ferienbeginn
Um entspannter an das Ziel zu gelangen, empfiehlt Dirk Keßler, Leiter
Verkehrskonzepte München der BMW Group:
- Bereits vor der Fahrt Verkehrsinformationen einholen (Rundfunk oder Internet).
Während er Fahrt aktuelle Verkehrsinformationen über Rundfunk oder
Navigationsgerät berücksichtigen.
- Wenn der Verkehr dichter wird, akzeptieren, dass es nicht schneller geht, da
jeder Versuch vorzufahren die Wahrscheinlichkeit des Stillstands erhöht. D.h.
Die Geschwindigkeit der Verkehrslage anpassen und gleichmäßig fahren (vor allem
kein starkes Beschleunigen oder Bremsen sowie überraschend die Spur wechseln).
- Bei einem Stau rechtzeitig die Geschwindigkeit reduzieren und den
nachfolgenden Verkehr mittels Warnblinker auf den Stau hinweisen.
- Bei Fahrbahnverengungen beide Spuren bis vorne ausnutzen und erst unmittelbar
vor Beginn der Fahrbahnverengung das Reißverschlusssystem anwenden (Wechselweises
Einordnen von der linken und rechten Fahrbahn)
- Sobald sich der Stau auflöst zügig, gleichmäßig und dem Verkehrsfluss
angepasst weiterfahren.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 01.06.2006
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