09.05.2007
Service: Regelmäßige Scheibenpflege für mehr Sicherheit
Schmutz wie Fliegen, Pollen, Fett oder Zigarettenqualm und schlierende
Scheibenwischer sind die natürlichen Feinde des glasklaren Durchblicks. Denn
bereits ein kleiner Grauschleier auf den Scheiben kann die Sicht und damit die
Sicherheit mitunter massiv beeinträchtigen. Wer dann noch gelegentlich einfach
nur mal drüberwischt, macht die Situation nicht besser. Wie der richtige
Durchblick gewährleistet ist, erklärt der TÜV Süd.
Besondere Aufmerksamkeit sollte den Scheibenwischern gewidmet werden, denn
sie sind für die Schmiererei maßgeblich verantwortlich. Deshalb bei der
Scheibenpflege zunächst die Gummileisten, dann die Auflagefläche der Wischer
reinigen und im Zweifelsfall, mindestens aber einmal pro Jahr, die Wischblätter
austauschen. Grundsätzlich gilt: Wer die Gummis regelmäßig pflegt und nach der
Waschstraße immer das Wachs entfernt, verlängert die Lebenserwartung der Wischer
deutlich. Was im Winter das Frostschutzmittel ist, sollte im Sommer der
Scheibenreiniger sein - ausreichend vorhanden im vollen Waschwasser-Tank.
Sinnvolle Scheibenpflege beginnt immer außen. Und, wenn das Auto mit
Wachspflege gewaschen wurde, zunächst mit einem silikonfreien Glasreiniger.
Wurde auf eine Autowäsche verzichtet, entfernt man den groben Schmutz zunächst,
um Kratzer zu vermeiden, am besten mit reichlich klarem Wasser, bevor dann das
Putzmittel zum Einsatz kommt. Anschließend wird die Scheibe noch eimmal mit
Wasser nachgespült und mit einem trockenen Tuch solange trocken gerieben, bis es
quietscht. Bei der Reinigung der Heckscheibe sollte, wegen der Heizdrähte, nur
in Längsrichtung gearbeitet werden, so der Ratschlag von TÜV Süd. Prinzipiell
beginnt die Scheibenreinigung bei der Frontscheibe und setzt sich dann gegen den
Uhrzeigersinn fort.
Innen sollten zunächst Reste von Aufklebern mit einem Schaber entfernt oder
mit entsprechenden Reinigungsmitteln eingeweicht werden. Anschließend die
Scheibe einsprühen und am besten mit einem Papier-, Leder- oder Mikrofasertuch
trocken wischen. Für schwer zugängliche Stellen bieten sich stumpfe Gegenstände
an, die mit einem Tuch überzogen werden können. Die
Windschutzscheiben-Innenseite lässt sich am besten von der Beifahrerseite aus
putzen.
Auch wenn es ein altes Hausmittel sein mag, beim Trockenreiben der
Autoscheiben darf nicht mit Zeitungspapier gearbeitet werden, weil dadurch feine
Schlieren entstehen. Um auch die Oberkanten der Fenster zu reinigen, sollten zu
Beginn des Reinigungsprogramms zunächst die Scheiben einen kleinen Spalt
geöffnet werden. Bei zerkratzten Frontscheiben oder Steinschlag hilft auch kein
Putzen mehr. In solchen Fällen sollten sich Autobesitzer an einen Experten
wenden. Weil derartige Beschädigungen nicht nur störendes Streulicht erzeugen,
sondern auch bei der nächsten Hauptuntersuchung beanstandet werden müssen.
Quelle: ar, 09.05.2007
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