18.03.2008
Rede von Dr. Norbert Reithofer, Bilanzpressekonferenz
- Es gilt das gesprochene Wort -
Rede von
Dr. Norbert Reithofer,
Vorsitzender des Vorstands der BMW AG
Bilanzpressekonferenz
München, 18. März 2008
Sehr geehrte Damen und Herren,
auch von meiner Seite: Guten Morgen und herzlich Willkommen zur ersten
Bilanzpressekonferenz in der BMW Welt.
In der vergangenen Woche haben wir hier den
Ein-Millionsten-Besucher
empfangen. Dieses Gebäude ist vor allem eine Investition für unsere Kunden, die
hier die Marke BMW und ihre Produkte erleben können.
Unser Erfolg basiert auf der hohen Begehrlichkeit all unserer drei Marken
BMW, MINI und Rolls-Royce und ihrer Produkte. Und diese Begehrlichkeit bildet
letztlich die Grundlage für unsere Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr
2007.
TEIL I – Bericht zum Geschäftsjahr 2007
In einem Satz zusammengefasst: 2007 war für die BMW Group ein gutes
Geschäftsjahr.
Unsere Zahlen belegen das. Was haben wir erreicht?
- einen Absatzrekord bei allen drei Marken
- einen Umsatzrekord
- das beste Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT)
- das beste Ergebnis vor Steuern – bereinigt um den Rolls-Royce Sondereffekt
- eine Verbesserung der Rendite auf das eingesetzte Kapital im Segment
Automobile.
- Und: Wir sind weiterhin der weltweit erfolgreichste Anbieter im Premiumsegment.
Die BMW Group hat 2007 ihre Ziele erreicht. Wir haben erreicht, was wir versprochen haben.
Ich möchte Ihnen die wesentlichen Eckdaten des Jahres 2007 kurz aufzeigen:
- Absatz Automobile: Zum ersten Mal in der Geschichte des Unternehmens haben
wir auf Group-Ebene mehr als 1,5 Millionen Fahrzeuge verkauft. Ein Plus von 9,2
Prozent gegenüber 2006. Damit haben sich mehr Kunden weltweit für ein Fahrzeug
der BMW Group entschieden als für ein Automobil der anderen Premiumhersteller.
Alle drei Marken erzielten neue Höchstwerte. Die Marke BMW ist die
meistverkaufte Premiummarke überhaupt.
- Absatz Motorräder: Über 102.000 BMW Motorräder gingen an Kunden. Damit wurde
der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 2,4 Prozent gesteigert.
- Finanzdienstleistungen: Das Geschäft hat sich weiter dynamisch entwickelt.
Die Anzahl der betreuten Finanzierungs- und Leasingverträge mit Händlern und
Endkunden erhöhte sich um 15,8 Prozent und lag zum Jahresende bei über 2,6
Millionen.
Was ist das finanzielle Resultat dieser Entwicklung?
1. Ergebnis vor Steuern: Das Konzernergebnis lag mit 3,87 Milliarden Euro um 6,1
Prozent unter dem Rekordwert des Vorjahres.
Wie Sie wissen, beinhaltete das Ergebnis 2006 einen positiven Sondereffekt aus
der Umtauschanleihe auf die von der BMW AG gehaltenen Anteile an der Rolls-Royce
plc, London. Bereinigt um diesen Effekt haben wir 2007 ein Ergebnis vor Steuern
über dem Niveau des Vorjahres erzielt. Damit haben wir unser gesetztes Ziel
erreicht.

BMW Group
Bilanzpressekonferenz 2008
Jahresüberschuss: Das Nettoergebnis übertraf erstmals die Grenze von 3
Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 9 Prozent im Vergleich zum
Vorjahr.
Sie sehen: Wir haben 2007 vieles geschafft, worauf wir stolz sein können.
An diesem Ergebnis wollen wir unsere Aktionäre beteiligen – mit einer deutlich
erhöhten Dividende.
So werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung vorschlagen, die
Dividende um rund 51 Prozent auf 1,06 Euro je Stammaktie zu erhöhen.
Die erhöhte Dividende entspricht unserem Ziel, die Bedürfnisse der Eigentümer
stärker zu berücksichtigen. Dies ist ein erster Schritt. Auch viele unserer
Mitarbeiter profitieren über das Vorzugsaktienprogramm davon.
Trotz des guten Geschäftsjahres 2007 gilt unverändert:
Wir stehen vor enormen Herausforderungen.
Dazu zählen vor allem eine verschärfte Emissionsgesetzgebung in den einzelnen
Regionen dieser Welt, Belastungen aus Währungseffekten und weiter steigende
Rohstoffpreise.
Darauf müssen wir uns gut vorbereiten.
- Die BMW Group ist auf dem US-Markt der erfolgreichste europäische
Premiumhersteller. Deshalb trifft uns ein anhaltend schwacher Dollar stärker als
die Wettbewerber, die deutlich weniger Fahrzeuge in den USA verkaufen. Im
Jahresverlauf 2007 erfuhr der US Dollar eine erneute Abwertung gegenüber dem
Euro um fast 10 Prozent. Darum arbeiten wir intensiv daran, unsere
Ergebnisentwicklung vom Dollar unabhängiger zu machen. Langfristig wird sich
unsere gute Performance auf dem größten Automobilmarkt der Welt auch wieder in
höheren Ergebnisbeiträgen niederschlagen. Denn: Bei einer erwarteten
Verschärfung der Emissions-Gesetzgebung, können wir den US-amerikanischen Kunden
umwelt-freundliche Premiumangebote unterbreiten und auf diese Weise unsere
Position ausbauen.
- 2007 hielt die Rohstoffhausse an: Die Preise für Metalle und Edelmetalle sind
weiter gestiegen. Ein Barrel Rohöl kostete im Jahresdurchschnitt
über 10 Prozent mehr als im Durchschnitt des Vorjahres. Auch die Kosten für
Energie sind rasant gestiegen.
2007 ist der Klimaschutz in den Mittelpunkt des gesellschaftlichen Bewusstseins
gerückt.
Die BMW Group hat sich dieses Themas wie kein anderer Automobilhersteller
angenommen. Den Grundstein dazu haben wir schon im Jahr 2000 gelegt. Seitdem
reduzieren wir durch innovative Maßnahmen kontinuilich den Verbrauch unserer
Fahrzeuge.
Folglich haben wir früher und mehr in Forschung und Entwicklung investiert, als
andere Premiumhersteller. Anders hätten wir ein so umfassendes Programm wie
EfficientDynamics nie auf die Beine stellen können.

Dr. Norbert Reithofer, Vorsitzender des
Vorstands der BMW AG und Maximilian Schoeberl, Leiter Konzernkommunikation und
Politik (v.l.). BMW Group Bilanzpressekonferenz 2008
Im Durchschnitt haben wir in den letzten Jahren mehrere hundert Millionen Euro
pro Jahr in umweltfreundliche Technologien investiert.
Wir wollen auch künftig in der Lage sein, bessere Antworten bei der weiteren
Emissionssenkung zu haben. Gleichzeitig werden wir die Prozesse in Forschung und
Entwicklung so effizient gestalten, dass wir mit einer F+E-Quote in einem
Korridor von 5 bis 5,5 Prozent arbeiten können.
Wir investieren weiterhin intelligent in unsere Zukunft.
Denn wir sind überzeugt: Zum Auto gibt es in den nächsten Jahrzehnten keine
Alternative.
Die Menschen wollen selbst entscheiden:
- wann sie reisen,
- wen und was sie mitnehmen,
- welche Strecke sie fahren,
- wann und wie oft sie unterwegs anhalten
- und wo genau sie am Ende ankommen.
Individuelle Mobilität bleibt ein Grundbedürfnis der Menschen.
TEIL II – Strategie bedeutet Zukunftssicherung
Die BMW Group hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt:
- Wir haben unser Absatzvolumen von 2000 bis 2007 fast verdoppelt.
- Trotz steigender externer Belastungen haben wir stets ein gleich bleibend
hohes Ergebnisniveau erzielt.
- Wir haben unsere internationale Präsenz auf 41 Vertriebsgesellschaften und 23
Produktionsstätten in 12 Ländern erweitert.
Vor diesem Hintergrund lässt sich fragen:
- Warum haben wir den Konzern einer strategischen Neuausrichtung unterzogen?
- Warum wollen wir unser Effizienzniveau verbessern?
- Wie passen ein anhaltend hohes Ergebnisniveau und Sparmaßnahmen zusammen?
Berechtigte Fragen, nicht zuletzt in Anbetracht der aktuellen Diskussion über
die Verantwortung von Unternehmen.
Mit unserer Strategie Number ONE richten wir die BMW Group langfristig aus.
Darin sehen wir unsere originäre Aufgabe. Hier stehen wir in der Verantwortung
gegenüber den Eigentümern und Mitarbeitern.
Die Maßnahmen, die wir ergreifen, beziehen sich auf die vier Säulen der
Strategie:
- Wachstum
- Zukunft gestalten
- Profitabilität
- Zugang zu Technologien und Kunden.
Auf zwei Säulen möchte ich kurz näher eingehen.
1.) Zukunft gestalten
Heute haben wir die beste Technologie am Markt zur Senkung des CO2-Ausstoßes.

BMW Group. 27 Modelle mit maximal 140 g
CO2-Ausstoß je 100 km.
Aktuell befinden sich 22 BMW sowie 5 MINI Modelle im Programm, die weniger als
140 Gramm CO2 pro Kilometer emittieren.
2007 haben wir allein in Europa 450.000 Fahrzeuge mit EfficientDynamics
Maßnahmen verkauft. In diesem Jahr werden wir diese Zahl noch einmal deutlich
steigern auf rund 830.000 Fahrzeuge:
- 700.000 BMW Automobile plus
- 130.000 Fahrzeuge der Marke MINI.
Auf diese Weise werden unsere Kunden in diesem Jahr gegenüber 2006 150 Millionen
Liter Kraftstoff einsparen. Das sind über 373.000 Tonnen weniger CO2.
Wir sind der einzige Hersteller, der eine solche ökologische Breitenwirkung
entfaltet. Wir werden den CO2-Ausstoß unserer Flotte in Europa von 1995 bis Ende
2008 um 25 Prozent gesenkt haben.
Aber auch uns setzt die Physik Grenzen. Allein durch technologische Maßnahmen
lassen sich solche Fortschritte nicht fortschreiben.
Wir erwarten von der Gesetzgebung in Brüssel eine lösungsorientierte
Herangehensweise.
Alle Sektoren müssen ihren Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen leisten –
natürlich auch die Automobilindustrie. Wir stehen zu unserer Verantwortung.
EfficientDynamics
zeigt Wirkung
Innerhalb der Automobil-industrie muss jeder Hersteller seinen Beitrag leisten.
CO2-Einsparungen müssen sowohl bei kleinen als auch bei großen Fahrzeugen
erreicht werden. Das Thema betrifft Premium- und Volumenhersteller gleichermaßen
– denn es geht um eine möglichst große Wirkung für die Umwelt.
Die Automobilindustrie kann letztlich nur gemeinsam die Emissionen im
Verkehrssektor weiter verringern, das heißt, wenn alle Hersteller und alle
Segmente einbezogen werden.
In diesem Zusammenhang danken wir der Bundesregierung für ihre klare Position.
Für die BMW Group gilt: Wir treiben umweltfreundliches und dynamisches Fahren
mit aller Kraft voran. Denn unsere Kunden wollen beides.
- In diesem Jahr führen wir in allen 50 Bundesstaaten der USA modernste
emissionsarme Diesel-Fahrzeuge ein.
Wir haben schon oft darauf hingewiesen: Unsere Dieselfahrzeuge bestehen auch im
Wettbewerb mit heutigen Hybridfahrzeugen:
Der MINI Cooper Diesel emittiert zum Beispiel genau wie der Toyota Prius 104
Gramm CO2 pro km. Dabei ist der Prius in der Basisversion 5.500 Euro teurer als
der MINI Cooper D. Und mit welchem Auto Sie mehr Fahrspaß haben, muss jeder
selbst entscheiden.
Für mich ist das ein schönes Beispiel: Fahrspaß auf der einen Seite und
Spitzenleistung in Ökonomie und Ökologie schließen sich nicht aus.
- 2009 kommt der erste BMW Hybrid. Er verbraucht noch einmal 20 Prozent weniger
Benzin als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Was noch alles
unter dem Begriff Hybrid denkbar ist, konnten Sie gerade in Genf sehen: Durch
die Kombination eines Dieselmotors mit einem Hybridgetriebe verbraucht ein
großer Geländewagen wie der X5 nur noch 6,5 Liter Kraftstoff.
Wie sieht die weitere Zukunft aus?
Eine neue Organisationseinheit unter dem Namen „Project i“ erarbeitet im Rahmen
der Strategie völlig neue Fahrzeugkonzepte. Dabei haben wir die Ballungsräume
dieser Welt im Visier.
Dieses Projekt hat alle Freiheiten, auch außerhalb der BMW Strukturen zu
agieren, wenn dies hilfreich ist. Der Auftrag lautet: Bereits in der ersten
Hälfte des nächsten Jahrzehnts konkrete Lösungen zu präsentieren. Ob dies unter
einer vierten Marke oder unseren etablierten Marken geschehen wird, entscheiden
wir zu gegebener Zeit.
Noch ist nicht erkennbar, welche alternative Antriebsart auf Basis welcher
Technologie sich künftig am Markt durchsetzt. Deshalb stellen wir uns
technologisch breit auf. Die Herausforderungen der Mobilität der Zukunft
erfordern maßgeschneiderte Lösungen.
Auch der Elektromotor ist grundsätzlich eine Option für uns. Er funktioniert
nicht nur emissionsfrei. Mittlerweile erlaubt es die Technik, einen
Elektroantrieb mit Freude am Fahren zu verbinden. Auch vor diesem Hintergrund
prüfen wir Batterie betriebene Fahrzeuge. In diesem Jahr werden wir eine
Entscheidung treffen.
2.) Profitabilität
Eine weitere Säule unserer Strategie ist die Verbesserung der Profitabilität.
Profitabilität ist eine Voraussetzung für erfolgreiche Zukunftssicherung. Sie
verschafft uns die notwendigen finanziellen Ressourcen und sichert unsere
Unabhängigkeit.
Es ist unser Ziel, die Kapitaleffizienz und die Profitabilität bis 2012 deutlich
zu verbessern.
Ein Unternehmen, das ausschließlich Premiumprodukte entwickelt und fertigt, muss
bei der Rendite überdurchschnittlich abschneiden.
Alle Anteilseigner haben einen Anspruch auf angemessene Verzinsung ihres
Kapitals. Das ist eine ebenso berechtigte Forderung in einer sozialen
Marktwirtschaft wie die Forderung von Arbeitnehmern nach einem sicheren
Arbeitsplatz.
Zu unseren Profitabilitätszielen tragen alle Ressorts bei.

BMW Group: Weltweit erfolgreich - verwurzelt in
Deutschland.
Das Produktionsnetzwerk hat im Jahr 2007 Effizienz-verbesserungen von über 10
Prozent erzielt – und das trotz eines Spitzenwertes von 16 Modellanläufen. Für
die kommenden Jahre wollen wir das durchschnittliche Produktivitätsziel von
bisher 5 Prozent auf 7 bis 8 Prozent erhöhen.
Das größte Potenzial für Effizienzsteigerungen in der Zukunft liegt in den
Materialkosten. Sie stellen mit Abstand den größten Kostenblock im Unternehmen
dar.
Gestatten Sie mir dazu eine persönliche Anmerkung:
Zwischen der BMW Group und ihrem Lieferantennetzwerk gibt es eine gewachsene
Innovationspartnerschaft. Wir gehen deshalb fair mit unseren Lieferanten um.
Natürlich verhandelt unser Einkauf mit ihnen über Preise. Noch wichtiger ist uns
allerdings, dass wir gemeinsam mit unseren Lieferanten ihre Kosten und unsere
Anforderungen unter die Lupe nehmen.
In den vergangenen Monaten konnten wir so die Zusammenarbeit mit unserem
Lieferantennetzwerk intensivieren. Die bisherige Erfahrung zeigt, dass
insbesondere an den Schnittstellen zwischen den Lieferanten und der
Eigenwertschöpfung in unseren Werken noch Potenziale liegen, die wir zum
beiderseitigen Nutzen heben wollen.
Ziel ist es, dass wir weiter beste Qualität erreichen und gleichzeitig die
Kosten in allen Stufen der Lieferkette senken. Wir versprechen uns sehr viel
davon. Beide Seiten werden profitieren.
Ein weiterer Punkt zur Verbesserung der Profitabilität ist unser
Wissensmanagement.
Um den vielfältigen Herausforderungen in der Zukunft gerecht werden zu können,
brauchen wir weiterhin hochqualifizierte Fach- und Führungskräfte. Dabei ändern
sich die Anforderungsprofile. Denken Sie nur an die von uns angedachten neuen
Mobilitätskonzepte für Megacities, an intelligente Lösungen im Bereich Hybrid-
oder Elektroantrieb.
Wenn wir all unsere Pläne umsetzen wollen, müssen wir unsere Wissensstruktur auf
diese neuen Anforderungsprofile ausrichten.
Dies bedeutet einerseits: Wir wollen die kreativsten Köpfe für uns gewinnen. Wir
werden weiterhin gezielt einstellen. Allein in diesem Jahr werden wir 500 neue
Mitarbeiter an Bord nehmen. Außerdem werden wir weiterhin in großer Anzahl junge
Menschen bei der BMW Group ausbilden.

Dr. Norbert Reithofer, Vorsitzender des
Vorstands der BMW AG. BMW Group Bilanzpressekonferenz 2008
Auf der anderen Seite werden wir immer effizienter wie ich am Beispiel der
Produktion erläutert habe.
An diesen Effizienzverbesserungen führt in einem immer raueren Wettbewerb von
Herstellern und weltweiten Standorten kein Weg vorbei.
Für uns heißt das aber auch: Wir brauchen in einigen Bereichen weniger
Mitarbeiter. Wie wir vor einigen Wochen kommuniziert haben, wollen wir weltweit
3.100 festangestellte Mitarbeiter durch Abfindungen zum freiwilligen Ausscheiden
bewegen.
Wir verstehen gute Unternehmensführung als vorausschauendes Handeln.
Wir schaffen jetzt die Grundlage, um langfristig am Standort Deutschland und an
unseren internationalen Standorten Beschäftigung sichern zu können.
Wir sind heute eines der internationalsten Unternehmen in unserer Branche. Vier
von fünf Autos gehen in den Export.
Aber: Wir stehen zum Standort Deutschland. Hier liegen unsere Wurzeln. Hier
schlägt das Herz der BMW Group.
TEIL III – Ausblick und Ziele 2008
Im Geschäftsjahr 2008 wollen wir unsere erfolgreiche Geschäftsentwicklung
fortsetzen.
Dabei müssen wir jedoch im Hinterkopf behalten:
- Externe Effekte wie Währung und Rohstoffpreise werden die Ergebnisentwicklung
belasten.
- Darüber hinaus entstehen 2008 besondere Unsicherheiten durch die Auswirkungen
der Kreditkrise in den USA. Sie kann zu einer Abschwächung der US-Wirtschaft
führen und damit natürlich auch die Automobilindustrie treffen.
Dennoch: Wir haben uns für das Geschäftsjahr 2008 ehrgeizige Ziele gesetzt.
- Wir wollen einen neuen Höchstwert beim Automobilabsatz aller drei Marken
erreichen.
- Wir bleiben weiterhin die Nummer Eins als weltweit führender Anbieter von
Premiumautomobilen.
- Wir wollen ein Konzernergebnis vor Steuern über Vorjahr erreichen – bereinigt
um den Sondereffekt aus der Rolls-Royce Umtauschanleihe im Jahr 2007.
- Wir streben im Geschäftsjahr 2008 eine Verbesserung der Ergebnisqualität an.
Diese wird sich auch in den relevanten Kennzahlen wie Umsatzrendite und
Kapitalrendite niederschlagen.
Unsere langfristigen Ziele sind in unserer Strategie klar formuliert.
Wie Sie wissen, wollen wir im Jahr 2012:
- einen Return on Capital Employed von 26 Prozent im Segment Automobile
erreichen.
- sowie eine Umsatzrendite von 8 bis 10 Prozent auf Basis des EBIT im Segment
Automobile.
Und mit Blick auf die Ziele darf ich anmerken: Abgerechnet wird immer am
Schluss. Es gab schon häufig Phasen der Euphorie in unserer Branche.
Entscheidend ist aus unserer Sicht, wer seine Ziele langfristig erreicht und
nachhaltig bestätigen kann.
Für die BMW Group gilt: Wir werden auch in der Zukunft halten, was wir
versprechen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 18.03.2008
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