03.08.2005
Rede von Dr. Helmut Panke zum Zwischenbericht Juni 2005
Rede von
Dr. Helmut Panke
Vorsitzender des Vorstands der BMW AG
Telefonkonferenz Zwischenbericht zum 30. Juni 2005
03. August 2005
Meine Damen und Herren,
ich begrüße Sie zur zweiten Quartals-Telefonkonferenz in diesem Jahr.
Gleichzeitig ziehen wir Bilanz für das erste Halbjahr 2005.
Zur Mitte des Jahres habe ich drei Botschaften für Sie:
- Die BMW Group behauptet sich erfolgreich in einem teilweise schwachen Umfeld
auf den internationalen Automobilmärkten.
- Die Entwicklung des Konzerns liegt auf dem von uns zu Jahresbeginn
vorgegebenen Kurs.
- Trotz starker externer Belastungen bestätigen wir für das Gesamtjahr 2005
unser mehrfach kommuniziertes Ziel, das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres in
etwa wieder zu erreichen. Dafür steht insbesondere das kräftige Wachstum unseres Absatzvolumens.
Wie in der Vertriebsmeldung Anfang Juli mitgeteilt, haben wir im zweiten Quartal
2005 über 354.000 Automobile unserer drei Marken BMW, MINI und Rolls-Royce an
unsere Kunden ausgeliefert. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem
gleichen Vorjahresquartal um 10,4 Prozent.
Dr.
Helmut Panke, BMW Group, Vorsitzender des Vorstandes der BMW AG
Für das erste Halbjahr 2005 bedeutet das: Wir haben den Absatz im Vergleich zum
Vorjahr um 9,4 Prozent auf insgesamt mehr als 646.500 Fahrzeuge gesteigert. Das
ist ein neuer Höchstwert.
Damit festigen wir im Bezug auf den Absatz unsere Spitzenstellung als der
weltweit erfolgreichste Premiumhersteller.
Unser Motorradgeschäft ist nach dem leichten Rückgang in 2004 in diesem Jahr
wieder eindeutig auf den Wachstumskurs zurückgekehrt.
Im zweiten Quartal haben wir fast 36.000 BMW Motorräder ausgeliefert. Das sind
17,5 Prozent mehr als im zweiten Quartal 2004. In der Halbjahresbetrachtung
stieg der Absatz gegenüber 2004 um 17,9 Prozent auf über 57.000 Motorräder.
Im Segment Finanzdienstleistungen verläuft die Geschäftsentwicklung ebenfalls
sehr erfreulich. Dies spiegelt sich im bilanziellen Geschäftsvolumen der ersten
sechs Monate dieses Jahres in Höhe von 36,8 Milliarden Euro wider. Im Vergleich
zu den ersten sechs Monaten des vergangenen Jahres bedeutet dies einen Anstieg
um 17,1 Prozent.
Ende Juni 2005 hat das Segment Finanzdienstleistungen über 1,9 Millionen
Leasing- und Finanzierungsverträge mit Händlern und Endkunden betreut – ein
Zuwachs von 14,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr 2004.
Die BMW Group hat zum 30. Juni 2005 weltweit knapp 106.000 Mitarbeiter
beschäftigt. Das sind rund 0,5 Prozent mehr als zum Ende des ersten Halbjahres
2004.
Meine Damen und Herren,
bereits zu Beginn sowie im Verlauf des Jahres haben wir immer wieder darauf
verwiesen, dass Umsatz und Ergebnis in diesem Jahr stärker als bisher von
äußeren Faktoren belastet werden.
Konkret sind das:
- negative Währungseffekte aufgrund ungünstigerer Transferkurse
- weiterhin überdurchschnittlich hohe Rohstoffpreise sowie
- die anhaltend hohe Wettbewerbsintensität auf den wichtigsten internationalen
Automobilmärkten.
Daran hat sich nichts wesentlich geändert, auch wenn der US-Dollar im Vergleich
zum Euro Kurssteigerungen verzeichnet hat.
Vor dem Hintergrund der genannten Belastungen haben sich Umsatz und Ergebnis der
BMW Group in der Halbjahresbetrachtung wie folgt entwickelt:
- Der Gesamtumsatz des Konzerns lag im ersten Halbjahr 2005 mit rund 22,5
Milliarden Euro annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. Im Vergleich zum Absatz
hat sich der Umsatz unterproportional entwickelt. Die Ursachen dafür liegen in
den Währungseinflüssen und in Verschiebungen durch einen veränderten Produktmix.
- Für das erste Halbjahr ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern von rund 1,7
Milliarden Euro. Dies sind rund 10 Prozent weniger als in den ersten sechs
Monaten des Vorjahres.
- Der Überschuss der BMW Group ist dagegen im ersten Halbjahr nur leicht
zurückgegangen und zwar um 1 Prozent auf 1,18 Milliarden Euro. Hier wirken sich
einmalige positive Steuereffekte aus.
Herr Krause wird gleich auf die Ergebnisentwicklung näher eingehen.
Die genannten hohen Belastungen im Gesamtjahr – Währungseinflüsse,
Rohstoffpreise und Wettbewerb – werden wir zu einem guten Teil durch das
Absatzwachstum sowie durch Maßnahmen zur Erhöhung der Effizienz ausgleichen.
Diese Maßnahmen führen wir ständig in allen Bereichen des Unternehmens durch.
Die neuen Modelle, die wir in diesem Jahr bereits auf den Markt gebracht haben,
wie die neue BMW 3er Limousine, die beiden M-Modelle M5 und M6 sowie die
Modellüberarbeitung des BMW 7er werden unseren Absatz im zweiten Halbjahr weiter
treiben und darüber hinaus zu positiven Mixeffekten führen.
Zudem erwarten wir im zweiten Halbjahr eine weitere Absatzsteigerung durch die
Einführung des neuen BMW 3er Touring sowie neuer Motorisierungen und
Produktfeatures.
Meine Damen und Herren,
in der positiven Entwicklung unseres Absatzes sehen wir einen Beleg für die
Substanz und Emotionalität unserer Produkte.
Unsere Kunden haben die neue BMW 3er Limousine hervorragend angenommen. Seit
Markteinführung im März in Europa und im Mai in den USA haben wir bis Ende Juni
bereits über 69.000 neue 3er Limousinen ausgeliefert.
Unverändert hoch ist die Nachfrage nach dem BMW 1er. Im ersten Halbjahr haben
wir fast 75.000 1er abgesetzt. Dies bestätigt uns in unserer Entscheidung, ein
Premiumfahrzeug in der Kompaktklasse anzubieten.
Erfreulich hoch ist ebenfalls die Nachfrage nach dem modellüberarbeiteten BMW
7er. Seit seiner Markteinführung im April dieses Jahres bis Ende Juni haben wir
über 8.000 neue BMW 7er ausgeliefert.
In Deutschland hat der BMW 7er im ersten Halbjahr 2005 seine führende Position
im Segment der großen Luxuslimousinen weiter ausgebaut.
Starke Zuwachsraten weist auch der BMW X3 auf, den wir Anfang 2004 eingeführt
haben. Von diesem Modell haben wir in den vergangen sechs Monaten über 58.000
Fahrzeuge ausgeliefert und damit rund 75 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum
in 2004.
Obwohl sich der BMW X5 bereits im sechsten Jahr seines Lebenszyklus befindet,
lag der Absatz im ersten Halbjahr 2005 mit über 47.800 verkauften Fahrzeugen
annähernd auf dem Niveau des Vorjahres.
Unser Absatz hat sich im ersten Halbjahr 2005 auch auf den weltweiten
Automobilmärkten erfolgreich entwickelt. Einige Beispiele:
- Auf unserem Heimatmarkt Deutschland ist der Absatz in den ersten sechs Monaten
dieses Jahres um über 8 Prozent auf 148.000 Fahrzeuge gestiegen.
- Mit einem Zuwachs um 12 Prozent auf insgesamt über 390.000 ausgelieferte
Automobile sind die Absatzzahlen im ersten Halbjahr 2005 in West Europa noch
stärker gestiegen.
- In Asien haben wir im ersten Halbjahr 2005 über 50.000 Automobile an Kunden
ausgeliefert und damit über 4,5 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 2004.
Meine Damen und Herren,
für das gesamte Geschäftsjahr bestätigen wir den Ausblick, den wir bereits zu
Beginn des Jahres gegeben haben:
- Beim Absatz werden wir auf Konzernebene – so wie angekündigt – einen neuen
Spitzenwert im hohen einstelligen Prozentbereich erzielen.
- Trotz der anhaltenden externen Belastungen strebt die BMW Group weiterhin an,
im Jahr 2005 das hohe Ergebnisniveau des Vorjahres in etwa zu erreichen.
Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 03.08.05
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