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Kategorie: Fahrbericht

BMW-Modellreihe: G12

04.11.2016
Jungfernfahrt im BMW 730Ld (G12)
Der neue 7er im Alltag - Teil 2: Die ersten 600 km im neuen 7er

 

Dem eindrucksvollem Tag bei der Abholung unsers neuen 7er-BMWs in der BMW Welt sollten nun die ersten Fahreindrücke auf dem Weg nach Hause folgen. Direkt beim Einsteigen fällt auf: der 7er hat keine stufenlose Türöffnung mehr, d. h die Tür rastet nun - ähnlich wie man es bei fast allen Autos kennt - nur noch in bestimmten Öffnungspositionen ein. Seine beiden 7er-Vorgänger konnten dagegen die Tür an jeder beliebigen Stelle sicher geöffnet lassen. Schade! Dafür findet man beim Schließen der Tür vom Innenraum aus direkt den Zuziehgriff. F01-Fahrer wissen, dass die Türgriffe innen gerade von Mitfahrern immer wieder aufs Neue schlicht nicht gefunden werden. Dieser Umstand ist also nun wieder abgestellt.

Mit einem Licht-Teppich empfängt der 7er seine Passagiere.
Mit einem Licht-Teppich empfängt der 7er seine Passagiere.

Im Dunkeln sollte es nun auf die Reise gehen - und unser neue 7er empfängt uns mit einem Lichtteppich vor dem Fahrzeug - ein echter Hingucker! Passanten überlegen, wo das Licht herkommt, und sind ganz fasziniert. Im Innenraum geht es mit deutlich erweitertem ambienten Licht weiter, das eine Wohlfühl-Atmosphäre entstehen lässt. Dank unsere hellen Ledersitze wirkt das ambiente Licht ganz besonders - kein Vergleich zum Vorgänger! Leider lassen sich die Farben aber nicht frei wählen - so wie man es vom Wettbewerb kennt. Es wird nur eine Handvoll Licht-Szenarien angeboten.

Im Fahrzeug kommt der neue Display-Key in das Ablagefach in der Mittelkonsole, denn dort kann der Schlüssel genau wie ein Handy kabellos geladen werden. Die Ladeanzeige ist hier so ungüstig angebracht, dass man sich als Fahrer quasi bis zum Beifahrer hinüberbeugen muss, um von dort die Ladeanzeige zu betrachten. Während der Fahrt sollte man das also eher nicht versuchen. Immerhin: Vergißt man den Schlüssel (oder das Handy) später in der geschlossenen Mittelkonsole, so gibt das Auto beim Aussteigen einen entsprechenden Hinweis.

Die Sitze hatten wir schon bei der ersten Fahrt aus der BMW Welt eingestellt: die Verstellmöglichkeiten unserer (aufpreispflichtigen) Komfortsitze haben sich weiter verbessert, und so lässt sich die Position ideal einstellen. Die Kopffreiheit hat sich leider etwas verringert, stellt aber für einen 1,95 m Mann trotz serienmäßigen Schiebedachs noch kein Problem da. Die Sitze wirken dünner und leichter als zuvor. Da wurde wahrscheinlich Geld und Gewicht eingespart. Das fällt auch im Handschuhfach auf: die Klappe scheint aus Pappe zu sein, und lässt sich nur schwer schließen - peinlich und unpassend für diese Fahrzeugklasse.

Deutlich erweiterte ambiente Bleuchtung im neuen 7er-BMW.
Deutlich erweiterte ambiente Bleuchtung im neuen 7er-BMW.

Beim Rangieren in der Tiefgarage fällt die etwas leichtgängigere Lenkung positiv auf. Nun kann problemlos auch mit einer Hand im Stand gelenkt werden - wenn man dies dem Lenkgetriebe denn zumuten möchte. Beim Ausparken meldet sich die Park Distance Control (PDC) ganz von allein zu Wort, d. h. sie muss nicht eigens aktiviert werden. Hier fällt negativ auf, dass Entfernungen viel schlechter eingeschätzt werden als bisher, d. h. die letzte Warnstufe "Dauerton" erfolgt viel zu früh, und deutlich früher als noch im Vorgänger. Bereits ca. 50 cm vor dem Hindernis ist demnach Ende für das System und es ertönt der Dauerpiepton. Dies führt beim Ausfahren aus der BMW Welt Tiefgarage zu einem unguten Gefühl an der Schrankenanlage - denn diese müssen wir mit Dauerpiep durchfahren.

Nun hat unser 7er das Surround-View, d. h. er ist runderhum mit Kameras ausgestattet. So möchten wir über die Kameras den Abstand nach vorne und hinten überprüfen - nur leider funktioniert das nicht wirklich gut! Es gibt zwar bessere Kameras als im Vorgänger, aber der Spieltrieb der Ingenieure führt das System schlicht ad absurdum: fährt das Auto nahe an ein Hindernis heran, so schwenkt die Kamera scheinbar nach oben, und betrachtet die Situation aus der Vogelperspektive. Würde die Kamera tatsächlich über dem Auto schweben und nach unten blicken, so könnte der Abstand tatsächlich ideal eingeschätzt werden. Aber so ist es natürlich nicht: die Kameras sind fest eingebaut und nicht schwenkbar, d. h. die Vogelperspektive wird offenbar "errechnet". Das Ergebnis ist enttäuschend: das gezeigte, berechnete Bild ist so schwamming, dass sich der Abstand viel schlechter einschätzen lässt als zuvor mit "normaler" Kameraansicht. Ähnlich wird übrigens auch das aus dem Vorgänger bekannte "Side-View" (also Kameras in den vorderen Stoßstangen, die nach links und rechts blicken) Bild einfach "berechnet" - und zwar aus dem Bild, das die vordere, mittig installlierte Kamera liefert. Sehr gefährlich! Auf dem Monitor erscheint der Eindruck, man könne in einem Panoramamodus weit nach links und rechts blicken, was faktisch aber gar nicht der Fall ist. So werden von der Seite kommende Fahrzeuge - anders als früher mit dem "echten" Sideview - viel zu spät angezeigt. Auch die Seiten-Kollisionswarnung hilft hier nicht: sie meldet seitlich kommende Fahrzeuge viel zu spät.

BMW 730Ld (G12), in der Tiefgarage der BMW Welt
BMW 730Ld in der BMW Welt Tiefgarage.

Neu in unserem 7er ist auch ein System, das "Parkrempler" verhindern soll. Grundsätzlich ist die Idee gut, aber mit schlecht eingestellten PDC-Sensoren funktioniert das System natürlich nicht - und führt bei uns zu ungewolltem Bluthochdruck! Beim Ausfahren bremst uns unser 7er plötzlich und unerwartet aus, da offenbar eine Unfallgefahr erkannt wurde. Was für ein Schock, wenn es das erste Mal passiert! Das Auto bremst nämlich so abrupt ab, dass man denken muss, man sei irgendwo gegen gefahren. Ist der Schock erstmal überwunden, kann es zusätzlich noch peinlich werden: Wenn der nächste Autofahrer im Parkhaus wartet, und man schlicht nicht wegkommt, weil das Auto immer wieder abbremst, und es aussieht, als hätte man seinen Automatikwagen gerade "abgewürgt". Selbstverständlich findet man in so einer Situation nicht "mal eben" das Untermenü, in dem man das System abschalten kann.

Nun geht's los im neuen 7er und auf dem Weg zur Autobahn stellen wir an Ampeln fest, dass das Start-Stop-System verbessert wurde. Es schaltet scheinbar etwas eher ab, so dass der Motor länger ausbleiben kann. Auch das "Schütteln" beim Aus- und Angehen des Dieselmotors hat sich verbessert - wenngleich es immernoch deutlich zu spüren ist.

Auch das neue, vergößerte Head-up-Display überzeugt mit noch deutlicheren Anzeigen. Zum Rand hin blendet sich das System neuerdings sanft aus, was anfänglich zu dem Eindruck führt, man hätte das System falsch eingestellt. Im neuen multifunktionalen Instrumentendisplay wird der Momentanverbrauch nicht mehr ständig, sondern nur noch alternativ angezeigt, was schade ist, und irgendwie nicht zur "EfficentDynamics"-Strategie von BMW passt. Die Tacho-Anzeigen im Modus "Eco Pro" sin unsinnig, da statt eines Drehzahlmessers ein Zeiger in irgendeiner nicht nachvollziehbaren Form die Stellung des Gaspedals wieder gibt. Warum hier nicht eine ähnliche Anzeige wie im 740e/Le genutzt wird, bleibt schleierhaft. Der Bord-Computer zeigt sich weniger funktional, d. h. es werden weniger Informationen unübersichtlicher angezeigt als in allen 7er-Generationen zuvor.

BMW 730Ld (G12), Head-up-Display
BMW 730Ld (G12), Head-up-Display

Kaum auf der Autobahn zeigt das Navigationssystem an, dass es nun ein Karten-Update per LTE ins Fahrzeug lädt. Dies dauert ca. eine halbe Stunde, und unsere auf der Festplatte im Fahrzeug gespeicherten Karten sind up-to-date.

Die Dunkelheit eignet sich bestens dazu, das neue Laserlicht im Auto zu testen. BMW ist der erste Hersteller überhaupt, der dieses komplexe System anbieten kann, und neben dem i8 ist der 7er der bis dato einzige Serien-PKW weltweit, der über diese hoch-innovative Technik verfügt. Wie bereits vom Vorgänger gewohnt, muss zunächst der Fernlicht-Assistent gestartet werden - allerdings aktiviert sich das System nun erst ab ca. 70 km/h. Die Reichweite des Lichts soll mit 600 m im Vergleich zur reinem LED-Licht doppelt so groß sein. Wir sind also gespannt, und schalten das System auf der - leider vollen - Autobahn direkt ein. Und siehe da: das Laserlicht sucht sich seinen Weg, und zwar an den vor uns fahrenden Fahrzeugen vorbei! Der Lichtkegel wird wie eine Schere auseinander gefahren (bis max. 15° sind die Laser schwenkbar) und lässt das vor uns fahrende Auto im Schatten stehen. Der Clou: das Licht leuchtet links und rechts am Vordermann vorbei - und zwar so hell, dass das vor uns fahrende Auto auch noch etwas davon hat, d. h. unser Laserlicht "überleuchtet" quasi den Halogenlicht-Kegel unseres vorweg fahrenden Fahrzeugs. Kleinr Wehrmutstropen: auch die Verkehrsschilder werden entsprechend stark angestrahlt, so dass sie dank Reflexion etwas blenden. Auf der Autobahn ist viel los, und so hat der Fernlicht-Assistent reichlich zu tun: ständig müssen die Laser-Lampen geschwenkt, und im Zweifel ein- oder beidseitig zeitweise ganz abgeschaltet werden. Wenn man auf der rechten Spur bleibt, wird der Fahrbahnrand rechts - auch neben dem Vordermann taghell. Gerade durch die Bewegung des Lichtkegels wird deutlich wie weit der Laser reicht - und es ist sichtbar weiter als in der reinen LED-Variante des Vorgängers. Allerdings kann das System auch nervös machen, da ständig Bewegung im Licht ist. Eine Matrix-Fernlichtlösung mit einzeln abschaltbaren LEDSs, so wie sie Audi z. B. anbietet, arbeitet ruhiger - allerdings zu Lasten der Lichtmenge. Der 7er-Vorgänger (F01) war beim LED-Licht nicht wirklich überzeugend, da es gerade direkt vor dem Fahrzeug nicht wirklich hell wurde. Das ist nun anders, d. h. das Laser- und LED-Licht im neuen 7er überzeugt durch eine sehr weiße, und sehr gleichmäßige, breite Ausleuchtung und einer großartige Reichweite im Fernlichtbetrieb.

BMW 730Ld (G12), ausgestattet mit Laserlicht
BMW 730Ld (G12), ausgestattet mit Laserlicht.

Die Fahrt über die Autobahn ist sehr angenehm und entspannt: das Wohlfühlambiente mit der ambienten Beleuchtung im Innenraum, das gut abzulesende Head-up-Display, und die perfekte Ausleuchtung vor dem Fahrzeug machen die Fahrt auch im Dunkeln zum Vergnügen! Die Augen werden perfekt geschont, so dass man weniger schnell ermüdet. Obwohl wir fit am Steuer sind, regt das Auto kurz vor Ende der Fahrt zu einer Pause an, in dem es eine Kaffeetasse auf dem Bordbildschirm zeigt. Woran der "Müdigkeitsassistent" nun unsere Müdigkeit festgemacht haben will, wissen wir nicht.

Während unser Fahrt hat der 3,0 Liter große 6-Zylinder-Dieselmotor stets ausreichend Power, um zügig voranzukommen, so das ein Kickdown nur selten notwendig wird. Kommt es doch mal zu einem Zurückschalten, so merkt man es meist gar nicht, d. h. es gibt keinerlei Schaltrucke, und auch den Motor hört man nur bei einem Kickdown, wenn gleich mehrere Gänge aufeinmal zurück geschaltet werden. Hört man mal den Motor, dann hört er sich "sonorig" und nicht wie ein typischer Diesel an. Schaltet man mal in den "Eco Pro" Fahrmodus, wird schnell klar, dass das Auto in den anderen Modi doch ab und zu mal zurück schaltet. Denn dies tut es im Eco Pro Modus praktisch nicht mehr, und dann geht es spürbar behäbiger vorwärts.

Insgesamt geht es also noch leiser zu im 7er, d. h. Motor- und Windgeräusche sind nochmals weniger geworden. Der Geradeauslauf ist perfekt, und vor allem bei höheren Geschwindigkeiten sorgt die Allradlenkung für einen so stabilen Spurwechsel, dass man sich sprichwörtlich auf Schienen unterwegs wähnt.

Der "Tote-Winkel"-Assistent zeigt nun endlich durch eine blinkendes Lämpchen im Außenspiegel, unterstützt durch ein Vibrieren im Lenkrad, klar und deutlich an, wenn sich seitlich ein anderes Auto im "toten Winkel" befindet.

BMW 730Ld (G12), bei der ersten Fahrt hat sich das Navigationssystem selbst upgedatet (per Mobilfunk-Verbindung)
BMW 730Ld (G12): Bei der ersten Fahrt hat sich das Navigationssystem selbst upgedatet (per Mobilfunk-Verbindung). Nachdem 100% heruntergeladen waren, startete das Navigationssystem während der Fahrt neu.

Bei all' dem Fahrkomfort und der souveränen Fortbewegung, verliert man schnell das Gefühl für Geschwindigkeit, so dass die neue LIMIT-Funktion sehr hilfreich ist. Man kann nun eine Höchstgeschwindigkeit einstellen, bei der nicht nur - so wie bisher - eine Warnung erfolgt, sondern über die nicht hinaus beschleunigt werden kann, es sei denn man führt einen Kick-Down durch. Die LIMIT-Funktion übernimmt auf Wunsch immer die aktuell zulässige Höchstgeschwindigkeit, die das Auto zuverlässig per Kamera den Straßenschildern entnimmt. Dabei ist es möglich, eine Toleranz vorzugeben, z. B. immer 5 km/h mehr Geschwindigkeit zuzulassen, als gerade erlaubt ist. Auch diese Funktion führt zu zusätzlicher Entspannung, da man sicher sein kann, nie schneller als erlaubt unterwegs zu sein.

Während der Fahrt spielen wir per iDrive Controller im Menü herum, und fast alles was man sucht, findet man auf Anhieb. Die Menüführung ist also selbsterklärend und funktionell, so dass man die neue Möglichkeit, auch per Fingerwisch das System zu steuern, eigentlich gar nicht benötigt. Auch die Gestensteuerung ist eher Spielerei als wirklicher Nutzen. Wahrscheinlich gewöhnt man sich mit der Zeit daran, das Auto auch mal "anders" zu bedienen. Ansonsten stellt die rote Schrift auf den Alu-Tasten in Lenkrad und Klimabedienteil ein Manko da, da schlecht ablesbar. Ebenfalls unschön ist der Umstand, dass der "Fahrerlebnisschalter" auf der Mittelkonsole eines Blickes zur Bedienung bedarf. Im Vorgänger konnte man den Fahrmodus noch gut "blind" über einen Hoch-/Runterschalter wechseln.

BMW 730Ld (G12), vor BMW Museum und BMW Konzernzentrale

BMW 730Ld (G12), vor BMW Museum
und BMW Konzernzentrale

 

Wir haben in unserem 7er nur das serienmäßige Lautsprechersystem verbaut, d. h. wir haben auf das aufpreispflichtige Harman Kardon bzw. das Bowers & Wilkins Diamond Sourrond System verzichtet - und sind positiv überrascht: der Sound ist überzeugend und hörbar besser und auch lauter als das schwache HiFi Professional System, mit dem unser Vorgänger-7er ausgestattet war. Der TV-Empfang ist auch bei schnellerer Autobahnfahrt einwandfrei (zumindest was den Ton betrifft, denn das Bild wird während der Fahrt aus Sicherheitsgründen nicht angezeigt). Schade nur, dass die privaten Sender auch im Auto nur noch kostenpflichtig per DVB-T2 zu empfangen sind.

Bei unseren ersten Testfahrten im neuen 7er in Portugal ist uns der neue Driving Assistant Plus negativ aufgefallen: er funktionierte einfach zu oft nicht richtig. Leider bestätigt sich dieser Eindruck nun in unserem eigenen 7er. Kommt das neue System zum Einsatz, so hält der 7er selbstständig Geschwindigkeit und Spur. Auf geraden Autobahnabschnitten funktioniert das auch ganz gut, aber sobald es etwas engere Fahrspuren oder Kurven gibt, oder die Lichtsituation nicht optimal ist, schaltet das System ab. Katastrophal dabei: das System meldet sich nicht, wenn es sich abschaltet. Es kann zwar laut piepen, wenn man das Lenkrad länger als ein paar Sekunden loslässt, aber wenn es sich abschaltet, passiert schlicht nichts. Träumt der Fahrer also gerade am Steuer - in der Hoffnung die Technik lenkt, so kann das ein böses Erwachen geben. BMW Chef Krüger sagte bei der Premiere der 7er-Reihe in der BMW Welt am 10. Juni 2015 "In diesem Fahrzeug steckt alles, was wir bei BMW können". Leider muss gesagt werden: in Sachen "autonomes Fahren" - der Driving Assistant Plus soll hier ein erster Schritt in diese Richtung sein - kann BMW also noch nicht wirklich viel. Hier bedarf es also schnell einer Nachbesserung, die im Laufe des ersten Produktionsjahres offenbar noch nicht erfolgt ist.

Der neue 7er fasziniert, und so fahren wir sowieso lieber selbst, als den vermeintlichen Autopiloten übernehmen zu lassen, und so kommen wir sicher bis nach Hause. Auf den letzten Metern nach Hause hören wir ein leichtes Poltern an der Vorderachse. Dieses 7er-typische Geräusch konnte also offenbar nicht abgestellt werden. Nach 600 km Heimfahrt schmerzt der Hintern leider leicht - ein Umstand, den wir aus den früheren 7er-Generationen nicht gewohnt sind, und das trotz einer tollen Sitz-Massagefunktion. Vielleicht war es eine falsche Sitzeinstellung.

BMW 730Ld (G12), Tacho-Instrumente im Sport-Modus
BMW 730Ld (G12), Tacho-Instrumente im Sport-Modus und aktiviertem Driving Assistant.

Das "neue Familienmitglied" soll natürlich in der Garage parken. Per neuem Display-Key möchten wir ihn in eine normal große Einzelgarage manövrieren. Und? Dem 7er ist es zu eng - logisch, wenn das System auf die schlecht eingestellten Sensoren zurückgreift. Immerhin: nach dem wir ihn selbst (bei Dauerpiep und abgeschaltetem Sicherheitssystem) in die Garage gefahren haben, fährt er auf Knopfdruck selbstständig wieder hinaus.

Die vielen Technik-Gimmicks, die wir heute im 7er erleben durften sind toll, aber teils etwas verspielt - und das zu Lasten der Funktionaliätet. Das ist Schade. Aber sonst überzeugt das Auto und liefert das, was sich wohl alle BMW-Kunden wünschen: Fahrspaß! Daher freuen wir uns auf die Fahrten im Alltag. Als nächstes geht es mit dem neuen 7er zum Rhein-Ruhr-Stammtisch nach Castrop-Rauxel, wo sich alle Interessierten gerne einen eigenen Eindruck von unserem neuen 7er machen dürfen. Wir werden demnächst weiter von unserem neuen 7er berichten.


 

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