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Kategorie: Formel1 Messe EssenMotorShow

27.11.2015
Essen Motor Show 2015: 65 Jahre Formel-1 WM
Essen Motor Show zeigt Autos von Michael Schumacher und Sebastian Vettel

 

Die Formel-1-Weltmeisterschaft ist nach wie vor die Krone des Automobilsports. Grund genug für die Messe Essen zur Essen Motor Show 2015 ein Starterfeld von 13 Fahrzeugen aufzubauen, das die Trends der Formel 1 bis heute aufzeigt: vom klassischen Boliden mit Frontmotor der 1950er-Jahre bis hin zu den seit zwei Jahren aktuellen Turbo-Rennern. Vertreten sind erfolgreiche Fahrzeuge, in denen beispielsweise Juan Manuel Fangio, Stirling Moss, Ayrton Senna oder Michael Schumacher zu Siegen oder Weltmeister-Titeln steuerten.

Außerdem präsentiert die Essen Motor Show unter anderem Autos, mit denen aktuelle Formel-1-Piloten wie die Weltmeister Fernando Alonso oder Sebastian Vettel erfolgreich waren. Die Ausstellung zeigt die enorme technische Entwicklung erfolgreicher Formel-1-Fahrzeuge. Beispiele sind der Maserati 250F aus dem Jahr 1957 und der Red Bull RB7 aus dem Jahr 2011. Beide verfügen über einen Saugmotor. Der Maserati bringt es auf eine Höchstleistung von 240 PS, der Red Bull mit seinem Renault-Motor – obwohl um 100 Kubikzentimeter kleiner als der Maserati – hat über 500 PS mehr Leistung zur Verfügung.

65 Jahre Formel-1 WM Sonderausstellung auf der Essen Motor Show 2015

Alle Fahrzeuge der Sonderschau 65 Jahre Formel-1-Weltmeisterschaft

Im folgenden stellen wir Ihnen die Fahrzeuge der Sonderschau 65 Jahre Formel-1-Weltmeisterschaft vor:

 

Maserati 4CLT (1950) Beim allerersten WM-Rennen am Start

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Maserati 4CLT (1950) Beim allerersten WM-Rennen am Start

Als am 13. Mai 1950 auf der Rennstrecke im englischen Silverstone die Startflagge zum ersten Formel-1-WM-Lauf überhaupt fiel, standen nicht weniger als sechs Maserati 4CLT am Start, eingesetzt von Privatfahrern und -teams. Am Ende des Rennens kam der bestplatzierte 4CLT auf Rang neun ins Ziel. An der Spitze lagen drei Werks-Alfa-Romeo. Alfa dominierte die allererste Formel-1-WM, gewann alle sechs Wertungsläufe und Alfa-Fahrer belegten mit Giuseppe Farina an der Spitze die ersten drei Plätze in der WM. Bestplatzierter Maserati-Fahrer war Prinz Bira aus Thailand auf Rang sechs. Die beste Maserati-Platzierung in einem WM-Rennen fuhr Louis Chiron mit Rang drei beim GP Monaco heraus. Große Erfolge waren für den 4CLT 1950 nur in den Formel-1-Rennen möglich, die nicht zur Weltmeisterschaft zählten. So gewann Juan Manuel Fangio, der spätere Weltmeister, 1950 den GP Pau in Südfrankreich. In der WM fuhr er Alfa Romeo.

Technische Daten: Vier Zylinder, Kompressor, 1495 ccm Hubraum, 270 PS Leistung, Gewicht: ca. 600 kg.

Maserati 4CLT (1950) Beim allerersten WM-Rennen am Start

Maserati 4CLT (1950) mit 4-Zylinder Kompressor-Motor, 1.495 ccm, 270 PS Leistung, ca. 600 kg
Maserati 4CLT (1950) mit 4-Zylinder Kompressor-Motor, 1.495 ccm, 270 PS Leistung, ca. 600 kg
Maserati 4CLT (1950) war beim ersten F1-Rennen überhaupt im Jahr 1950 in Silverstone am Start
Maserati 4CLT (1950) war beim ersten F1-Rennen überhaupt im Jahr 1950 in Silverstone am Start
Maserati 4CLT (1950) erzielte beim Grand Prix von Monaco mit Platz 3 seine beste Platzierung im Jahr 1950
Maserati 4CLT (1950) erzielte beim Grand Prix von Monaco mit Platz 3 seine beste Platzierung im Jahr 1950

 

Maserati 250F (1957) Weltmeisterauto von Juan Manuel Fangio

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Maserati 250F (1957) Weltmeisterauto von Juan Manuel Fangio

Der Maserati 250F ist in die Geschichte der Formel-1- Weltmeisterschaft als eines der schönsten Rennautos eingegangen - und als einer der letzten erfolgreichen Vertreter der „klassischen“ Zeit, als man noch mit Frontmotoren Weltmeister werden konnte. Ab 1959 gewannen nur noch Autos mit hinter dem Fahrer installiertem Motor den Titel. Von 1954 bis 1957 setzte die italienische Renn- und Sportwagen-Schmiede den 250F werksseitig ein und siegte in dieser Zeit in acht der 28 Wertungsrennen (damals gab es im Gegensatz zu den 20 Rennen wie heute nur sieben pro Jahr), also in jedem vierten. Die bekanntesten Fahrer waren der Brite Stirling Moss (Vizeweltmeister 1956) und der legendäre Argentinier Juan Manuel Fangio, der 1957 auf dem 250F seinen fünften und letzten WM-Titel herausfuhr. In Essen ist die letzte Version des 250F aus dem Jahre 1957 zu sehen. 2014 soll ein originaler 250F im Bestzustand bei einer Auktion für circa 4,5 Millionen Dollar den Besitzer gewechselt haben.

Technische Daten: Sechs Zylinder, 2494 ccm Hubraum, 240 PS Leistung. Gewicht: circa 630 kg.

Maserati 250F (1957) Weltmeisterauto von Juan Manuel Fangio

Maserati 250F (1957) mit 6-Zylinder Motor, 2.494 ccm, 240 PS Leistung, ca. 630 kg
Maserati 250F (1957) mit 6-Zylinder Motor, 2.494 ccm, 240 PS Leistung, ca. 630 kg
Maserati 250F (1957), ist in die Geschichte der Formel-1 Weltmeisterschaft als eines der schönsten Rennautos eingegangen
Maserati 250F (1957), ist in die Geschichte der Formel-1 Weltmeisterschaft als eines der schönsten Rennautos eingegangen
Maserati 250F (1957), gehört zu den letzten Vertretern in der F1-Geschichte mit Frontmotor
Maserati 250F (1957), gehört zu den letzten Vertretern in der F1-Geschichte mit Frontmotor
Maserati 250F (1957), großes Maserati Logo vorne
Maserati 250F (1957), großes Maserati Logo vorne
   

 

Cooper T77-Climax (1965) Erinnerung an Jochen Rindt

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Cooper T77-Climax (1965) Erinnerung an Jochen Rindt

Von 1961 an galt in der Formel 1 ein neues Reglement. Die wichtigsten Kriterien: Verringerung des Maximal-Hubraums von 2,5 Liter auf 1,5 Liter und ein Mindestgewicht von 450 Kilogramm. Aus heutiger Sicht wirken die Rennwagen dieser Jahre bis 1965 eher als „Spielzeug-Autos", wegen ihrer mit knapp über 200 PS eher geringen Leistung. Aber sie setzten mit ihrer Monocoque-Bauweise (1962 von Lotus eingeführt) technisch einen neuen Trend. Der Cooper T77 aus dem Jahr 1965 steht als Beispiel für diese Zeit. Und er erinnert an Jochen Rindt, den tödlich verunglückten Weltmeister von 1970, der mit diesem Auto 1965 seine erste Saison als Formel-1-Werksfahrer bestritt. „Außer viel Erfahrung und einem vierten Platz beim GP Deutschland habe ich in dem Jahr nicht viel gewonnen“, meinte er 1969 bei der 2. Essen Motor Show. In Erinnerung an Rindt, der eng mit der Messe zusammengearbeitet hatte, hieß das PS-Festival in Essen dann bis 1977 Jochen Rindt Show.

Technische Daten: Acht Zylinder, Climax-Motor, 1499 ccm Hubraum, 210 PS Leistung, Gewicht: 450 kg.

Cooper T77-Climax (1965) Erinnerung an Jochen Rindt

Cooper T77-Climax (1965) mit 8-Zylinder Climax-Motor, 1.499 ccm, 210 PS Leistung, 450 kg Gewicht
Cooper T77-Climax (1965) mit 8-Zylinder Climax-Motor, 1.499 ccm, 210 PS Leistung, 450 kg Gewicht
Cooper T77-Climax (1965), Jochen Rindt, F1-Weltmeister 1970, bestritt mit diesem Auto seinen ersten F1 Grand Prix
Cooper T77-Climax (1965), Jochen Rindt, F1-Weltmeister 1970, bestritt mit diesem Auto seinen ersten F1 Grand Prix
Cooper T77-Climax (1965), im Jahr 1965 kam erstmals die Monocoque-Bauweise in der F1 zum Einsatz
Cooper T77-Climax (1965), im Jahr 1965 kam erstmals die Monocoque-Bauweise in der F1 zum Einsatz

 

March 701-Ford Cosworth (1970) Pole im ersten, Sieg im zweiten WM-Rennen

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: March 701-Ford Cosworth (1970) Pole im ersten, Sieg im zweiten WM-Rennen

Ende 1969 etablierte sich ein neuer Rennwagen-Hersteller, der sich March nannte und für 1970 Formel-1-Autos ankündigte. Zu den vier Gründern gehörte unter anderem der ehemalige Formel-2-Rennfahrer und spätere FIA- Präsident Max Mosley. Der Neuling March landete bereits im ersten Rennen des Jahres 1970 in Südafrika einen besonderen Coup, denn nicht weniger als fünf 701 (zwei Werkswagen und drei Kundenautos) standen am Start. Und in einem der Kundenautos saß kein Geringerer als Titelverteidiger Jackie Stewart (Tyrrell-Team). Die besten Resultate erzielte 1970 nicht das Werksteam mit Chris Amon und Jo Siffert, sondern das Kundenteam Tyrrell. So stand Stewart beim ersten Einsatz des 701, beim GP Südafrika, auf der Pole-Position und wurde im Rennen Dritter. Das folgende Rennen, den GP Spanien, gewann er. Insgesamt fuhr er 25 WM-Punkte ein (WM-Rang fünf), Werksfahrer Amon kam auf 23 Zähler (Rang acht).

Technische Daten: Acht Zylinder, Ford-Cosworth-Motor, 2993 ccm Hubraum, 450 PS Leistung, Gewicht: ca. 565 kg.

March 701-Ford Cosworth (1970) Pole im ersten, Sieg im zweiten WM-Rennen

March 701-Ford Cosworth (1970) mit 8-Zylinder Ford Cosworth Motor, 2.993 ccm, 450 PS, 565 kg
March 701-Ford Cosworth (1970) mit 8-Zylinder Ford Cosworth Motor, 2.993 ccm, 450 PS, 565 kg
March 701-Ford Cosworth (1970), im Jahr 1969 etablierte sich der neue Rennwagenhersteller March
March 701-Ford Cosworth (1970), im Jahr 1969 etablierte sich der neue Rennwagenhersteller March
March 701-Ford Cosworth (1970), Ansicht von vorne, Essen Motor Show 2015
March 701-Ford Cosworth (1970), Ansicht von vorne

 

Ferrari 312 B3 (1974) Niki Laudas Durchbruch

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Ferrari 312 B3 (1974) Niki Laudas Durchbruch

Als Niki Lauda ab 1974 in der Formel 1 zu Ferrari wechselte, war das eine Überraschung. Denn der damals 25 Jahre alte Österreicher hatte weder auf March (1972) noch auf BRM (1973), beides bestenfalls Mittelklasse-Autos, hervorragende Ergebnisse aufzuweisen. Die Mär sagt, dass Firmen-Chef Enzo Ferrari sich im Fernsehen 1973 den GP Monaco ansah und sich wunderte, dass Lauda im BRM vor seinen Ferrari lag. Ferrari hatte 1973 eine schwache Saison ohne Sieg. Der Rest ist Geschichte: Mit Lauda als auf Erfolg programmierten Antreiber und besessenem Tester kehrte bei Ferrari 1974 ein frischer Wind ein. Lauda und Team-Kollege Clay Regazzoni brachten den 312 B3 auf die richtige Spur, gewannen drei Rennen (Lauda davon zwei), belegten sieben zweite und zwei dritte Plätze. Lauda stand bei 16 Rennen neunmal auf der Pole-Position. Ferrari war zurück: Platz zwei in der Markenwertung. Es war auch der Durchbruch für Lauda, dem späteren dreimaligen Champion.

Technische Daten: 12 Zylinder, 2992 ccm Hubraum, 490 PS Leistung, Gewicht: ca. 585 kg.

Ferrari 312 B3 (1974) Niki Laudas Durchbruch

Ferrari 312 B3 (1974) mit 12-Zylinder-Motor, 2.992 ccm, 490 PS Leistung, Gewicht: 585 kg
Ferrari 312 B3 (1974) mit 12-Zylinder-Motor, 2.992 ccm, 490 PS Leistung, Gewicht: 585 kg
mit dem Ferrari 312 B3 erzielte Niki Lauda 1974 seinen Durchbruch, er holte zwei Siege
mit dem Ferrari 312 B3 erzielte Niki Lauda 1974 seinen Durchbruch, er holte zwei Siege
Ferrari 312 B3 gefahren von Niki Lauda und Clay Regazzoni, Essen Motor Show 2015
Ferrari 312 B3 gefahren von Niki Lauda und Clay Regazzoni
Ferrari 312 B3 (1974) mit flacher Front, Essen Motor Show 2015
Ferrari 312 B3 (1974) mit flacher Front
   


Williams FW09-Honda (1984) Erster Turbo-Sieg für Rosberg und Williams

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Williams FW09-Honda (1984) Erster Turbo-Sieg für Rosberg und Williams

Der Williams FW09-Honda ist sowohl für das britische Williams-Team, den japanischen Motorenhersteller Honda als auch für den ehemaligen finnischen Formel-1- Weltmeister Keke Rosberg ein ganz besonderes Auto: Sorgte er doch 1984 beim Grand Prix in Dallas (USA) für den erste Turbo-Sieg der drei „Parteien“. Die Turbo-Ära in der Formel 1 hatte 1977 mit Renault-Motoren begonnen, später folgten Ferrari, BMW und Porsche/TAG. Williams war 1982 mit Rosberg, dem Vater des heutigen Mercedes-Piloten

Nico, der letzte „Sauger-Weltmeister“ gewesen und als letztes der großen Teams mit Honda auf den Turbo umgestiegen. Außer dem erwähnten Sieg und einem zweiten Platz in Brasilien von Rosberg gab es 1984 keine weiteren Podest-Platzierungen. Zu oft aber hieß es, auch für Team- Kollegen Jacques Laffite: Ausfall wegen Motor- oder Turbo- Schadens. Ein möglicher Grund: weniger Turbo-Erfahrung als die Konkurrenz.

Technische Daten: Sechs Zylinder, Honda-Turbo-Motor, 1498 ccm Hubraum, 680 PS Leistung, Gewicht: ca. 540 kg.

Williams FW09-Honda (1984) Erster Turbo-Sieg für Rosberg und Williams

Williams FW09-Honda (1984) mit 6-Zylinder Honda-Turbo-Motor, 1.498 ccm Hubraum, 680 PS, 540 kg
Williams FW09-Honda (1984) mit 6-Zylinder Honda-Turbo-Motor, 1.498 ccm Hubraum, 680 PS, 540 kg
Williams FW09-Honda (1984), der erste F1-Wagen mit Turbomotor, der siegreich war
Williams FW09-Honda (1984), der erste F1-Wagen mit Turbomotor, der siegreich war

 

Lotus T98-Renault (1986) Ayrton Senna etablierte sich

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Lotus T98-Renault (1986) Ayrton Senna etablierte sich

Ayrton Senna, der 1994 tödlich verunglückte dreimalige Weltmeister, ist für viele die Formel-1-Legende überhaupt. Der Brasilianer galt spätestens im McLaren ab 1988 als die Messlatte für die Konkurrenz. Vorher fuhr er drei Jahre für Lotus und für dieses Team konnte er seine ersten von insgesamt 41 Formel-1-Siegen herausfahren. 1986 belegte er mit dem Lotus T98-Renault Turbo in der WM-Wertung Rang vier, gewann zwei Rennen (in Spanien und Detroit), stand bei den 16 Rennen insgesamt achtmal auf dem Podium und fuhr im Training achtmal die Bestzeit. Während Senna die drei Lotus-Jahre nutzte, sich als absoluter Top- Fahrer im Kreis der „Großen Drei“ Alain Prost, Nigel Mansell und Nelson Piquet zu etablieren, waren seine Siege die letzten der insgesamt 79 des von Colin Chapman gegründeten erfolgsverwöhnten Teams. 1994 verschwand es nach sieben sieglosen Jahren aus der Formel 1.

Sechs Zylinder, Renault-Motor, 1493 ccm Hubraum, circa 900 PS Leistung. Gewicht: 540 kg.

Lotus T98-Renault (1986) Ayrton Senna etablierte sich

Lotus T98-Renault (1986) mit 6-Zylinder Renault-Motor, 1.493 ccm Hubraum, ca. 900 PS, 540 kg
Lotus T98-Renault (1986) mit 6-Zylinder Renault-Motor, 1.493 ccm Hubraum, ca. 900 PS, 540 kg
Lotus T98-Renault (1986), Ayrton Senna erzielte mit dem Auto 1986 Rang 4 in der WM-Wertung
Lotus T98-Renault (1986), Ayrton Senna erzielte mit dem Auto 1986 Rang 4 in der WM-Wertung
 

 

Benetton B194-Ford (1994), Weltmeisterauto von Michael Schumacher

Benetton B194-Ford (1994), Michael Schumacher gewann seinen ersten WM-Titel mit dem Auto

1991 fuhr in Spa ein damals 22 Jahre junger Fahrer seinen ersten Formel-1-WM-Lauf, der zum Superstar in der Formel 1 avancieren sollte: Michael Schumacher aus Kerpen. 1994 gewann er auf Benetton B194-Ford seinen ersten WM-Titel, dem noch sechs weitere folgen sollten. Insgesamt brachte er es in seiner Karriere auf 91 Formel-1-Siege, 40 mehr als Alain Prost, der in der „ewigen“ Liste auf Rang zwei liegt. Schumacher lieferte sich 1994 einen dramatischen Kampf um den WM-Titel mit dem Briten Damon Hill (Williams- Renault), der erst im allerletzten Lauf in Adelaide in Australien entschieden wurde, als die beiden Titelaspiranten kollidierten und beide ausschieden. Schumacher gewann die begehrteste Krone des Motorsports damals mit nur einem einzigen Punkt Vorsprung. Insgesamt hatte Schumacher in diesem Jahr acht der 16 WM-Rennen gewonnen, Kontrahent Hill sechs.

Technische Daten: Acht Zylinder, Ford-Zetec-R-Motor, gebaut von Cosworth, 3498 ccm Hubraum, circa 750 PS Leistung. Gewicht: 515 kg.

Benetton B194-Ford (1994), Weltmeisterauto von Michael Schumacher

Benetton B194-Ford (1994), 8-Zylinder-Ford-Zetec-R-Motor, 3.498 ccm, ca. 750 PS Leistung
Benetton B194-Ford (1994), 8-Zylinder-Ford-Zetec-R-Motor, 3.498 ccm, ca. 750 PS Leistung
Benetton B194-Ford (1994), Gewicht: 515 kg
Benetton B194-Ford (1994), Gewicht: 515 kg
Formel 1 Boliden auf der Essen Motor Show 2015
Formel 1 Boliden auf der Essen Motor Show 2015

 

Ferrari F399 (1999) Konstrukteurs-Weltmeister

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Ferrari F399 (1999) Konstrukteurs-Weltmeister

Michael Schumacher war nach seinen zwei Weltmeistertiteln 1994 und 1995 auf Benetton im Jahr 1996 zu Ferrari gewechselt. Die Aufgabe für den deutschen Piloten, damals die unbestrittene Nummer 1 im Formel-1-Zirkus, war klar: Der legendäre italienische Rennstall wollte zum ersten Mal seit 1979 wieder den prestigeträchtigen Fahrer-Titel gewinnen. Doch selbst Superstar Schumacher schaffte dieses Ziel „erst“ im Jahr 2000. Allerdings konnte sich Ferrari im Jahr 1999 mit dem Typ F399 und „Schumi“ und Eddie Irvine als Fahrer den Weltmeister-Titel für Konstrukteure sichern. Michael Schumacher verunglückte beim Grand Prix in Silverstone und musste sechs Rennen aussetzen. Damit gab es für ihn keine Chance mehr auf den Fahrer-Titel. Team-Kollege Irvine wurde Vizeweltmeister hinter Mika Häkkinen. Insgesamt war der F399 mit sechs Siegen (davon vier für Irvine) in den 16 Rennen ein durchaus erfolgreiches Auto.

Technische Daten: Zehn Zylinder, 2997 ccm Hubraum, circa 800 PS Leistung, Gewicht: 600 kg (inklusive Fahrer).

Ferrari F399 (1999) Konstrukteurs-Weltmeister

Ferrari F399, 10-Zylinder-Motor, 2.997 ccm Hubraum, ca. 800 PS Leistung
Ferrari F399, 10-Zylinder-Motor, 2.997 ccm Hubraum, ca. 800 PS Leistung
Ferrari F399, Gewicht: 600 kg (inkl. Fahrer)
Ferrari F399, Gewicht: 600 kg (inkl. Fahrer)
 

 

Jordan EJ11-Honda (2001) Auto mit zwei Gesichtern

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Jordan EJ11-Honda (2001) Auto mit zwei Gesichtern

Der Jordan EJ11-Honda gehörte im Jahr 2001 mit Ferrari, McLaren und Williams zu den vier schnellsten Formel-1- Rennern im Feld der elf Teams. Das bewiesen die Zeiten in den Trainings zu den 17 Rennen, wo Startplätze in den ersten vier Reihen die Regel waren. Fahrer waren zu Saisonbeginn Heinz-Harald Frentzen aus Mönchengladbach, der 1999 auf Jordan Rang drei in der WM-Wertung belegt hatte, und der Italiener Jarno Trulli. In den einzelnen Rennen konnte die Pace aber nur selten umgesetzt werden. Ein Auto mit zwei Gesichtern. Frentzens beste Platzierung war Rang vier im ersten Rennen in Australien. Trulli erreichte zweimal diese Platzierung. Mitte des Jahres trennten sich Frentzen und Jordan. Die Gründe blieben mysteriös. Jean Alesi kam neu ins Team. Immerhin konnte Jordan in der Markenwertung auf Rang fünf das andere Honda- Werksteam BAR hinter sich lassen.

Technische Daten: Zehn Zylinder, Honda-Motor, 3000 ccm Hubraum, circa 800 PS Leistung, Gewicht: 600 kg (inklusive Fahrer).

Jordan EJ11-Honda (2001)

Jordan EJ11-Honda (2001), mit 10-Zylinder Honda-Motor, 3.000 ccm, ca. 800 PS Leistung, Gewicht: 600 kg (inkl. Fahrer)
Jordan EJ11-Honda (2001), mit 10-Zylinder Honda-Motor, 3.000 ccm, ca. 800 PS Leistung, Gewicht: 600 kg (inkl. Fahrer)
Jordan EJ11-Honda (2001), Fahrer zu Saisonbeginn waren Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli
Jordan EJ11-Honda (2001), Fahrer zu Saisonbeginn waren Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli
 

 

Renault R25 (2005) Weltmeisterauto von Fernando Alonso

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: Renault R25 (2005) Weltmeisterauto von Fernando Alonso

Die Formel-1-Weltmeisterschaft war von 2000 bis 2004 fest in Ferrari-Hand, denn Michael Schumacher fuhr nicht weniger als fünfmal hintereinander den wichtigsten Titel im Automobilsport für die Roten aus Maranello heraus. 2005 gab es die Wende: Der erst 24 Jahre alte Spanier Fernando Alonso (er sollte der bis dahin jüngste Titelträger werden) dominierte die 19 Rennen so wie vorher Schumacher. Und der Renault R25 so wie vorher die Ferrari. Insgesamt konnte Alonso sieben Rennen gewinnen, sein Team-Kollege Giancarlo Fisichella eines. Ein weiteres Erfolgsgeheimnis: Alonso fiel nur einmal aus. Das Ergebnis: Renault gewann Fahrer- und Marken-Titel. Die Franzosen, seit 1977 entweder als Werksteam oder Motorenlieferant in der Formel 1 unterwegs, konnten sich zum ersten Mal als Weltmeister feiern. Ein Jahr später wiederholten Alonso und Renault den Erfolg. Da lag das Hubraumlimit nicht mehr bei 3000 ccm, sondern nur noch bei 2400.

Technische Daten: Zehn Zylinder, 3000 ccm Hubraum, circa 830 PS Leistung, Gewicht: 605 kg (inklusive Fahrer).

Renault R25 (2005) Weltmeisterauto von Fernando Alonso

Renault R25 (2005) mit 10-Zylinder-Motor, 3.000 ccm, ca. 830 PS Leistung, Gewicht: 605 kg
Renault R25 (2005) mit 10-Zylinder-Motor, 3.000 ccm, ca. 830 PS Leistung, Gewicht: 605 kg
Renault R25 (2005), Fernando Alonso wurde mit dem Auto der bis dato jüngste F1-Weltmeister
Renault R25 (2005), Fernando Alonso wurde mit dem Auto der bis dato jüngste F1-Weltmeister
 

 

BMW Sauber F1.06 (2006) Erstes Jahr von BMW als Werksteam

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show 2015: BMW Sauber F1.06 (2006)

BMW hat in den Formel-1-Annalen einen Eintrag, den der Münchner Firma niemand mehr „wegnehmen“ kann. 1983 gewann Nelson Piquet auf Brabham-BMW den Titel und war damit der erste Weltmeister auf einem Boliden mit Turbo- Motor. BMW verabschiedete sich offiziell 1986, um 2000 erneut als Motoren-Lieferant wieder einzusteigen. 2006 übernahm BMW dann das Sauber-Team und startete erstmals als Werksteam. Ab dieser Saison galt in der Formel 1 ein neues Motoren-Reglement: Es waren nur noch V8- Motoren mit maximal 2,4 Liter Hubraum zugelassen, vorher waren es Zehnzylinder mit 3,0 Liter. Fahrer des neuen BMW Sauber F1.06 waren Nick Heidfeld aus Mönchengladbach und der Ex-Weltmeister Jacques Villeneuve aus Kanada, der bei den letzten sechs Rennen durch den Polen Robert Kubica ersetzt wurde. Kubica (in Monza) und Heidfeld (in Budapest) erreichten mit jeweils Rang drei die besten Platzierungen des neuen Teams. Auch der damal 19jährige Sebastian Vettel fuhr den F1.06 - als Testfahrer.

Technische Daten: Acht Zylinder, 2400 ccm Hubraum, circa 750 PS Leistung. Gewicht: 605 kg (inklusive Fahrer).

BMW Sauber F1.06 (2006) Erstes Jahr von BMW als Werksteam

BMW Sauber F1.06, mit 8-Zylinder-Motor, 2.400 ccm, ca. 750 PS Leistung, Gewicht: 600 kg (inkl. Fahrer)
BMW Sauber F1.06, mit 8-Zylinder-Motor, 2.400 ccm, ca. 750 PS Leistung, Gewicht: 600 kg (inkl. Fahrer)
BMW Sauber F1.06, der erste Fomel-1 BMW nach der Rückkehr von BMW als Werksteam in die Formel 1 im Jahr 2006
BMW Sauber F1.06, der erste Fomel-1 BMW nach der Rückkehr von BMW als Werksteam in die Formel 1 im Jahr 2006
BMW Sauber F1.06 wurde von Nick Heidfeld, Jacques Villeneuve, Robert Kubica und Sebastian Vettel (als Testfahrer) gefahren
BMW Sauber F1.06 wurde von Nick Heidfeld, Jacques Villeneuve, Robert Kubica und Sebastian Vettel (als Testfahrer) gefahren
BMW Sauber F1.06 auf der Essen Motor Show 2015
BMW Sauber F1.06
Nick Heidfeld Schriftzug im BMW Sauber F1.06, Essen Motor Show 2015
Nick Heidfeld Schriftzug im BMW Sauber F1.06
 

 

Red Bull RB7-Renault (2011) Weltmeisterauto von Sebastian Vettel

65 Jahre Formel-1 WM auf der Essen Motor Show: Red Bull RB7-Renault (2011) Weltmeisterauto von Sebastian Vettel

Ende 2004 übernahm Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz das Jaguar-Formel-1-Team und gründete aus ihm das Red Bull Racing Team. 2008 hatte Sebastian Vettel, damals Deutschlands kommender Formel-1-Star, im Toro-Rosso- Team (ebenfalls Red Bull) den Großen Preis von Italien in Monza gewonnen um dann 2009 ins „richtige“ Red-Bull- Team zu wechselnt. 2010 schnappte er mit seinem Sieg im letzten Rennen der Saison in Abu Dhabi dem Ferrari-Piloten Fernando Alonso noch den WM-Titel aus der Hand. Ein Jahr später bestätigte er im RB7 seinen Erfolg, diesmal aber ganz überlegen, wie elf Siege und fünf zweite Plätze in den 19 Rennen beweisen. Nur einmal fiel er aus. Nur zweimal stand er nicht auf dem Podium. Klar, dass Red Bull auch die Wertung für Konstrukteure überlegen gewann, zumal Team- Kollege Mark Webber einen Sieg beisteuerte, 18mal in die Punkte fuhr und nur einmal ausfiel. Fazit: Super-Auto RB7.

Technische Daten: Acht Zylinder, Renault-Motor, 2400 ccm Hubraum, circa 800 PS Leistung. Gewicht: 640 kg (inklusive Fahrer).

Red Bull RB7-Renault (2011) Weltmeisterauto von Sebastian Vettel

Red Bull RB7-Renault (2011) mit 8-Zylinder Renault Motor, 2.400 ccm, ca. 800 PS Leistung, 640 kg schwer
Red Bull RB7-Renault (2011) mit 8-Zylinder Renault Motor, 2.400 ccm, ca. 800 PS Leistung, 640 kg schwer
Red Bull RB7-Renault (2011), gefahren vom mehrfachen Weltmeister Sebastian Vettel
Red Bull RB7-Renault (2011), gefahren vom mehrfachen Weltmeister Sebastian Vettel
Red Bull RB7-Renault (2011), in der Sonderausstellung '65 Jahre Formel-1 WM'
Red Bull RB7-Renault (2011), in der Sonderausstellung "65 Jahre Formel-1 WM"

 

Weitere Fotos aus der Formel-1 Ausstellung auf der Essen Motor Show 2015

weitere Fotos

Mercedes 'Silberpfeil' und Mercedes DTM Fahrzeug auf der Essen Motor Show 2015
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Fotos: Christian Schütt/7-forum.com, Infos: Messe Essen


 

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