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21.12.2008
Eine brandneue Studie belegt: Eiszeit in Sicht

Wie die „FAZ-Sonntagszeitung“ im November berichtete, sollen Klimaforscher aus Kanada und Schottland eine neue, stabilere Klimaphase angekündigt haben. Sie soll in 10.000 bis 100.000 Jahren beginnen und über Jahrmillionen anhalten. Wenig erfreulich ist, dass es sich dabei um eine Eiszeit handelt, bei der die Nordhalbkugel bis zur Linie Köln–Baikalsee unter einer mehrere Kilometer dicken Eisschicht verschwindet.

Was mit der Südhalbkugel geschieht, sagten die Forscher nicht. Aber vielleicht ist es heute schon ratsam, sich ein Grundstück in der Sahara zu sichern. Den Sand muss man nicht fürchten, denn wir wissen bekanntlich, dass die Sahara einst eine blühende Landschaft war. Durch die Anhäufung des Meerwassers als Eis sinken die Meeresspiegel sicherlich wieder so weit ab, dass man trockenen Fußes von Frankreich nach England marschieren kann. Auch das hatten wir während der letzten Eiszeit schon mal.

Merkwürdig an dieser Geschichte ist nur, dass die Forscher nicht eine Silbe über den Treibhauseffekt verloren, der ja bekanntlich durch „menschengemachtes CO2“ installiert worden sein soll und die Erde in einen Glutball verwandelt. Ihr Rat an uns kann also nur heißen, so viel CO2 wie möglich in die Luft zu schicken, um die nächste Eiszeit weiter hinauszuschieben. Strafsteuern für große Autos mit starken Motoren? – Weg damit! Kleine Autos kaufen? – Barer Unsinn! Wasserstoff-Brennstoffzelle und Elektroauto? – Schnee von gestern! Leute macht CO2, damit es uns nicht zu kalt wird!

Oder stimmt da etwas nicht? Denn allmählich spricht sich herum, dass unser Wetter sich um das CO2 in der Luft überhaupt nicht kümmert und unsere Pflanzenwelt überglücklich jede Erhöhung des CO2-Gehalts begrüßt. In den letzten etwa 50 Jahren soll das Pflanzenwachstum durch den Anstieg des CO2 um rund 30 Prozent zugenommen haben. Das wird jeder Gartenbesitzer bestätigen, der über das sprießende Unkraut in seinem Garten flucht. Es ist zudem eine traurige Tatsache, dass wir unfähig sind, den CO2-Gehalt der Luft zu verdoppeln, selbst wenn wir alle fossilen Vorräte innerhalb weniger Jahre verfeuern würden. Damals, als Dinosaurier die Welt bewohnten, die leider noch ohne S-Klasse und ohne Q7 auskommen mussten, betrug der CO2-Gehalt der Luft das mehr als Zehnfache des heutigen Wertes. Schließlich musste die Natur genügend Grünzeug anhäufen, damit wir Kohle, Gas und Erdöl vorfanden. Die Dinosaurier haben es nicht geschafft, die Erde kahl zu fressen.

Nun warten wir auf erlösende Worte der „Klimakönigin“ Merkel und des PIK (Potsdam Institut für Klimafolgenforschung), dass alles nicht so schlimm sei. Angesichts der Finanzkrise, die uns in eine massive Rezession gestürzt hat, sollte es leichtfallen, diese Worte auszusprechen. Stellen Sie sich vor, wie viel brandneue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten, um alle Windmühlen und Sonnendächer zu verschrotten. Dazu kämen jene, die neue Kohle- und Kernkraftwerke zu bauen hätten – das ist ein Beschäftigungsprogramm für die nächsten Jahrzehnte!

Rettung der Automobilindustrie? – Milliarden, um Opel am Leben zu halten und Daimler unter die Arme zu greifen – alles nicht notwendig. Natürlich geht das alles nicht ohne Geld des Steuerzahlers. Als Kompensation könnte man jedoch die Bürokratie abschaffen und die auf Steuerzahlers Kosten gemästeten politischen Parteien. Beide Gruppen würden keineswegs arbeitslos, denn unser Beschäftigungsprogramm setzt auf eine große Zahl von Hilfskräften, die in der Schule nicht einmal das kleine Einmaleins gelernt haben müssen. Ach, wie würde die Volksgesundheit jubilieren, wenn die bisher in stickigen Büros eingesperrten armen Menschen endlich an der frischen Luft arbeiten dürften.

Wie Sie sehen, ist es ganz einfach, Deutschland wieder auf die Beine zu stellen. Während unseres Programms würde beiläufig auch Brüssel wieder zu einer zweitrangigen Hauptstadt ohne Bedrohung für den Rest Europas, denn alle Länder würden unserem Beispiel folgen. Am deutschen Wesen, nicht wahr, würde endlich die Welt genesen. Oder sehen Sie es etwa anders?

Quelle: ar, Entnommen aus der aktuellen Ausgabe des Branchen-Informationsdienstes PS Automobilreport, von Christian Bartsch

 

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