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Kategorie: 5er

BMW-Modellreihe: E60

23.06.2004
Der Antrieb des BMW M5 (E60)
Ausführliche Vorstellung des hochdrehenden V10-Motors.

 

Wenn die BMW M GmbH ein neues M Automobil präsentiert, befindet sich traditionell der Schwerpunkt des Interesses unter der Motorhaube. Beim neuen M5 trifft dies in ganz besonderem Maße zu: Sein V10-Motor verkörpert weltweit wohl einen der faszinierendsten Antriebe für ein Serienautomobil.

Lesen Sie im News-Special:

interner Link BMW M5 V10-Motor - ausführliche Vorstellung

interner Link neues 7-Gang SMG-Getriebe im BMW M5 - ausführliche Vorstellung

interner Link Blick in die Motoren-Produktion des neuen BMW M5 Motors

interner Link Foto-Galerie von Bauteilen des neuen BMW M5 V-10 Motors

interner Link Fotos vom BMW M5 bei der Vorstellung auf dem Genfer Salon im März 2003

 

Vorstellung des BMW V10-Motors, sowie des SMG-Getriebes (Kurzfassung)

Dieses Meisterwerk der Technik hat mit dem Formel-1-Rennmotor von BMW WilliamsF1 nicht nur die Anzahl der Zylinder gemein, sondern auch das einzigartige Hochdrehzahlkonzept. Wie bei allen Hochleistungs-Saugmotoren von BMW M generiert es enorme Schubkraft in allen Drehzahlbereichen.

Erster hochdrehender V10-Motor in einer Serienlimousine.

Schriftzüge auf dem Luftsammler

Bild: Schriftzüge auf dem Luftsammler

 

Der V10 stellt das derzeit einzige Hochdrehzahl-Triebwerk in einer Serienlimousine dar. Mit zehn Zylindern, fünf Litern Hubraum, 507 PS Leistung und 520 Newtonmetern Drehmoment ist der M5 zugleich das stärkste Serienmodell in der BMW Modellfamilie. 20 Jahre nachdem der erste M5 das Segment leistungsstarker Sport-Limousinen begründete, setzt der neue Motor erneut die Benchmark in dieser Klasse.

Aber Leistung ist nicht alles. Vielmehr kommt es bei einem M Automobil vor allem auf das Beschleunigungsverhalten und damit auf die Fahrdynamik an. Diese hängt von der tatsächlich generierten Schubkraft und dem Fahrzeuggewicht ab. Die Schubkraft an den Antriebsrädern ergibt sich aus dem Motordrehmoment und der Getriebeübersetzung. Das Hochdrehzahlkonzept ermöglicht eine optimale Getriebeübersetzung und damit die Umsetzung einer beeindruckenden Schubkraft.

Hochdrehzahlkonzept als Königsweg.

Für die Ingenieure von BMW M ist der Weg des kompakten, hochdrehenden Saugmotors der Königsweg. Mit 8 250 min–1 stößt der Zehnzylinder dabei in eine Drehzahlregion vor, die bis vor kurzem reinrassigen Rennwagen vorbehalten war. Gegenüber dem bisherigen M5 Achtzylinder beträgt die Leistungssteigerung mehr als 25 Prozent. Der M5 überschreitet damit sogar die magische 100-PS-je-Liter-Grenze. Seine spezifische Leistung liegt also eindeutig auf Rennsport-Niveau.

Meisterwerk des Motorenbaus.

BMW V10-Ottomotor komplett, von vorne

Bild: BMW V10-Ottomotor komplett, von vorne

BMW ist als einer der führenden Motorenbauer vor allem durch seine Reihenmotoren berühmt geworden. Die beiden Fünfzylinderreihen des V10 sind für einen schwingungs- und komfortoptimierten Massenausgleich des Kurbeltriebs im Winkel von 90 Grad angeordnet. Aus Steifigkeitsgründen, d. h. wegen der hohen Belastungen aus Verbrennungsdruck, Drehzahl und Schwingungen, wurde für das Kurbelgehäuse eine Bedplate-Konstruktion gewählt. Für eine optimale Lagerung der Kurbelwelle sind Grauguss-Inlays in das Bedplate aus Aluminium eingegossen. Diese sind auch dem Akustik- und Schwingungskomfort und dem hohen Öldurchsatz zuträglich. Die extrem steife Kurbelwelle ist 6-fach gelagert. BMW setzt beim neuen M5 Motor erstmals eine Bedplate-Konstruktion in einem serienmäßigen V-Motor ein.

Beim Leichtbau wird aufs Gramm geachtet.

Die einteiligen Aluminium-Zylinderköpfe des V10-Motors sind bankspezifisch aufgebaut und verfügen über die für BMW Motoren typischen vier Ventile je Zylinder. Der Ventiltrieb ist in allen Bauteilen auf geringe Masse ausgelegt. So kommen erstmals bei M Motoren gewichts- und strömungsoptimierte Ventile mit 5 mm-Schaft, ballige Tassenstößel mit Hydraulischem Ventilspielausgleich (HVA) und Einfach-Ventilfedern zum Einsatz. Die erreichte Massenreduzierung ist Voraussetzung für das Hochdrehzahlkonzept.

Hochdruck-Doppel-VANOS für optimalen Gaswechsel.

Die variable Nockenwellensteuerung Doppel-VANOS sorgt im neuen M5 Motor für einen optimal angepassten Gaswechsel. Damit können extrem kurze Verstellzeiten realisiert werden. In der Praxis heißt das: mehr Leistung, besserer Drehmomentverlauf, optimales Ansprechverhalten, weniger Verbrauch und schadstoffärmeres Abgas. Denn durch die Doppel-VANOS-Technik können Einlass- und Auslassventile in jeder Fahrsituation zum jeweils optimalen Zeitpunkt öffnen oder schließen.

Einzeldrosselklappen lassen den Motor tief Luft holen.

„Luft zum Atmen“ holt sich der Saugmotor durch zehn strömungsoptimierte Ansaugtrichter aus zwei Luftsammlern. Rennsport-typisch verfügt jeder Zylinder über eine eigene Drosselklappe. Alle Klappen werden simultan betätigt. Um einerseits ein feinfühliges Ansprechen des Motors im niedrigen Geschwindigkeitsbereich zu ermöglichen und andererseits auch beim Abrufen hoher Motorleistung eine unmittelbare Reaktion des Fahrzeuges zu erreichen, werden die Drosselklappen vollelektronisch gesteuert.

Zweiflutige Abgasanlage aus Edelstahl.

Die Abgasanlage des neuen M5 Motors aus nahtlos gefertigtem Edelstahl wird zweiflutig bis in die Schalldämpfer geführt, bevor das Abgas das System schließlich durch die für M Fahrzeuge charakteristischen vier Endrohre verlässt. Die Abgase erfüllen die europäische EU4-Norm beziehungsweise  die US-amerikanische LEV 2.

Weltweit einmaliges Motorsteuergerät.

Elektronisches Motorsteuergerät MMS 65

Bild: Elektronisches Motorsteuergerät MMS 65

 

Zentral verantwortlich für die hervorragenden Leistungs- und Abgasdaten des V10 ist die Motorsteuerung MS S65. Keine andere Motorsteuerung weist mit mehr als 1000 Einzelbauteilen eine solche Packagedichte auf.

Ihre Prozessoren sind die leistungsstärksten, die derzeit für die Anwendung im Automobil freigegeben sind, denn die Anforderungen an die Leistungsfähigkeit der Motorsteuerung liegen wegen der hohen Drehzahlen sowie der Summe an Steuerungs- und Regelungsaufgaben besonders hoch. Schließlich errechnet sie aus mehr als 50 Eingangssignalen zylinderindividuell und für jeden einzelnen Arbeitstakt den optimalen Zündzeitpunkt, die ideale Füllung, die Einspritzmenge sowie den Einspritzzeitpunkt. Synchron dazu wird die optimale Nockenwellenspreizung errechnet und eingestellt, ebenso die jeweilige Stellung der zehn Einzeldrosselklappen.

Highlight in der Motorsteuerung: Ionenstromtechnologie.

Ein Highlight des Motorsteuergeräts ist die Ionenstromtechnologie zur Erkennung von Motorklopfen, Zünd- und Verbrennungsaussetzern. Sie ermöglicht es, über die Zündkerze in jedem Zylinder eventuelles Klopfen zu sensieren, die korrekte Zündung zu kontrollieren beziehungsweise eventuelle Aussetzer zu erkennen. Die Zündkerze wirkt somit gleichzeitig als Aktuator – für die Zündung – und als Sensor zur Beobachtung des Verbrennungsprozesses. Die Ionenstrommessung erfolgt direkt in der Verbrennung. Der so genannte Ionenstromsatellit empfängt die Signale von den fünf Zündkerzen einer jeden Zylinderbank. Er verstärkt diese lastabhängig und übermittelt sie an die Motorsteuerung, welche diese dann analysiert und beispielsweise über die Klopfregelung den Zündzeitpunkt zylinderselektiv ideal an den Verbrennungsvorgang anpasst. Der Fahrer des neuen M5 profitiert davon in Form eines verbesserten Kraftstoffverbrauchs sowie einer höheren Drehmoment- und Leistungsausbeute.

Siebengang-SMG-Getriebe bringt die M Power auf die Straße.

Das Konzept eines Hochdrehzahl-Motors geht dann auf, wenn der Motor mit einem entsprechend übersetzten Getriebe kombiniert wird. Nur so kann das vom Motor zur Verfügung gestellte Drehmoment mittels kurzer Gesamtübersetzung in optimale Schubkraft umgesetzt werden.

Mit dem Siebengang-SMG-Getriebe steht genau das Schaltgetriebe zur Verfügung, das die Power des V10-Motors ideal über den Antriebsstrang zu den Rädern transportiert. BMW M bietet mit diesem Getriebe als weltweit erster Hersteller ein sequenziell zu schaltendes Getriebe mit sieben Gangstufen und Drivelogic-Funktion. Noch ausgeprägter als das bisherige Sechsgang-Getriebe erlaubt das Siebengang-SMG sowohl manuelle Gangwahl mit extrem kurzen Schaltzeiten als auch komfortables Cruisen dank automatisierter Gangwahl. Ebenso sind geringere Drehzahl- und Momentensprünge die Folge der zusätzlichen Gangstufe.

Neues SMG bringt 20-prozentigen Gewinn an Schnelligkeit.

Das Siebengang-SMG-Getriebe wird entweder über den Mittelschalthebel oder über so genannte Paddles am Lenkrad geschaltet. Gegenüber dem bisherigen SMG-Getriebe erledigt die neue SMG Generation den Schaltvorgang aber um 20 Prozent schneller. In kürzerer Zeit ließ sich ein Getriebe dieser Bauart noch nie schalten. Der Vorteil für den M5 Fahrer: Der Gangwechsel erfolgt nahezu „fließend“ und erheblich schneller, als dies selbst geübte Fahrer bewerkstelligen könnten. Damit sind die beim Schalten unvermeidlichen Kraftflussunterbrechungen kaum noch wahrnehmbar. Der M5 beschleunigt fast ruckfrei aus dem Stand bis zur Höchstgeschwindigkeit.

Drivelogic: Der Fahrer bestimmt die Schaltcharakteristik des SMG.

Durch die Drivelogic-Funktion des SMG stehen dem Fahrer insgesamt elf Schaltoptionen zur Verfügung, mit denen er die Schaltcharakteristik des SMG seiner gewünschten Fahrweise individuell anpassen kann.

Sechs dieser Fahrprogramme lassen sich innerhalb der sequenziellen Handschaltfunktion (S-Modus) vorwählen. Sie reichen von ausgeglichen dynamisch bis sehr sportlich. Im S-Modus schaltet der Fahrer stets von Hand. In der Funktion Launch Control schaltet das SMG Drivelogic jedoch selbst optimal knapp vor Erreichen der jeweiligen Höchstdrehzahl und mit optimal geregeltem Schlupf, bis der M5 seine Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Im automatisierten Schaltmodus D (Drive)-Modus schaltet das Getriebe die sieben Gänge grundsätzlich selbsttätig. Dies erfolgt abhängig vom jeweils gewählten Fahrprogramm, der jeweiligen Fahrsituation, der Geschwindigkeit und der Gaspedalstellung.

SMG erhöht auch die Sicherheit und den Komfort.

Das Siebengang-SMG-Getriebe unterstützt den Fahrer nicht nur beim Erreichen motorsportlicher Höchstleistungen. Es bietet auch viele Sicherheitsfeatures. So öffnet es in kritischen Fahrsituationen – etwa beim Zurückschalten auf glatter Fahrbahn – blitzschnell die Kupplung, damit der M5 bei einem zu hohen Motorschleppmoment an den Antriebsrädern nicht ausbricht. Andere Spezialfunktionen sind der Steigungsassistent, der für kurze Zeit ein rückrollfreies Anfahren an Steigungen ermöglicht, sowie die Bergerkennung, die an Steigungen und Gefällen die Schaltpunkte verschiebt. Bergauf werden dadurch Pendelschaltungen vermieden. Bergab hält die Bergerkennung die niederen Gänge länger, um die Bremswirkung des Motors besser zu nutzen.

Produktion von Hochleistungsmotoren – Motorenbau vom Feinsten.

Im Hochleistungstriebwerk des neuen BMW M5 spiegelt sich die gesamte Produktionskompetenz der BMW Spezialisten im Motorenbau wider. Das stärkste Pkw-Serientriebwerk der Unternehmensgeschichte entsteht zusammen mit anderen BMW Sondermotoren auf einer hochflexiblen Fertigungslinie im BMW Werk München.

Die breite Produktpalette erfordert einerseits sehr agile Prozesse, andererseits ein Höchstmaß an Flexibilität bei den qualifizierten Mitarbeitern, gekoppelt mit fundierten Produktkenntnissen und handwerklichem Geschick.

Sowohl in der mechanischen Fertigung als auch in der Montage des Hochdrehzahl-Aggregats gelten strengste Qualitätsmaßstäbe. Wegen der außergewöhnlichen Belastung von Materialen und Teilen des Hochdrehzahl-Aggregats sind die Anforderungen an die Oberflächengüte und die Fertigungstoleranzen enorm. Einige Bauteile werden deshalb mit einer Genauigkeit von bis zu 1∕1000 Millimeter bearbeitet.

Die Codierung der Kernbauteile ermöglicht es, den Werdegang jedes dieser Komponenten vom Wareneingang über die mechanische Fertigung bis hin zum Einbau zu verfolgen. Durch einen – jedem einzelnen Motor zugeordneten – Datenträger wird per Datenübertragung an die Montagestationen sichergestellt, dass stets die richtigen Teile und Werkzeuge zum Einsatz kommen.

Quelle: BMW Pressemitteilung vom 23.06.04

 

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interner Link BMW M auf dem Internationalen Automobil-Salon Genf 2004 (News vom 02.03.04)

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