30.03.2009
Das Irish Museum of Modern Art präsentiert ab 1. April Alexander Calder
Dublin. Die erste Ausstellung, die sich exklusiv den bemerkenswerten,
vom amerikanischen Künstler Alexander Calder (1898–1976) entworfenen
Schmuckstücken widmet, wird im Irish Museum of Modern Art am Mittwoch, den 1.
April 2009 eröffnet und dauert bis zum 21. Juni 2009. Die Ausstellung „Calder
Jewellery“ richtet den Fokus auf die tragbaren Schmuckstücke die Calder, einer
der innovativsten und einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts, für seine
Familie und Freunde angefertigt hat. Das IMMA ist der einzige Ort in Europa, an
dem die Ausstellung „Calder Jewellery“ präsentiert wird. Ebenso wird ein BMW Art
Car zu sehen sein, das von dem studierten Ingenieur Calder gestaltet wurde.
Calder begründete damit als erster Künstler im Jahre 1975 einen Beitrag zur Art
Car-Serie des Unternehmens, dem weitere Werke von Künstlern wie Frank Stella,
Andy Warhol, David Hockney sowie Roy Lichtenstein folgen sollten.
Die
Sammlung, die zahlreiche Schmuckstücke wie Halsketten, Armbänder, Broschen,
Ohrringe und Diademe umfasst, wurde von Alexander Calder zwischen 1920 und 1960
angefertigt. Aufnahmen, die Prominente wie Anjelica Huston, Georgia O’Keeffe und
Peggy Guggenheim mit dem von Calder entworfenen Schmuck zeigen, sind ebenfalls
Teil der Ausstellung. Beim Design der Schmuckstücke ließ er sich vom
menschlichen Körper, der Natur und rein abstrakten Formen inspirieren. Die
entworfenen Preziosen waren bei Anhängern der surrealistischen Bewegung sehr
begehrt und noch heute haben Sammler und Museen großes Interesse an diesen
Stücken.
Attribute der Leichtigkeit und Dreidimensionalität der berühmten Skulpturen
und Mobiles von Calder finden sich auch in den kinetischen und surrealistischen
Formen seiner Schmuckstücke wieder, ebenso die Faszination des Künstlers für
Schmuck verschiedenster Epochen und Kulturen. Beim Entwurf vieler Stücke hat
sich Calder wiederholt der Spiralform bedient, einem Motiv der späten
Bronzezeit. Ebenso sind in seinen Werken die Einflüsse afrikanischer
Stammeskunst deutlich erkennbar, ein Interesse, das er mit vielen Zeitgenossen
teilte.
Ein Film, der Calders Performance-Arbeit „Circus“ (1926-1931) zeigt und von
Carlos Vilardebo 1961 gedreht wurde, ist ebenfalls zu sehen. Für diese Arbeit
hat der Künstler aus einem Sammelsurium von Draht, Leder und Fundstücken
Zirkusartisten geformt, die Calder selbst in eigenen Aufführungen in Paris und
New York zum Leben erweckt hat.
Das erste BMW Art Car von Alexander Calder, 1975
Das von Calder speziell gestaltete BMW Art Car, der BMW 3.0 CSL, wird auf dem
Museumsgelände im Rahmen der Ausstellung präsentiert. Als Bildhauer, der seine
eigenen Formen entwickelte, gelang es ihm, sich von den formalen Strukturen des
Rennwagens zu befreien und ein eigenständiges Design mit intensiven Farben und
grazil geschwungenen Oberflächen zu schaffen, ein Abbild seiner Skulpturen und
Mobiles.
Das von Alexander Calder gestaltete Art Car fuhr 1975 im 24-Stunden-Rennen in
Le Mans mit dem Amerikaner Sam Posey und den Franzosen Jean Guichet und Hervé
Poulain. Es war der erste und zugleich einzige Renneinsatz. Nach sieben Stunden
wurde der Wagen wegen einer defekten Kardanwelle aus dem Rennen genommen und ist
seither Ausstellungsstück. Vor seinem Renneinsatz wurde es im Louvre erstmalig
gezeigt.
Informationen zum BMW Art Car Programm
Das BMW Art Car Projekt wurde ursprünglich vom französischen Rennfahrer Hervé
Poulain ins Leben gerufen. Von diesem Zeitpunkt an haben sich herausragende
Künstler aus aller Welt wie Calder, Stella, Warhol, Lichtenstein und
Rauschenberg mit dem Thema Mobilität auseinandergesetzt und Rennwagen sowie
Serienfahrzeuge zu insgesamt sechzehn Kunstobjekten gestaltet. Die jüngsten
Beiträge zum BMW Art Car-Programm stammen von David Hockney (1995), Jenny Holzer
(1999) und Olafur Eliasson (2007). Neue Künstler werden von einer namhaften Jury
internationaler Kuratoren renommierter Museen ausgewählt. Derzeit führt BMW
Verhandlungen über die Gestaltung eines weiteren BMW Art Cars.
BMW Art Cars wurden in zahlreichen Museen auf der ganzen Welt gezeigt: unter
anderem im Pariser Louvre, in Venedigs Palazzo Grassi und in den Guggenheim
Museen New York und Bilbao. Auch in Zukunft werden die BMW Art Cars neben ihrer
Heimat im BMW Museum München in internationalen Ausstellungen präsentiert. 2006
startete eine umfassende Ausstellungstournee mit Stationen in Malaysia,
Singapur, Korea, Australien, Indien, Taiwan, China, Russland, Afrika und auf den
Philippinen. Zwischen 2007 und 2010 werden sie in Museen auf der ganzen Welt zu
sehen sein, bevor sie nach Europa zurückkehren.
BMW und die zeitgenössische Kunst
Die BMW Group legt besonderen Wert auf die Förderung von zeitgenössischer
Kunst. Die Beauftragung Gerhard Richters 1972, drei großformatige Bilder für das
neue Foyer der Münchner Konzernzentrale anzufertigen, sowie die Gestaltung der
BMW Art Cars bilden seit den 1970er Jahren den Anfang der Kulturförderung.
Seitdem arbeitet die BMW Group regelmäßig nicht nur mit den verschiedensten
Künstlern, sondern auch mit Kunstinstitutionen und Kunstakademien weltweit
zusammen. Heute ist kulturelle Förderung essentieller Bestandteil der
Unternehmenskommunikation.
Das Engagement für zeitgenössische Kunst ist international und vielseitig.
BMW ist daran gelegen, bewusst Akzente zu setzen und somit junger Kunst fernab
vom Markt die Möglichkeit zur Präsentation zu bieten. Der Preis der
Nationalgalerie in Berlin, der „Prix BMW“ auf der Paris Photo oder der von BMW
und der spanischen Krone in Madrid übergebene „Premio de Pintura“ – sie alle
haben zum Ziel, junge Kunst zu fördern. Dabei steht die Freiheit des kreativen
Potenzials immer im Vordergrund. Seit über dreißig Jahren bilden zeitgenössische
Kunst, klassische Musik sowie Design und Architektur mit hunderten
Veranstaltungen weltweit die Schwerpunkte kultureller Förderung.
Das Irish Museum of Modern Art (IMMA)
Das Irish Museum of Modern Art ist Irlands bedeutendste Institution für die
Sammlung und Präsentation moderner und zeitgenössischer Kunst. Das IMMA
präsentiert eine große Kunstvielfalt in Ausstellungen, die immer wieder Werke
der eigenen Sammlung und des prämierten Education and Community Departments
umfassen. Die permanente Sammlung zeigt einige der spannendsten Strömungen der
irischen und internationalen Kunst, und umfasst Werke unterschiedlichster
Künstler wie Francesco Clemente, Michael Craig-Martin, Paula Rego, Damien Hirst,
Antony Gormley, Joseph Kosuth, Sean Scully, Gilbert und George und Willie
Doherty.
Die Calder Ausstellung wird gemeinsam vom Norton Museum of Art, West Palm
Beach, Florida, und der Calder Foundation, New York, organisiert. Vorherige
Stationen der Ausstellung waren das Norton Museum of Art, das Philadelphia
Museum of Art und das Metropolitan Museum of Art, New York. Die Ausstellung wird
von RTÉ Supporting the Arts und BMW unterstützt.
Adresse: Royal Hospital, Military Road, Kilmainham, Dublin 8, Ireland
Eintritt: 5,00 €, ermäßigt 3,00 €. Freier Eintritt für Personen unter 18 Jahren,
Auszubildende/Studenten und im Rahmen von Sonderprogrammen des
Museums und Mitglieder des IMMA. Freitags freier Eintritt für alle.
Öffnungszeiten:
Dienstag - Samstag: 10.00 - 17.30 Uhr
Donnerstags: 10.30 - 17.30 Uhr
An Sonntagen und Feiertagen 12 Uhr - 17.30 Uhr
Montags und Karfreitag, 10. April: geschlossen
Quelle: BMW Pressemitteilung vom 30.03.2009
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