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23.07.2017
BMW und weiteren deutschen Autobauern werden illegale Absprachen vorgeworfen.
Absprachen könnten Dieselskandal ausgelöst haben. BMW äußert sich zu den aktuellen Vorwürfen.

 

  • BMW Group weist Vorwürfe entschieden zurück.
  • BMW spezifische Technologie sichert niedrige Emissionen im Realbetrieb.

Der "Spiegel" berichtete am Freitag über "Das geheime Kartell der deutschen Autobauer". Darin wird den deutschen Autobauern Audi, BMW, Daimler, Porsche und VW illegale Absprachen in geheimen Arbeitskreisen seit den Neunzigerjahren vorgworfen. U. a. sollen dabei auch Absprachen bzgl. geeigneter Technik zur Abgasreinigung von Dieselfahrzeugen getroffen worden sein. Um Kosten zu sparen soll man sich auch auf offenbar zu kleine AdBlue Tanks verständigt haben. Diese reichten dann wohl nicht mehr für eine ausreichende Schadstoffreinigung aus, so dass getrickst werden musste.

Einfüllstutzen für AdBlue® (links) und Diesel-Kraftstoff (rechts) 
Einfüllstutzen für AdBlue® (links) und Diesel-Kraftstoff (rechts) 

Aufgrund dieser Vorwürfe sieht sich die BMW Group dazu veranlasst, zu den erhobenen Vorwürfen Stellung zu nehmen:

    "Grundsätzlich gilt: Fahrzeuge der BMW Group werden nicht manipuliert und entsprechen den jeweiligen gesetzlichen Anforderungen. Dies gilt selbstverständlich auch für Diesel-Fahrzeuge. Das bestätigen entsprechende Ergebnisse nationaler und internationaler behördlicher Untersuchungen.

    Den Vorwurf, dass aufgrund zu kleiner AdBlue-Behälter eine nicht ausreichende Abgasreinigung in Euro 6 Diesel-Fahrzeugen der BMW Group erfolgt, weist das Unternehmen entschieden zurück.

    Die bei BMW eingesetzte Technologie unterscheidet sich deutlich von anderen im Markt. Wir suchen auch in der Abgasreinigung den Wettbewerb: Im Gegensatz zu anderen Herstellern kommt in Diesel-Fahrzeugen der BMW Group eine Kombination von mehreren Komponenten zur Abgasreinigung zum Einsatz. Soweit die Abgasreinigung durch Harnstoffeinspritzung mit AdBlue (SCR) erfolgt, ist in diesen Fahrzeugen zusätzlich ein NOx-Speicher-Katalysator verbaut. Dadurch werden alle gesetzlichen Emissionsanforderungen erfüllt und ein sehr gutes Realemissionsverhalten erreicht. Deshalb erübrigt sich für die Euro 6 Diesel-Pkw der BMW Group ein Rückruf oder eine Nachrüstung.

    Zudem führt die Kombination beider Systeme in Verbindung mit der Abgasrückführung zu einem im Wettbewerbsvergleich sehr niedrigen AdBlue-Verbrauch, da eine geringere Einspritzung notwendig ist. Das ermöglicht eine optimierte Behältergröße und gleichzeitig im Wettbewerbsvergleich sehr niedrige Emissionen im Realbetrieb. Ferner weisen die BMW Group Diesel-Fahrzeuge eine einfache Nachfülllösung je nach Modell über die Tankklappe oder die Motorhaube auf. BMW Group Kunden werden rechtzeitig und mehrfach auf einen niedrigen AdBlue-Füllstand hingewiesen. Wird dies ignoriert, wird eine Inbetriebnahme des Fahrzeuges verhindert.

    Diskussionen mit anderen Herstellern über AdBlue-Behälter zielten aus Sicht der BMW Group auf den notwendigen Aufbau einer Betankungsinfrastruktur in Europa ab.

    Im Übrigen bekräftigt das Unternehmen seine Zusage, für die geeigneten Euro 5 Diesel-Pkw der BMW Group ein freiwilliges und kostenloses Software-Upgrade durchzuführen, um auf Basis der in den letzten Jahren im Feld gewonnenen Erkenntnisse weitere Abgasreduktionspotentiale zu realisieren. Wir sehen dies als Teil eines gemeinsamen und umfassenden Maßnahmenpakets der Kommunen und der Industrie zu einer weiteren Verbesserung der innerstädtischen Luftqualität ohne pauschale Fahrverbote im Rahmen des anstehenden „Diesel-Gipfels“ am 02.08.2017".

BMW nimmt also nur zu den inhaltlichen Vorwürfen Stellung, was den Dieselskandal betrifft; auf die kartellrechtlichen Vorwürfen der illegalen Absprache wird nicht eingegangen. Sollten sich in diesem Punkt die Vorwürfe bewahrheiten, könnte das erhebliche finanzielle Konsequenzen für die BMW Group nach sich ziehen. Der Aktienkurs ist seit Freitag bereits deutlich gefallen.


 

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Kommentare zur Meldung

 Kommentare zur Meldung: 14
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24.07.2017 09:49
Christian
BMW und weiteren deutschen Autobauern werden illegale Absprachen vorgeworfen.

Oh je...

BMW erklärt sich zu den inhaltlichen Vorwürfen bzgl. der offenbar zu kleinen AdBlue-Tanks, die der "SPIEGEL" auch als Auslöser des Dieselskandals bezeichnet.

Aber warum schreibt der Spiegel, dass die AdBlue-Tanks hier den Dieselskandal mit ausgelöst haben könnten? Meines Wissens nach kommt AdBlue noch gar nicht so lange zum Einsatz und kann daher zumindest den VW Skandal kaum ausgelöst haben...

Dennoch bitter: BMW erklärt sich, aber kein Wort zu den geheimen Absprachen. Das Kartell der verschiedenen Autohersteller hat es wohl gegeben, und das zum Nachteil von uns Kunden. Eine Klagewelle und erhebliche Strafen vom Kartellamt könnten die Folge sein.

Da es offenbar eine oder mehrere Selbstanzeigen in diesem Fall gibt, wird an den Vorwürfen wohl etwas dran sein...

Gruß,
Chriss
24.07.2017 10:00
oetti Du Chris, diese sogenannten Harnstofftanks sind bei LKW schon recht lange im Einsatz. Ich denke es geht eher darum das die Hersteller mal wieder beim Bescheißen erwischt worden sind und das kommt nun nochmal auf die schon erkannten Betrügereien dazu. Somit ist die Reputation der deutschen Hersteller sogut wie ruiniert, dank dieser Betrügereien.

Wenn ich mir diese kleinen Harnstofftanks beim PKW im Vergleich zu den doch recht großen beim LKW anschaue, dann kann da was nicht stimmen!!
25.07.2017 00:15
gasi BMW war doch bisher sauber. Zumindest was den VW-mässigen Betrug mit den Abgaswerten betrifft...oder?

Was bedeutet denn ein zu kleiner Ad-Blue Tank? Muss man den öfters füllen oder träufelt er zuwenig ein?

Was sind denn eigentlich die Ansprüche der Kundschaft? Werden die Hersteller in D immer noch in Schutz genommen, so dass nur eine "Umrüstung" geschuldet ist? Und dass die Gewährleistungen diesbezüglich unverlängert auslaufen?

Als Kunde sollte man auch hier die betroffenen Fahrzeuge zurückgeben und die Kohle verlangen können, wenn man möchte.
Dann wäre wenigstens der ganze Mist und die Kosten wieder da wo sie hingehören, beim Verursacher.
25.07.2017 01:02
peterpaul Es war mal angedacht worden, dass die Kunden von dem Harnstoff verschont bleiben und nur im Rahmen der sowieso fälligen Inspektion das Adblue in der Werkstatt nachgefüllt werden sollte.

Also wurde gerechnet: Normverbrauch => Harnstoffmenge (ich glaube 5% vom Treibstoffverbrauch) in Relation gesetzt, alle wieviel km eine Inspektion stattfinden soll, daraus ergibt sich dann die Größe der Adblue-Tanks.
Das wurde auch so genehmigt bei der Typzulassung der Fahrzeuge.

Da der Normverbrauch aber von keinem Hersteller in der Realität des Alltags erreicht wird - wird der Adbluetank eher leer - unbequem für den Kunden - also wurden weniger als 5% eingespritzt .....

Bingo ......
25.07.2017 10:41
Christian
Zitat:
Zitat von peterpaul Beitrag anzeigen
Also wurde gerechnet: Normverbrauch => Harnstoffmenge (ich glaube 5% vom Treibstoffverbrauch) in Relation gesetzt, alle wieviel km eine Inspektion stattfinden soll, daraus ergibt sich dann die Größe der Adblue-Tanks.
Das wurde auch so genehmigt bei der Typzulassung der Fahrzeuge.
Welcher BMW hat denn diese Technik mit AdBlue, bei dem der Kunde nichts davon wusste, und nicht selbst nachtanken konnte? Beim F01 gab es die Option "Blue performance", die der Kunde z. B. beim 730d gezielt bestellen konnte. Da wusste der Kunde aber vom AdBlue, und von dem Tank.

Wenn nun vom "Dieselskandal" die Rede ist, dann nehme ich an, dass der von VW gemeint ist. Und da ging es doch nicht um AdBlue, sondern um den Umstand, dass der Rollenprüfstand softwareseitig erkannt wird. Von einem Dieselskandal aufgrund zu kleiner AdBlue Tanks hatte ich bisher nichts gehört. Habe ich da etwas verpasst?

Gruß,
Chriss
25.07.2017 11:09
peterpaul
Zitat:
Zitat von Christian Beitrag anzeigen
Welcher BMW hat denn diese Technik mit AdBlue, bei dem der Kunde nichts davon wusste, und nicht selbst nachtanken konnte? Beim F01 gab es die Option "Blue performance", die der Kunde z. B. beim 730d gezielt bestellen konnte. Da wusste der Kunde aber vom AdBlue, und von dem Tank.

Wenn nun vom "Dieselskandal" die Rede ist, dann nehme ich an, dass der von VW gemeint ist. Und da ging es doch nicht um AdBlue, sondern um den Umstand, dass der Rollenprüfstand softwareseitig erkannt wird. Von einem Dieselskandal aufgrund zu kleiner AdBlue Tanks hatte ich bisher nichts gehört. Habe ich da etwas verpasst?

Gruß,
Chriss
Ich befürchte teilweise: Ja!

Ich habe nicht davon geschrieben, dass der Kunde vom Harnstoff nichts WUSSTE - sondern dass der Begriff nicht für jeden Menschen emotionsfrei in den Mund zu nehmen ist.
Geschweige denn damit zu hantieren.
Deshalb die beschriebene Berechnung der Adblue-Tank-Größe.
Und zu wenig Adblue (auch so etwas kann man über die Elektronik dynamisch an den noch vorhandenen Tankinhalt anpassen - um es mal neutral zu beschreiben-)eingespritzt - passt zu dem Gesamtkomplex Diesel -Abgase dazu.
25.07.2017 17:58
Puddlejumper
Zitat:
Zitat von Christian Beitrag anzeigen
Oh je...


Meines Wissens nach kommt AdBlue noch gar nicht so lange zum Einsatz und kann daher zumindest den VW Skandal kaum ausgelöst haben...


Chriss
Ich fuhr in einem VW Crafter 2011 schon AdBlue.
25.07.2017 18:36
Olitschka Letztens war eine Sendung im Fernsehen über Kartelle.
Die Strafen die gezahlt werden müssen sind ein Witz gegen das was die mit den Absprachen an Kohle eingenommen haben.
Beschiss lohnt sich in Deutschland
25.07.2017 20:07
Captain_Slow Weil letztendlich die Regierung nichts anderes kann, als die Hersteller in Schutz zu nehmen - wenn sie es nicht tut, können wieder Jobs wegfallen und zahlt die Regierung auch wieder dafür.
26.07.2017 10:47
Amber
Zitat:
Zitat von Captain_Slow Beitrag anzeigen
Weil letztendlich die Regierung nichts anderes kann, als die Hersteller in Schutz zu nehmen - wenn sie es nicht tut, können wieder Jobs wegfallen und zahlt die Regierung auch wieder dafür.
Die angeblich wegfallenden Jobs sind doch sowieso nur ein Alibi. Geschützt werden sollen die Gewinne der Unternehmen - nicht mehr und nicht weniger. Der Mensch sollte nicht gezwungen sein, Produkte herzustellen, die der Menschheit Schaden zufügen. Arbeit wird es immer geben.

Der Staat sollte sich einmal ernsthaft Gedanken machen, nur noch Beschäftigung zu fördern, die das Leben nicht bedroht und die Ressourcen schont.

Schnelles und einfaches Geld ohne Rücksicht auf unsere Umwelt und somit auch auf die Gesellschaft macht die Industrie nun schon seit gut 200 Jahren...
26.07.2017 12:46
JRAV Das Kartell erklärt vielleicht, warum Neuwagen so exorbitant teuer geworden sind...immer rund 3% im Jahr, also 6-fache Inflationsrate. Es scheint bei Autos in Deutschland praktisch keinen Preiswettbewerb zu geben.

Die Gewinne steigen ins Unermessliche, die Gehälter nicht.

Wenn ich mir ansehe, dass es einen Ford Mustang V8 für 6,000€ Aufpreis gegenüber dem 4 Zylinder Turbo Basismodell gibt, dann frage ich mich, warum BMW für das gleiche Upgrade beim 5er €35,000 haben will

Der V8 im Mondeo...das wäre spannend.
26.07.2017 18:37
oetti
Zitat:
Zitat von JRAV Beitrag anzeigen
Wenn ich mir ansehe, dass es einen Ford Mustang V8 für 6,000€ Aufpreis gegenüber dem 4 Zylinder Turbo Basismodell gibt, dann frage ich mich, warum BMW für das gleiche Upgrade beim 5er €35,000 haben will
Weil wir in Deutschland leben, nirgend wo auf der Welt sind deutsche Autos, von der Steuer mal bereinigt, so teuer wie in Deutschland.

Schau dir einfach an was deutsche Autos in den Staaten kosten, das sagt doch schon alles.
26.07.2017 21:50
Olitschka Warum kosten 10 Aspirin in Deutschland um die 5,-€ und in Griechenland nur 50 Cent ?
Wir sind die Melkkuh Nr.1 auf der Welt... hab ich so das Gefühl
27.07.2017 09:22
Amber
Zitat:
Zitat von Olitschka Beitrag anzeigen
Warum kosten 10 Aspirin in Deutschland um die 5,-€ und in Griechenland nur 50 Cent ?
Wir sind die Melkkuh Nr.1 auf der Welt... hab ich so das Gefühl
Gutes Beispiel

Es kommt halt nicht auf den Wert einer Ware an, sondern wie hoch die persönliche Schmerzgrenze (mit oder ohne Aspirin) ist, wie viel man für Produkt ausgeben möchte.

Und die ist in Deutschland einfach viel zu hoch, deshalb kaufen wir auch massenhaft unsinnige Produkte wie blöde. Selbst Immobilien werden vollkommen überteuert gekauft, weil das Geld ja so günstig ist. Das das eine Milchmädchenrechnung ist sollte allen klar sein, trotzdem wird gekauft und so steigen auch stetig die Preise - ein Teufelskreis!

Was ist die Lösung? Vielleicht öfter mal gegen den Trend agieren - also öfter einmal nichts kaufen, was man nicht unbedingt benötigt. Insbesondere Luxusartikel, Autos, Immobilien, Smartphones (iPhone 8 schon vorbestellt???) etc.
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