19.10.2006
BMW unterstützt Film zur Eröffnung der Internationalen Hofer Filmtage
Eines der wichtigsten Foren für den neuen deutschen Film feiert in diesem Jahr sein 40. Jubiläum.
München/Hof. Hof steht als Synonym für das junge, das wagemutige, das
revolutionäre Kino. Mitte der 60er Jahre von Heinz Badewitz in einem
Husarenstreich ins Leben gerufen, feiern die Internationalen Hofer Filmtage
dieses Jahr ihr 40. Jubiläum. Heinz Badewitz, der Grandseigneur des deutschen
Films, ist ihr international respektierter Leiter, dessen Gespür für das
Filmtalent von der Branche bewundert wird.
Neben dem Eröffnungsfilm "Schwere Jungs" von Markus H. Rosenmüller haben es
auch die von der BMW Group unterstützten Filme "NimmerMeer" von Toke Constantin
Hebbeln, "Rabenbrüder" von Bernd Lange, "Auftauchen" von Felicitas Koch und "Ein
Sommer lang" von Steffi Niederzoll in das Programm der Hofer Filmtage geschafft.
Ein Schwerpunkt der Öffentlichkeitsarbeit der BMW Group liegt in der
Unterstützung des filmischen Nachwuchses. Hierbei spielt die Qualität der
angefragten Projekte eine herausragende Rolle.
Eröffnungsfilm: "Schwere Jungs" von Markus H. Rosenmüller.
Bereits seit Kindertagen um 1936 liefern sich in Garmisch-Partenkirchen der
reiche Bierbrauersohn Dorfler und der arme Schreinersohn Gamser Konkurrenzkämpfe
im Viererbob-Fahren, die Dorfler dank seiner teuren Ausrüstung regelmäßig
gewinnt. 16 Jahre später qualifizieren sich die Konkurrenten mit ihren
jeweiligen Mannschaften für die Olympiade in Oslo. Die Vorbereitung auf das
Rennen ist die Gelegenheit, alte Konflikte auszutragen. In Oslo jedoch können
beide Teams zunächst nicht mit der internationalen Konkurrenz mithalten. Für
einen deutschen Sieg müsste nämlich der Eigennutz dem Gemeinwohl weichen.
Regisseur Markus H. Rosenmüller, Absolvent der Münchener Hochschule für
Fernsehen und Film, erzielte mit der Komödie "Wer früher stirbt, ist länger tot"
gerade einen Überraschungserfolg. Beim Filmfest München erhielt er zudem den
Förderpreis deutscher Film in der Kategorie "Beste Regie".
"NimmerMeer" von Toke Constantin Hebbeln.
Regisseur Toke Constantin Hebbeln, der gemeinsam mit Nina Vukovic das
Drehbuch schrieb, erzählt in seinem Märchen-Drama "NimmerMeer" die poetische
Geschichte des neunjährigen Jonas, der nach dem Tod seines 60-jährigen Vaters,
des Fischers Helge, der Obhut des unangenehmen Pfarrers Ekdahl übergeben wird
und dort unter der Bösartigkeit von dessen Knecht Knut leiden muss. Erst durch
die Begegnung mit dem Zauberer Grido lernt Jonas wieder zu träumen und zu
lachen.
Toke Constantin Hebbeln, Jahrgang 1978 und Regiestudent an der Filmakademie
Ludwigsburg sowie Teilnehmer am Masterclass-Programm der UCLA in Los Angeles,
machte bereits mehrfach auf sich aufmerksam: Sein erster Film "Der ewige Tag"
von 2002 lief weltweit auf über 30 Festivals und erhielt mehrfache
Auszeichnungen, etwa den Hans-Hoch-Filmpreis 2004. Hebbelns Kurzfilm "Der
Knaller" wurde 2003 mit dem Art-On-Kunstförderpreis 2003 in Frankfurt prämiert.
Der 60-Minüter "NimmerMeer" wird zu den Nordischen Filmtagen in Lübeck, dem
Internationalen Filmfestival in Sao Paulo sowie als Eröffnungsfilm auf das
Hollywood International Student Festival nach Los Angeles eingeladen.
"Rabenbrüder" von Bernd Lange.
Die Dynamik der Freundschaft zwischen Mark, Raff und Jojo ist Thema des
83-minütigen Debütfilms "Rabenbrüder" von Bernd Lange nach einem Buch von
Matthias Pacht. Als Raff geläutert aus dem Gefängnis entlassen wird, wollen
seine Freunde ihm beim Aufbau seiner neuen Existenz in einer Tuningwerkstatt
helfen. Doch durch das Vertuschen eines Unfalls geraten sie in einen
Teufelskreis aus Lügen, Angst und Schuld, der ihre Freundschaft auf eine herbe
Zerreißprobe stellt.
"Auftauchen" von Felicitas Koch.
Die 26-jährige Nadja stürmt durchs Leben. Kompromisslos, absolut. Tagsüber
als Fotografiestudentin, nachts in ihrem Lieblingsclub bei ekstatischem Tanz und
schnellem Sex, etwa mit Darius, einem sechs Jahre jüngeren Zivi. Mit Darius
jedoch erlebt Nadja eine Amour fou, die nach Verschmelzung sucht. Die
Ernüchterung folgt, als der um Distanz bemühte Darius sich trotz ihrer
Schwangerschaft von ihr abwendet und Nadja Rückschläge bei ihrer künstlerischen
Arbeit hinnehmen muss. Über all diese Erfahrungen besinnt sie sich auf
langweilige Pflichten: Sie ist gereift.
Autorin und Regisseurin Felicitas Koch stellt mit diesem sauber komponierten
erotischen Entwicklungsdrama ihren Abschlussfilm an der Münchner Hochschule für
Fernsehen und Film vor. Produziert wurde der Film von der jungen Münchner Erber
& Koch Filmproduktion in Koproduktion mit dem Kleinen Fernsehspiel des ZDF,
Arte, Rome Film, Cinemobil und FGV Schmidle.
"Ein Sommer lang" von Steffi Niederzoll.
In dieser Koproduktion der Kunsthochschule für Medien Köln und der Münchner
Filmwerkstatt beleuchte Autorin und Regisseurin Steffi Niederzoll in ihrem knapp
halbstündigen Format die erste Liebe der jungen Vroni, die es aus der Enge ihres
bayerischen Dorfes zum jungen tschechischen Puppenspieler Alex zieht - ein
poetischer Coming-of-Age-Film.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 19.10.2006
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