13.10.2008
BMW Motorrad Motorsport - WEC GP Europa. Erfolgreicher Abschluss der ersten kompletten WEC-Saison.
München. Mit der Finalrunde der 2008er Enduro-Weltmeisterschaft (WEC)
am vergangenen Wochenende in Mende, Frankreich, brachte das Team von BMW
Motorrad Motorsport seine erste komplette WEC-Wettbewerbssaison erfolgreich zum
Abschluss. Während der Entwicklungsphase der BMW G 450 X war das Team im Jahr
2007 mit dem Prototypen bereits bei einigen ausgewählten WEC-Läufe am Start
gewesen; 2008 schließlich stellte sich BMW Motorrad Motorsport allen acht Runden
dieser härtesten Offroad-Serie der Welt und fuhr als wichtigstes Ergebnis den
ersten Podiumsplatz ein. Mit jedem Schritt auf diesem Weg wurde dazu gelernt.
Und nun man ist für die Saison 2009 gewappnet und hofft, eines der stärksten
Teams der WEC in den Wettbewerb schicken zu können.
Der GP von Europa war der passende Abschluss der 2008er WEC Serie - jeder
Meter so schwer wie erwartet. Für das Team von BMW Motorrad Motorsport war das
Wochenende allerdings frustrierend, weil Verletzungen und Erkrankungen noch
bessere Abschlussergebnisse vereitelten. Team-Youngster Bert Meyer verdrehte
sich am ersten Tag böse sein Knie und musste aufgeben. An Tag zwei wollte er
zwar wieder an den Start gehen, musste nach einer Probefahrt am frühen Morgen
aber einsehen, dass ein Start sinnlos gewesen wäre. Die Schmerzen waren einfach
zu stark.
Die größte Enttäuschung für das Team war aber zweifellos die Aufgabe des
siebenfachen Weltmeisters Anders Eriksson an Tag zwei. Der Schwede hatte am
ersten Tag noch mit einer seiner besten Leistungen in der ganzen diesjährigen
Meisterschaft geglänzt, landete auf Platz sechs und verpasste das Podium damit
nur um 15 Sekunden. Er war einer der schnellsten Fahrer in der Klasse E3 im
Extrem- und Motocross-Test. Am zweiten Tag allerdings musste er bereits nach dem
ersten Spezialtest aufgeben. Er hatte sich über Nacht eine schwere Infektion
eingefangen.
Jeff Goblet dagegen brachte seine Saison als Zehnter an beiden Tagen in der
Klasse E2 zu einem guten Abschluss. Es war erst das zweite Rennen für ihn nach
der Auskurierung eines Handgelenkbruches, und es war dabei eine seiner besten
Saisonleistungen. Auch wenn ihm noch etwas die Kraft im linken Arm fehlte, war
Jeff im Extrem-Test einer der schnellsten Fahrer seiner Klasse. An Tag zwei
glänzte der Belgier auch in der Motocross-Prüfung und ließ damit seine
Verletzung endgültig hinter sich.
Der frischgebackene Deutsche Cross Country Meister Simo Kirssi war in Mende
nicht am Start. Er bereitet sich konzentriert auf das Europa-Finale der
XCC-Serie am 19. Oktober in Mattighofen vor.
Jeff Goblet: "Das war eine richtig schöne Veranstaltung. Es gab sehr viele
Zuschauer bei den Sonderprüfungen und sogar in den Wäldern, die die Fahrer
anfeuerten. In so einem harten Rennen an beiden Tagen ohne Probleme ins Ziel zu
kommen, ist toll. Am ersten Tag lief es für mich vor allem im Extremtest gut.
Ich war nahe an den Topfahrern dran. In den Motocross- und Enduroprüfungen
fehlte mir dagegen etwas das Tempo. Im ersten Enduro-Test am zweiten Tag verlor
ich allerdings eine Menge Zeit. Ich gab danach alles und konnte mich vom 17.
wieder auf den 10. Platz vorarbeiten. Es ist ganz o.k., das Jahr mit zwei 10.
Plätzen zu beenden, vor allem weil meine Verletzung ja noch nicht ganz
ausgeheilt ist. Nein, das war schon eine gute Veranstaltung für mich. Ich freue
mich schon auf die nächsten Rennen und werde den Winter über hart trainieren."
Wolfgang Fischer (Teamchef): "Jetzt, nach der ersten kompletten Saison in der
Enduro-WM für BMW, haben wir ein gutes Gefühl. Wir wissen, dass das Team durch
die vielen Höhen und Tiefen dieser Saison viel gelernt hat, und wir haben unser
Ziel, nämlich einmal aufs Podium zu fahren, auch erreicht. Es war sehr wichtig
für uns, die G 450 X auf den unterschiedlichsten Bodenbedingungen kennenzulernen
und weiterzuentwickeln. Wir nehmen sehr viel aus diesen Erfahrungen mit. Unser
Ziel für 2009 ist ganz einfach - wir wollen eines der stärksten Teams in der WEC
sein. Mit allem, was wir in dieser Saison gelernt haben, sind wir optimistisch,
dass dies auch so sein wird."
2008 World Enduro Championship
Grand Prix of Europe - Day 1
Enduro 2 class
1. Juha Salminen (KTM) 51:07.80; 2. Jonny Aubert (Yamaha) 52:27.42; 3.
Antoine Meo (Husqvarna) 52:50.95; 4. Alessandro Belometti (KTM) 53:22.95; 5.
Joakim Ljunggren (Husaberg) 53:33.34; 6. Nicolas Paganon (Aprilia); 53:58.97; 7.
Rodrig Thain (TM) 54:08.13; 8. Nicolas Deparrois (Gas Gas) 54:24.94; 9. Fabrizio
Dini (Yamaha) 54:32.12; 10. Jean - Francois Goblet (BMW Motorrad Motorsport)
54:59.37; 11. Michael Metge (Husaberg) 56:09.29; 12. Rudy Cotton (Beta)
56:17.24; 13. Valtteri Salonen (Husaberg) 56:25.98; 14. Fabio Mossini (Honda)
57:02.05; 15. Christophe Robert (KTM) 57:36.50; 16. Hans Vogel (Yamaha)
58:37.90; 17. Nicolas Joye (Husaberg) 59:46.45
Enduro 3 Class
1. Marko Tarkkala (KTM) 52:56.53; 2. Samuli Aro (KTM) 53:09.66; 3. Fabien
Planet (KTM) 53:40.43; 4. Antoine Letellier (Aprilia) 53:46.43; 5. Markus Kehr
(KTM) 53:53.01; 6. Anders Eriksson (BMW Motorrad Motorsport) 53:57.27; 7.
Christophe Nambotin (Gas Gas) 54:01.27; 8. Xavier Galindo (KTM) 54:23.91; 9.
Alessandro Botturi (Honda) 54:46.87; 10. Bjorne Carlsson (Husaberg) 55:09.89;
11. Alessio Paoli (Beta) 56:43.97; 12. Sebastien Guillaume (Husqvarna) 56:45.82;
13. Erwin Plekkenpol (Honda) 57:04.58; 14. Joan Jou (Honda) 57:09.82; 15. Juraj
Dozsa (Gas Gas) 59:06.26; 16. Joan Pedrero (Yamaha) 1:01:15.36
2008 World Enduro Championship
Grand Prix of Europe - Day 2
Enduro 2 class
1. Juha Salminen (KTM) 50:31.82; 2. Antoine Meo (Husqvarna) 51:23.42; 3. Jonny
Aubert (Yamaha) 51:33.36; 4. Alessandro Belometti (KTM) 52:35.44; 5. Rodrig
Thain (TM) 52:46.54; 6. Nicolas Paganon (Aprilia) 52:48.75; 7. Fabio Mossini
(Honda) 53:15.09; 8. Fabrizio Dini (Yamaha) 53:43.85; 9. Joakim Ljunggren (Husaberg)
53:44.75; 10. Jean - Francois Goblet (BMW Motorrad Motorsport) 54:59.93; 11.
Nicolas Deparrois (Gas Gas) 55:06.58; 12. Michael Metge (Husaberg) 55:11.81; 13.
Rudy Cotton (Beta) 56:35.59; 14. Hans Vogel (Yamaha) 56:49.47; 15. Robert
Christophe (KTM) 57:21.75; 16. Nicolas Joye (Husaberg) 1:00:19.61
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 13.09.2008
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