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Kategorie: Wirtschaft Motorrad

02.03.2006
BMW Motorrad: Modelloffensive führt zu Absatz- und Umsatzwachstum
 

Mit 97.474 verkauften Motorrädern verzeichnete BMW Motorrad im Jahr 2005 ein Absatzplus von 5,6% und erreichte eine neue Bestmarke. Der Umsatz stieg im Vorjahresvergleich um 18,9% auf 1,223 Mrd. € und erreichte damit den höchsten Wert in der Unternehmensgeschichte.

Überaus erfolgreich war das Unternehmen in Spanien (8.003 Einheiten) mit einem Zuwachs von 48,1% gegenüber dem Vorjahr, gefolgt von Großbritannien/Irland (5.651 Einheiten) mit 21,7% Steigerung und Italien mit einem Plus von 11,4%. Italien schließt mit 12.700 verkauften Motorrädern zu den USA (12.803) auf. Beide Länder sind damit nach Deutschland (24.064) die zweitstärksten Absatzmärkte für BMW Motorräder.

BMW Werk Berlin: Produktionsstart der BMW F 800-Baureihe am 2. März 2006

BMW Werk Berlin: Produktionsstart der BMW F 800-Baureihe am 2. März 2006. Dieter Schliek, Leiter BMW Werk Berlin; Volkmar Strauch, Staatssekretär für Wirtschaft, Berlin; Ulrich Junghanns, Wirtschaftsminister, Brandenburg (von links)

Als dem größten in Europa beheimateten Motorradhersteller ist der Kontinent für BMW zugleich der bedeutendste Absatzmarkt: 71.920 Einheiten wurden 2005 hier verkauft. Der Markt im Hubraumsegment > 500 cm³ wuchs in Westeuropa gegenüber 2004 um 1,1 %. BMW Motorrad konnte an diesem Wachstum weit überproportional mit einer Absatzsteigerung von 6,3% partizipieren. Im Segment der großvolumigen Motorräder über 500 cm³ erreicht BMW damit einem Marktanteil in Europa von durchschnittlich 13%.

Der Leiter BMW Motorrad, Dr. Herbert Diess, sieht die Stärke des Unternehmens in Europa als eine natürliche Entwicklung: "Die nationalen Grenzen lösen sich mehr und mehr auf. Heimatmarkt für BMW Motorrad ist deshalb schon längst nicht mehr Deutschland allein, sondern ganz Westeuropa. Besonders die Entwicklung in Italien, Spanien und Großbritannien ist für Herbert Diess ein wichtiger Indikator für die Erfolge bei der Neuausrichtung des Unternehmens: "Wir erobern in diesen Länder gerade auch in jüngeren Zielgruppen und in sportlicheren Segmenten. Dies zeigt, dass wir mit der sportlicheren Auslegung unserer Motorräder, aber auch mit der R 1200 GS begonnenen neuen Designlinie auf dem richtigen Weg sind."

Mit weitem Abstand das beliebteste Modell war die im Frühjahr 2004 eingeführte Reiseenduro R 1200 GS, die weltweit 25.705 Käufer fand. Dies entspricht einem Absatzzuwachs von 35,5% gegenüber dem Rekordwert des Vorjahres. Die R 1200 GS ist damit eines der meistverkauften Motorräder der Welt in der Klasse über 500 cm³ und damit das bisher erfolgreichste BMW Motorrad aller Zeiten. In der Absatzrangliste des Jahres 2005 folgen der neu eingeführte Reisetourer R 1200 RT mit 14.538 Auslieferungen. Selbst im fünften Modelljahr ist die Attraktivität der Einzylinderbaureihe ungebrochen. Zusammen mit der Modellvariante Dakar wurden von der F 650 GS 11.949 Motorräder verkauft.

Die neue K-Baureihe, die Anfang 2005 mit der K 1200 S an den Start ging, übertraf in ihrem ersten vollen Produktionsjahr ebenfalls alle Erwartungen. Zusammen mit der im zweiten Halbjahr auf den Markt gekommenen K 1200 R wurden 13.665 Einheiten der von Grund auf neu entwickelten Vierzylindermodelle an die weltweiten Kunden ausgeliefert. Damit übertrifft die neue K-Modellgeneration ihre vergleichbaren Vorgänger auf Anhieb um mehr als 50 Prozent.

Das Jahr 2006 steht im Zeichen der Einführung der völlig neuen Zweizylinder-Baureihe mit dem Sportler F 800 S und dem Sporttourer F 800 ST. Mit der nunmehr vierten Modellreihe neben den etablierten Einzylinder-, Boxer- und Vierzylindermodellen bereitet das Unternehmen damit seinen Einstieg in den volumenstarken aber auch wettbewerbsintensiven Markt der so genannten Mittelklassemotorräder vor.

BMW Motorrad sieht genau in diesem Segment eine große Lücke und Kundenbedürfnisse, die bisher von keinem Motorrad auf dem Markt erfüllt wurde. Dr. Herbert Diess dazu: "Das Angebot in der Mittelklasse ist bisher recht spezifisch: einerseits die hoch gezüchteten Supersportler, die mehr für die Rennstrecke gebaut sind und andererseits die eher einfach gebauten Einsteiger-Modelle. Wir hingegen bieten mit der F 800 S und ST hochwertige Allround-Motorräder mit Eigenschaften, wie sie sich viele Kunden schon lange gewünscht haben.

Mit dem geringen Gewicht kommen auch Einsteiger und Wiedereinsteiger sofort zurecht und die überragende Handlichkeit dieser Maschinen sucht seinesgleichen. Zusammen mit der ausgewogenen Motorcharakteristik mit Drehmomentorientierung gibt das jede Menge Fahrspaß, selbst für die Erfahrenen unter den Motorradfahrern."

BMW Werk Berlin: Produktionsstart der BMW F 800-Baureihe am 2. März 2006.

BMW Werk Berlin: Produktionsstart der BMW F 800-Baureihe am 2. März 2006. Dieter Schliek, Leiter BMW Werk Berlin; Volkmar Strauch, Staatssekretär für Wirtschaft, Berlin; Ulrich Junghanns, Wirtschaftsminister, Brandenburg (von links)

Beide Modelle, der Sportler F 800 S wie der Sporttourer F 800 ST, sind bestens ausgestattet und verfügen über hoch moderne Motoren- und Fahrwerkstechnik. Mit dem gewohnt vielseitigen, hochwertigen BMW Zubehörprogramm lassen sich die Motorräder sehr individuell an unterschiedlichste Kundenwünsche anpassen. Die Spitzenleistung von 85 PS (62,5 kW) sorgt zusammen mit dem niedrigen Leergewicht von rund 204 beziehungsweise 209 kg (Trockengewicht 182/187 kg) für eine begeisternde Dynamik, die hohen Ansprüchen gerecht wird.

Die Vorbereitungen im Berliner Motorradwerk für den Produktionsanlauf der neuen Baureihe liefen in den letzten Wochen auf Hochtouren und wurden am 1. März termingerecht abgeschlossen. Am 2. März erfolgte im Beisein des Berliner Staatssekretärs für Wirtschaft Volkmar Strauch und des Brandenburgischen Wirtschaftsministers Ulrich Junghanns, die sich zu einem Gespräch des Branchennetzwerks "Automotive Berlin-Brandenburg" im Berliner Motorradwerk aufhielten, der offizielle Produktionsstart der neuen Zweizylinder-Generation. Während das erste Kunden-Motorrad, ein Sporttourer F 800 ST, vom Band rollte, hoben die Politiker die Bedeutung des Berliner BMW Werkes sowie der Kraftfahrzeugbranche für die Wirtschaftsregion hervor.

Staatssekretär Volkmar Strauch erklärte: "Kfz- und Kfz-Zulieferindustrie treten den Beweis an, dass in der Hauptstadtregion auf technologisch höchstem Niveau und erfolgreich für den Weltmarkt produziert werden kann. Das Branchennetzwerk Automotive Berlin-Brandenburg will die Beziehungen zwischen den verschiedenen Unternehmen, wissenschaftlichen Einrichtungen und staatlichen Stellen intensivieren, um so den Standort insgesamt zu stärken."

"Die Automotive-Branche - zu der auch die Motorradproduktion zählt - hat sich zu einer starken Wachstumsbranche in Deutschlands Hauptstadtregion Berlin-Brandenburg entwickelt. Namhafte große und innovative mittelständische Unternehmen ergänzen sich. Ich begrüße sehr, dass sich die Branche in der Hauptstadtregion zunehmend vernetzt und dadurch die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Branche in der Region weiter stärkt. BMW ist dafür unverzichtbar", betonte Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns.

Mit rund 2.200 Mitarbeitern gehört das BMW Werk Berlin zu den bedeutenden industriellen Arbeitgebern der Hauptstadt. Die Gesamtinvestitionen der BMW Group in den Werksstandort Berlin belaufen sich in den letzten drei Jahren auf rund 100 Mio. Euro. Damit unterstreicht die BMW Group ihr kontinuierliches Engagement für den Wirtschafts- und Produktionsstandort Berlin.

2005 haben insgesamt 92.012 Motorräder die Montagebänder im BMW Werk Berlin verlassen. Zur Absicherung der Produktionsprozesse bei Neuanläufen wurde die Produktion gegenüber dem Vorjahr leicht zurückgenommen (-1,9%/Vj. 93.836 Einheiten). Für das laufende Jahr wirkt sich die BMW Motorrad Modelloffensive positiv auf die Motorradproduktion im BMW Werk Berlin aus. Mit der Fernreiseenduro R 1200 GS Adventure, dem sportlichen Langstreckentourer K 1200 GT und dem Sportboxer R 1200 S sind in den ersten Monaten des Jahres bereits drei Neuerscheinungen erfolgreich in die Serienproduktion gestartet. Der Produktionsstart der neuen F 800-Modelle ist dabei ein weiterer Meilenstein in der Historie des Werks, von dessen Montagebändern seit 1969 alle BMW Motorräder mit Berliner Luft in den Reifen rollen.

Quelle: BMW Presse-Information vom 02.03.2006

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