16.05.2006
BMW Group setzt sich ehrgeizige Ziele für die Zukunft
Auslieferungen sollen bis 2010 auf 1,6 Mio. Fahrzeuge steigen +++ Absatzziel von 1,4 Mio. Fahrzeugen wird bereits 2007 erreicht
München. Die BMW Group will im Zuge der erfolgreichen Produkt- und
Marktoffensive ihre Position als weltweit führender Automobilhersteller im
Premiumsegment in den kommenden Jahren weiter ausbauen und festigen. Das
ursprünglich für 2008 angestrebte Absatzziel von 1,4 Mio. Fahrzeugen soll
bereits ein Jahr früher als geplant erreicht werden. Mit seiner attraktiven
Modellpalette setzt sich das Unternehmen auch in der weiteren Zukunft ehrgeizige
Ziele: "Wir wollen auch in den kommenden Jahren unseren profitablen
Wachstumskurs fortsetzen und 2010 rund 1,6 Millionen Fahrzeuge der Marken BMW,
MINI und Rolls-Royce ausliefern", sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW
AG, Helmut Panke, am Dienstag auf der Hauptversammlung in München. Der Absatz
der BMW Group hätte sich dann innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppelt.
"Mit unserer fortlaufenden Produkt- und Marktoffensive werden wir in den
kommenden Jahren den Erfolgskurs der BMW Group fortsetzen und uns auch bei
Umsatz und Ertrag weiter positiv entwickeln", unterstrich Panke weiter. Er
bekräftigte zudem den zuversichtlichen Ausblick der BMW Group für das laufende
Geschäftsjahr. So soll das Ergebnis vor Steuern auf Konzernebene auf 4 Mrd. Euro
sowie der Absatz auf einen neuen Spitzenwert steigen. "2006 wird trotz
Belastungen durch Währungseffekte und hohe Rohstoffpreise auch operativ das
beste Jahr in der Geschichte des Unternehmens", sagte Panke.
BMW Group startete mit Rekordergebnis in das laufende Jahr
Mit neuen Bestmarken bei Vorsteuergewinn und Auslieferungen ist die BMW Group in
das neue Geschäftsjahr gestartet. Der Automobilabsatz der Marken BMW, MINI und
Rolls-Royce stieg im ersten Quartal um 13,9% auf 332.923 (Vj.: 292.207)
Fahrzeuge. Die Auslieferungen der Marke BMW legten um 18,3% auf 283.297 (Vj.
239.387) Automobile zu. Der Absatz der Marke MINI ging im Rahmen der
Kapazitätserweiterungsmaßnahmen in Oxford - in dem britischen Werk sollen
mittelfristig pro Jahr etwa 240.000 Fahrzeuge produziert werden - auf 49.519
(-6,0%/Vj. 52.694) Einheiten zurück.
Im absoluten Luxus-Segment lieferte Rolls-Royce Motor Cars 107 Phantom an Kunden
aus, das sind 15,1% weniger als im Vorjahresquartal (126 Fahrzeuge).
Die Geschäftsentwicklung war im ersten Quartal neben dem deutlichen
Absatzzuwachs erneut von externen Faktoren sowie einem einmaligen Buchgewinn in
Höhe von 375 Mio. Euro aus der teilweisen Abwicklung der Umtauschanleihe auf
Aktien am britischen Triebwerkhersteller Rolls-Royce plc geprägt. Der
Konzernumsatz legte auf 11.618 (Vj. 10.357) Mio. Euro zu, was im Vergleich zum
Vorjahr einem Plus von 12,2% entspricht.
Das Ergebnis vor Steuern stieg im Auftaktquartal um 57,7% auf 1.296 (Vj. 822)
Mio. Euro. Bereinigt um den oben genannten Sondereffekt erhöhte sich das
Vorsteuerergebnis um 12,0% auf 921 Mio. Euro, womit auch operativ der
Vorjahreswert deutlich übertroffen wurde. Das Ergebnis nach Steuern kletterte um
80,6% auf 948 (Vj. 525) Mio. Euro. Währungseffekte und hohe Rohstoffpreise
belasteten in den ersten drei Monaten die Ergebnisentwicklung, konnten aber
aufgrund der dynamischen Geschäftsentwicklung sowie permanent laufenden
Effizienzverbesserungen weitgehend kompensiert werden.
BMW Group im laufenden Jahr auch operativ auf Rekordkurs
Im Gesamtjahr werden externe Effekte weiterhin die Geschäftsentwicklung des
Unternehmens beeinflussen, allerdings in einem geringeren Umfang als im Vorjahr.
Die Belastung ist unter anderem auf die im Vorjahresvergleich ungünstigeren
Sicherungskurse zurückzuführen, die sich vor allem in der ersten Jahreshälfte
auswirken werden.
Dem wird die BMW Group weiterhin mit kontinuierlichen Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserungen gegensteuern. Positive
Ergebnisbeiträge wird das Unternehmen auch aus dem angestrebten Absatzrekord und
Mixverbesserungen erzielen. Auch ohne den einmaligen Buchgewinn aus der
Rolls-Royce Anleihe geht die BMW Group 2006 von einem neuen Höchstwert beim
Ergebnis vor Steuern aus.
Erfolgreiches Geschäftsjahr 2005
Im vergangenen Jahr hat die BMW Group ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung
fortgesetzt und die Auslieferungen aller Marken auf neue Spitzenwerte
gesteigert. Mit 1.327.992 verkauften Automobilen der Marken BMW, MINI und
Rolls-Royce hat das Unternehmen im vergangenen Jahr beim Absatz die Bestmarke
des Vorjahres um 9,9% übertroffen (Vj. 1.208.732 Automobile).
Belastungen aus Währungseffekten und hohen Rohstoffpreisen von rund 1 Mrd. Euro
konnten dank des Absatzzuwachses und kontinuierlicher Maßnahmen zur
Effizienzsteigerung weitgehend ausgeglichen werden. Mit 3.287 Mio. Euro lag das
Ergebnis vor Steuern im Geschäftsjahr 2005 wie angekündigt etwa auf dem hohen
Niveau des Vorjahres (Vj. 3.583 Mio. Euro/-8,3%). Damit hat das Unternehmen
erneut seine Leistungsfähigkeit trotz der schwierigen Marktbedingungen und der
negativen Marktentwicklung der Optionsverpflichtung aus der Rolls-Royce
Umtauschanleihe unter Beweis gestellt. Der Anstieg des Aktienkurses des
Triebwerkherstellers führte im Gesamtjahr 2005 zu einer rechnerischen Belastung
des Finanzergebnisses von 356 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss erreichte mit
2.239 Mio. EUR das hohe Niveau des Vorjahres (2.242 Mio. Euro/-0,1%).
Aktionäre sollen höhere Dividende erhalten
Angesichts der hohen Profitabilität sowie der guten Ausgangslage für das
laufende Geschäftsjahr schlagen Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung
erneut eine Anhebung der Dividende vor. Der Bilanzgewinn der BMW AG in Höhe von
424 Mio. Euro soll zur Ausschüttung einer um 3,2% auf 0,64 Euro je Stammaktie (Vj.
0,62 Euro) und um 3,0% auf 0,66 Euro je Vorzugsaktie (Vj. 0,64 Euro) erhöhten
Dividende verwendet werden.
Erneut Ermächtigung zum Rückkauf eigener Aktien vorgeschlagen
Darüber hinaus legen Vorstand und Aufsichtsrat der BMW AG der Hauptversammlung
erneut eine Ermächtigung für den Rückkauf eigener Aktien im Umfang von bis zu
10% des Grundkapitals zur Genehmigung vor. Ob und in welchem Umfang diese für
einen weiteren Aktienrückkauf verwendet wird, ist noch nicht entschieden.
Das im September 2005 beschlossene Rückkaufprogramm über 20.232.722 Stammaktien
- das entspricht 3% des Grundkapitals - wurde am 15. Februar 2006 abgeschlossen.
Die erworbenen Papiere wurden am 21. Februar eingezogen und das Grundkapital
damit herabgesetzt. Insgesamt wurden Aktien im Volumen von knapp 759 Mio. Euro
gekauft, der Durchschnittspreis pro Aktie lag bei 37,51 Euro. Damit beteiligt
die BMW Group ihre Aktionäre einschließlich der erhöhten Dividende mit nahezu
1,2 Mrd. Euro am Erfolg des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 16.05.2006
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