03.05.2007
BMW Group liegt im ersten Quartal auf Kurs
Währungslasten und Basiseffekt prägen Auftaktquartal +++ Ergebnis- und Absatzausblick für Gesamtjahr bekräftigt
München. Die BMW Group liegt im ersten Quartal trotz schwieriger
Rahmenbedingungen voll im Plan. So wurde die Geschäftsentwicklung des
Unternehmens wie erwartet von Währungslasten, hohen Rohstoffpreisen sowie
Anlaufkosten für neue Modelle geprägt. Hinzu kommt ein hoher Basiseffekt aus dem
entsprechenden Vorjahreszeitraum infolge eines einmaligen Buchgewinns aus der
teilweisen Abwicklung der Umtauschanleihe auf Anteile am britischen
Triebwerkhersteller Rolls-Royce plc.
In den ersten drei Monaten des laufenden Jahres stieg der Konzernumsatz im
Vergleich zum Vorjahr um 2,9% auf 11.951 (Vj. 11.618) Mio. Euro. Das
Vorsteuerergebnis ging um 34,3% auf 852 (Vj. 1.296) Mio. Euro zurück, wobei zum
vergleichsweise hohen Wert des Vorjahres der oben erwähnte positive Einmaleffekt
von 375 Mio. Euro aus der Umtauschanleihe deutlich beigetragen hat. Bereinigt um
Sondereffekte verringerte sich das Konzernergebnis lediglich um 11,7%. Ursache
für den Rückgang sind neben der Schwäche des US-Dollar und des japanischen Yen
eine Reihe von Modellwechseln sowie damit verbundene Anlaufkosten. Das Ergebnis
nach Steuern liegt mit 587 Mio. Euro um 38,1% unter dem Vorjahreswert von 948
Mio. Euro.
Spürbare Geschäftsbelebung in kommenden Monaten erwartet
Der Geschäftsverlauf im Auftaktquartal entspricht voll den Erwartungen der
BMW Group. So hat die Einführung neuer Modelle zunächst hohe Anlauf- und
Markteinführungskosten verursacht, die sich zukünftig jedoch auszahlen werden:
"In den kommenden Monaten gehen wir von einer spürbaren Belebung der
Geschäftsentwicklung aus", sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG,
Norbert Reithofer, am Donnerstag in München. "Wir liegen nach den ersten drei
Monaten auf Kurs, um unsere Ziele für das Gesamtjahr zu erreichen. Die BMW Group
strebt neben einem Absatzzuwachs im höheren einstelligen Prozentbereich auf über
1,4 Mio. Fahrzeuge weiterhin ein Vorsteuerergebnis an, das bereinigt um die
Sondereffekte aus der Rolls-Royce-Umtauschanleihe über dem Rekordwert des
Vorjahres liegt", so Reithofer weiter.
Im laufenden Jahr werden weiterhin Währungseffekte und hohe Rohstoffpreise
die Geschäftsentwicklung des Unternehmens beeinflussen, allerdings in geringerem
Umfang als im Vorjahr. Positive Ergebnisbeiträge wird das Unternehmen dagegen
insbesondere aus dem angestrebten Absatzrekord mit neuen Bestmarken bei allen
drei Marken erzielen. Darüber hinaus wird die BMW Group weiterhin
kontinuierliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Produktivitätsverbesserung
umsetzen.
Zahl der Mitarbeiter nahezu unverändert
Zum Ende des ersten Quartals 2007 beschäftigte die BMW Group weltweit 106.855
Mitarbeiter, das sind 0,6% mehr als zum entsprechenden Stichtag des Vorjahres
(106.179 Mitarbeiter). Verglichen mit dem Stand zum Jahresende 2006 (106.575
Mitarbeiter) ergibt sich ein Zuwachs von 0,3%.
Zahlreiche neue Modelle im Jahresverlauf
Im laufenden Jahr bringt die BMW Group erneut zahlreiche neue Modelle auf den
Markt. Neben dem neuen 3er Cabrio werden seit Ende März auch
Modellüberarbeitungen der 1er Reihe sowie der 5er Limousine und des Touring an
die Kunden ausgeliefert. Der neue BMW X5 ist nach dem erfolgreichen Start in den
USA im November 2006 nun auch in Europa und Asien auf dem Markt. Ebenfalls zum
Ende des ersten Quartals erfolgte der Start des neuen MINI in allen wichtigen
Märkten, Ende April folgten der MINI One und der
MINI Cooper D.
Die Markteinführung des MINI Clubman ist zudem im Laufe des Jahres geplant.
Die dreitürige Variante des BMW 1er wird ab Mai und am Ende des Monats der BMW
M5 Touring folgen. Die Auslieferungen der ersten Rolls-Royce Phantom Drophead
Coupés sind im Sommer 2007 vorgesehen. Auch im Segment Motorräder wird die
Produktoffensive im laufenden Jahr fortgesetzt.
Auslieferungen im ersten Quartal leicht gestiegen
Die BMW Group hat in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres mehr
Fahrzeuge verkauft als jemals zuvor in einem ersten Quartal. Trotz der
Modellwechsel im Berichtszeitraum stieg der Absatz der Marken BMW, MINI und
Rolls-Royce leicht um 0,1% auf 333.276 (Vj. 332.923) Fahrzeuge. In den kommenden
Monaten geht die BMW Group dank der neuen Modelle von einem deutlichen Anstieg
bei den Auslieferungen aus.
Der Absatz der Marke BMW legte in den ersten drei Monaten um 1,0% auf 286.185
(Vj. 283.297) Automobile zu. Der Absatz der Marke MINI ging angesichts der noch
eingeschränkten Verfügbarkeit der Modellpalette - der MINI One und der MINI
Cooper D kamen erst Ende April auf den Markt - um 5,1% auf 46.978 (Vj. 49.519)
Einheiten zurück. Die neuen Modelle werden bei der Marke MINI in den kommenden
Monaten zu einem deutlichen Absatzwachstum führen.
Im absoluten Luxus-Segment lieferte Rolls-Royce Motor Cars 113 Phantom an
Kunden aus, das sind 5,6% mehr als im Vorjahresquartal (107 Fahrzeuge).
Wachstumsimpulse kamen hier insbesondere aus Nordamerika und Asien. Rolls-Royce
Motor Cars wird mit dem Phantom Armoured zukünftig ein Fahrzeug auf den Markt
bringen, das den höchsten internationalen Sicherheitsanforderungen entspricht.
Es wird zunächst an Kunden in Europa und im Mittleren Osten ausgeliefert.
Das Ergebnis vor Steuern im Segment Automobile wurde im Berichtszeitraum von
Währungsbelastungen, hohen Rohstoffpreisen sowie modellzyklusbedingten Effekten
geprägt. Das Ergebnis vor Steuern ging um 20,0% auf 609 (Vj. 761) Mio. Euro
zurück, während der Umsatz leicht um 1,7% auf 11.418 (Vj. 11.231) Mio. Euro
zulegte.
Motorrad-Geschäft profitiert von neuen Modellen
Das Motorradgeschäft entwickelte sich dank neuer Modelle weiterhin positiv.
Die Auslieferungen stiegen in den ersten drei Monaten deutlich auf 23.029
Einheiten (Vj. 19.051/20,9%). Der Umsatz des Segments Motorräder kletterte um
17,3% auf 367 (Vj.: 313) Mio. Euro, das Ergebnis vor Steuern stieg um 17,2% auf
34 (Vj. 29) Mio. Euro.
Finanzdienstleistungsgeschäft weiterhin erfolgreich
Die erfolgreiche Geschäftsentwicklung im Segment Finanzdienstleistungen
setzte sich auch im ersten Quartal 2007 fort. Das bilanzielle Geschäftsvolumen
stieg um 12,1% auf 45.727 (Vj. 40.796) Mio. Euro. Die Anzahl der betreuten
Leasing- und Finanzierungsverträge mit Händlern und Endkunden erhöhte sich um
10,3% auf insgesamt 2.337.645 Verträge. Der Anteil der über das Segment
Finanzdienstleistungen finanzierten Neufahrzeuge der BMW Group belief sich auf
44,2% und lag damit um 2,7 Prozentpunkte über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Der Segmentumsatz kletterte um 12,6% auf 3.083 (Vj. 2.738) Mio. Euro und das
Vorsteuerergebnis um 5,8% auf 183 (Vj. 173) Mio. Euro.
Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2007 steht unter
www.bmwgroup.com/ir
als Download zur Verfügung.
Die BMW Group im Überblick
| |
1. Quartal 2007 |
1. Quartal 2006 |
Veränderung |
| Fahrzeug-Produktion |
|
|
|
| Automobile Einheiten |
382.019 |
344.734 |
+10,8% |
| Motorräder Einheiten |
35.795 |
29.540 |
+21,2% |
| |
|
|
|
| Fahrzeug-Auslieferungen |
|
|
|
| Automobile Einheiten |
333.276 |
332.923 |
+0,1% |
davon:
BMW Einheiten |
286.185 |
283.297 |
+1,0% |
| MINI Einheiten |
46.978 |
49.519 |
-5,1% |
| Rolls-Royce Einheiten |
113 |
107 |
+5,6% |
| Motorräder Einheiten |
23.029 |
19.051 |
+20,9% |
| |
|
|
|
| Mitarbeiter am Quartalsende |
106.855 |
106.179 |
+0,6% |
| |
|
|
|
| Operative Cashflow2
in Mio. Euro |
1.253 |
1.221 |
+2,6% |
| |
|
|
|
| Umsatz in Mio. Euro |
11.951 |
11.231 |
+1,7% |
davon:
Automobile |
11.418 |
11.231 |
+1,7% |
| Motorräder |
367 |
313 |
17,3% |
| Finanzdienstleistungen |
3.083 |
2.738 |
12,6% |
| |
|
|
|
| Überleitungen in Mio. Euro |
-2.917 |
-2.644 |
-9,5% |
| |
|
|
|
| Ergebnis vor Steuern1
in Mio. Euro |
852 |
1.296 |
-34,3% |
davon:
Automobile |
609 |
761 |
-20,0% |
| Motorräder |
34 |
29 |
+17,2% |
| Finanzdienstleistungen |
183 |
173 |
5,8% |
| Überleitungen in Mio Euro |
26 |
333 |
-92,2% |
| |
|
|
|
| Ertragssteuern in Mio Euro |
-265 |
-348 |
-23,9% |
| |
|
|
|
| Überschuss in Mio Euro |
587 |
948 |
-38,1% |
| |
|
|
|
| Ergebnis pro Aktie in Euro |
0,90/0,90 |
1,44/1,44 |
-37,5% |
Quelle: BMW Presse-Information vom 03.05.2007
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