20.02.2006
BMW Group geförderte Talente ausgezeichnet
München/Berlin. Am Samstag, dem 19. Februar 2006, fanden die 56.
Internationalen Filmfestspiele in Berlin mit der Preisverleihung ihr festliches
Finale. Den Goldenen Bären überreichte die Jury dem bosnischen Antikriegs-Drama
"Grbavica - Esmas Geheimnis" von Jasmila Zbanic.
Die junge Regisseurin Zbanic, Jahrgang 1974, zeigt ihr Können derzeit auch in
der Kurzfilm-Kompilation "Lost And Found - Six Glances at a Generation". Ihr
dokumentarischer Beitrag "Geburtstag" handelt von den beiden Mädchen Djuna und
Ines.
Szene aus dem Film "Requiem"
"Lost and Found" schaffte es im vergangenen Jahr auf den hervorragenden Platz
des Eröffnungsfilms des 35. Internationalen Forums des Jungen Films und wurde
danach auf über 40 Festivals etwa in Schweden oder Großbritannien, Russland, der
Türkei, in Taiwan oder Süd-Korea mit großem Erfolg bei Kritik wie Publikum
gezeigt. Seit Januar läuft die abendfüllende Kompilation auch in ausgewählten
deutschen Kinos (www.lostandfound-derfilm.de). Die BMW Group förderte die
Screenings des Films bei den nationalen Filmfestivals der beteiligten Länder
Serbien/Montenegro, Bulgarien, Estland, Ungarn, Rumänien und
Bosnien-Herzegowina.
Requiem
Die Nachwuchs-Schauspielerin Sandra Hüller wurde am Samstag für ihre
Verkörperung der Michaela Klingler, des Opfers religiöser Wahnvorstellungen in
Hans-Christian Schmids Exorzismus-Drama "Requiem", mit dem Silbernen Bären als
beste Darstellerin ausgezeichnet. Dieser Film erhielt außerdem von der
unabhängigen Jury der internationalen Filmkritiker Fipresci den renommierten
Preis für einen Film aus dem Wettbewerb.
Der Lebensversicherer
Neben den Goldenen und Silbernen Bären, die von der Internationalen Jury
unter den Filmen des Wettbewerbs vergeben werden, verleihen bei der Berlinale
etliche hochkarätige Institutionen weitere Auszeichnungen. So wurde der Preis "Dialogue
en perspective" vom französischen Fernsehsender TV 5 zusammen mit dem
Deutsch-Französischen Jugendwerk und den Internationalen Filmfestspielen Berlin
initiiert und geht an einen herausragenden Beitrag in der Sektion Perspektive
Deutsches Kino. Dieses Jahr entschied sich die Jury für den Nachwuchs-Film "Der
Lebensversicherer" von Bülent Akinci. In diesem Charakter-Drama über einen
lebensmüden Vertreter für Lebensversicherungen erzählt Nachwuchs-Regisseur und
Autor Bülent Akinci die Geschichte einer fast endlosen Suche nach Liebe und
Erlösung.
Wholetrain
Eine lobende Erwähnung beim Preis "Dialogue en perspective" erhielt der
Debüt-Film "Wholetrain" von Florian Gaag. Diese Low-Budget-Produktion zeigt eine
Clique von Graffiti-Writern, die sich durch eine neue Crew in der Stadt in ihrer
Ehre verletzt sieht und nun eine "Wholetrain", einen ganzen Zug, besprühen will.
Nachwuchs-Regisseur Florian Gaag gehörte selbst zur Münchner Graffiti-Szene und
absolvierte dann in New York ein Filmstudium. Ihm geht es in seinem Werk um die
Frage nach Freundschaft, Anerkennung und Respekt. Die speziellen Werte und
Sprache der Clique - Cans racken, Styles zeichnen, Trains bomben - erinnern an
historische Künstlergruppen und Geheimbünde, die sich ebenfalls über versteckte
Codes austauschten.
Neben diesen drei ausgezeichneten Filmen wurden fünf weitere Werke, die für
die diesjährige Berlinale ausgewählt wurden, von der BMW Group unterstützt: der
Wettbewerbs-Beitrag "Slumming" von Michael Glawogger sowie in der Sektion
"Perspektive Deutsches Kino "Hochhaus" von Nikias Chryssos, "Vier Fenster" von
Christian Moris Müller, "Neun Szenen" von Dietrich Brüggemann, "Jeder schweigt
von etwas anderem" von Marc Bauder und Dörte Franke.
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 20.02.06
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