03.05.2006
BMW Group erzielt im ersten Quartal Rekordergebnis
Ergebnis vor Steuern legt ohne Sondereffekt um 12,0% zu Vorsteuergewinn steigt um 57,7% auf 1,296 Mrd. Euro Ergebnis- und Absatzausblick für Gesamtjahr bekräftigt München. Die BMW Group ist mit einem Rekordergebnis in das Jahr 2006
gestartet. Der Automobilabsatz erreichte in den ersten drei Monaten ebenfalls
eine neue Bestmarke. Damit nimmt die BMW Group wie geplant Kurs auf das beste
Jahr in der Geschichte des Unternehmens: "Wir sind auf einem guten Weg, auf
Konzernebene unser Ergebnisziel von 4 Mrd. Euro vor Steuern zu erreichen", sagte
der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Helmut Panke, am Mittwoch in München.
"Auch operativ, also ohne den Sondereffekt aus der Umtauschanleihe auf Aktien
der Rolls-Royce plc, gehen wir für das Jahr 2006 von einem Ergebnisanstieg aus".
Auch in puncto Absatz ist die BMW Group weiterhin zuversichtlich. Die
Auslieferungen sollen im laufenden Jahr wie angekündigt auf einen neuen
Spitzenwert steigen.
Das erste Quartal war neben dem deutlichen Absatzzuwachs von externen
Faktoren sowie einem einmaligen Buchgewinn in Höhe von 375 Mio. Euro aus der
teilweisen Abwicklung der Umtauschanleihe auf Anteile am britischen
Triebwerkhersteller Rolls-Royce plc geprägt. Der Konzernumsatz legte auf 11.618
(Vj. 10.357) Mio. Euro zu, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 12,2%
entspricht. Währungseffekte und hohe Rohstoffpreise belasteten in den ersten
drei Monaten weiterhin die Ergebnisentwicklung, konnten aber durch die permanent
laufenden Effizienzverbesserungen weitgehend ausgeglichen werden.
Das Ergebnis vor Steuern stieg um 57,7% auf 1.296 (Vj. 822) Mio. Euro.
Bereinigt um den bereits oben genannten Sondereffekt aus der Abwicklung der
Umtauschanleihe erhöhte sich das Vorsteuerergebnis um 12,0% auf 921 Mio. Euro,
womit auch operativ der Vorjahreswert deutlich übertroffen wurde. Das Ergebnis
nach Steuern kletterte um 80,6% auf 948 (Vj. 525) Mio. Euro. Dabei wirkte sich
der im Segment Überleitungen ausgewiesene steuerfreie Buchgewinn
überproportional aus. Das Ergebnis je Stamm- und Vorzugsaktie erhöhte sich auf
1,44 (Vj. 0,78) Euro.
Angesichts des Ergebnissprungs stieg die Umsatzrendite vor Steuern von 7,9% im
Vorjahr auf 11,2% im ersten Quartal 2006. Um den Sondereffekt bereinigt blieb
die Umsatzrendite mit 7,9% stabil. Der Cashflow der BMW Group hat sich weiterhin
dynamisch entwickelt und erhöhte sich um 25,5% auf 1.631 (Vj. 1.300) Mio. Euro.
Der operative Cashflow legte um 9,4% auf 1.221 (Vj. 1.116) Mio. Euro zu.
Im laufenden Jahr werden weiterhin Währungseffekte und hohe Rohstoffpreise
die Geschäftsentwicklung des Unternehmens beeinflussen, allerdings nicht mehr in
dem Maße wie im Vorjahr. Die Belastung ist unter anderem auf die im
Vorjahresvergleich ungünstigeren Sicherungskurse zurückzuführen, die sich vor
allem in der ersten Jahreshälfte auswirken werden. Dem wird die BMW Group auch
weiterhin mit kontinuierlichen Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und
Produktivitätsverbesserungen gegensteuern. Positive Ergebnisbeiträge wird das
Unternehmen auch aus dem angestrebten Absatzrekord und Mixverbesserungen
erzielen. "Damit soll das laufende Jahr operativ, also ohne den Sondereffekt,
das beste Jahr in der Geschichte des Unternehmens werden", unterstrich Panke.
"Wir wollen auch in den kommenden Jahren unseren profitablen Wachstumskurs
fortsetzen und eine im Branchenvergleich überdurchschnittliche Rendite
erzielen", so Panke weiter.
Zahl der Arbeitsplätze nahezu unverändert
Zum Ende des ersten Quartals 2006 beschäftigte die BMW Group weltweit 106.179
Mitarbeiter, das sind 0,1% mehr als zum entsprechenden Stichtag des Vorjahres
(106.033 Mitarbeiter). Verglichen mit dem Stand zum Jahresende 2005 (105.798
Mitarbeiter) ergibt sich ein Zuwachs von 0,4%.
Neue Modelle im Jahresverlauf
Im Jahr 2006 bringt die BMW Group erneut zahlreiche neue Modelle auf den
Markt. Mit dem Z4 Coupé und dem Z4 M Coupé wird das Unternehmen ab Juni 2006
sein Fahrzeugangebot um besonders fahrdynamische und sportliche Modelle weiter
ausbauen. Darüber hinaus wird der Nachfolger des BMW 3er Coupé ab September 2006
in den Märkten eingeführt. Die BMW Group wird ihre Produkt- und Marktoffensive
auch in Zukunft mit Nachdruck fortsetzen. Insgesamt belaufen sich die
Investitionen in neue Produkte und produktinduzierte Produktionserweiterungen in
den Jahren 2005 bis 2009 auf rund 19 Milliarden Euro. Dazu zählen auch die zwei
völlig neuen Modellreihen, die wie angekündigt ab 2008 auf den Markt kommen
sollen. Das Angebot der Marke MINI wird innerhalb der nächsten drei Jahre durch
ein Modell mit größerem Innenraum und mehr Funktionalität ergänzt. Mit einem
Rolls-Royce Cabrio wird in Zukunft zudem das Angebot im absoluten Luxus-Segment
um eine zusätzliche Variante erweitert.
Position als weltweit führender Premiumhersteller gefestigt
Die BMW Group hat in den ersten drei Monaten mehr Fahrzeuge verkauft als
jemals zuvor in einem Quartal und damit ihre Position als weltweit führender
Premiumhersteller gefestigt. Der Automobilabsatz der Marken BMW, MINI und
Rolls-Royce stieg um 13,9% auf 332.923 (Vj.: 292.236) Fahrzeuge. Die
Auslieferungen der Marke BMW legten um 18,3% auf 283.297 (Vj. 239.412)
Automobile zu. Der Absatz der Marke MINI ging wegen der bereits kommunizierten
Umbaumaßnahmen zur Kapazitätserweiterung in Oxford - in dem britischen Werk
sollen mittelfristig pro Jahr etwa 240.000 Fahrzeuge produziert werden - auf
49.519 (-6,0%/Vj. 52.698) Einheiten zurück.
Im absoluten Luxus-Segment lieferte Rolls-Royce Motor Cars 107 Phantom an
Kunden aus, das sind 15,1% weniger als im Vorjahresquartal (126 Fahrzeuge). Nach
dem Start des Rolls-Royce Phantom mit längerem Radstand in den Regionen
Mittlerer Osten und Asien/Pazifik im vergangenen Jahr ist für 2006 die
Markteinführung in Amerika und Europa geplant.
Das Ergebnis im Segment Automobile wurde von den bereits erwähnten
Währungseffekten sowie gestiegenen Rohstoffpreisen belastet. Dem stehen die
deutlich gestiegenen Auslieferungen sowie eine positive Mix- und
Preisentwicklung gegenüber. Der Umsatz im Segment Automobile stieg im
Berichtszeitraum insgesamt um 12,8% auf 11.231 (Vj. 9.954) Mio. Euro. Das
Ergebnis vor Steuern erhöhte sich um 7,2% auf 761 (Vj. 710) Mio. Euro.
Motorrad-Geschäft von Witterung beeinträchtigt
Die ungünstigen Witterungsbedingungen in weiten Teilen Europas dämpfte im
Segment Motorräder die Absatzentwicklung im ersten Quartal. Die Auslieferungen
gingen in den ersten drei Monaten auf 19.051 Einheiten zurück (Vj.
21.304/-10,6%). Die BMW Group geht davon aus, den leichten Absatzrückstand auf
Jahressicht wieder aufzuholen und 2006 wie geplant den Wert aus dem Vorjahr zu
übertreffen. Im ersten Quartal 2006 ging der Umsatz des Segments Motorräder
lediglich um 1,6% auf 313 (Vj.: 318) Mio. Euro zurück. Das Ergebnis vor Steuern
lag dank eines höherwertigen Produktmix mit 29 (Vj. 31) Mio. Euro nur leicht
unter dem Vorjahresniveau.
Finanzdienstleistungsgeschäft weiter auf Wachstumskurs
Die positive Geschäftsentwicklung im Segment Finanzdienstleistungen setzte
sich auch im ersten Quartal 2006 fort. Das Gesamtvolumen der mit Endkunden
abgeschlossenen Verträge beträgt 5.949 Mio. Euro und übertrifft damit den
Vergleichswert aus dem Vorjahr um 16,4% (Vj. 5.110 Mio. Euro). Die Anzahl der
betreuten Leasing- und Finanzierungsverträge stieg um 11,9% auf insgesamt
2.120.094 Verträge. Der Anteil der über das Segment Finanzdienstleistungen
finanzierten Neufahrzeuge der BMW Group belief sich in den ersten drei Monaten
auf 41,5% und lag damit lediglich 0,8 Prozentpunkte unter dem hohen
Vergleichswert des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern im Segment
Finanzdienstleistungen stieg um 15,3% auf 173 (Vj. 150) Mio. Euro.
Der vollständige Zwischenbericht zum 31. März 2006 steht unter
www.bmwgroup.com/ir als
Download zur Verfügung.
Die BMW Group im Überblick
| |
1. Quartal 2006 |
1. Quartal 2005 |
Veränderung |
| Fahrzeug-Produktion |
|
|
|
davon:
Automobile Einheiten |
344.734 |
301.753 |
+14,2% |
| Motorräder Einheiten |
29.540 |
25.980 |
+13,7% |
| |
|
|
|
| Fahrzeug-Auslieferungen |
332.923 |
292.207 |
+13,9% |
davon:
BMW Einheiten |
283.297 |
239.387 |
+18,3% |
| MINI Einheiten |
49.519 |
52.694 |
-6,0% |
| Rolls-Royce Einheiten |
107 |
126 |
-15,1% |
| Motorräder Einheiten |
19.051 |
21.304 |
-10,6% |
| |
|
|
|
| Mitarbeiter am Quartalsende1 |
106.179 |
106.033 |
+0,1% |
| |
|
|
|
| Cashflow in Mio. Euro |
1.631 |
1.300 |
+25,5% |
| operativer Cashflow in Mio. Euro |
1.221 |
1.116 |
+9,4% |
| |
|
|
|
| Umsatz2
in Mio. Euro |
11.618 |
10.357 |
+12,2% |
davon:
Automobile in Mio Euro |
11.231 |
9.954 |
+12,8% |
| Motorräder in Mio. Euro |
313 |
318 |
-1,6% |
| Finanzdienstleistungen in Mio. Euro |
2.738 |
2.135 |
+28,2% |
| |
|
|
|
| Überleitungen in Mio. Euro |
-2.664 |
-2.050 |
+28,2% |
| |
|
|
|
| Ergebnis vor Steuern |
1.296 |
822 |
+57,7% |
davon:
Automobile in Mio Euro |
761 |
710 |
+7,2% |
| Motorräder in Mio Euro |
29 |
31 |
-6,5% |
| Finanzdienstleistungen in Mio Euro |
173 |
150 |
+15,3% |
| Überleitungen in Mio Euro |
333 |
-69 |
|
| |
|
|
|
| Ertragssteuern in Mio Euro |
-348 |
-297 |
+17,2% |
| |
|
|
|
| Überschuss in Mio Euro |
948 |
525 |
+80,6% |
| |
|
|
|
| Ergebnis pro Aktie in Euro |
1,44/1,44 |
0,78/0,78 |
+84,6%/+84,6% |
1
Werte ohne ruhende Arbeitsverhältnisse, ohne
Mitarbeiter in Altersteilzeit und Freizeitpausen, ohne Geringverdiener
2
Ergebnis je Aktie nach IAS 33 für
Stamm-/Vorzugsaktien
Quelle: BMW Presse-Mitteilung vom 03.05.06
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