24.08.2008
BMW-Betriebsrat schlägt Alarm wegen Absatzeinbruch
Bei der jüngsten Betriebsversammlung von BMW schlug Manfred Schoch, der
oberste BMW-Arbeitnehmervertreter, Alarm: „Bei einer weiteren Erhöhung der
Lagerbestände muss man damit rechnen, dass rund zehn Prozent der Händler in die
Insolvenz gehen würden“, sagte Schoch dort laut „Automobilwoche“. „Da sich in
den vergangenen Monaten die Neufahrzeuge nur sehr schwer und schleppend verkauft
haben, haben sich die Lagerbestände bei den Händlern exorbitant erhöht.“ Das
betreffen gerade Fahrzeuge, die in München produziert werden, nämlich die
Dreier-Limousine und der Touring.
Schoch benannte dem Bericht zufolge auch andere Volumenmodelle, die große
Sorge bereiten. So liege der Absatz des Fünfer laut Schoch derzeit 5000
Einheiten unter dem Zielwert, beim X3 sogar um 10 000. Der Vorstand hat daher
beschlossen, die Fertigung deutlich zu senken. Daher wurde nun mit der
Werksleitung vereinbart, den Zielwert des Arbeitszeitkontos, der bisher plus 90
Stunden betragen hat, auf plus 50 Stunden zu reduzieren. Der drastische
Nachfragerückgang für PS-starke Personenwagen-Motoren schlägt - so Schoch - mit
voller Wucht auf das BMW-Stammwerk in München durch. „Wir produzieren hier am
Standort München die falschen Motoren“, monierte er. So werde „der Achtzylinder
schon lange nicht mehr im Drei-Schicht-Betrieb“ gefertigt.
Quelle: ar, 24.08.2008
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