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Modell E23
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BMW 7er Modelle
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 Modellgeschichte

 

Wieso wurden in der ersten 7er-Reihe „nur“ 6-Zylinder-Motoren verbaut?

Selbst im Topp-Modell der ersten Siebener Reihe von BMW gab es "nur" einen 6-Zylinder-Motor. Dies scheint verwunderlich, da BMW bereits damals von sich behauptete, auch 8- und 12-Zylinder-Motoren bauen zu können. 1980 schreibt BMW in einem Prospekt über die Gründe, wieso man sich gegen 8- und 12-Zylinder-Motoren in der E23-Modellreihe entschied.

„BMW 745i - für uns das zwingendste, das vernünftigste, das zukunftssicherste Ergebnisse eines intensiven Systemvergleichs.”

Weiter heißt es im BMW-Prospekt: „Wir haben einen V12 gebaut. Wir haben einen V8 gebaut. Die Zukunft hat entschieden, was wir einsetzen werden.

Die Zukunft wird härter hoch als die Gegenwart von Automobilen jeder Wagenklasse - auch in der größten und teuersten - das wirtschaftliche Optimum verlangen. Und das heißt für uns die Beschränkung auf das Wesentliche: die bestmögliche Synthese aus hoher Leistung und großer Laufkultur auf der einen, und günstigen Verbrauchswerten und Abmessungen auf der anderen Seite.

Verantwortungsbewusste Herstellung müssen unter Berücksichtigung der Entwicklungszeiten von Automobilen 10 Jahre im voraus denken und planen. In diesem Rahmen haben wir die Zukunftsanforderungen an Triebwerke und damit die Zukunftssicherheit von verschiedenen Konzepten intensiv untersucht.

Die Zukunft fordert Wirtschaftlichkeit auch von Luxuslimousinen.

BMW hat als Forschungsobjekt verschiedene Triebwerks-Konzepte bis zur Serienreife entwickelt, um nach umfassenden praktischen Versuchen die für die Zukunft richtigen Entscheidungen zu treffen. Unter anderem haben wir auch einen 4,5 Liter 12-Zylinder und - auf der Grundlage sehr umfangreicher Erfahrungen mit V8-Maschinen aus früheren Modellreihen - einen 3,8 Liter V8-Motor gebaut. Die Leistungsbasis des V12: über 184 kW (über 250 PS). Die des V8: 160 kW (ca. 218 PS). Das berühmte BMW V8-Triebwerk der 50er Jahre wurde übrigens schon komplett aus Aluminium gebaut.


  
V8-Motor (links) und V12-Motor (rechts) in der ersten 7er-Reihe
 

Die Suche nach dem Besseren: Eine Herausforderung an die Besten.

Die Wertung der Zukunftssicherheit und damit die Berechtigung für morgen hat folgenden Grundanspruch, um einem kritischen Vergleich mit dem bestehenden 6-Zylinder-Konzept zu genügen: Das Triebwerk der Zukunft braucht ein hohes Leistungs- und Spurtvermögen bei günstigem Benzinverbrauch. Und dazu beste Laufkultur und Elastizität bei minimalen Triebwerksgewicht und vorteilhaften Abmessungen.

Leistung, das ist nicht nur Komfort, sondern vor allen Dingen Sicherheit. Und die ist unversichtbar.

Für einen Fahrzeugtyp, wie ihn der BMW 7er und seine nationalen wie internationalen Wettbewerber darstellen, sind rund 135 kW (gut 185 PS) angemessen und selbst bei sportlichsten Ansprüchen mehr als ca. 185 kW (rund 250 PS) nicht erforderlich. Und dafür reichen 3 bis 3,5 Liter Hubraum - ein für die Zukunft vernünftiger Bereich, der sehr gut bereits mit dem Aufwand, den ein Reihen-6-Zylinder fordert, erreicht wird. Von daher also gibt es keine Präferenz für V8 oder V12.

V12: Die Physik sagt, eine zu teure Faszination.

Das Faszinierende des BMW V12 ist die völlig gleichförmige Drehmomentenabgabe und Laufruhe bis zu allerhöchsten Drehzahlen. Diese Vorteile müssen aber mit einer Reihe von Nachteilen erkauft werden: hohes Gewicht, große Abmessungen, hohe Fertigungskosten, komplizierte Wartung. Alles in allem: Die Umwelt fordert niedrigen Energieverbrauch und ökonomische Triebwerksgewichte, so dass der 12-Zylinder ein Triebwerk mit wenig zukunftssicherem Konzept ist.

V8-Motor gegen Reihen-6-Zylinder: Ein Basisvergleich.

Der entscheidende Sprung bei der Laufkultur von Automobilmotoren findet beim Übergang von 4 auf 6 Zylinder statt. Der Unterschied vom Reihen-6 zum V8-Motor ist nur noch von gradueller Bedeutung. Daher ergibt sich keine Präferenz. Nur der Reihenmotor jedoch kann schräg eingebaut werden, was Platz für eine großzügige Sauganlage schafft und damit gute Drehmomentenwerte sichert.

Reihen-6-Zylinder: Eindeutige Präferenz für Zukunfts-Technologien.

Bei weitergehenden Abgasgesetzen wird ein Reihen-6-Zylinder entscheidende Vorteile haben. Abgas-Katalysatoren mit Lambda-Sonden lassen sich hier besser und effektiver einsetzen als bei V-Motoren. Und etwas sehr Entscheidendes: Das Aufladungsprinzip ist erheblich einfacher zu realisieren. Von daher also die höhere Zukunftssicherheit für den Reihen-6-Zylinder.

Die Zukunft misst auch Automobilmotoren an Realitäten. Wenn Effektivität die einzige Rolle spielt, gibt es nichts besseres als ein Reihen-6-Zylinder.

Mit dem BMW Reihen-6-Zylinder bieten wir ein Automobil-Triebwerk für die Spitzenklasse, das nicht nur erstklassig, sondern vor allen Dingen eines ist: konsequent zukunftsgerecht.

Wir haben ökonomische Hochleistung nach den Maßgaben der Zukunft gesteigert: Reihen-6-Zylinder, elektronische Benzineinspritzung, Aufladung.

Das Optimum dieser zukunftssicheren Antriebs-Philosophie stellt technologisch das Lader-Triebwerk dar. Wenn BMW bisher schon aus 6-Zylinder-Triebwerken oft mehr gemacht hat als andere mit mehr Hubraum und/oder mehr Zylindern, dann zeigt das Lader-Triebwerk den Weg, wie das noch einmal zu steigern ist. Es erreicht die erhebliche Leistungssteigerung ohne Vergrößerung des Hubraums, ohne Erhöhung der Drehzahl durch die Verbesserung der Zylinderfüllung mit Kraftstoff-Luftgemisch - eine ideale Möglichkeit, die Literleistung nochmals zu steigern und das Verhältnis von Motorgewicht und Leistung zu optimieren.”


   
Das Lader-Triebwerk im BMW 745i (links) und das Aufladungssystem (rechts)
 

Wie zukunftssicher das BMW-Motoren-Konzept in der ersten 7er-Reihe war, zeigte später die 2. Generation der BMW-Luxuslimousine. Im Modell E32 hat man sich von der Technik des Turboladers verabschiedet und doch einen V12-Motor gebaut. Später kamen auch V8-Motoren dazu.

In der vierten Generation der 7er-Reihe gab es zum Serienstart ausschließlich Motoren jenseits der 250 PS-Grenze, also der Leistungsgrenze, die 1980 von BMW noch als auch den sportlichsten Ansprüchen genügend bezeichnet wurde. Die Vernunft hat also nicht gesiegt...

 
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Quelle: "728i 732i 735i 745i" (BMW-Prospekt von 1980), zur Verfügung gestellt von Robert Grigoleit.

Bericht der AUTO ZEITUNG über den V12-Motor im E23



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