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Alt 10.10.2006, 03:54  
DVD-Rookie
V8 Connaisseur
Premium Mitglied
 
Benutzerbild von DVD-Rookie
 
Registriert seit: 25.03.2003
Ort: Worms
Fahrzeug: E32-730i -V8 M60 05-92
Standard Öl- u. Filterwechsel am Automaticgetriebe 5HP18 (730iA V8)

Hallo Freunde,

ich habe Schorsch ein wenig geholfen, an seinem Schätzchen einen Getriebeölwechsel nebst Filterwechsel mit mehrfachem Spülen vorzunehmen.
Erfahrungsgemäß bringt so ein Ölwechsel eine starke Verbesserung des Schaltkomforts, wenn der Wechsel schon einige Zeit zurück liegt.

Man sollte wenigstens einmal spülen (Tipp von ZF), d. h. einen zweiten Ölwechsel gleich hinterher machen. Bei sehr altem Öl oder sehr dunklem Öl auch ruhig 3 - 4 mal spülen.

Benötigtes Material/Werkzeug:

-ATF Dexron II (gilt für 5HP18 im E32) 4 Liter je Vorgang (wenigstens 7 Liter)
-Filtersatz 24 34 1422 513 (Filter, O-Ring und Schrauben) ca. 23 EUR [nur bei Filterwechsel]
-Ölwannendichtung (wenn schon älter) 24 111 219 127 ca. 8 EUR [nur bei Filterwechsel]

-geeignete Pumpe oder falls Pumpe nicht verfügbar, wenigstens zwei Öldosen mit Rüssel (die Literdosen haben das oft), allerdings läuft dann ein gewisser Teil des Öls vorbei
- 17er Inbusnuß mit Halbzollantrieb für die Öleinfüllschraube, bitte nur Qualitätswerkzeug, die Schraube sitzt sehr fest
- 5 mm Inbusschlüssel oder Nuß für die Ablaßschraube
- 25er Torxnuß zur Entfernung des Ölfilters ("Ölsieb" genannt)
- Steckschlüssel 10mm um die Ölwanne zu öffnen (nur bei Filterwechsel)
- Bremsen- oder Teilereiniger 1 Dose, saubere (!) Lappen
- Auffangmöglichkeit für das Hydrauliköl

- Hebebühne oder Grube, Auto muß waagerecht stehen



Vorab: Das Prozedere ist wirklich einfach, wenn man sich peinlich genau an das Kochrezept hält, "man nehme man tue..." So klingt es kompliziert, ist es aber eigentlich nicht.

Problem: Die letzte Ölstandseinstellung soll idealerweise bei 30 Grad Ölwannentemperatur durchgeführt werden, doch nach dem ganzen Ablauf ist das Getriebe viel zu warm, also stellt den Ölstand erst nach einer mehrstündigen Abkühlphase ein. Das muß man irgendwie organisieren und wenn man das Auto über Nacht in der Nähe der Hebebühne stehen läßt.


Doch nun zur Arbeit: Das Innere eines Automaticgetriebes muß peinlich genau von Schmutz geschützt werden, sonst drohen Funktionsstörungen! Sauber arbeiten!

1. Rauf auf die Bühne und Ablaßschraube suchen (Details weiter unten)




2. Grün: Schrauben der Ölwanne mit Klemmhaltern, ROT: Einfüll- und Ablaßschraube, die große ist die EINFÜLLschraube



3. Hier läuft gerade das erste Öl ab.
Man beachte die Farbe, hier ist es etwas bräunlich, neu ist es leicht himbeersaftrot , nach langer Laufzeit darf es sogar schwarz von feinem Metallabrieb sein, solange es nicht verbrannt riecht, ist das OK.



4. Alle grünen Schrauben entfernen, die in einer Ecke haben einen entsprechend geformten Klemmhalter, das ist für den Zusammenbau wichtig!



5. Ölwanne abnehmen, der Pfeil zeigt das Öleinfüllrohr, dessen oberes Niveau später den korrekten Ölstand bildet.




6. Hier sieht man den alten Ölfilter, der mit drei 25 er Torxschrauben gehalten wird. Alle drei Torxschrauben entfernen und den Ölfilter mit leichten Hin- und Herbewegungen nach unten abnehmen. Er dichtet mit einem O-Ring gegen das Getriebe ab, weswegen die Bewegungen das Abnehmen erleichtern.



7. Magnete in der Ölwanne lokalisieren, dort darf sich auch eine kleine Menge von feinen Metallspänen befinden, die Magnete haben die Aufgabe, Metallspäne aus dem Öl zu fischen. Hier bei diesem Getriebe befindet sich fast gar kein nennenswerter Abrieb, nur eine Art Gel aus Ölbestandteilen und etwas Metallstaub - unglaublich nach 500.000 km und dem ersten Getriebe

Ist man sich unsicher, ob die Menge Metallspäne noch in Ordnung ist, sollte man ein Foto machen und nachfragen.

Mit dem Teilereiniger das Innere der Wanne und die Magneten peinlich genau säubern, zum Schluß nur mit dem Teilereiniger, damit auch keine Fusseln von Tüchern etc. ins Getriebe kommen.



8. Den neuen Filter der Packung entnehmen und den neuen O-Ring auf den Einlaß montieren. Filter mit den drei Schrauben (liegen meist der Packung bei) wieder montieren. Ölwanne wieder aufsetzten, dabei mit den Eckschrauben beginnen, diese nur wenig eindrehen, bis sie im Gewinde gegriffen haben, aber noch nicht anziehen. Jetzt die Wanne ausrichten, damit sie von allen Eckschrauben exakt in der Klemmhalterung geführt wird.

Nun die restlichen Schrauben ebenfalls locker eindrehen und noch nicht festziehen - nochmals die Ausrichtung überprüfen und jetzt die Schrauben nur leicht anziehen. Nun über Kreuz mit dem Drehmeomentschlüssel (wenn vorhanden) mit 10 Nm anziehen.

Ablaßschraube einsetzten und festziehen (nicht übertreiben).

9. Öl einfüllen - Regel: Immer Einfüllen bis zum Überlaufen.

Öl einfüllen, befüllt wird durch die Einfüllschraube, Inbus 17 mm, dazu Schraube rausdrehen. Entweder mit einer Pumpe und Schlauch befüllen, dabei den Schlauch zur Vermeidung von Verschütten von Öl etwas flachdrücken und zwischen Steigrohr und Blechteil oberhalb des Steigrohrs etwas druchdrücken, so gibt es beim Befüllen praktisch keine Verluste.

Andere Einfüllmöglichkeit: Mit der Rüsseldose, diese Dosen haben ein Steigrohr, mit dem man das Öl nach oben in die Öffnung drücken kann - das ist aber nur eine unbefriedigende Behelfslösung.

In beiden Fällen bis zum Überlaufen befüllen. Einfüllschraube leicht handfest eindrehen.

10. Motor starten, Handbremse anziehen, Klima einschalten (AUC aus, Klimalauchte muß leuchten), wer keine Klima hat, macht das Fahrlicht an. Eines von beiden muß eingeschaltet werden, sonst ist die Drehzahl des Motors zu niedrig und der Stand stimmt nicht. Wieder bis zum Überlaufen befüllen.

Jetzt Automatic auf manuell schalten (der Stern, für den Winterbetrieb), nun alle Gänge durchschalten, dabei mindestens 2 Sekunden in jedem Gang bleiben.

Getriebe auf P stellen.

11. Motor laufen lassen und nochmals Öl bis zum Überlaufen nachfüllen (ohne Durchschalten des Getriebes, da es ja schon alle Hydraulikeinheiten mit Öl befüllt sind), da geht jetzt nochmal einiges rein. Wieder füllen bis zum Überlaufen.

Wenn das Öl überläuft, gleich die Einfüllschraube eindrehen - vorausgesetzt, das Getriebe ist jetzt nicht wärmer als 30 Grad stimmt jetzt der Ölstand.

12. Entweder man ist jetzt fertig, oder man wiederholt wegen Spülen das Ablassen und dann das Befüllen nach Punkt 9 bis 11.

Jetzt ist das Getriebe zu warm, um einen korrekten Ölstand zu erhalten. Getriebe mehrere Stunden (je nach Außentemperatur) abkühlen lassen, dabei kann das Auto ruhig von der Bühne auf den Hof zum Abkühlen gefahren werden.

DAs Abkühlen geht mit geöffneter Haube deutlich schneller.

Zum letzten korrekten Ölstand einstellen das Auto wieder auf die Bühne und nochmals Öl nachfüllen bis zum Überlaufen. Es ist ein Bereich von 30 -50 Grad zulässig, allerdings empfiehlt BMW es bei genau 30 Grad zu machen, so wird der höchstzulässige Ölstand erreicht. Unsere alten Getriebe brauchen ein wenig "Reserve", denn die dichtesten sind sie wohl auf Grund ihres Alters nicht mehr.

Warum soll man spülen? Nun, der Löwenanteil des Öls verbleibt im Getriebe, man bekommt nur 3 -4 Liter heraus, 70 % verbleiben unerreichtbar in Geriebe und Wandler. Deswegen sollte man wenigstens einmal spülen, damit man die verbliebene Suppe wenigstens halbwegs mit frischem Öl verdünnt hat.

Gruß


Harry

Geändert von DVD-Rookie (01.04.2007 um 13:05 Uhr). Grund: sprachliche Verbesserung
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Alt 18.01.2019, 01:31   #11
Erich
Erfahrenes Mitglied
 
Benutzerbild von Erich
 
Registriert seit: 19.07.2002
Ort: Joso
Fahrzeug: E32 750iL 11/88, E36M3 02/98 Motor S52USB32
Standard

Hier ein guter Youtube 24 Minuten

​Diagnose Automatikgetriebe, Schulungs- und Informationsprogram A5S 310 Z = 5HP18, ab Minute 6 wird es interessant, was eine zu niedrige Oelfuellung ausmachen kann, welche Geraeusche usw. Wie richtig auffuellen.

Externer Link (&Ooml;ffnet in neuem Fenster, der Forumsbetreiber distanziert sich vom Inhalt extern verlinkter Seiten.) https://www.youtube.com/watch?v=pW9x...ature=youtu.be

Fehler im Umfeld, wie eine defekte Zuendspule, Notprogramm kommt. Stoerungen in der elektrischen Datenverarbeitung = Leitungen von den Drehzahlfuehlern defekt oder diese selber.

Schadhafte Steckverbindung im Schaltkastenkabelbaum, schlechte Masseverbindung, schwache Batterie, Magnetventile, Spannungsversorgung der Magnetventile, Drosselklappe/Drosselklappenwinkel, falsche Einstellung Fahrpedal.​

Der youtuber UH hat noch viele weitere gute Lehrfilme ueber BMW Autos, mal durchschaun

Externer Link (&Ooml;ffnet in neuem Fenster, der Forumsbetreiber distanziert sich vom Inhalt extern verlinkter Seiten.) https://www.youtube.com/channel/UC0Z.../videos​
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