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Alt 25.07.2006, 17:56   #37
GraueEminenz
Erfahrenes Mitglied
 
Registriert seit: 02.06.2006
Ort: Schwäb. Alb
Fahrzeug: E38-740iA (03.98) - seit 10/2007 Prins VSI (LPG): vorher ICOM JTG
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Hallo zusammen,

jaaaa, meine grenzenlose Geduld...

Was es an Neuigkeiten gibt:

Die Startprobleme nach längerem Stillstand sind noch da, aber, wie in anderen Foren auch schon diskutiert (Danke @RS744) sind noch andere ebenfalls betroffen, und da sollte sich bald was tun.
Ich hatte schon geprüft, ob der Spannungsabfall beim Start Probleme macht (scheint nicht ursächlich zu sein); was einleuchtet, das ist überfettes Gemisch beim Start wegen undichter LPG-Düsen. Nur würde ich erwarten, dann auch Gas zu riechen. Und ich rieche nichts vom Gas.
Die 2 oder 3 Sekunden Anlaßorgler sind gerade noch erträglich, vor allem, wenn ich den Rest mit einbeziehe wie ruckfreie Umschaltung, Motorlauf, eingesparter Verdampfer im Motorraum etc.
Aber vor Winterbeginn, da will ich da auch eine Lösung haben, denn sonst kann's auf der Alb schon mal morgendliche Probleme geben.

Bei der Betankung, da hat sich bei dem Aufschraub-Adapter die Gummidichtung nach außen gedrückt, Gas wurde herausgedrückt bei laufender Zapfsäulenpumpe.
Mittlerweile hat mir mein Umrüster einen Stützring zukommen lassen, der das Problem behebt. Jetzt bleibt der Adapter dicht, zumindest war es so bei der letzten Betankung. (Den Stützring hat der Adapter, den ich beim 230TE habe, serienmäßig an der Fußverlängerung, aber nicht an dem Adapter für die Zapfpistole; dort ist es ein O-Ring statt der Flachdichtung).

Einmal, da wollte ich bei großer Hitze ca. 10 Liter nachtanken, und da hat es gleich am Adapter abgeblasen - damals noch ohne Stützring. Daß der Tank gar nicht zu füllen wäre, das habe ich (noch) nicht gehabt. Der Schwimmerschalter/Füllstop scheint immer einwandfrei zu öffnen und zu schließen: Wenn ich volltanke, dann schließt das Ventil hart (wie es sein soll), geht dann nochmal für etwa einen halben Liter auf, und dann geht nichts mehr.
Ich hoffe, daß das so bleibt.

Die Kalibratoren (= Düsen) habe ich noch nicht austauschen lassen. Die aktuellen sind bei 95/5-Gemisch etwa 10% zu groß im Durchfluß (siehe letzter Beitrag), wie die Leerlauf-Verbräuche vermuten lassen.
Ich tanke jetzt woanders, dort sollte es 60/40-Gemisch sein (leider noch keine Gewißheit), und will ausprobieren, wie sich damit der Verbrauch entwickelt.
Leider hatte sich am Samstag die Sicherung für Servolenkung, Fensterheber - und ICOM verabschiedet, d.h. als ich es merkte, da war ich schon 14 Kilometer auf Benzin unterwegs. Hatte mich zwar gewundert, warum die Lenkung so stramm geht... aber jetzt ist er wieder brav.
Das war nicht eingeplant und kontraproduktiv für die Verbrauchsmessung .
Aber bald, da werde ich wieder volltanken, und dann kann ich wieder experimentieren. Dann sollte etwa ein 70/30-Gemisch im Tank sein.

Das reboot-Problem, das ich immer dann hatte, wenn die Schubabschaltung länger aktiv war, das ist behoben, seit die Umschalt-Elektronik ausgetauscht wurde. Bis heute ist mir seither keine automatische Rückschaltung auf Benzin mehr aufgefallen.

Keine Sorge, ich werde nicht vergessen, zu posten, wenn es was Berichtenswertes gibt.

Übrigens, der xr2i120 in dem link von RS744, das ist der junge Mann, der meinem Grauen die ICOM eingebaut hat.
Dem seine Begeisterung für die Anlage, die wird auch meinem Grauen noch die Startprobleme abgewöhnen. Da bin ich sicher.

Aber @rednose, Du hast Recht: Ich hätte meinem Grauen auch eine stinknormale einfache Venturi-Anlage verpassen sollen. Leistung hat der schließlich satt, und wenn da 30 oder auch 40 Pferdchen weggeschlummert wären, dann hätte das auch nichts ausgemacht.
Die Venturi hätte voraussichtlich nur die Hälfte gekostet, wäre bei Euro2 aber zulässig gewesen.
Aber das wollte ich dem Grauen nicht antun. Bei den riesigen Saugrohr-Volumina, da möchte ich mir ein backfire lieber nicht vorstellen.

Die ICOM stand in Konkurrenz zur Prins VSI. Und, wie ich schon mal geschrieben hatte, ich wollte so wenig Eingriff in das Fahrzeug, wie möglich. Und das gibt's (leider) nur mit der ICOM.

Daß die Herrschaften bei ICOM einen Feldtest bei den Endkunden machen - also, so neu ist das nicht. Bei einer ganzen Reihe der renommiertesten Firmen passiert das.
Wichtig ist mir, daß reagiert wird, und zwar schnell und effektiv.
Daß diese schlechten Sitten sich immer weiter verbreiten, da ist kein Kraut dagegen gewachsen. (Schau nur mal in die postings zu den ZF-Getrieben und die sich abnützenden Steuerkügelchen und die "Lebensdauerölfüllung".)

Daß manche Umrüster sich mit den V8 schwertun, das ist eigentlich auch nicht verwunderlich: Wie viele V8 fahren hier herum, verglichen zu den 4- oder 6-Zylindern? Und eine Entwicklung soll Geld bringen, nicht fressen.
Also wird erst mal die Masse der möglichen Kunden bedient, nicht die Exoten.
Bei der ICOM ist das Umschaltgerät eines, das auch in 4-Zylindern verwendet wird. Und das bekommt einfach einen "Sklaven" dazugeklemmt, der dann die andere Bank bedient.
Wer hier mehr Elektronik braucht, die dann auch noch fahrzeugspezifisch programmiert werden muß, der hat deutlich mehr Entwicklungsaufwand.
Ich hatte auch ein Angebot für Umrüstung mit Vialle LPi.
Wäre nur 1/3 teurer gewesen.

Wenn ich heute jedenfalls einen Wagen modernerer Bauart (also etwa ab Bj 98 ) umrüsten lassen wollte, dann würde ich wieder eine ICOM nehmen. Die Probleme, die ich seither damit hatte, die halten sich in erträglichen Grenzen.

Ich lasse mich mal überraschen, wie es weitergeht und ob ich die Meinung revidieren muß.
Jetzt muß auch erst mal der Graue beweisen, ob der die richtige Entscheidung war oder ob ich besser bei einem Sternträger hätte bleiben sollen.

Aber, wie gesagt, ich experimentiere gerne...
Und habe ja auch viel Geduld ...
Viele Grüße
GraueEminenz
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