Ort: St. Pölten
Fahrzeug: E32-730,E34-525TDS, Mini 1100
Hallo!
Für den Druck ist auch wichtig wo man mißt. Oben am Kopf ist es wohl weniger als am Filter.
Ich hatte das auch mal und auch der Einbau einer neuen Ölpumpe hat nicht geholfen.
Es gab hier doch mal einen bei dem hat eine Spülung mit so einem Reinigungsmittel geholfen. Könnte passen, wenn die dünne Bohrung Richtung Kopf verstopft ist.
lg
Krami
Bevor Du an der Pumpe bastelst wäre es wirtschaftlicher, einen Ölwechsel (andere Sorte 15W40) und einen Ölfilterwechsel zu machen sowie den Druckfühler zu prüfen.
Das geht alles schneller als den Motor raus zu holen.
Wobei ich denke, dass es auch gehen sollte, wenn Du den Motor nur etwas anhebst oder den Motor genau dort lässt wo er ist, aber die Vorderachse absenkst.
Was mehr Aufwand ist... hmm das musst Du im E30 selbst entscheiden.
Tschuldigung, aber Du hast das mit der Ölvikosität und den "Zwischenwerten" bei weitem nicht vollständig verstanden. Das Thema ist viel zu Umfangreich, als dass ich es Dir hier beibringen werden.
Nur soviel:
Du schreibst zu ca. 50% Wahrheit, zu 50% leider aber auch total was falsches.
Ich zweifle das an und behaupte das Gegenteil.
Ich habe zwar eine Ahnung, worauf du anspielst (dass das 30er tatsächlich zähflüssiger ist als ein 40er, aber das liegt in diesem Fall u.a. an den Syntheseeigenschaften = hoher VI = geringe Änderung der Viskosität in Abhängigkeit zur Temp.), aber dann muss ich dich enttäuschen, dann liegst du falsch.
Aber der Einfachheit halber: ein 10W-40 ist bei Betriebstemperatur "dicker" als ein 15W-40. Ein 5W-40 ist nochmals "dicker" (also zähflüssiger -> Viskositätsindex).
Wa? Echt jetz? Dachte, es wäre anders herum denn so gibt das doch keinen Sinn da ein 5W40 ja flüssiger ist, wenn es kalt ist...dann kann es doch nicht dicker sein, wenn es warm ist oder??? Raff isch net
Wa? Echt jetz? Dachte, es wäre anders herum denn so gibt das doch keinen Sinn da ein 5W40 ja flüssiger ist, wenn es kalt ist...dann kann es doch nicht dicker sein, wenn es warm ist oder??? Raff isch net
Diesem Irrtum erliegen ja die meisten, ist ein weitverbreiteter Irrglaube.
Hochwertige Synthetiköle sind zwar im kalten Zustand erheblich dünner, was bei Kaltstarts und Kurzstrecken natürlich gewaltige Vorteile bringt. Während mit einem 15W-Öl der Motor bei Tiefsttemperaturen bis zu 50 Sekunden brauchen kann, um alle Schmierstellen zu erreichen, braucht ein 0W-Öl bestenfalls nur 1,5 Sekunden. Das sind keine herbeigezauberten Zahlen, sondern aufgrund der Viskosität und der entsprechenden Zuflussgeschwindigkeit zur Ölpumpe ermittelte Werte.
Aufgrund des erheblich höheren Viskositätsindex synthetischer Hochleistungsöle dünnen diese jedoch bis zum Erreichen der Meßtemperatur von 210°F (99°C) kaum noch aus. Bei dieser Temperatur erreichen sie die gleiche Viskosität wie ein 15W-40 Mineralöl, welches sich bis dahin erheblich ausdünnt. In der Folge durchschreiten beide Öle die normale Betriebstemperatur von ca. 80°C mit einer bestimmten Viskosität (Zähigkeit), die beim 0W aufgrund der geringeren Verdünnung tatsächlich minimal über der des 15W-Öls liegt, soll heißen, dass das 0W-Öl etwas "dicker" ist, weil diese Ausdünnung nicht linear erfolgt.
Um es auf den Punkt zu bringen:
Je niedriger diese Kennzahl vor dem W (für "Winter") ist, desto besser springt das Fahrzeug an, desto schneller baut sich die Schmierung auf und desto sicherer ist der Schutz vor Verschleiß bei niedrigen Temperaturen. Die Kennzahl nach dem Bindestrich bezeichnet die Zähflüssigkeit des Öls bei hohen Temperaturen (konkret bei 99°C). Je höher dieser Wert, desto dickflüssiger bleibt das Motoröl selbst bei hohen Temperaturen. Je größer die Spreizung der Werte vor und nach dem Bindestrich ist, desto mehr ist das Motoröl für einen breiten Temperatur- und Einsatzbereich geeignet.
5W-40 dürfte in etwa das Optimum für unsere Breiten darstellen: Bei Kälte gute Durchschmierung und bei Betriebstemperatur genug Reserven.
Meine persönliche Empfehlungen (wenn sie denn jemand hören will)´: Mobil 1 0W-40 oder 5W-50. Es gibt natürlich andere gute Ölmarken: Meguin (Megol) einige Liqui Molly und Motul, usw. Castrol gehört nicht unbedingt dazu.
Ort: bei München
Fahrzeug: 735 iA (10/91) +Chip (v. Rottaler2) +2xAirbag +Klima/AUC +SHD +Vollleder mit Sitzhzg. u. Lordose +Telefon +E-Rollo +Softclose, Opel Astra Caravan Club
Hallo zusammen,
sehr gute Informationen und Erklärungen!
Denke trotzdem, dass das 10W40-Öl sozusagen die "goldene Mitte" zwischen der Werksempfehlung und einer - qualitativ höherwertigen - Abweichung davon darstellt (meine beiden E32 liefen bzw. laufen gut damit!).
Viele Grüße
Markus
__________________
Mein aktueller E32 und sein Vorgänger! :-)
Mit einem qualitativ hochwertigen, teilsynthetischen 10W-40 könnte ich leben - aber als unterste Viskositätsstufe. 5W-40 stellt meiner Meinung nach den besten Kompromiss dar.
Einzige Ausnahme für ein mineralisches 15W-40:
Total ölverkrustete Fässer (also nicht nur ein paar Ablagerungen, sondern Schlammfässer!), die sowieso ihre besten Tage hinter sich haben, da übernehmen die Ölverkrustungen evtl. schon die Funktion der längst zerfallenen Dichtungen, und wenn die durch ein Synthetiköl aufgelöst würden, würde die Suppe überall rauslaufen. Hier geht es nicht mehr um lange Lebensdauer oder wenig Verschleiß - das hat sich bereits erledigt! - sondern um den reinen Funktionserhalt.