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Alt 20.01.2017, 12:56   #21
silyboy
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Zitat:
Zitat von nerko Beitrag anzeigen
Einen Milliardär, welcher es zum Präsidenten geschafft hat, dumm zu nennen, tja dass können nur äußerst intelligente Menschen tun...
Das sehe ich auch problematisch. Verschiedene Menschen haben verschiedene Chararktäre und verschiedene Begabungen.
In welchem Sinne soll ein Mensch dumm oder doof sein? Leider werden diese Wörter auch häufig im falschen Zusammenhang genutzt.
Jemand rempelt mich an - zack -> "biste dumm"? Dabei könnte der zig Diplome haben und 7 Sprachen sprechen.

Warum würde ich den baldigen POTUS als "doof" beschreiben? Weil er ziemlich narzisstisch, egozentrisch, aufbrausend und gewissenlos rüberkommt.
Der Mensch kommt mir vor wie ein Soziopath. Es gibt ja die These, dass es häufig die Soziophaten sind, die sich erfolgreich durchsetzen und Chef werden.
Problem dabei -> diese Menschen arbeiten hart, setzen sich durch, agieren, manipulieren... aber zumeist nur zum eigenen Vorteil.
Da ist nichts mit Herz und Gutmensch und Allgemeinwohl - da ist nur ICH ICH ICH. Taugt in diesem Zusammenhang ein Trump als POTUS?
Hat der sich als Führer seines Imperiums oder als Führer einer Gesellschaft profiliert? Das ist die brennende Frage...

Zitat:
Und wieso müssen die Unternehmen die Autos unbedingt in Mexiko bauen, welche sowieso wieder in den USA landen?!
Mir ist es egal wo man die Fahrzeuge baut, mich stört es jedoch, aus welchen Gründen man dort ein Werk aufstellt.
Nämlich wegen den billigen Arbeitskräften, welche sich nicht beschweren können und für einen Hungerlohn arbeiten müssen.
Die elegante europäische Lösung -> Der Ein-Euro Job...
Das ist nicht so einfach wie es zunächst scheint. Wir reden ja nicht von armen Leuten die irgendwo auf ner Kaffeeplantage schuften und keine Stimme haben.
Wir reden von Menschen die als Werkstätige in Multinationalen Konzernen arbeiten.
Werden diese Leute veräppelt, abgezogen, erniedrig oder sonstwie misshandelt -> Skandal - und das wollen die Firmen ja nicht.
Im Ideallfall kann eine Einstellung in so einem Werk an so einem Ort ein Jackpot sein.

Der Aktionär will Dividende sehen, die Manager wollen ihre Boni haben. Das ist alles daran gebunden, wieviel Geld erwirtschaftet wird. Mehr ist besser...
Wir als Gesellschaft wollen es ja nicht anders. Wir haben in der Globalisierung viele Tore geöffnet aber kaum Spielregeln aufgestellt.
Dass ist hübbe wie drübbe ähnlich. Trump will ja - ich ignoriere dabei seine unmögliche Art des Auftretens - nur die Regeln zum Vorteil seiner Heimat ändern
(was ja ständig überall geschieht).

Problem dabei -> das ist nur ein erster Schnellschuß-Dominostein. Ob die USA am Ende besser dran ist? Ein Chevrolet werde ich mir jedenfalls nicht kaufen
- weil elendig scheiße Da kann auch Preisdumping bei mir nichts bewirken.

Zitat:
@Hansekatze_730
Ich finde es äusserst Interessant, wie du einen grossen Teil der Bevölkerung deklassieren kannst aber da du ja zu den intelligenten zählst, ist es wohl gerechtfertigt...
Mal neben bei, die Politik spielt den Ball fast jeden Tag den Populisten zu.
Berliner Weihnachtsmarkt, Kölner Silvesternacht, was denkst du was die belästigten Frauen jetzt denken oder das Kind, welches seine Eltern verloren hat. Bestimmt nicht mehr refugees welcome oder zumindest nicht so unkontrolliert...

Ich finde, dass so Menschen wie du für Eskalationen sorgen, indem Sie Andere so deklassieren bis es kracht...
Es gibt die Populisten, Rechtsradikale, Grüne welche die einzigen vorzeigbaren Mitglieder als "Realos" beschreiben, Linksradikale...
es gibt viele Extreme - again - hübbe wie drübbe.

Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte - das wird aber vergessen. Es wird ewig gestritten, nicht gehandelt oder gar blockiert bis es kracht.
Wozu sollte man sich auch einigen? Nur im Streit kann man auffalen und sich profilieren. Man will ja clever sein, führen, sich als taktiker zeigen.
Man kommt ja sonst nicht zu Pressemeldungen und Karriere. Wenn die politische Kultur durch gewissenlose, opportunistische Karrierepolitiker geprägt wird,
kann es nicht anders gehen. Wenn sich dabei ganze Gesellschaften dranhängen und links wie rechts mitziehen... oh oh...

IMHO sollte jeder halbwegs gesunde Mensch zusehen, dass er sich keinem Extrem zuordnet sondern eine Meinung aufbaut,
die mit unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung einhergeht, Moral und Ethik dabei nicht außer Acht lässt -
aber dabei auch pragmatisch denkt und handelt und gleiches von den Volksvertretern verlangt.

Das verlangt aber viel Mühe und Arbeit... da ist es häufig einfacher wenn man irgendwelchen emotional aufgeladenen Menschen folgt die eines der Extreme propagieren.
Daheim vorm Fernseher hocken und sich aufregen. Das passt gefühlmässig also stimmts schon...

Wir haben darüber hinaus auch Selbstzensur in den Medien. In den Mainstream-Medien wird häufig gar nicht erwähnt wo ein Verbrecher herkommt...
um die Gesellschaft vermeintlich vor Wut auch bestimmte Personengruppen zu schützen. Wie soll ein naiver, liberaler Mensch aber sonst von extremen
Häufungen bestimmter Personengruppen bei bestimmten Straftaten (die es leider gibt) erfahren? Wie soll der Rechtsradikale dieser Presse vertrauen?
Versagen der Medien... Verdummung der Bevölkerung... Wutbürger die glauben Betrug und Verrat zu sehen...

Dann gibt es - again - hübbe wie drübbe - Medien die sich auf eine Seite einschießen. Da wird weniger mit neutraler Berichterstattung geglänzt sondern
gezielt auf die Wut des Zuschauers hin Bericht erstattet. Siehe FOX News. Warum? Weil Sender wie Fox gemerkt haben, dass sich so viel Geld verdienen lässt.
Welche gesellschaftliche und politische Folgen hat das? Siehe USA der letzten Jahre.

Klaro - die Wutbürger wären sicher nicht so wütend wenn die Extreme nicht so extrem wären. Versäumnisse in Politik und Gesellschaft haben aber nunmal
zu Problemen geführt der man Beachtung schenken muss. Staatsanwälte die zu häufig Geringfügigkeit feststellen, Gerichte die zu langsam arbeiten,
Intensivtäter die immer wieder zuviel Gnade sehen, Politiker die zu sehr ihre Ideologie verteigigen und dabei vergessen pragmatisch zu handeln.
Da steigt in nem Bürger (vor allem ein benachteiligter Bürger - oder einer der es glaubt zu sein) schonmal die Wut an...

Was machen mer da? Sich bilden, miteinander reden, mit Herz aber auch mit Pragmatismus handeln, bloss nicht auf dem einen oder anderen Auge blind werden.
Ist aber alles schwierig und mühsam... da spielen viele lieber Flappy Bird...
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Wenn schon Auto... dann BMW!

Geändert von silyboy (20.01.2017 um 13:12 Uhr).
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