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11.06.2008, 20:34
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#1 (permalink)
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nachtaktiv
Registriert seit: 06.06.2008
Ort: Berlin
Fahrzeug: Bequeme Shox
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Wiederholung Mathe MSA
Hola,
das wird jetzt sicher einige nicht interessieren,aber ich muss mir mal Luft machen.
Ich habe heute meinen MittlerenSchulAbschluss(kurz MSA)gemacht und nicht wenige Stunden später lese ich das hier:
Berliner Schulen müssen Mittleren Schulabschluss wiederholen - Berliner Zeitung
Ich meine,was ist denn das für eine Scheisse? 
Aber irgendwie ist das auch ganz plausible zu erklären,das Bildungs-/Schulsystem in Berlin ist einfach unter aller Sau,Ausfall wegen Lehrermangels am laufenden Band,Hitzefrei wo die Außentemperatur 22 Grad Celsius beträgt,inkompetente Lehrer bis zum Abwinken und und und...da reiht sich sowas nahtlos ein.
Sicher ist das ganze eine banale Sache für Außenstehende,aber 2 Stunden voll konzentriert gearbeitet zu haben und am Ende zu erfahren,dass der Fehlerursprung wieder bei den gleichen Pappnasen/Ideoten wie sonst auch zu finden ist regt mich einfach tierisch auf...
überhitze Grüße aus Berlin,
Klaas
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11.06.2008, 22:00
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#2 (permalink)
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Erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 17.07.2007
Ort: Zielona Góra
Fahrzeug: zwei Füsse Bj. 1982
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Naja, schade für dich...
Andererseits, ich habe bayerisches Abitur geschrieben und im Vergleich zu Berlin...Warum schaffen die Bayern alles mit Zentralabi seit quasi immer und alle anderen Bundesländer (mit Ausnahme BW) kriegen nichts auf die Reihe?
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11.06.2008, 22:08
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#3 (permalink)
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Zickige Hete
Registriert seit: 03.10.2002
Ort: Illerrieden
Fahrzeug: MCoupe
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SPD regiert?
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11.06.2008, 22:21
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#4 (permalink)
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nachtaktiv
Registriert seit: 06.06.2008
Ort: Berlin
Fahrzeug: Bequeme Shox
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Ich denke einfach ganz engstirnig,dass der Ursprung für diesen Mist bei den Beamten liegt....
Was ich allerdings nicht verstehe ist:
Warum sollten sich Schüler wie ich(Gymnasium)die Lösungen kaufen?
Hauptschulen schreiben die gleichen Arbeiten,da geht man davon aus eine 1 bis 2+ zu bekommen.
Also können sich nur "schlechtere" Schüler damit bereichert haben.
Wie die allerdings sich die Lösungen eingeprägt haben,vom einen auf den anderen Tag,will ich mal wissen.
Die Lösungswege werden die wohl auch kaum herleiten können.
Und Lösungen irgendwie mit in die Prüfung schummeln geht auch nicht,wird alles streng überwacht.
Ich möchte mal echt wissen warum wegen vllt 50 wirklich besseren Ergebnissen 28000 Schüler nachschreiben müssen...   
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12.06.2008, 09:43
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#5 (permalink)
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V8 Connaisseur
Registriert seit: 15.04.2002
Ort: Worms
Fahrzeug: E 32 730iA K V8 (04-92)
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@ Volksmund
Die Hauptschulen schreiben die gleichen Klausuren??? Was ist denn das für ein komisches Schulsystem?
Entweder sind dann die Gymnasiasten vollkommen unterfordert oder die Hauptschüler massiv überfordert.
Mein Töchterchen geht in die 6. Klasse Gymnasium, ich halte ne schwere Matheaufgabe von denen aus der Klausur für 98% der Hauptschulabgänger für zu schwer.
Die haben Aufgaben, wo selbst ich schon einen Moment überlegen muss, bevor ich die lösen kann (Mathe Leistungskurs, aber schon 1/4 Jahrhundert her  , wirtschaftswissenschaftliches Studium an der Uni mit diversen mathematischen Fächern in einer nochmals stärkeren Intensivität).
In unserem Bundesland ist das so: Schafft einer am Gymnasium die 9. Klasse hat er zwar den Hauptschulabschluß, aber das ist überhaupt nicht vergleichbar mit einem Hauptschulabgänger, der Gymnasiast hat ungleich mehr und schwierigere Anforderungen zu bewältigen, selbst wenn er die 9. Klasse gerade so am Gymnasium schafft.
Viele Grüße
Harry
__________________
Es ist schwieriger, eine vorgefaßte Meinung zu zertrümmern als ein Atom. (Albert Einstein)
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12.06.2008, 09:50
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#6 (permalink)
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Erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 17.07.2007
Ort: Zielona Góra
Fahrzeug: zwei Füsse Bj. 1982
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Zitat:
Zitat von DVD-Rookie
In unserem Bundesland ist das so: Schafft einer am Gymnasium die 9. Klasse hat er zwar den Hauptschulabschluß, aber das ist überhaupt nicht vergleichbar mit einem Hauptschulabgänger, der Gymnasiast hat ungleich mehr und schwierigere Anforderungen zu bewältigen, selbst wenn er die 9. Klasse gerade so am Gymnasium schafft.
Viele Grüße
Harry
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In Bayern hatte man (und hat wohl noch immer), nach Abschluss der zehnten Klasse am Gymnasium automatisch die Mittlere Reife.
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12.06.2008, 10:27
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#7 (permalink)
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V8 Connaisseur
Registriert seit: 15.04.2002
Ort: Worms
Fahrzeug: E 32 730iA K V8 (04-92)
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Jupp,
ist bei uns genau so:
9. Klasse 'bestanden' = Hauptschulabschluß
10. Klasse 'bestanden' = Realschulabschluß
Viele Grüße
Harry
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12.06.2008, 11:46
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#8 (permalink)
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habenallenetotalmackehier
Registriert seit: 15.07.2006
Ort: lippische Toskana
Fahrzeug: 735i V8 LPG E38 biarritzblau - Leder sandbeige; 750iL V12 E32 lazurblau - Leder silbergrau hell
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Zitat:
Zitat von Umsteiger
Naja, schade für dich...
Andererseits, ich habe bayerisches Abitur geschrieben und im Vergleich zu Berlin...Warum schaffen die Bayern alles mit Zentralabi seit quasi immer und alle anderen Bundesländer (mit Ausnahme BW) kriegen nichts auf die Reihe?
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Meinst Du das auf die Bildung bezogen oder allgemein wirtschaftlich, denn den Zusammenhang zwischen Bildungssystem und BIP eines Bundeslandes sehe ich imho nicht, die grosse Diskrepanz zwischen Bavaria, BW und z.B. MVP oder besser Bremen, (weil der Osten ganz andere Gründe hat) liegt nicht primär in der Bildung sondern, ganz sicher an der hohen Industriedichte in Bayern und BW, sowie dem hohen pushing (Invest) durch die Amerikaner nach dem Krieg, im Gegensatz zu den anderen NATO-Partnern, wie bei uns die Briten...
Ein gutes Beispiel für Kombination aus Investment und Industrie ist z.B. Sachsen, wo es sich doch sehr gut leben lässt, mit pro/Kopf Einkommen über Westniveau...
Natürlich ist eine gute Bildung die Grundlage jedes gutes Jobs, dementsprechend auch Einkommen, und damit auch der Steuern und ich glaube ein einheitliches Schulsystem wäre sicher eine der besten Lösungen, die unsere Politik langfristig hinkriegen könnte...
Wird wohl aber nichts werden, denn nur in Deutschland "leistet" man sich 16 Regierungen in einem Land...
Zum Thema:
das ALLE nachschreiben müssen, ist ja echt Mist, und typisch, wie Du schon sagst Beamtenschiss
Als wenn sich später bei der Jobsuche einer ernsthaft dafür interessieren würde, ob die Matheaufgaben in der Schulabschlussprüfung bekannt waren, oder nicht!?
Ist genau so´n Schiss wie die Beschwerden der Schüler in NRW, die Aufgaben seien nicht lösbar - o.k., könnt Nachschreiben, aber bitte innerhalb von einer Woche, und zur Anmeldung waren nur 3 Tage Zeit
Wer krank ist, oder es verpennt hat.......Beamte eben
Gruss, Marcello
__________________
Lo chiamavano Bulldozer - Sie nannten ihn Mücke
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12.06.2008, 12:15
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#9 (permalink)
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Erfahrenes Mitglied
Registriert seit: 17.07.2007
Ort: Zielona Góra
Fahrzeug: zwei Füsse Bj. 1982
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Mein Beitrag ist auf die Bildung bezogen. Über geschichtspolitische Spekulationen möchte ich mich hier nicht auslassen ;-)
Ein einheitliches Schulsystem wird es aber leider nicht geben, da es dort nur zwei Wege gäbe: Entweder man bringt alle Bundesländer auf Bayern- bzw. BW-Niveau oder man bringt alle Bundesländer auf das niedrigste Schulniveau (z.B. Bremen, Berlin, Sachsen-Anhalt oder NRW).
So oder so gibt es bei beiden Wegen nur ein Resultat: es wird mehr Dumme geben. Zum Einen werden die ganzen Samthandschuhschüler auf einmal sehen, dass sie im Süden nur mittelmäßige bis grottenschlechte Schüler sind oder man verdummt eben durch den zweiten Weg alle anderen. Die haben dann zwar Spitzennoten, aber vom Niveau her sind sie abgestuft worden.
Aus persönlicher Erfahrung sage ich, dass Schüler, die aufs bayrische Gymnasium kommen und vorher woanders gelernt hatten, zu 99% durchfallen oder freiwillig Klassen wiederholen.
Im Studium ist das noch gravierender, da kommen dann Berliner Gymnasiasten an eine bayrische Uni oder FH und haben (Beispiel Mathe) nicht einmal Grundkurs-Niveau der bayrischen Schule, was sich so ca. in 99% Wiederholprüfungsquoten für "Auswärtige" (so wars in unserem Jahrgang zumindest) niederschlägt.
De facto werden bayrische und BW-Gymnasiasten künstlich niedergestuft: höheres Niveau und trotzdem "nur" die gleichen Noten wie in anderen Bundesländern. Daran ist aber übrigens nicht nur das Bildungssystem schuld sondern auch die Schüler selbst. Wenn ein K13-Schüler aus NRW mir erzählt, durch das Zentralabitur leide seine individuelle Persönlichkeit und man müsse auf einmal mehr lernen, dann bleibt mir nur zu hoffen, dass sein späterer Arbeitgeber genauso individuelle Aufnahmetests für ihn zusammenstellt.
Im Allgemeinen würde ich jetzt auf andere Länder noch hinweisen, in denen man seit jeher schon Zentralabitur schreibt und die Menschen komischerweise auch nicht traumatisiert durch die Gegend laufen und sich niemand wegen Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte angegriffen fühlt (z.B. Polen, Frankreich usw.).
In diesem Sinne: wer in jungen Jahren freiwillig mehr lernt, hats später besser.
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